Bangkok: HRW fordert die sofortige Freilassung der 14 Demonstranten

Die Behörden sollten sofort alle Anklagen fallen lassen und 14 pro-demokratische Aktivisten, die am Dienstag friedlich gegen die Militärherrschaft demonstriert hatten, bedingungslos freilassen, hat Human Rights Watch am Mittwoch gefordert.

Die 14 Frauen und Männer werden wegen Aufruhr angeklagt, die mit einer maximalen Haft von sieben Jahren bestraft werden kann, weiter sollen sie das Verbot der Junta von politischen Zusammenkünften von mehr als fünf Personen verletzt haben.

„Die Festnahme von friedlichen Demokratieaktivisten, die zu freien und fairen Wahlen aufrufen, zeigt, dass Thailands Militärjunta nicht die Absicht hat, seine unterdrückerische Herrschaft zu lockern“, sagte Brad Adams, Asien-Direktor der nicht-staatlichen Menschenrechtsorganisation Human Right Watch.

[caption id="attachment_25028" align="alignnone" width="600"] epa06755339 A Thai pro-democracy protester is arrested by police officers during a rally calling for general election to mark the fourth anniversary of military coup at Ratchadamnoen Avenue, near Government House in Bangkok, Thailand, 22 May 2018. Several demonstrators including the protest leaders were arrested in the pro-democracy rally to mark the fourth anniversary of military coup calling the junta government to hold an election in 2018 instead of February 2019 as promised by Thai prime minister. EPA-EFE/RUNGROJ YONGRIT[/caption]

Es mache Premierminister General Prayuth Chan-o-chas selbsternannte Verpflichtung, Thailand zur Demokratie zurückzubringen, zum Gespött. Human Right Watch erinnert an das internationale Menschenrechtsgesetz, das 1996 von Thailand ratifiziert worden war. Es schütze das Recht auf freie Meinungsäußerung und friedliche Versammlung.

Am Dienstag fand vor dem Gebäude der Vereinten Nationen eine friedliche Kundgebung zum vierten Jahrestag des Militärputsches von 2014 statt. Die Polizei löste die Demonstration auf und verhaftete Anführer und Mitglieder der „We Want Election“-Bewegung, nachdem sie eine Erklärung verlesen hatten, die den regierenden Nationalen Rat für Frieden und Ordnung (NCPO) aufforderte, alle Einschränkungen der Grundfreiheiten aufzuheben und die versprochenen Wahlen im November abzuhalten.

Die 14 pro-demokratischen Aktivisten, die in der Polizeistationen Phayathai und Chansongkram in Bangkok festgehalten werden, sind: Nutta Mahattana, Chonthicha Janwrew, Anon Numpa, Rangsiman Rom, Sirawith Seritiwat, Piyarat Chongthep, Ekachai Hongkangwan, Chokchai Paiboonratchata, Kiri Khanthong, Putthaising Pimchan, Roj Trong-Ngarmrak, Viset Sangkhavisit, Pattarapol Jankot und Prasong Wangwan.

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13 Kommentare zu Bangkok: HRW fordert die sofortige Freilassung der 14 Demonstranten

  1. Raoul Duarte sagt:

    Tukkae:    Es waren nicht 14 sondern 15 verhaftete Anführer.

    Richtig. Beschwerden über die "falsche Zahl" bitte an den "Farang" richten, aus dem der Artikel stammt. 

    Oder gleich einen Beschwerdebrief an Brad Adams von HRW senden, auf den der "Farang"-Artikel zurückgeht.

