Bangkok: Prayuth könnte nach der Wahl wieder Premierminister werden

Die nächste allgemeine Wahl ist noch einige Monate entfernt, aber es scheint, dass Vorbereitungen für General Prayut Chan-o-cha zur Rückkehr als Premierminister getroffen werden – und er hat einen großen Vorteil gegenüber anderen.

Viele Beobachter sehen in der aktuellen Verfassung, die im April letzten Jahres in Kraft trat, einen nicht gewählten PM-Kandidaten und kleinere politische Parteien vertreten. Das System der Repräsentation gemischter Mitglieder (MMP) wird erstmals bei der nächsten Wahl angenommen. Unter diesem Wahlsystem erhält jeder Wähler zwei Stimmen – die eine zählt für den Vertreter für ihren Wahlkreis und die andere für die Partei des Kandidaten.

Das neue Wahlsystem wird es für jede politische Partei sehr schwierig machen, die absolute Mehrheit im Repräsentantenhaus zu erreichen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die nach der Wahl gebildete Regierung eine Koalitionsregierung sein wird.

Darüber hinaus erlaubt eine Verfassungsklausel einen Nicht-MP-Ministerpräsidenten, wenn das Unterhaus sich nicht darüber einigen kann, wer der nächste Regierungschef werden soll. Die Klausel besagt, dass, wenn das Unterhaus sich nicht auf den PM-Kandidaten einigen kann, eine gemeinsame Sitzung mit dem Senat einberufen wird, um den Regierungschef auszuwählen. Alle 250 Senatoren werden von der regierenden Junta – dem Nationalrat für Frieden und Ordnung – ausgewählt, und in der zweiten Runde können die PM-Kandidaten gelistet werden, nicht nur diejenigen, die auf den Listen der Parteien stehen.

An diesem Punkt hat Prayut gute Chancen, nominiert und wieder Premierminister zu werden. Er könnte Legitimität bei der „neutralen Wahl“ beanspruchen, wenn die siegreichen Parteien keine Einigung erzielen können. Je größer die Anzahl der Parteien im Unterhaus, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie keine Einigung erzielen, und desto besser ist die Chance für Prayut, „die Lücke zu füllen“.

Zusätzlich zur Unterstützung durch den von der Junta ernannten Senat könnte Prayut auch zukünftige Verbündete in vielen Parteien finden, die bereit wären, ihn zu unterstützen, wenn „das Angebot richtig wäre“. Es gibt auch Parteien, die bereits existieren oder gebildet werden mit dem Hauptzweck, Prayut nach der Wahl als Premierminister zurück zu bringen. Dazu gehört die Bhum Jai Thai Party, die aufgrund ihres Vertrauens in Anutin Charnvirakul und Finanziers viele ehemalige Abgeordnete und Politiker anzieht.

Einige Regierungsvertreter planen Berichten zufolge auch eine neue Partei, die pro-militärisch sein wird. Sie kommen hauptsächlich aus dem Wirtschaftsteam der Regierung, nämlich dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Somkid Jatusripitak, der für die wirtschaftlichen Angelegenheiten zuständig ist, Industrieminister Uttama Savanayana und Handelsminister Sontirat Sontiriawong.

Diese noch zu gründende Partei zieht bereits viele ehemalige Abgeordnete und erfahrene Politiker von verschiedenen Parteien an.

Prayut könnte auch Unterstützung von neuen Parteien erhalten, die ihre Vorliebe für ihn deutlich zum Ausdruck gebracht haben. Dazu gehören die People Reform Party und eine, die von Führern des People’s Democratic Reform Committee gebildet wird. Und es gibt einige kleine Parteien und politische Fraktionen, die Prayut zuvor seine freundschaftliche Hand ausgestreckt hatten. Dazu gehören die Phalang Chon Party und eine Fraktion der Pheu Thai Party, angeführt von den Brüdern Sasomsap. Mittelgroße Parteien wie Chart Thai Pattana und Chart Pattana könnten auch General Prayut die notwendige Unterstützung geben, um der nächste Premierminister zu werden – sicherlich, wenn sie zufriedenstellende Angebote bekommen.

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19 Kommentare zu Bangkok: Prayuth könnte nach der Wahl wieder Premierminister werden

  1. berndgrimm sagt:

    Take that Thaksin!

    PM General Prayut Chan-o-cha exchanges a warm handshake with Alibaba Group founder and executive chairman Jack Ma, who visited Thailand yesterday.

    PM General Prayut Chan-o-cha exchanges a warm handshake with Alibaba Group founder and executive chairman Jack Ma, who visited Thailand yesterday.

    Jack Ma pours billions in big boost to Thai economy

    Thaksin konnte vielleicht seine ergaunerte AIS an Temasek verkaufen

    ohne Steuern zu bezahlen aber Prayuth schlägt ihn um Längen:

    Der verkauft ganz Thailand inklusive Finanzamt an Alibaba!

    Beat that Thaksin!

     

    “Jack Ma [Alibaba’s co-founder and executive chairman] told me he does not solely look for profits because [Alibaba] already has enough,” Prayut said after his meeting with the Chinese tycoon. “So he aims to help low-income farmers and other people using digital technology to boost their competitiveness on online market platforms.”

    Wohltäter unter sich!

  2. berndgrimm sagt:

    Ein Sohn und ein Neffe vom grössten noch in Thailand befindlichen Politgangster

    Kamnan Poh wurden von Prayuth als "politische Berater" engagiert.

