Österreich: Reisebus mit 27 Thailändern ausgebrannt – keine Verletzte

Am 1. Mai 2018 um 12 Uhr fuhr ein 58-jähriger Buschauffeur aus Unterhaching mit einem Reisebus, der mit 27 Gästen aus Thailand besetzt war, vom Flughafen München kommend nach Hallstatt. Der Reisebus ist für den Transport von in Summe 51 Personen zugelassen.
Bei der Einfahrt in den Tunnel Hallstatt, Portal Nord, Bergröhre, sah der 58-Jährige am Armaturenbrett die Warnanzeige ‘EBS Verlust’.

Nach nur gut 100 Meter in der Tunnelröhre, die nur einspurig ausgeführt ist, nahm der Buslenker im Rückspiegel heftigen Rauch war.


Ein polnischer Buslenker, der mit 32 Gästen aus Korea auch nach Hallstatt unterwegs war, fuhr direkt hinter dem deutschen Reisebus. Dieser bemerkte die ersten Flammen aus dem Motorraum vom Bus vor ihm und hupte daraufhin heftig. Daraufhin hielt der 58-Jährige den Bus direkt bei der oberen Parkterrasse, eine ganz kurze Unterbrechung des Tunnels, an.

Beide Buslenker forderten ihre Gäste auf sich sofort in Sicherheit zu bringen und versuchten anschließend mit mehreren Feuerlöschern den Brand im Motorraum unter Kontrolle zu bringen. Dieses Unterfangen war allerdings nicht mehr möglich. Zeugen aus Hallstatt sahen die starken Rauchschwaden und alarmierten die Einsatzkräfte.
Zwei Pkw, die direkt auf der Parkterrasse neben der Fahrbahn abgestellt waren, wurden durch den brennenden Bus schwer beschädigt – auch Straßenlampen schmolzen.
Bei dem Brand kamen keine Personen zu Schaden. Der Bus brannte vollkommen aus, ebenso Teile des Gepäcks der Thailänder.

Der Fahrtenschreiber und der Führerschein des Chauffeurs verbrannten ebenfalls. Im Einsatz befanden sich die Feuerwehren Hallstatt, Obertraun, St. Agatha und Bad Goisern mit ca. 90 Mann.

Auf Grund des hohen Ausflugverkehrs kam es schon nach wenigen Minuten zu einer erheblichen Staubildung bis nach Gosaumühle, Kreuzung mit der B166. Die Anfahrt der nachrückenden Feuerwehren gestaltete sich als sehr schwierig.

Für die Dauer der Lösch- u. Aufräumarbeiten ist nach wie vor die Bergröhre für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt.

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