  2. Tukkae sagt:

    Es waren nicht 14 sondern 15 verhaftete Anführer. Nachdem das Angebot einer Kautionsstellung über 1,5 Mio. Baht des Ex-Polizeichef Seriphisut abgeleht wurde da er kein "Verwandter" der Beschuldigten ist(er war einer der wenigen "Saubermänner" in diesem Job) haben die Demonstranten  einen eigenen Spendenfonds dafür angezapft, welcher Anfang Februar über ein "Thai Academic Network"  aufgelegt wurde  um damals für die  Kautionsstellung für die MBK 39 Gruppe zu sammeln welche dann doch nicht benötigt wurde, aber anscheinend mit 1,4 Mio für 14 der Beschuldigten gerade so ausreichte, (100 000 Baht pro Person) das Geld für Miss "Bow" Mahattana wurde aus "anderer Quelle" beschafft.  

  3. Raoul Duarte sagt:

    Beate – Björn – Bernd:

    Immer noch nicht gelernt, mit dem inneren Frust als "Ohne-Status"-Flieger, der nicht einmal in die IST-Lounge der Air Erdoğan hineinkommt, einigermaßen gesittet umzugehen? 

    Bleibt es jetzt für immer und ewig (möglicherweise noch die ganzen 4 bis 6 Jahre) bei Ihrer Gossensprache? Woran liegt es eigentlich, daß Sie sich nun doch entschlossen haben, weiterhin in Ihrem so gehaßten Gastland auszuharren, bis es an die Sterbehilfe geht?

    Kauft Ihnen niemand Ihre wegen der Thai-Mitbewohner ungeliebte und heruntergekommene "Anlage" ab? Will sich keine Versicherung erbarmen, Ihnen eine selbst von Ihnen bezahlbare Versicherungs-Police zu überlassen? Will Ihre Begleitung doch lieber nicht mit Ihnen in einem portugiesischen Dorf versauern?

    Alles sehr gut nachvollziehbar, meinen wir bei facebook, wo Sie mittlerweile zur echten "internationalen Witzfigur" verkommen sind. 

  4. berndgrimm sagt:

    Wolf5 sagt:

    24. Mai 2018 um 10:38 am

    Und wie schätzt AI die Menschenrechtslage in Thailand 2017/18 ein:

    Aktivisten, Journalisten, Politiker, Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsverteidiger wurden wegen der friedlichen Äußerung von Ansichten über die Regierung und die Monarchie festgenommen, inhaftiert und strafrechtlich verfolgt. Die Regierung hielt die systematische und willkürliche Einschränkung der Menschenrechte, einschließlich der Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, weiterhin aufrecht.
    Das Versprechen, ein Gesetz zum Verbot von Folter und Verschwindenlassen zu verabschieden, wurde nicht eingelöst.
    Flüchtlingen und Asylsuchenden wurde auch weiterhin ein offizieller Rechtsstatus verweigert, so dass sie der Gefahr von Festnahme, Inhaftierung und Abschiebung ausgesetzt waren.
    Die Militärregierung schränkte die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit auch 2017 systematisch und willkürlich ein.
    Studentische Aktivisten, Medienschaffende, Menschenrechtsanwälte, Politiker und andere Regierungsgegner wurden allein deshalb strafrechtlich verfolgt, weil sie diese Rechte friedlich wahrgenommen hatten.
    In vielen Fällen drohten den Betroffenen unfaire Verfahren vor Militärgerichten.

    https://www.amnesty.de/jahresbericht/2018/thailand

    Sehr richtig!

    Ich habe diesen Beitrag der wenigstens Inhalt hat vorgezogen um den Goebbels Imitator

    der selber keinen sachlichen Beitrag auf die Beine stellen kann und will

    mit seinem duemmlichen Geschwafel nicht die Hoheit in allen Threads die er

    vollkackt zu ueberlassen.

    Von ihm kommt nur eine braune Masse aber garkeine Klasse.

    Woher auch?

  5. Raoul Duarte sagt:

    STIN:    Wo denkst du, findet man HRW-Forderungen an Staaten? Richtig – bei HRW. Bist du nicht in der Lage, in Google HRW einzugeben, vielleicht noch THailand dazu und Activist und schon hast du alles.

