Reisfarmer wollen nicht demonstrieren

Reisfarmer in der Zentralregion erklärten, sie wollten nicht gegen das Verbot der Bewässerung ihrer Felder demonstrieren, weil sie Angst haben, verhaftet zu werden.

Kwanchai Mahchuenjai, Vizevorsitzender des Reisfarmerverbandes in der Zentralregion, erklärte, dass die Farmer keinen Plan für Proteste vorbereitet hätten, auch wenn sie trotz Verschiebung der Aussaat vermutlich keinerlei Schadensersatz erhalten. „Wir trauen uns nicht zu demonstrieren, denn wir haben Angst vor dem Gesetz“, erklärte er.

Premierminister Prayuth Chan-ocha hatte am 18. Juni gewarnt, dass diejenigen bestraft würden, die trotz des Demonstrationsverbots protestierten. „Damit will ich keinem drohen, der demonstrieren will, aber zwingen Sie mich nicht, das Gesetz anzuwenden“, sagte General Prayuth.

Kwanchai sagte, dass die Regierung statt eines Schadensersatzes die Kredite der Farmer drei Jahre lang zinslos stunden solle und neue Wege für Kredite gefunden werden müssten.

In der Provinz Chai Nat haben die meisten Farmer Schulden bei der Landwirtschaftsbank. Die Verzögerung der diesjährigen Aussaat könnte die Farmer in der gesamten Provinz in den Ruin treiben, sagen sie.

Pisit Kratkrayan, ein 51 Jahre alter Farmer aus dem Stadtbezirk, sagte, als das Bewässerungsamt am 1. Mai die Felder bewässerte, begann er mit der Bestellung der Felder in der Hoffnung, dass er genug Einkommen habe, um seine Schulden zurückzuzahlen. Doch wenn das Amt die Felder nicht mehr bewässert, dann würde das seinen Ruin bedeuten.

Er forderte die Regierung auf, 2500 Baht pro Rai zu zahlen, falls die Bauern ihre Felder nicht bestellen können.

Narong Narod, 64, ebenfalls aus dem Stadtbezirk Chai Nat, sagte, er musste hohe Geldbeträge leihen, um seineFamilie zu ernähren. Wenn sich die Hauptaussaat weiter verzögere, könne er die Schulden ohne irgendeine Formder Intervention durch den Staat nicht zurückzahlen. „Schadensersatz und Stundung würde helfen, aber ich persönlich will das nicht. Lieber hätte ich Wasser für meine Felder.“

Die Wasserstände in den Hauptstaudämmen des Landes haben wegen der geringen Regenfälle einen kritischen Stand erreicht. Der Pasak-Joladid-Damm in Lopburi hat mit 8,4 Prozent der Kapazität einen historischen Tiefststanderreicht. Das Wasser im Chao-Phraya-Damm in Chainat wird noch 30 Tage reichen, wenn es nicht nördlich des Dammes Regen gibt.

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3 Responses to Reisfarmer wollen nicht demonstrieren

  1. emi_rambus says:

    STIN: Um das Problem zu lösen, reicht eigentlich ein Wort Prayuths unter dem Artikel 7 – und es gibt Wasser genug.

