Verkehrsministerium beteiligt sich nicht auf Jagd nach Uber-Fahrer

Der von Taxifahrern in Pattaya und anderen touristischen Städten ausgerufenen Krieg gegen den in Thailand illegalen Online-Taxidienst Uber wird vom Verkehrsministerium nicht unterstützt.

In einer Stellungnahme erklärte der Direktor des Land Transport Departments, es sei ausschließlich die Aufgabe der Behörden, sich mit dem Thema Uber zu beschäftigen. Überwachungen, Verfolgungen und Bedrohungen fremder Fahrer durch lokale Taxifahrer seien absolut inakzeptabel, zumal inzwischen regelmäßig unbeteiligte Personen in den Fokus der fast schon bandenmäßig agierenden Taxifahrer geraten würden.

Ganz anders sehen das offensichtlich die Beamten der Highway Police in Pattaya, wo man gern Hand in Hand mit dem Taxi-Mob bei der Jagd auf vermeintliche Uber-Fahrer zusammenarbeitet.

Offensichtlich scheint es der Polizei nichts auszumachen, dass die Taxifahrer entgegen den Anweisungen aus Bangkok weiter gewisse Standorte in Eigenregie nach angeblichen Uber-Fahrern ausspionieren und beim kleinsten Verdacht sofort Alarm schlagen. Interessanterweise scheinen die Beamten quasi auf Abruf der Fahrer bereit zu stehen und sich bei Bedarf sofort auf den Weg zu machen.

Verkehrsministerium beteiligt sich nicht auf Jagd nach Uber-Fahrer

Auch letzte Woche gelang es den kooperativen Beamten nach Anweisung eines Taxifahrers wieder mal einen Uber-Fahrer mit seinem Passagier in Nord-Pattaya zu stoppen. Während man den “bösen Fahrer” auf die Polizeistation brachte und zu einem Bußgeld von 2.000 Baht verknackte, wurde der Kunde des “feindlichen” Dienstes mit seinem Gepäck am Straßenrand stehengelassen und aufgefordert, sich bei Bedarf ein legales Taxi der lokalen Genossenschaft zu mieten.

Das Übergangsparlament NLA erwägt nun Lösungen im Streit zwischen dem Vermittlungsdienst zur Personenförderung Uber und den herkömmlichen Taxifahrern.

Dem NLA-Abgeordneten Wallop Tangkananurak zufolge könne der Konflikt das Vertrauen der ausländischen Besucher in das Reiseziel Thailand erschüttern und das Tourismusbild des Landes beschädigen. Der stellvertretender Verkehrsminister Pichit Akrathit sagte, das Ministerium habe führende Vertreter des Fahrdienstes Uber, Beamte der Straßenverkehrsbehörde sowie Mitglieder des Militärrates NCPO zu Gesprächen gedrängt, um über einen Kompromiss das Problem zu lösen. Vereinbart sei bereits, in einer Machbarkeitsstudie die Vor- und Nachteile des Über-Dienstes und seine kurz- und langfristigen Auswirkungen zu beurteilen. Die Ergebnisse sollen in vier bis fünf Monaten vorliegen, berichtet das National News Bureau of Thailand. Die Regierung will weiter dazu beitragen, die Taxidienste zu verbessern, um Vertrauen und Zufriedenheit der Fahrgäste zu erhöhen.

Der Leiter der Straßenverkehrsbehörde DLT, Sanit Phromwong, hat Taxifahrer davor gewarnt, weiter Jagd auf vermeintliche Uber- oder Grab-Fahrer zu machen. Wer sich daran beteilige, müsse mit empfindlichen Strafen rechnen. In den letzten Wochen hatten Taxifahrer mehrfach mit ihren Wagen Autos buchstäblich eingekesselt und die Fahrer der Polizei übergeben. In Pattaya und Chiang Mai wurde jeweils eine Autofahrerin gewaltsam gestoppt, obwohl sie weder für Uber noch für Grab fuhr.

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