    Da der Chefdiktator nach eigener Aussage keine Ahnung von Politik habe.

     

    Scholars See Political Deal in Prayuth’s Recruiting Former Thaksin Minister

    By

    Pravit Rojanaphruk, Senior Staff Writer

    April 18, 2018 4:05 pm

    BANGKOK — A former Thaksin loyalist denies his appointment to advise Gen. Prayuth Chan-ocha was a political deal to help the junta leader remain in power after elections.

    Several academics said Wednesday that Prayuth’s recruitment of Sontaya Kunplome as an adviser is part of an effort to bring in seasoned politicians to support Prayuth’s possible bid to retain his post post-election.

    Sontaya, 53, was a former minister of tourism and sports under Thaksin Shinawatra from 2002 to 2005 and an executive member of the now-defunct Thai Rak Thai party. He is currently the de facto leader of the Phalong Chon Party which dominates provincial politics southeast of Bangkok in Chonburi. The party secured seven MP seats in the province in the 2011 general election.

    Sontaya said Tuesday he accepted the appointment “for the country” and because he believes he can contribute to society, particularly on projects such as the Eastern Economic Corridor. He said he’s familiar with the problems faced by the people in his area well.

    “I insist this is not about politics or a condition for a political deal,” Sontaya said.
    Titipol Phakdeewanich, dean of Political Science Faculty at Ubon Ratchathani University, suggested that denial rang hollow.

    “It shows an attempt to build a political base with influential political groups in the area in an attempt to maintain the power of the military post elections,” Titipol said, adding that elections will likely take place when the junta is confident in having enough political support from some politicians.

    “This is about paving the way for Prayuth to become prime minister,” after a vote is held for the first time in years, possibly in February.

    Prayuth’s deputy, Gen. Prawit Wongsuwan, said Wednesday that it was up to Prayuth to answer whether the move was political horse-trading.

     

    Ich gehe auch davon aus dass dies unternommen wurde um Stimmen zu kaufen

    weil zwar sicher ist dass Prayuth oder eine andere Militär Marionette PM wird

    aber die "neuen" Militär Parteien im Parlament wohl nicht die grossen Renner sind.

    Ich gehe davon aus dass Prayuth schon im Parlament gewählt werden will

    und nicht erst mit Hilfe seines Militärsenats.

  3. berndgrimm sagt:

    Emi sagt:

    18. April 2018 um 10:59 am

    er (Prayut) hatte es noch nicht mal nötig den Ausländerhass zu intrumentalisieren!

     

    Nein, Thaksin hatte es noch nicht mal nötig den Ausländerhass zu

    instrumentalisieren!

    Er hatte seine Klientel dazu aufgerufen die Ausländer freundlich

    aufzunehmen und dann auszunehmen.

    Er ist ja auch mit seiner Thai Elite Card dabei mit gutem Beispiel

    vorausgegangen!

     

    STIN sagt:

    18. April 2018 um 1:05 pm

    Prayuth ist bekannt dafür, das er – gleich wie Takki – am liebsten jene Ausländer hat,
    die wohlhabend sind, viel Geld in TH lassen und dann nach ein paar Wochen wieder den Abflug machen.
    Mit Expats hat er es nicht so toll.
    Er ist auch der erste PM, der sich die Overstayer aus dem PC zieht und jagt. Aber ich kreide es ihm nicht an,
    die Overstayer sind ja tw. selbst schuld.

    Da muss ich STIN vollkommen zustimmen!

    Jeder Expat in Thailand sollte inzwischen geschnallt haben dass Gesetze

    und Verordnungen hier nur gegen Ausländer angewendet oder zumindest

    zwecks Gelderwerbs angedroht werden.

    Allerdings hatte ich mir selber schon mal überlegt hier Overstayer zu werden!

    Wenn ich in Thailand kein Immobilieneigentum hätte und auch nicht mehr

    vorgehabt hätte das Land in Richtung zivilisierter Länder auf dem Luftweg

    zu verlassen hätte ich hier ungeprüft und unentdeckt bis zu meinem Tode

    leben können.Die Thai Dienstauffassung hätte mir dabei sehr geholfen!

     

     

     

  4. EMI sagt:

    STINxyDie werden nicht gegen das Gesetz meist in PKHs gebracht, sondern weil die Rettungskräfte ja nicht wissen,
    das manche keine PKV haben, die nur von PKHs abgerechnet werden kann, oder wegen der Sprache usw.

    Eine  …. dümmlichere Ausrede habe ich noch nie gelesen! 

    Wie lange bist du jetzt schon aus dem Kindergarten?! 

    Auch das war alles lange hier abgehandelt!! 

    Warum kocht das jeder neue STIN hier wieder auf?! 

    Nach der Notfallverordnung (Link siehe dort und weiter unten)  muss der Patient ins nächster KH gebracht werden. 

    Nach der Herstellung der Transportfähigkeit,  muss er ins nächste StaatsKH gebracht werden. Es sei denn,  der Patient wird auf die Merhrkosten (auch die,  die nicht von der Versicherung gedeckt sind) ausdrücklich hingewiesen und er wünscht (bestätigt durch Unterschrift)  zu bleiben. 

    Da jetzt aber fast überall der Notarzt vor Ort ist (!!!!!! ) und der die Transportfähigkeit  herstellt,  darf überhaupt keiner mehr in ein PrivatKH gebracht werden. 

    Das kann grossen Ärger geben, wenn dann der Arzt was missversteht und falsch operiert.
    Daher scheint es wohl eine Regierungsanweisung zu geben, Farangs in PKHs oder bessere Staats-KHs zu bringen.

