Bangkok: Angpao-Umschläge an 60 Polizisten verteilt – Ermittlungen laufen

Die Leitung der städtischen Polizei hat gegen 60 Beamte Ermittlungen angeordnet, die zum chinesischen Neujahrsfest Geldgeschenke von einem einflussreichen Geschäftsmann entgegengenommen haben.

Die Angpao genannten Umschläge mit Geld haben zum Neujahrsfest in China eine lange Tradition. Sie werden vornehmlich in Familien und unter Freunden und Bekannten ausgehändigt.

Ein im Internet veröffentlichter Video-Clip zeigt, wie die 60 Polizisten Schlange stehen und aus der Hand eines Mannes, den Medien als Spielhöllenbesitzer bezeichnen, Geldgeschenke erhalten. Es soll sich um Polizisten der vier Wachen Talchchan, Thamma Sala, Bang Yikhan und Bang Saothong handeln. Die Leiter der Polizeistationen müssen innerhalb von sieben Tagen einen Bericht vorlegen.

Die 60 Beamten sollen nach dem Wert des erhaltenen Geschenks befragt werden. Später wird über ein Disziplinarverfahren entschieden. Tage vor dem chinesischen Neujahrsfest hatte General Chalermkiart Sriworakhan, der stellvertretende Leiter der Polizei, alle Stationsvorsteher aufgerufen, sicherzustellen, dass kein Untergebener Angpao-Geld von chinesischen Geschäftsleuten erhält. Ansonsten würden Disziplinarmaßnahmen eingeleitet..

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9 Kommentare zu Bangkok: Angpao-Umschläge an 60 Polizisten verteilt – Ermittlungen laufen

  1. berndgrimm sagt:

    berndgrimm: Same procedure as every year!
    Sowas nenne ich eine gelungene Polizeireform!

  2. Raoul Duarte sagt:

    Zurück zum Thema (Zitat aus dem Artikel über die Umschläge):

    “Die Leiter der Polizeistationen müssen innerhalb von sieben Tagen einen Bericht vorlegen.” Es bleiben noch fünf.

    Nun wird’s – hoffentlich – eng für die zur Korruption erzogenen Thaksinisten.

  3. berndgrimm sagt:

    As ang pao probe continues, police chief addresses link to ‘Aoun Loyfa’

    Metropolitan Police Bureau commissioner Lt-General Charnthep Sesawet on Tuesday admitted that the Thai amulet expert known only by the alias “Aoun Loyfa” and his team had visited and offered New Year blessings to him last year when he served as Metropolitan Police Area 1 chief.

    Charnthep also insisted that Aoun Loyfa, whom he claimed to know from a previous amulet contest, wasn’t the same person as the embattled Pol Sub-Lieutenant Manas Termthanasak as some Thai news reports had claimed.

    Manas is under investigation for handing out to 60 fellow policemen traditional red ang pao envelopes, each reportedly containing Bt500 in cash and a talisman, at his home in Bangkok’s Thon Buri district last week, as well as other alleged misconduct.

    Charnthep said that, as far as he knew from their Facebook connection, Aoun Loyfa and Manas were respecting each other as if they were relatives.

    Charnthep said the Metropolitan Police Area 7-assigned fact-finding investigation into the ang pao gifts should yield an initial result by February 21. He said police would also check if the policemen, seen in a viral video clips as standing in a queue to take ang pao from Manas, were on the clock for working at the time – which would be stipulated a breach of conduct.

    Charnthep also said that the initial probe didn’t find any record of Manas having been arrested in relation to a gambling den. He added that he hadn’t personally heard of Manus being the owner of a gambling den. Charnthep said he was confident that Metropolitan Police Area 7 would conduct a through investigation into Manas, who wasn’t an officer under the Metropolitan Police Bureau.

    On Monday, national police deputy chief Pol General Srivara Ransibrahmanakul referred to a report that Manas had allegedly been linked to “grey” businesses over the past decade, including a gambling den, and said deputy national police chief Pol General Chalermkiat Srivorakhan would be in charge of the investigation.

    Same procedure as every year!
    Sowas nenne ich eine gelungene Polizeireform!

  4. Raoul Duarte sagt:

    STIN&: einfach behaupten, es war nur ein Glückskeks drin

    Das werden manche wahrscheinlich tatsächlich versuchen.

    • STIN STIN sagt:

      STIN&: einfach behaupten, es war nur ein Glückskeks drin

      Das werden manche wahrscheinlich tatsächlich versuchen.

      richtig und der Richter wird dann versuchen, das Gegenteil zu beweisen.

      • Raoul Duarte sagt:

        STIN: der Richter wird dann versuchen, das Gegenteil zu beweisen

        Wobei wir dem Richter einen guten Erfolg wünschen sollten.

  5. berndgrimm sagt:

    Dies ist wirklich nur ein dümmlicher Ablenkungsversuch
    von der wirklichen Korruption der Polzeiführung.
    Ein öffentliches Angpao ist so ziemlich das Transparenteste
    was es bei der hiesigen Polizei gibt.
    Natürlich wollte der Chinese dadurch seine Macht beweisen!
    Aber die hat er nicht durch die “Bestechung” der 60 Abgasschlucker
    sondern durch deren Bosse die jetzt gegen ihre Untergebenen ermitteln.
    Übrigens erscheinen solche Stories jedes Jahr ohne irgendwelche Konsequenzen!

  6. Raoul Duarte sagt:

    Wird wahrscheinlich schwer werden, den “Polizisten” die Höhe der jeweiligen “Zuwendung” nachzuweisen. Aber ich denke, man sollte es nicht dabei belassen, die “Nehmer” zu verfolgen, sondern auch den “Geber”.

    Anscheinend wird der ja als “Spielhöllenbesitzer” auch namentlich bekannt sein – falls nicht, dürften sich die Nachforschungn doch nicht allzu schwer gestalten.

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