    Die Bauern graben sich ja auch selbst das Wasser ab!
    Was gibt es immer fuer ein Geschrei, wenn fuer einen neuen Staudamm ein paar Baeume im Wasser untergehen.
    Fakt ist/war doch der, schon vor Beginn des Baus der Staumauer, fingen meist reichere Leute und die mit der besseren Beziehung an, das Land (meist Wald) um den zukuenftigen See ueber die Erschliessungsstrasse zu vereinnahmen. Da wurden auf einmal hemmungslos Baeume gefaellt, Plantagen angelegt und vor allem das Wassereinzugsgebiet fuer den Stausee “trockengelegt”.
    Als noch genuegend Grundwasser da war, machte es sich kaum bemerkbar, jetzt aber wirft es das halbe Konzept ueber den Haufen!
    Wo geht den das Trinkwasser in Chiang Mai hin?
    Es wird “verbraucht”.
    Nein! Wenn ein Mensch drei Liter Wasser trinkt, schwitzt und pinkelt er 2,995 l wieder aus. Das ist noch da, das ist nicht verbraucht! Der Rest (0,005l) wird wieder freigesetzt, wenn der Mensch am Ende seines Lebens angekommen ist.
    Wenn das Abwasser anstaendig gereinigt wird, kann es fuer Landwirtschaft und Industrie noch mehrmals benutzt werden.
    Der Begriff “verbraucht” ist irgendwie verwirrend! Fuer mich ist das Wasser einer Saison “verbraucht”, wenn es an der Muendung ins Meer laeuft.
    Wenn man 20 cm hoch Wasser auch einReisfeld von 10 Rai fliessen laesst, sind das 3.200 cbm.
    Die sind aber nicht “verbraucht” wie beim wassertrinkenden Menschen werden nur etwa 0,005% (?/Tag) in der Pflanze langfristig gebunden. Der Hauptteil verdunstet ueber die Pflanze oder direkt oder versickert.
    Die Verdunstung (kuehlt auch!) kommt irgend wo wieder als Regen runter, also auch nicht verbraucht.
    Die Reisfelder stehen auf 1-3 Meter dicken Lehmschichten. Trotzdem versickert auch hier Wasser, sehr langsam aber stetig! Im Gegenteil auch der Lehm bindet Wasser.
    Waehrend in der grundwasserfuehrenden Sandschicht bis zu 300 l Wasser/cbm gehalten werden kann, sind das beim Lehm, je nach Zusammensetzung 1-10 l/cbm.
    Genauso ist es mit dem Versickern. Schuettet man 30 l Wasser auf einen qm Sand, ist der in Sekunden versickert.
    Schuettet man die gleiche Menge auf feuchten Lehm, dauert es vielleicht 15-30 Tage (ohne Verdunstung). Nur, … wenn man 12 mal im Jahr 30 l auf dem qm versickern laesst, sind das auch 360 l/qm und Jahr.
    In der Praxis nicht machbar, aber klar muss sein, man muss dem Wasser einfach eine laengere Verweildauer verschaffen.
    Wie das geht, haben die klugen Ahnen der Thais vorgemacht!

    emi_rambus(Quote) (Reply)

      (Zitat)  (Antwort)

  2. emi_rambus says:

    “PM: Regierung sucht nach Lösungen zur Bekämpfung der Dürre”
    http://www.wochenblitz.com/nachrichten/bangkok/64955-pm-regierung-sucht-nach-loesungen-zur-bekaempfung-der-duerre.html#contenttxt
    Was eigentlich ein Zeichen dafuer ist, lieber STIN, Prayut liest doch nicht bei dir mit.
    Den Grund fuer die hausgemachte “Duerre” habe ich heute hier im Blog dargestellt!
    Mittelfristig muss man “nur” dafuer sorgen, dass das Regenwasser laenger im Grundwasserbereich bleibt. Das haben die Thais schon vor Hunderten von Jahren in der kultivierten Gebieten getan!
    Kurzfristig wird schwieriger. Zumindest mit den bei mir vorhandenen Mitteln!

    Pisit Kratkrayan, ein 51 Jahre alter Farmer aus dem Stadtbezirk, sagte, als das Bewässerungsamt am 1. Mai die Felder bewässerte, begann er mit der Bestellung der Felder in der Hoffnung, dass er genug Einkommen habe, um seine Schulden zurückzuzahlen. Doch wenn das Amt die Felder nicht mehr bewässert, dann würde das seinen Ruin bedeuten.

    Irgendwas laeuft doch bei diesem “Bewaesserungsamt” voll schief.
    Eine generelle Stundung ist aber auch keine Loesung! Hier sollte vorab unbedingt geprueft werden, WER, WOFUER, WIEVIEL Schulden bei WEM hat.

      (Zitat)  (Antwort)

    • STIN STIN says:

      das Problem haben die Thais hier schon erkannt. Sie deonstrieren tw. schon seit Jahren und legen eine Beschwerde nach der anderen ein.
      Die Staudämme verhökern das Wasser in die Städte. Das war vom König so nicht geplant. Der hat unseren Staudamm hier nach einer Bittschrift an
      ihn gebaut, weil die Reisfarmer vorher nur einmal Reis anbauen konnten und sie damit nicht über die Runden kamen. Er kam dann persönlich hierher und
      hat das ganze dann geplant und tw. auch regelmässig kontrolliert. Die Trinkwasser-Pipeline in die Stadt wurde erst vor ein paar Jahren gebaut, vorher
      gab es nie Probleme mit der Bewässerung. Trinkwasser müsste Chiang Mai halt woanders besorgen, die Dämme sind für die Reisfarmer da.

      Um das Problem zu lösen, reicht eigentlich ein Wort Prayuths unter dem Artikel 7 – und es gibt Wasser genug.

        (Zitat)  (Antwort)

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