    Ihr überbietet euch doch noch selbst. 

    Link oder Liar

    Emi: Ich vermute der Auslaenderhass kommt von Takki!

    STIN : auch, aber nicht nur.

    S

    DARAUF KÖNNEN WIR UNS EINIGEN! 

    Von seinen Strohmännern/ frauen auch noch. 

  5. Emi sagt:

    er (Prayut) hatte es noch nicht mal nötig den Ausländerhass zu intrumentalisieren!

     

    LINK oder Liar 

    Ich vermute der Auslaenderhass kommt von Takki!

    • STIN STIN sagt:

      Ich vermute der Auslaenderhass kommt von Takki!

      auch, aber nicht nur.
      Prayuth ist bekannt dafür, das er – gleich wie Takki – am liebsten jene Ausländer hat,
      die wohlhabend sind, viel Geld in TH lassen und dann nach ein paar Wochen wieder den Abflug machen.
      Mit Expats hat er es nicht so toll.
      Er ist auch der erste PM, der sich die Overstayer aus dem PC zieht und jagt. Aber ich kreide es ihm nicht an,
      die Overstayer sind ja tw. selbst schuld.

  6. berndgrimm sagt:

    PM defends role for Kunplomes

    politics April 18, 2018 01:00

    By THE NATION

     

    SAYS THEIR APPOINTMENT AS GOVERNMENT ADVISERS WAS MADE TO GET POLITICAL GUIDANCE

     

    PRIME MINISTER Prayut Chan-o-cha yesterday downplayed the appointment of two politician brothers from the influential Kunplome family as government advisers.

    Prayut said he needed politicians to advise him on political affairs but denied the appointment was for his own benefit.

     

    Ein Sohn und ein Neffe vom grössten noch in Thailand befindlichen Politgangster

    Kamnan Poh wurden von Prayuth als "politische Berater" engagiert.

    Da der Chefdiktator nach eigener Aussage keine Ahnung von Politik habe.

    Der andere Sohn ist noch immer Bürgermeister von Saensuk wozu Bang Saen gehört.

     

    Dabei braucht sich Prayuth garkeine Sorgen ob eines möglichen Machtverlusts

    nach den "Wahlen" zu machen!

    Regime moving chess pieces into place analysis: Cabinet goes poaching for talent as poll nears

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    Also der einzige Unterschied zwischen Thaksin und Prayuth ist,

    dass Thaksin die Wahlen erst am Wahltag und danach manipulierte,

    während Prayuth dies schon lange vor einer "Wahl" organisieren lässt!

    OK , es gibt noch mehr Unterschiede.

    Thaksin war mit seinem Populismus viel erfolgreicher als Prayuth

    und er hatte es noch nicht mal nötig den Ausländerhass zu intrumentalisieren!

  7. EMI sagt:

    Trotzdem leben wir hier in einer Diktatur, wo beinahe täglich Menschenrechte verletzt werden.

    Menschenrechte werden auch in EU immer mehr eingeschränkt. 

    Bis die EU TH eingeholt hat, ist NordTH  eine Wueste. 

    Ich habe noch keine Regierung erlebt, die soviel….  Angst vor ihrem Volk hat. 

    Keine Ahnung wie das mal in einer richtigen Demokratie werden soll! 

    STIN: der kann sich antspannt in das PKH legen, egal wer dann zahlt. Er fliegt dann wieder gesund nachhause.

    IN WELCHEM TH SOLL DAS DEN SEIN?? 

    d

    Da werden Reisepässe beschlagnahmt, Sammlungen gemacht,  … und das obwohl sie gegen das Gesetz in das PKH gebracht wurden. 

    Vorteile in Thailand sind das Wetter und viele freundliche Menschen.

     

    Hier hat die Regenzeit  angefangen und gelächelt wird auch immer weniger. 

    Früher war das echt mal anders. 

     

    Das Beispiel mit dem Hitlergruß hinkt ebenfalls, da besonders in D aus guten Grund versucht wird, den Rechtsradikalismus zu bekämpfen (welcher leider in ganz Europa wieder zunimmt).

    das Verbot des Hitlergrusses dämmt gar nichts, die Rechten sind sowieso im Vormarsch, nun auch Österreich und wieder Ungarn usw.
    Der Hitlergruss ist ein Verbot, das aufgehoben werden sollte, gibt es wohl nur in DACH. Mir wäre es egal, wenn die
    Iditoten sich gegenseitig mit dem Gruss begrüssen, sollen sie machen. 

    Das ist schon gut so,  mit dem Verbot! 

    Das mit dem Vormarsch hält sich auch in Grenzen. 

    Der TIP übrigens der vor 31 Jahren als ich zum ersten Mal nach

    Thailand kam schon als Zeitung existierte war damals genauso

    Nazi lastig wie damals fast alle AuslandsDeutschen Publikationen!

    So isses! 

    • STIN STIN sagt:

      STIN: der kann sich antspannt in das PKH legen, egal wer dann zahlt. Er fliegt dann wieder gesund nachhause.

      IN WELCHEM TH SOLL DAS DEN SEIN??

      nicht in Ranong – in realen TH läuft es so.
      Auch in CM. Da kommen die Chinesen mit den eigenen KFZ und legen sich ins PKH, z.B. Bangkok Hospital – lassen sich
      irgendwas checken oder behandeln und fahren dann wieder entspannt nachhause oder fliegen.

