Bangkok: Frau durch Stromschlag im Hochwasser getötet

Am Freitagnachmittag hat das Hochwasser in Bangkok ein Todesopfer gefordert. Eine 27 Jahre alte Fabrikarbeiterin, die während ihrer Mittagspause nach Hause fahren wollte, wurde im Bangkoker Stadtteil Bang Khun Thien durch einen Stromschlag in nur 30 Zentimeter tiefen Wasser getötet.

Der Leiter der Untersuchung, Oberst Suphit Alapol von der Polizeiwache Thien Thalae sagte, dass das Opfer, Frau Sansanee Saengngam um 15 Uhr in der Soi Thien Thalae 26 in der Nähe des Metallgestells des Wachdienstes der Fabrik, dass etwa 30 Zentimeter tief unter Wasser stand, durch einen Stromschlag getötet wurde.

Die Rettungskräfte und die Polizei konnten den Unfallort erst genauer inspizieren, nachdem die Elektrizitätswerke die Stromversorgung unterbrochen hatten. Die Beamten der Metropolitan Electricity Authority untersuchten das offensichtliche Stromleck, das vermutlich durch das Hochwasser ausgelöst wurde.

Die Polizei befragte auch den Fabrikbesitzer und mehrere Augenzeugen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe aufgehalten hatten. Sansanees ältere Schwester, die 37 Jahre alte Sasithorn Ngamyae, war kurze Zeit später ebenfalls am Unfallort und erklärte der Polizei, dass ihre Schwester eine gute Person gewesen sei, die ihre Mutter und Großmutter in Surin finanziell unterstützt habe. Sie sagte, sie sei auf dem Weg nach Hause gewesen, als der Unfall passierte.

Frau Sasithorn, die in einer anderen Fabrik in der Nähe arbeitet, zitierte einige Augenzeugen, die ihr erzählt hatten, sie hätten gesehen, wie Sansanee durch das Hochwasser watete, aber dabei ihren Halt verloren hatte. Sie hätte sich dann an dem Metallgestell in der Nähe des Wachhauses festgehalten, um nicht ins Wasser zu fallen. Dabei wurde sie dann offensichtlich durch einen Stromschlag getötet. Laut den Augenzeugen soll sie auf der Stelle tot gewesen sein.

Frau Sasithorn sagte gegenüber der lokalen Presse, dass sie bisher noch nicht wisse, wie sie für die Begräbniskosten ihrer Schwester Sansanee aufkommen könne. Sie sagte weiter, dass sie die Behörden um Hilfe beten werde.

Gleichzeitig forderte sie die Behörden auf, das Problem der wiederholten Überschwemmungen in der Soi endlich anzugehen und diesen Fall genau zu untersuchen. Sie möchte, dass die Verantwortlichen und die Beteiligten die Verantwortung für den Tod ihrer Schwester übernehmen.

 

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3 Kommentare zu Bangkok: Frau durch Stromschlag im Hochwasser getötet

  1. Emi sagt:

    Wo blieb denn da die Warnung durch die "Super-Software"??

    Jetzt gibt es wieder einen Grund fuer Spendenaufrufe.

    Wieviel verdient denn der Organisator daran??

    Muesste eigentlich in TH versteuert werden!!!

    • STIN STIN sagt:

      Wo blieb denn da die Warnung durch die “Super-Software”??

      ach so, du weisst also gar nix über SOBEK.
      Die ist für Schäden an Leitungen der EGAT nicht geeignet, ist ja eine Water-Management Software, die zusammen mit
      Satelliten Hochwasser-Wege berechnet, Momentaufnahmen erstellt, damit Bebauungspläne korrigiert werden können.
      Steuerungen von IC-Kanälen usw.

      Jetzt gibt es wieder einen Grund fuer Spendenaufrufe.

      wird doch gespendet für die Frau – aber das geht ohne Aufrufe.
      Die Leute kommen zum Pansob/Trauerfeier, geben ihr Kuvert mit Geld ab und hören sich dann die Mönche an.
      Läuft immer so….

      Wieviel verdient denn der Organisator daran??

      das kommt darauf an, wie gross der Organisator der Trauerfeier diese macht.
      Manche machen es nur 1 Tag, andere 7-10 Tage. Gibt schon Fälle bei uns im Dorf,
      da waren die Spenden grösser als die Kosten der Trauerfeier – eine hat sich dann ein Motorrad
      gekauft. Meist geht das Geld aber drauf.

      Muesste eigentlich in TH versteuert werden!!!

      ja, wenn sie über 600.000 Baht einnehmen würde, müsste sie es in der Tat versteuern.
      Dürfte aber nur bei ganz grossen, Promi-Trauerfeiern der Fall sein.

      Wir haben bei unserer Hauseinweihungsparty etwa 20-30.000 Baht eingenommen, bei ca. 400-500 Leuten.
      Kosten waren aber über 100.000 Baht – also nix gewonnen, nix zu versteuern. 🙂

  2. berndgrimm sagt:

    Der Umgang mit Elektrizität und Wasser ist in Thailand in der Tat

    äusserst leichtsinnig.

    Ich bin schon häufiger aus einem unserer Pools geflüchtet wenn

    ein Handwerker das Verlängerungskabel seiner Elektrowerkzeuge

    mitten durch den Pool verlegte! Meist sogar 380V!

    Beim Laufen über Fussgängerbrücken treffe ich häufig auf

    frei herabhängende Starkstromleitungen von denen es bei/nach Regen

    heftig tropft.

    Das Problem ist sehr simpel: Niemand kontrolliert oder sorgt von

    sich aus für Abhilfe.

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