Bangkok-Attentat: keine weiteren Verhaftungen geplant

Die Polizei rechnet nicht damit, in Kürze weitere Verdächtige der beiden Bombenanschläge am Erawan-Schrein und am Sathon-Pier zu fassen.

Die überwiegende Zahl der gesuchten Frauen und Männer seien Ausländer, die sich aus Thailand abgesetzt hätten. Der Sprecher des National Police Office, Prawut Thavornsiri, sagte am Mittwoch weiter, Festnahmen seien möglich über diplomatische Kanäle und Interpol.

Das Außenministerium hat Kontakt mit der türkischen Botschaft in Bangkok aufgenommen. Das Ziel: Die Türkei soll die gesuchte thailändische Frau Wanna Suansan und Arbutusata Aburahman alias Izan der thailändischen Justiz überstellen. Die Polizei fahndet in Thailand zwar weiter nach dem mutmaßlichen Mittäter Aod Payoongwong oder Yongyuth Pobkaew, kennt seinen Aufenthaltsort aber nicht. Gerichte hatten nach den Bombenanschlägen 17 Haftbefehle ausgestellt. Nur zwei Männer sind in Haft, beides Ausländer, laut den Ermittlern die Hauptverdächtigen.

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2 Kommentare zu Bangkok-Attentat: keine weiteren Verhaftungen geplant

  1. berndgrimm sagt:

    Die Polizei fahndet in Thailand zwar weiter nach dem mutmaßlichen Mittäter Aod Payoongwong oder Yongyuth Pobkaew, kennt seinen Aufenthaltsort aber nicht.

    So ein Pech aber auch.
    Die beste Polizei der Welt ist eben mit normaler Polizeiarbeit vollkommen
    überfordert.
    Es wird Zeit dass diese brutale Militärdiktatur beendet wird und die
    die beste Polizei der Welt sich wieder ihrem Kerngeschäft widmen kann!

  2. emi_rambus sagt:

    Ich war schon bei dem letzten Beitrag “Bangkok-Attentat: kein Terroranschlag” etwas verwundert, warum das Attentat kein Terroranschlag gewesen sein sollte.
    Jetzt wird aber einiges klarer:

    Der Sprecher des National Police Office, Prawut Thavornsiri, sagte am Mittwoch weiter, Festnahmen seien möglich über diplomatische Kanäle und Interpol.

    Die Interpol-Statuten verbieten eigentlich Hilfestellungen bei politisch motivierten Delikten und militärischen bzw. religiösen Angelegenheiten
    https://de.wikipedia.org/wiki/Interpol#Bedeutung_und_Wirkung

    Von der “Systematik” verstehe ich das so, ein Staat gibt einen internationalen Haftbefehl heraus.
    Den veroeffentlicht die Interpol als
    “Red Notice”/ “Rote Ausschreibung”: Ersuchen um Festnahme oder vorläufige Festnahme mit dem Ziel der Auslieferung.(wenn es den Statuten entspricht)
    Das bedeutet aber nicht, es wird jetzt weltweit von der oertlichen Polizei oder gar von der Interpol danach gesucht.

    Im Gegensatz zu vielen Darstellungen in Kriminalromanen gibt es keine eigenen Interpol-Agenten, die Verbrecher in fremde Länder verfolgen und selbsttätig ermitteln. Interpol verfügt über keine eigenen Fahnder, sondern koordiniert nur die Zusammenarbeit nationaler Ermittler.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Interpol#Sonstiges

    Wenn irgendwo ein Auslaender auffaellig wird und man ueberprueft ihn, werden auch die Interpol-listen geprueft. War es ein Treffer, wird der Aussteller des internationalen Haftbefehles umgehend informiert.

    Es gibt aber auch Kritik:

    Journalistische Recherchen aus Deutschland kritisieren, dass Interpol zunehmend von korrupten und autoritären Staaten missbraucht würde. Um politische Dissidenten weltweit aufzuspüren, würde der Deckmantel der Verfolgung angeblicher Straftäter benutzt.

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