      Da werden Reisepässe beschlagnahmt, Sammlungen gemacht, … und das obwohl sie gegen das Gesetz in das PKH gebracht wurden.

      ja, die meinte ich eigentlich nicht. Ich meinte die Medical-Touristen.
      Das was du meinst, sind Notfall-Patienten.

      Die werden nicht gegen das Gesetz meist in PKHs gebracht, sondern weil die Rettungskräfte ja nicht wissen,
      das manche keine PKV haben, die nur von PKHs abgerechnet werden kann, oder wegen der Sprache usw.

      Was sollte ein Arzt mit einem Patienten in einem staatlichen KH, wenn er kein Wort Englisch kann.
      Bei uns ist es nur 1 Arzt der etwas Englisch kann, fällt der aus, ist keiner mehr da, der nur einen
      Satz sprechen könnte.

      Das kann grossen Ärger geben, wenn dann der Arzt was missversteht und falsch operiert.
      Daher scheint es wohl eine Regierungsanweisung zu geben, Farangs in PKHs oder bessere Staats-KHs zu bringen.
      Sind schon mehrere Farangs in Staats-KHs aufgewacht und haben dann schnellstens das KH gewechselt oder
      sind auf eigenen Wunsch entlassen worden. Die Fälle sind auch tw. hier eingestellt worden.

      Reisepässe würden übrigens auch im Staats-KH einbehalten werden, auch Spendenaufrufe müssten für Staats-KHs
      gestartet werden.
      Du denkst immer, die machen das umsonst für Farangs – nein, machen sie nicht. Sie sind nur tw. etwas
      billiger, tw. gleich und tw. auch sogar teurer.
      Ich möchte keine Rechnung vom Mahidol-KH erhalten, vermutlich 10x höher als in einem 3-Sterne PKH.

      Das ist schon gut so, mit dem Verbot!

      ist letztendlich egal, ist aber ein Gesetz – das im Ausland meist mit Erstaunen aufgenommen wird.
      Ist letztendlich eine Einschränkung der Meinungsfreiheit – auch die Leugnung des Holocausts.
      Kommt sowieso mal weg, aber vll in der nächsten Generation.

  8. berndgrimm sagt:

    Wolf5 sagt:

    16. April 2018 um 11:53 am

    Stin sagt: „Auch ist der Thai wenn man es real sieht, wesentlich freier als jeder Deutsche mit seiner Bürokratie-Regierung.“

    Natürlich kümmert sich der Thai wenig um Gesetze und deren Einhaltung.
    Das sieht man jedes Jahr auf den Straßen, obwohl die gleichen Gesetze wie in Europa gelten, keiner hält sich dran.
    Das Ergebnis ist, dass jedes Jahr tausende Thais um Familienangehörige weinen oder um deren Gesundheit bangen.
    Und gerade die Privilegierten nutzen besonders diese relative Gesetzlosigkeit aus und machen, was sie wollen (immer unter den Motto – uns wird schon keiner an die Wade pinkeln).
    Andererseits verzichten die Thais natürlich nicht auf ihre Bürokratie, was z.B wir Farangs regelmäßig bei der Immigration erleben dürfen (da ist kaum ein Unterschied zu DACH erkennbar).
    Was ich aber mit meinen Beitrag ausdrücken wollte (und du es, da bin ich mir sicher, richtig erkannt hast) sind (neben dem § 44) solche Gesetze wie der § 112, der § 116, das neuen Computer Kriminalitäts-Gesetz und einige mehr, wo eine Beweisführung für den Ankläger relativ einfach ist, da er sich alles aus den Fingern saugen kann und der Angeklagte nur wenig Möglichkeiten hat, dass Gegenteil zu beweisen.
    Auch hierüber gibt es genügend Beispiele, wo Andersdenkende, Mißliebige, und weitere Personen unter Anklage gestellt und verurteilt wurden.
    Manchmal trifft es auch recht Unbeteiligte. Ich erinnere nur an die beiden Pilzsammler.

     

    Sehr richtig!

    Jeder Mensch hat andere Prioritäten , Ziele und Wertvorstellungen!

    Es gibt auch Farang denen Alles so Scheissegal ist wie den meisten Thai

    und die auch nur bis zu ihrem Tellerrand denken.

    Die sind in Thailand am richtigen Platz.

    Wer sich aber nicht freiwillig oder gezwungenermassen auf solch ein

    Verblödungsniveau begibt und selber denkt wird hier natürlich

    Probleme bekommen.

    Wenn nicht mit Anderen dann mit seinen eigenen Wertvorstellungen.

    Ich gehe wirklich sehr schweren Herzens aus Thailand weg

    aber die derzeitige gesellschaftliche Entwicklung in Thailand

    und der durch die Regierung verbreitete Ausländerhass

    bestärken mich in meiner Entscheidung.

    Aber noch mehr meine Thai Frau die vorher so sehr  für

    Prayuth war und jetzt äusserst enttäuscht ist.

    Für uns ist es aber eh nur ein Weggang auf Zeit

    weil ich in Thailand sterben möchte (schliesslich gibts hier genug

    aktive Sterbehelfer) und meine Frau nach meinem Tod in

    Thailand leben will.

    Es muss noch einmal ganz klar gesagt werden:

    Das derzeitige Thailand ist ein gewollter Unrechtsstaat weil die

    durchaus vorhandenen Gesetze nur willkürlich selektiv gegen

    bestimmte Personen eingesetzt werden und es keine unabhängige

    Exekutive gibt.

