Pattaya: gegen angeblichen DSI-Agenten wird ermittelt

Das Department of Special Investigation ( DSI ) sagte am Montag gegenüber den Medien, dass sie Untersuchungen gegen einen Ausländer eingeleitet haben, der in den Medien und in den sozialen Netzwerken behauptet hatte, ein Spezialgent des DSI zu sein. Die Ermittlungen gegen den französischen Staatsangehörigen Thierry Perenon kamen ins Rollen, nachdem er am Wochenende per E-Mail den Reporter einer Nachrichtenagentur bedroht hatte. STIN berichtete hier.

Das DSI sagte in einer Erklärung, dass nach der Bedrohung des Reporters, das Department of Special Investigation eine Untersuchung gegen den französischen Staatsangehörigen Thierry Perenon eingeleitet hat. In der Erklärung des DSI heißt es weiter, dass sie intern auch mit ihrem Büro in Ostthailand gesprochen haben und ihnen auch von dort bestätigt wurde, dass Thierry Perenon keiner ihrer Agenten sei.

Der stellvertretende Chef Korrawat Panprapakorn , der die Untersuchungen gegen den Franzosen leitet sagte weiter: “Sollte ein Bürger oder sonst eine Person von den Handlungen der besagten Person betroffen sein, raten wir ihm dringend, bei einer lokalen Polizeistation eine rechtliche Beschwerden gegen den Franzosen einzureichen. Die betroffenen Bürger können sich aber auch direkt an die Abteilung für besondere Ermittlungen wenden, die sie unter der Telefon Nr. 1202 erreichen können“.

Das DSI bestätigte ebenfalls, das Thierry Perenon bei der Verhaftung der Russen am 25. Februar nur als freiwilliger Übersetzer anwesend war. Nachdem die Geschichte am Wochenende in der Presse und in den sozialen Netzwerken die Runde machte, hatten die verhafteten Russen behauptet, dass ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie nach Russland abgeschoben werden.

Daraufhin hatte sich Thierry Perenon bei dem Herausgeber von Khaosod English per E-Mail gemeldet und behauptet, dass er ein Agent des DSI sei. Er forderte den Redakteur auf, die Geschichte über die Gruppe und die Geheimnisse über die US Präsidentschaftswahlen umgehend von seiner Webseite zu löschen.

“Ich bin ein Spezialagent des DSI. Wenn Sie wissen, was das Beste für Sie ist, werden Sie diesen Fall von Ihrer Website löschen. Du würdest nicht wirklich wollen, dass sich das DSI um dich kümmert“, schrieb Perenon in seiner E-Mail an den Herausgeber von Khao Sod. “Pass auf deine Familie auf und entferne die Geschichte wieder”.

In den E-Mails sagte Perenon, er sei ein spezieller DSI Agent in Pattaya und ernannte dabei den stellvertretenden DSI Chef Korrawat Panprapakorn zu seinem direkten Vorgesetzten. In seinen Nachrichten behauptete er weiter, dass er bei der Festnahme der Russen am 25. Februar eine Waffe getragen habe.

“Sie können die 11mm unter meinem Hemd sehen”, schrieb er in seiner Drohung an den Redakteur. “Eines Tages kannst du sie vielleicht auch wirklich sehen”, drohte er weiter

Auf die Frage, warum er wolle, dass die Artikel wieder entfernt wird sagte er nur kurz: “Deine Nachrichten sind falsch”.

 

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6 Kommentare zu Pattaya: gegen angeblichen DSI-Agenten wird ermittelt

  1. Raoul Duarte sagt:

    STIN:   … kaum ein Thai denkt, das er einem Undercover gegenüber steht, der von ihm Drogen abkaufen möchte, wenn es ein Farang ist.

    Wer von wem auch immer Drogen kauft, ist selber schuld, wenn er “verpfiffen” und letztlich auch bestraft wird.  

