Bangkok: Ehemalige PAD gründet neue Partei

Am Donnerstag erklärten ein Sprecher der sogenannten „ Gelb Hemden „, dass sie ihre bereits aufgelöste politische Partei wieder neu anmelden und aufbauen werden. Sie wollen damit gegen die Korruption im Land kämpfen und gleichzeitig auf Reformen drängen.

Die Gründer der New Palang Dharma Party sagten auf einer Pressekonferenz im Asia Hotel in Bangkok, dass die Partei und ihre Mitglieder in Thailand dringend benötigt wird, da das Land in ASEAN zurückgefallen ist und auch noch immer in der politischen Spaltung gefangen ist.

Auf die Frage der anwesenden Journalisten, ob die New Palang Dharma Party die Rückkehr der Macht in die Hände der Zivilisten, oder die Unterstützung der andauernden Militärherrschaft zulassen würde, weigerte sich der Sprecher der Partei eine Antwort zu geben. Der Sprecher erklärte dazu, dass die Partei im Moment noch nicht offenlegen möchte, wen sie bei der Wahl zum nächsten Premierminister unterstützen wird.

Das Gründungsmitglied der New Palang Dharma Party, Herr Rawee Maschamadol, ein Arzt und gleichzeitig auch ein prominenter Gegner des gestürzten ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra sagte, die Partei wolle eine politische Institution werden und auf echte Reformen wie eine gerechtere Gesellschaft, auf eine Dezentralisierung der Macht und auf den Aufbau einer Koalition mit Gleichgesinnten Parteien drängen.

Herr Rawee war auch ein ehemaliges exekutives Mitglied in der nun verstorbenen Palang Dharma Partei, zu der die New Palang Dharma Party ihre Ursprünge und ihren Einfluss zurückverfolgen kann.

Der mittlerweile 63 Jahre alte Rawee spielte bei dem Sturz der beiden Shinawatra Regierungen eine entscheidende und aktive Rolle. Die Partei traf das letzte Mal im Jahr 2013 zusammen mit dem Volkskomitee für absolute Demokratie mit dem König als Staatsoberhaupt, oder PCAD, alias dem Volksdemokratischen Reformrat in Erscheinung.

Zuvor war Rawee Mitglied der früheren People’s Alliance for Democracy, die im Volksmund auch Gelb Hemden Partei genannt wurde. Die People’s Alliance for Democracy spielte dabei eine entscheidende Rolle, bei der sie sich sowohl Thaksin Shinawatra als auch Yingluck Shinawatra und ihrer Politik widersetzten.

Einige ehemalige Mitglieder der ehemaligen Palang Dhamma Partyhaben sich ebenfalls für ihre reinkarnierte Version der New Palang Dharma Party entschieden. Die Partei gab bekannt, dass sie ihre neue Partei nun ebenfalls bei der Wahlkommission anmelden werden.

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5 Kommentare zu Bangkok: Ehemalige PAD gründet neue Partei

  1. Raoul Duarte sagt:

    Wie ich es ja nun schon seit geraumer Zeit hier eingestellt und erklärt habe, hat sich der letzte demokratische Premierminister Thailands, Abhisit Vejjajiva, nun mit fast gleichlautender Begründung öffentlich gegen eine Zusammenarbeit mit der PT-"Partei" ausgesprochen.

    Eine "Große Koalition" (wie sie sich manch ewiggestrige Verteidiger des flüchtigen Kleptokraten Thaksin hier schon mehrfach als angeblich "einzige Möglichkeit" gewünscht haben) zwischen der Demokratischen Partei und den Leuten, die nicht in der Lage sind, sich von der kriminellen und in großen Teilen terroristischen "Thaksinokratie" zu lösen, wird es "definitiv nicht" geben, sagte Abhisit am gestrigen Freitag.

    Und das ist auch gut und richtig so. Es geht weiter voran.

    Nachzulesen in allen großen Thai-Zeitungen.

  2. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Noch ist es nicht soweit.

    Zunächst (man beachte die “road-map”) muß die kriminelle Shinawatra-Clique unschädlich gemacht werden – dann kann man Scherben (und Schlimmeres an Hinterlassenschaften) wegräumen.

  3. steffph sagt:

    Anhang

    Same,Same. But different!

  4. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Es gibt zwar im Gegensatz zu den kriminellen Terroristen, die sich immer noch “Rothemden” nennen, obwohl sie nur rotgefärbte Braune (oder jetzt vielleicht auch Blaue) sind, keine “Gelben” in Thailand mehr, sondern nur Demokraten, die gegen eine Wiederauflage der Schreckensherrschaft des flüchtigen Kleptokraten Thaksin (und damit natürlich auch gegen eine Beteiligung der PT-“Partei” an einer Regierung) sind – aber es wird schon werden. Auch wenn’s recht beschwerlich ist, wie man an der Karikatur von “anno dunnemals” sieht, die auch heute noch ihre Gültigkeit hat.

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