    Wolf5 sagt:

    15. April 2018 um 6:26 pm

    Auch wenn die ewig Gestrigen (wie dieser Troll RD) sich den Diktator Prayut als ewigen Ministerpräsidenten wünschen, haben viele aufrechte Bürger ihre Bedenken und befürchten einen neuen “Schwarzen Mai”

    Ja, aber!

    In Thailand gibt es heute nicht mehr viele " aufrechte Bürger" und sie haben

    eben aus diesem Grunde keine Macht.

    Niemand kann Prayuth von der Macht entfernen als seine Auftraggeber.

    Deshalb liegt es bei denen und Prayuth ob er "gewählter" PM wird oder nicht.

    Die Chancen für einen echten Volksaufsstand in Thailand sind sehr gering.

    Die meisten sind sicherlich mit dem Populismus Prayuths zufrieden

    denn es geht ihnen relativ gut.

    Wie es im Norden+Issan ist kann ich nicht beurteilen.

    Aber Prayuth hat ja auch dort Nicht-Wahl Geschenke verteilt.

     

    Wolf5 sagt:

    16. April 2018 um 6:06 pm

    Wieder einmal gehen die Meinungen von Stin und mir auseinander.
    So ist es zwar zutreffend, dass Ehefrauen aus armen Länder, wie z.B. Thailand einen Sprachkundigen Nachweis vorweisen müssen, um dauerhaft in D leben zu dürfen, Ehefrauen aus den USA z.B dagegen nicht. Ich finde derartige Unterschiede nicht in Ordnung.
    Haben die Frauen jedoch die Unterlagen, dürfen sie aber in D auch arbeiten.
    Andererseits kann man in Thailand (auch als Ehemann) nur dauerhaft hier leben, wenn man die entsprechenden Mittel nachweist und hat andererseits nur wenig Möglichkeiten (offiziell) eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.
    Und Thais, welche über sehr reichliche Mittel verfügen können auch ohne Sprachkundigen Nachweis längerfristig ohne Probleme in Deutschland leben.
    Das Beispiel mit dem Hitlergruß hinkt ebenfalls, da besonders in D aus guten Grund versucht wird, den Rechtsradikalismus zu bekämpfen (welcher leider in ganz Europa wieder zunimmt).
    Und was das gefühlte gute Leben anbelangt, so fühlten sich die Mehrheit der Deutschen in der damaligen Hitler-Diktatur ebenfalls wohl (sofern sie arisch und angepasst waren), sahen einige Errungenschaften (Reduzierung der Arbeitslosigkeit, Kraft durch Freude-Reisen usw.) obwohl gleichzeitig zehntausende Andere umgebracht wurden. Das Ende haben wir erlebt.
    Leider gibt es auch heute noch zu viele Menschen, welche diesem 3. Reich nach trauern.

    Vorteile in Thailand sind das Wetter und viele freundliche Menschen.
    Trotzdem leben wir hier in einer Diktatur, wo beinahe täglich Menschenrechte verletzt werden. Dies alles sollte man bei diesem Leben im Paradies (sofern man es sich leisten kann, denn auch die angeheiratete Familie hat ihre Wünsche) nicht vergessen.

     

    Sehr richtig!zum ersten

    In diesem Zusammenhang muss ich auch noch bemerken

    dass ich eine solche Hitler und Nazi Verehrung wie in Thailand

    zuletzt 1967/68 nach dem verlorenen 7 Tage Krieg in Ägypten

    erlebt habe.

    Der TIP übrigens der vor 31 Jahren als ich zum ersten Mal nach

    Thailand kam schon als Zeitung existierte war damals genauso

    Nazi lastig wie damals fast alle AuslandsDeutschen Publikationen!

    Wir dürfen uns als Europäer keinesfalls die "Wertvorstellungen"

    der Mehrheits Thais und der Militärdiktatur aufzwingen lassen!

    Die lesen keine Auslandsmedien, sind weder informiert noch interessiert

    und können deshalb in Ruhe ihren trivialen Quatsch und jede Menge

    sinnloser Yellow Press Gerüchte verbreiten.

    Selbst die über 100.000 Thai Abonenten von BP und Nation

    lesen diese selber nicht sondern haben nur gerne die entsprechenden

    Briefkästen an ihren Haustoren!So tun als ob eben.

    So ist Thailand.

    Wir brauchen ein ungestörtes Internet wo man nicht für jeden

    Quark VPN nuzen muss weil man mit Thai IP nirgendwo

    mehr reinkommt!

     

     

     

  9. Wolf5 sagt:

    Wieder einmal gehen die Meinungen von Stin und mir auseinander.
    So ist es zwar zutreffend, dass Ehefrauen aus armen Länder, wie z.B. Thailand einen Sprachkundigen Nachweis vorweisen müssen, um dauerhaft in D leben zu dürfen, Ehefrauen aus den USA z.B dagegen nicht. Ich finde derartige Unterschiede nicht in Ordnung.
    Haben die Frauen jedoch die Unterlagen, dürfen sie aber in D auch arbeiten.
    Andererseits kann man in Thailand (auch als Ehemann) nur dauerhaft hier leben, wenn man die entsprechenden Mittel nachweist und hat andererseits nur wenig Möglichkeiten (offiziell) eine Arbeitserlaubnis zu bekommen.
    Und Thais, welche über sehr reichliche Mittel verfügen können auch ohne Sprachkundigen Nachweis längerfristig ohne Probleme in Deutschland leben.
    Das Beispiel mit dem Hitlergruß hinkt ebenfalls, da besonders in D aus guten Grund versucht wird, den Rechtsradikalismus zu bekämpfen (welcher leider in ganz Europa wieder zunimmt).
    Und was das gefühlte gute Leben anbelangt, so fühlten sich die Mehrheit der Deutschen in der damaligen Hitler-Diktatur ebenfalls wohl (sofern sie arisch und angepasst waren), sahen einige Errungenschaften (Reduzierung der Arbeitslosigkeit, Kraft durch Freude-Reisen usw.) obwohl gleichzeitig zehntausende Andere umgebracht wurden. Das Ende haben wir erlebt.
    Leider gibt es auch heute noch zu viele Menschen, welche diesem 3. Reich nach trauern.

