Bangkok: Premchai wird auch wegen illegalen Besitz von Waffen angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat beschlossen, den mutmaßlichen Wilderer Premchai Karnasuta wegen des illegalen Besitzes von Waffen anzuklagen.

Laut dem stellvertretenden Polizeichef General Srivara Rangsibhammanakul hat der Bau-Tycoon das Gesetz über den Besitz von Feuerwaffen und eine Anordnung des Militärrates NCPO verletzt. Polizeibeamte hatten bei Durchsuchung von Premchais Haus an der Soi Sun Wichai 3 im Bezirk Huai Khwang in Bangkok im Februar 43 Schusswaffen und Munition gefunden. Sechs der Waffen waren nicht lizenziert. STIN berichtete hier.

Der Präsident des Baukonzerns Italian-Thai Development und drei Angestellte wurden am 4. Februar nachts wegen angeblicher illegaler Jagd im Wildreservat Thungyai Naresuan, einem UNESCO-Weltkulturerbe in der Provinz Kanchanaburi, festgenommen.

Sie waren im Besitz von toten geschützten Tieren, darunter war ein seltener schwarzer Leopard. Nachdem die Polizei ihren Ermittlungsbericht mit elf Anklagepunkten eingereicht hatte, beschloss die Staatsanwaltschaft, gegen Premchai nur sechs Anklagen zu erheben. Mit dem illegalen Waffenbesitz sind es jetzt sieben.

Darunter fallen Wilderei, das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit und das Jagen geschützter Tiere. Premchai und seine drei Begleiter sind weiterhin auf Kaution auf freien Fuß.

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11 Kommentare zu Bangkok: Premchai wird auch wegen illegalen Besitz von Waffen angeklagt

  1. Raoul Duarte sagt:

    Man darf mit Fug und Recht feststellen:

    Die Regierung Prayuth tut inzwischen mehr, um Korruption auch unter Behörden-Mitarbeitern aufzuklären, als alle Shinawatra-geführten Unrechts-Regime zusammengenommen es jemals getan haben.

    Das gefällt so manchen ewiggestrigen Thaksinisten zwar nicht, ist aber so, wie auch heute wieder berichtet wird:

    ThaiVisa:   Die Antikorruptionskommission PACC hat jetzt weitere 189 Beamte wegen des Verdachts der Veruntreuung von Staatsgeldern, die für “Mittellose” bestimmt waren, unter die Lupe genommen.

    Unter den Verdächtigen befinden sich 42 Leiter von sog. “Schutzzentren für Mittellose”, die vom Ministerium für soziale Entwicklung im ganzen Land betrieben werden – und denen nicht unerhebliche Mittel zur Verfügung stehen, um das Leben von “zutiefst verletzlichen und unterprivilegierten” Menschen zu unterstützen. 

    Die bisherigen Schäden werden schon jetzt auf ca. 65 Millionen Baht geschätzt – nun sollen auch Zentren in 19 weiteren Provinzen überprüft werden.

    Es geht voran.

  2. Raoul Duarte sagt:

    EMI:   Ich denke das war der Penis

    Wie kommen Sie darauf? Gibt es gar Hinweise? 

  3. EMI sagt:

    . In einem Kochtopf schwamm der Schwanz des Panthers in einer Suppe.

    Ich denke das war der Penis!? 

    Premier Prayuth Chan-o-cha hat kürzlich im Süden Thailands einen Fischer angeschrien.

    Link oder …. Übertreibung! 

     

  4. Wolf5 sagt:

    Es ist zwar nicht verwunderlich, dass die Junta-Fans alles mögliche versuchen, um das Versagen der Militärjunta und ihres Diktators Prayut schön zu reden, leider fehlen dazu jedoch Fakten und Ergebnisse.
    Also wird in fast jedem Beitrag, welchen diese Leute einstellen, weiterhin alles auf den Shinawatra- Clan geschoben, was auch dieser Troll RD mit unermüdlicher Kontinuität praktiziert.
    Dabei müßte doch auch dem Troll RD folgendes aufgegangen sein:
    „Overkill und Willkür in Thailand
    Die Zeiten, da die Thaksins für alle Missstände im Königreich verantwortlich gemacht werden konnten, sind inzwischen vorbei. Aber auf Thaksin eindreschen hat offenbar immer noch seinen Reiz.“
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/der-suendenbock-der-ehemaligen-militaerjunta-overkill-und-willkuer-in-thailand-ld.155533

  5. Raoul Duarte sagt:

    Raoul Duarte:   Dürfte aber insgesamt ausreichen, um den Mann empfindlich zu bestrafen.

    So sieht es aus. Und es wird immer enger für Premchai.

    Die Regierung Prayuth tut inzwischen mehr, als alle Shinawatra-geführten Unrechts-Regime zusammengenommen. Und das ist auch gut so. Selbst wenn es leider sehr viel länger dauert, als es angenommen und gehofft wurde, darf festgestellt werden:

    Es geht voran.