    Hier geht’s aber um diesen ominösen Franzosen Thierry Perenon, der angeblich 200,000 THB von dem Youtuber Daniel Lee McKee erpressen wollte, weil der seinen dummen Streit mit einem Taxifahrer in Bangkok veröffentlichte und diesen bei der Polizei angezeigt hat.

    Da kann – so scheint es – einiges durcheinander gegangen sein. Auch ohne Drogen.

  2. EMI sagt:

     DSI hat sicher Agenten bei den Ausländern, aber nicht in
    Uniform.

    Alleine hier im Blog gibt es bereits vier! 

    • STIN STIN sagt:

      DSI hat sicher Agenten bei den Ausländern, aber nicht in
      Uniform.

      Alleine hier im Blog gibt es bereits vier!

      DSI hat wohl auch Ausländer in Uniform – war ja gerade einer mal in einem Bericht,
      der dann jemanden bedroht hätte.
      Ausländer sind sehr oft Undercover oder auch in Uniform tätig. Mit denen hat die Polizei oft viele
      Vorteile, weil kaum ein Thai denkt, das er einem Undercover gegenüber steht, der von ihm Drogen abkaufen möchte,
      wenn es ein Farang ist.

  3. Raoul Duarte sagt:

    Wenn die Angaben des Youtubers Daniel Lee McKee im sog. Taxi-“Erpressungs”-Fall (—> http://www.schoenes-thailand.at/Archive/24366
    <—) richtig sind, spielt dieser "Polizei-Mitarbeiter" Thierry Perenon schon wieder mit und fordert (angeblich) Geld. 

    Natürlich könnte es aber auch sein, daß der betroffene Typ, der Engländer McKee, in seiner "Berichterstattung" ein klein wenig durcheinandergekommen ist. Es bleibt spannend, wie sich diese merkwürdigen Gschichten weiter entwickeln werden.

    Die thailändische Polizei ist zwar in großen Teilen immer noch Taksin-hörig und manchmal sogar in ihren Ermittlungen korrupt, aber wirklich dumm ist sie meines Erachtens nicht.

  4. STIN STIN sagt:

    hab seine FB-Seite mal näher angesehen.

    Er ist wohl nur ein normaler Tourist-Police Volontär, der auch mal für
    Übesetzungen zuständig war. Sonst nix…..
    Bisschen abgehoben der Junge – mal sehen, ob er die Uniform dann bei der
    Deportation mitnehmen kann. DSI hat sicher Agenten bei den Ausländern, aber nicht in
    Uniform.

    • Raoul Duarte sagt:

      STIN:   ein normaler Tourist-Police Volontär,

      Richtig.
      Unter diesen “HiPo”-Leuten, die ihren “Dienst” ohne Bezahlung versehen, weil ihnen das vermutete “Ansehen” weitaus wichtiger ist als jeder finanzielle “Lohn”, finden sich überaus “schräge Typen” mit häufig noch “schrägeren” Ansichten.

      Wenn die dann mal durchdrehen, weil sie von irgendwem nicht “ernst” genug genommen wurden, kann’s schon mal kritisch werden. Das ist derselbe Mechanismus, wie wir ihn gerade bei unserem selbsternannten “Experten” beobachten können. Der läuft beim allergeringsten “Anlaß” (den es objektiv gar nicht gibt, den er aber in seiner verzogenen “Weltsicht” ausgemacht hat) plötzlich Amok.

      Dieser Franzose scheint inzwischen so sehr die Bodenhaftung verloren zu haben, daß er möglicherweise sogar selbst davon überzeugt gewesen ist, etwas “Gutes” zu tun, das im Sinne seiner “Vorgesetzten” wäre.

      Solche Leute brechen dann vollkommen zusammen, wenn ihnen ihr “Spielzeug” genommen wird und sie möglicherweise (selbstverschuldet) in ein sinnloses Leben ohne ihre “großartige Aufgabe” ausgewiesen werden.

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