    Vorteile in Thailand sind das Wetter und viele freundliche Menschen.
    Trotzdem leben wir hier in einer Diktatur, wo beinahe täglich Menschenrechte verletzt werden. Dies alles sollte man bei diesem Leben im Paradies (sofern man es sich leisten kann, denn auch die angeheiratete Familie hat ihre Wünsche) nicht vergessen.

    • STIN STIN sagt:

      So ist es zwar zutreffend, dass Ehefrauen aus armen Länder, wie z.B. Thailand einen Sprachkundigen Nachweis vorweisen müssen, um dauerhaft in D leben zu dürfen, Ehefrauen aus den USA z.B dagegen nicht. Ich finde derartige Unterschiede nicht in Ordnung.

      richtig. Gibt noch weitere Erfordernisse für Thais. Die benötigen eine KV, ein Farang, der nach TH kommt nicht,
      der kann sich antspannt in das PKH legen, egal wer dann zahlt. Er fliegt dann wieder gesund nachhause.

      Haben die Frauen jedoch die Unterlagen, dürfen sie aber in D auch arbeiten.

      theoretisch ja, praktisch meist nur Putzjobs, weil sie die Sprache nicht können. Ich suche gerade für eine
      Thai, die in 3 Monaten nach Aachen kommt, einen Job. Irgendwo als Hilfe, Küche usw.
      Gestern las ich mir viele solcher Jobs durch, alle mit Vermerk: Deutsch in Wort und Schrift – d.h. dann meist,
      keine Asylanten oder sonstige Ausländer.
      Schwierig in den ersten 5-10 Jahren einen Job zu bekommen, weil einfach die Sprache noch nicht reicht.

      Das Beispiel mit dem Hitlergruß hinkt ebenfalls, da besonders in D aus guten Grund versucht wird, den Rechtsradikalismus zu bekämpfen (welcher leider in ganz Europa wieder zunimmt).

      das Verbot des Hitlergrusses dämmt gar nichts, die Rechten sind sowieso im Vormarsch, nun auch Österreich und wieder Ungarn usw.
      Der Hitlergruss ist ein Verbot, das aufgehoben werden sollte, gibt es wohl nur in DACH. Mir wäre es egal, wenn die
      Iditoten sich gegenseitig mit dem Gruss begrüssen, sollen sie machen. Tun keinen weh damit.
      Mir wäre es lieber, die würden Kinderschänder härter bestrafen und nicht Vollkoffer wie den Horst Mahler, wegen
      andauerndem Hitler-Gruss für lebenslänglich in den Knast stecken.

      Trotzdem leben wir hier in einer Diktatur, wo beinahe täglich Menschenrechte verletzt werden.

      Menschenrechte werden auch in EU immer mehr eingeschränkt. Hat angeblich mit Terror-Gefahr zu tun, aber
      ich bin überzeugt, das der West schleichend Menschenrechte verliert. Spanien ist da wohl Vorreiter.
      Hoffe nicht, das es in DACH auch so kommt.

      Dies alles sollte man bei diesem Leben im Paradies (sofern man es sich leisten kann, denn auch die angeheiratete Familie hat ihre Wünsche) nicht vergessen.

      Wobei wir den Vorteil haben, wenn es uns nicht mehr passt, ziehen wir weiter.
      Ich hätte kein Problem damit, wenn heute TH für Expats gesperrt werden würde, ev. nach Vietnam, Fidji oder sonst
      wohin zu ziehen. Vor allem Rentner haben diese Option, da sie ihr Geld monatlich immer wieder bekommen, auch wenn sie
      von Thai-Frauen ausgenommen werden. Ihre Rente verlieren sie nie.

  10. Raoul Duarte sagt:

    STIN:   Wenn man einigermassen die Gesetze und die Einstellungen der Thais, inkl. den Verkehr in TH kennt, kann man sehr frei und unbeschwert dort leben.

    Natürlich. Aber manche meinen halt, sie ständen als "Farangs" oder "Expats" sozusagen "über dem Gesetz". Die schreien hier und anderswo völlig hysterisch auf, wie "chaotisch" und"ungesetzlich" sich viele Thais z.B. im Straßenverkehr benehmen.

    Gleichzeitig sind sie es aber, die sich gegen viele thailändische Gesetze "auflehnen" und sie einfach nicht beachten – da sie sich für "etwas Besseres" halten. Damit haben sie schon längst jeden letzten Rest an Glaubwürdigkeit (falls sie die je hatten) verspielt.

    Dabei ist es doch wohl meist so, daß – neben den aufgezählten Vorteilen Thailands – vor allem die typisch thailändische "Lockerheit" in so vielen Bereichen mit dazu beigetragen hat, hier mehr oder weniger häufig Urlaub zu machen oder gat hierher zu übersiedeln.