  6. Wolf5 sagt:

    Erst einmal zu den Fakten:
    So gab es in den letzten 85 Jahren in Thailand nur wenige (und wenn nur kurzzeitig) Zivilregierungen.
    Also bleibt festzustellen, dass unter allen bisherigen Regierungen Thailands (die derzeitige Militärjunta eingeschlossen)die Elite kaum oder gar nichts zu befürchten hatte und wahrscheinlich auch hat.
    Nach wie vor gilt: „Straflosigkeit für Thailands Reiche – Thailands Justiz misst mit zweierlei Ellen.
    Wer über Geld und Beziehungen verfügt, hat wenig zu befürchten. Andere erleben die härtere Seite der Willkür.“
    https://www.nzz.ch/international/justiz-in-thailand-straflosigkeit-fuer-thailands-reiche-ld.1290966

    Nun zur Geschichte von Premchai Karnasuta:
    Mitten in einem Nationalpark sassen Premchai Karnasuta und sein Team um ein Lagerfeuer. Wildhüter fanden die Reste eines schwarzen Panthers, Gewehre und Munition. In einem Kochtopf schwamm der Schwanz des Panthers in einer Suppe. Die DNA des Tiers fand sich auch an Messern.
    Ein klarer Fall, dachten viele.
    Doch in Thailand steht die Elite häufig über dem Gesetz.
    Als der Vize-Polizeichef den Tycoon auf der Polizeistation ehrfürchtig mit einer Verbeugung begrüsste, glaubte niemand mehr an eine faire Untersuchung. Thailand war entrüstet. Eine Petition dafür, dass der Panther nicht umsonst gestorben sei, sammelte 142’000 Unterschriften.
    Der tote Panther ist nur der letzte einer Reihe von Skandalen in der Oberschicht. Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan trug Luxusuhren im Wert von einer Million Franken am Handgelenk. Herkunft: unbekannt.
    Premier Prayuth Chan-o-cha hat kürzlich im Süden Thailands einen Fischer angeschrien.
    Beides hat die Junta viel Ehrfurcht und Respekt gekostet.
    Noch sitzt die Militärregierung fest im Sattel. Doch unter der Oberfläche brodelt es.
    Der Panther-Skandal um Tycoon Premchai Karnasuta hat viele Ungerechtigkeiten in der thailändischen Gesellschaft ins Rampenlicht gestellt.
    Nun warten viele gespannt darauf, ob und wie hart der Wilderer für sein Vergehen bestraft wird.
    https://www.srf.ch/news/international/graffitis-gegen-die-maechtigen-schwarze-panther-jagen-thailands-elite

  7. Raoul Duarte sagt:

    STIN:   Hauptsache die Elite steht endlich mal auch vor Gericht.
    War bisher bei den Zivili-Regierung noch nie der Fall.

    Zustimmung.

    Nur beim Wort "Elite" muß ich kichern.

  8. berndgrimm sagt:

    Anhang

    Wozu Worte! Die Show wird weitergehen solange noch jemand zusieht!

    • STIN STIN sagt:

      Anhang 4ea3ed87f08b855d8f4ceb596c1cd9d6-2-600×429.jpg

      Wozu Worte! Die Show wird weitergehen solange noch jemand zusieht!

      es wären lediglich mehrere solcher “Shows” nötig. Auch bei Prawit. Egal ob er dann
      Bewährung bekommt, Hauptsache die Elite steht endlich mal auch vor Gericht.
      War bisher bei den Zivili-Regierung noch nie der Fall.

  9. Raoul Duarte sagt:

    khaosod:   Premchai Karnasuta, CEO von Italian-Thai Development, äußerte sich zum ersten Mal ausführlich über den Fall. 

    Nach der – bisher nicht belegten – Aussage des Beschuldigten habe Premchai “darauf bestanden”, vor zwei Monaten den schwarzen Panther im “Thungyai Naresuan Wildlife Sanctuary” in der Provinz Kanchanaburi nicht getötet zu haben.

    In wörtlicher Rede zitiert “khaosod” den Mann so:

    “Ich habe es nicht getan. Ich kam dort Samstagabend an und ging ins Bett. Am nächsten Morgen bin ich in den Park gegangen und wurde dort am Abend verhaftet. Ich wurde zwei Tage und zwei Nächte festgehalten und konnte niemanden kontaktieren, weil mein Telefon beschlagnahmt worden war.”

    Man darf gespannt sein, ob es auch seriöse Quellen für derartige Aussagen geben wird. Die “Nation” berichtete bisher nur ganz allgemein von der Jahreshauptversammlung der ITD-Aktionäre im “Rama Garden”-Hotel in Bangkok, auf der er am Rande auch nach “Auswirkungen” auf die zukünftige Arbeit, etwa auf das Projekt “Sonderwirtschaftsgebiet Dawei” in Myanmar, gefragt wurde.

    The Nation: Er sagte, die Ausschreibungen für Geschäftsverträge würden ohne Unterbrechung fortgesetzt, und die Vorteile für Aktionäre seien gut aufgehoben.

    Die Atmosphäre des Treffens sei “friedlich” gewesen – und niemand äußerte Einwände oder fragte nach Themen jenseits der Tagesordnung.

  10. Raoul Duarte sagt:

    Immerhin eine der schon fallengelassenen Anklagen wird damit doch noch durchgeführt – die anderen 4 oder 5 bleiben (erstmal?) “niedergeschlagen”.

    Dürfte aber insgesamt ausreichen, um den Mann empfindlich zu bestrafen.

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