    Aber dazu müßte man (vor allem sich selbst gegenüber) ehrlich sein und sich eingestehen, daß genau das, was z.B. hier im Blog so vehement "angegangen" wird, eines der Motive war, sich für Thailand zu entscheiden.

  11. Wolf5 sagt:

    Stin sagt: „Auch ist der Thai wenn man es real sieht, wesentlich freier als jeder Deutsche mit seiner Bürokratie-Regierung.“

    Natürlich kümmert sich der Thai wenig um Gesetze und deren Einhaltung.
    Das sieht man jedes Jahr auf den Straßen, obwohl die gleichen Gesetze wie in Europa gelten, keiner hält sich dran.
    Das Ergebnis ist, dass jedes Jahr tausende Thais um Familienangehörige weinen oder um deren Gesundheit bangen.
    Und gerade die Privilegierten nutzen besonders diese relative Gesetzlosigkeit aus und machen, was sie wollen (immer unter den Motto – uns wird schon keiner an die Wade pinkeln).
    Andererseits verzichten die Thais natürlich nicht auf ihre Bürokratie, was z.B wir Farangs regelmäßig bei der Immigration erleben dürfen (da ist kaum ein Unterschied zu DACH erkennbar).
    Was ich aber mit meinen Beitrag ausdrücken wollte (und du es, da bin ich mir sicher, richtig erkannt hast) sind (neben dem § 44) solche Gesetze wie der § 112, der § 116, das neuen Computer Kriminalitäts-Gesetz und einige mehr, wo eine Beweisführung für den Ankläger relativ einfach ist, da er sich alles aus den Fingern saugen kann und der Angeklagte nur wenig Möglichkeiten hat, dass Gegenteil zu beweisen.
    Auch hierüber gibt es genügend Beispiele, wo Andersdenkende, Mißliebige, und weitere Personen unter Anklage gestellt und verurteilt wurden.
    Manchmal trifft es auch recht Unbeteiligte. Ich erinnere nur an die beiden Pilzsammler.

    • STIN STIN sagt:

      Andererseits verzichten die Thais natürlich nicht auf ihre Bürokratie, was z.B wir Farangs regelmäßig bei der Immigration erleben dürfen (da ist kaum ein Unterschied zu DACH erkennbar).

      kann man auch nicht vergleichen. Nehmen wir mal die Prozedur der Thais, die nach DACH wollen. Kaum zu schaffen, wollen sie zu ihrem
      Mann nach D, müssen sie erstmal Deutsch lernen. Andersrum kein Problem, es gibt zumindest Jahresvisas. Nicht für die Thais nach D.

      Auch hierüber gibt es genügend Beispiele, wo Andersdenkende, Mißliebige, und weitere Personen unter Anklage gestellt und verurteilt wurden.
      Manchmal trifft es auch recht Unbeteiligte. Ich erinnere nur an die beiden Pilzsammler.

      ja, das ist richtig. Nur die Thais sollten das mit dem § 112 wissen und die meisten halten sich auch dran. Ist halt wie bei unserem
      Hitler-Gruss – die Deutschen wissen es, das sie den nicht zeigen dürfen – Ausländer verstehen halt das Verbot nicht.

      Wenn man einigermassen die Gesetze und die Einstellungen der Thais, inkl. den Verkehr in TH kennt, kann man sehr
      frei und unbeschwert dort leben. Bei uns im Norden ist es nur schade, das die Luft 2 Monate im Jahr so mies ist,
      sonst wäre es eigentlich perfekt. Mich interessiert Politik in TH nur im Blog, nicht real. Ich kann mich dort wesentlich
      freier bewegen und agieren, als in DACH. Man muss nicht immer nur kritiseren, auch die positiven Seiten des Landes
      geniessen, das herrliche Wetter, ganzes Jahr im Freien grillen/Barbeque, ganzes Jahr mit Motorrad fahren, nette und
      freundliche Menschen, saugutes Essen usw.

  12. Wolf5 sagt:

    Es wäre ungerecht zu sagen, dass Diktatur Prayut und seine Militärjunta auf der ganzen Linie erfolglos waren.
    „So hat u.a. das US think tank Freedom House in seinem neuen jährlichen Länderbericht Thailand als „nicht frei“ bereits zum vierten Mal seit dem Putsch im Jahr 2014 bewertet.
    Schlechte Noten wurden auf der ganzen Linie, besonders zu politischen Rechten vergeben. Thailands „Freiheit Score“ beträgt 31 von 100 Punkten (1Punkt Herabstufung), da die neue Verfassung die Rechte der politischen Parteien zugunsten des Militärs zu schwächt.
    Die Partitur besteht aus einer Vielzahl von demokratischen Indikatoren, wie zum Beispiel eines fairen Wahlprozess, politischer Partizipation, Meinungsfreiheit und Vereinigungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und persönlichen Autonomie.
    Wer mehr wissen möchte findet das hier.
    https://www.bangkokpost.com/news/politics/1445486/thailand-not-free-since-coup

    Da Diktator Prayut auch künftig an seinen „Erfolgen“ festhalten möchte, hat er alles in die Wege geleitet, dass er (sofern es seine Gesundheit zuläßt) auch die nächsten 20 Jahre das Sagen hat.
    Widerspruch wird nicht zugelassen (er hat u.a. den § 44 sowie diverse wischi waschi-Gesetze, mit denen er jeden Widersacher problemlos aus dem Weg räumen kann) und so werden die Thailänder auch künftig friedlich und glücklich bis zum Ende aller Tage leben.

    • STIN STIN sagt:

      Widerspruch wird nicht zugelassen (er hat u.a. den § 44 sowie diverse wischi waschi-Gesetze, mit denen er jeden Widersacher problemlos aus dem Weg räumen kann) und so werden die Thailänder auch künftig friedlich und glücklich bis zum Ende aller Tage leben.

      ich denke der Thai macht sich hier viel weniger Gedanken darüber, als die Expats in Thailand.
      Auch ist der Thai wenn man es real sieht, wesentlich freier als jeder Deutsche mit seiner Bürokratie-Regierung.

      Wenn ich heute eine Party machen möchte, mach ich die – geh zum Kamnan und mach eine Sause bis 24 Uhr. In DACH nicht möglich.
      Da kommt die Polizei 20x und nimmt mich gleich mit. Im Prinzip machen sie abseits der Städte eigentlich was sie wollen.
      Sie schimpfen auch über Prayuth wenn es ihnen passt, halt nicht öffentlich vor Regierungsgebäuden – aber sie tun es.
      Sie fahren ohne TÜV, ohne Versicherung, ohne Führerschein, ohne Helm – wie es ihnen gerade beliebt.

      Nicht positiv – aber für einen Thai die Freiheit, wie sie grösser nicht sein kann. Also mach dir keine allzu grossen
      Sorgen um die Thais. Wenn es denen nicht mehr passen sollte, marschieren sie einfach nach Bangkok – Thida meinte mal, 5 Millionen wären
      möglich. Dann würde Prayuth sofort Änderungen einleiten. Solange sich also nur 100 linke Studenten aufregen, ist alles mehr
      oder weniger in Ordnung. Andere Länder, andere Sitten.

  13. Wolf5 sagt:

    Auch wenn die ewig Gestrigen (wie dieser Troll RD) sich den Diktator Prayut als ewigen Ministerpräsidenten wünschen, haben viele aufrechte Bürger ihre Bedenken und befürchten einen neuen “Schwarzen Mai”

    “Wenn ein Außenseiter zum Premierminister gewählt wird, das heißt ein Mann, der kein Abgeordneter ist, könnte das zu Blutvergießen auf den Straßen führen.
    Diese Warnung sprach Worachat Pakeerut aus, Dozent an der Thammasat University und Vorsitzender der Nitirat Gruppe. Das Land hätte seine Lektion aus den Unruhen beim Schwarzen Mai 1992 lernen sollte, mahnte er an.
    Geschichte wiederholt sich: Genau das war 1992 passiert, was zu den Unruhen im Mai führte.
    Damals hatte der damalige Armeechef, General Suchinda Kraprayoon, geputscht. Um seine Macht zu verfestigen, wurde der vom Parlament zum Premierminister gewählt.
    Worachat bezog sich auf Berichte, wonach einige politische Gruppierungen, aber auch Bürger sich wünschen, dass der jetzige Premierminister, General Prayuth Chan-ocha, auch nach den Wahlen Premierminister wird.
    Nach dem Schwarzen Mai 1992 wurde diese Klausel aus den nachfolgenden Verfassungen gestrichen, damit es nicht wieder zu Aufständen aus ähnlichen Gründen kommen konnte.
    Zuerst wehrten sich Studenten gegen General Suchinda als Premierminister und gingen auf die Straße. Das Volk schloss sich ihnen an. Mitte April begannen Großdemonstrationen, die schließlich dazu führten, dass die Armee im Mai auf die Demonstranten schoss. Nach offiziellen Angaben starben über 40 Demonstranten, über 1000 wurden verwundet. Die Zahlen dürften in Wahrheit sehr viel höher sein.
    Am 24. Mai trat General Suchinda zurück, er war nur 47 Tage lang Premierminister gewesen.
    Erst General Prayuth führte mit seiner nach dem Putsch 2014 eingesetzten neuen Verfassung diese Klausel wieder ein. Theoretisch ist es also möglich, dass er Premierminister wird, auch wenn er gar kein Parlamentarier ist.
    Abschließend sagte Dozent Worachet, er sei nicht sicher, dass die Wahlen wie vom Premierminister versprochen, im Februar 2019 stattfinden. „Alles hängt von den Leuten ab, die an der Macht sind“, sagte Worachet. „Aber die Wahlen lassen sich nicht bis in alle Ewigkeit verschieben. Irgendwann wird es Wahlen geben.“
    Beitragsquelle : https://www.bangkokpost.com/news/politics/1431362/nitirat-chief-warns-of-new-black-may

  14. Raoul Duarte sagt:

    Überschrift des WB:   Prayuth könnte nach der Wahl wieder Premierminister werden

    Ich denke eher, es müßte heißen:

    Prayuth wird nach der Wahl wieder Premierminister werden 

    Und das ist auch gut so. Die vielen kleinen und größeren Parteien, die im Artikel genannt werden, sind allerdings eher “Pro-Premierminister-Prayuth”-Parteien – die Bezeichnung “pro-militärisch” ist irreführend und falsch.

    Die Politiker wollen nicht zwangsläufig eine “Militär-Regierung”, sondern eine Regierung, die den Kurs von Premierminister Prayuth fortsetzt. Seine bisher nur von sehr wenig Erfolg gekrönten Bemühungen, das Land voranzubringen, sollen weitergeführt werden, da sich gezeigt hat, daß es (leider) doch viel mehr Zeit braucht (als eigentlich gehofft und erwartet).

    Aber es geht voran. Und das ist ja schon etwas.

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