    Das gilt nicht nur für Emi (oder seine sonstigen Nicks). 

  6. berndgrimm sagt:

    Anhang

    Stephff traut sich was!

  7. berndgrimm sagt:

    Anhang

    How Protesters Outfoxed Police at Tuesday’s Rally

    By

    Khaosod English

    By Grittara Chanaman, Contributor

    BANGKOK — Some observers were surprised when a splinter group of pro-democracy protesters succeeded in marching on the Government House – and nearly reaching it – Tuesday, the fourth anniversary of military rule.

    But that morning, a plan was hatched by leaders of the Democracy Restoration Group when it became apparent thousands of police would block the main group from departing Thammasat University’s Tha Prachan campus, according to a source close to one of the leaders.

    “It was our plan. We wanted to challenge the government by trying to separate our supporters in two groups,” the source said Thursday on condition of anonymity for discussing closely held plans. “We were discussing a while ago that if we could not get to the Government House, what we should do.”

     

    He explained that his friends told supporters in a secret social media group early Tuesday morning that anyone who could not make it onto the campus, where the main group camped Tuesday night, should join human rights lawyer and pro-democracy leader Arnon Nampha outside the rally.

    He then led that group on to the Government House in the early afternoon.

    It was not a large group. They moved from the campus by using the Ratchadamnoen Avenue until they were halted in front of the United Nations building by a hastily assembled barricade and thousands more police officers intent on blocking them from the junta leader’s seat of power.

    Es ist festzuhalten dass sich der Chefdiktator und sein falsch tickender Deputy Diktator

    einmal mehr laecherlich gemacht haben mit dem Overkill an Sicherheitspersonal

    gegen ein paar ernsthafte Demonstranten.

    Aber durch den von der Polizei/Militaer veranstalteten Buergerkriegs Klamauk

    hat man erfolgreich verhindert dass in den Medien die Leistungen

    dieser “guten” Militaerdiktatur und deren Zukunftsplaene hinterfragt werden!

     

     

  8. Wolf5 sagt:

    Und wie schätzt AI die Menschenrechtslage in Thailand 2017/18 ein:

    Aktivisten, Journalisten, Politiker, Menschenrechtsanwälte und Menschenrechtsverteidiger wurden wegen der friedlichen Äußerung von Ansichten über die Regierung und die Monarchie festgenommen, inhaftiert und strafrechtlich verfolgt. Die Regierung hielt die systematische und willkürliche Einschränkung der Menschenrechte, einschließlich der Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, weiterhin aufrecht.
    Das Versprechen, ein Gesetz zum Verbot von Folter und Verschwindenlassen zu verabschieden, wurde nicht eingelöst.
    Flüchtlingen und Asylsuchenden wurde auch weiterhin ein offizieller Rechtsstatus verweigert, so dass sie der Gefahr von Festnahme, Inhaftierung und Abschiebung ausgesetzt waren.
    Die Militärregierung schränkte die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit auch 2017 systematisch und willkürlich ein.
    Studentische Aktivisten, Medienschaffende, Menschenrechtsanwälte, Politiker und andere Regierungsgegner wurden allein deshalb strafrechtlich verfolgt, weil sie diese Rechte friedlich wahrgenommen hatten.
    In vielen Fällen drohten den Betroffenen unfaire Verfahren vor Militärgerichten.

    https://www.amnesty.de/jahresbericht/2018/thailand

  9. Siamfan sagt:

    Die Behörden sollten sofort alle Anklagen fallen lassen und 14 pro-demokratische Aktivisten, die am Dienstag friedlich gegen die Militärherrschaft demonstriert hatten, bedingungslos freilassen, hat Human Rights Watch am Mittwoch gefordert.

    Link oder :Liar:

    1. ben sagt:

      23. Mai 2018 um 8:01 pm

      Zu dem wurden sie informiert, was geschieht, wenn sie die vom 'bösen Diktator' gesetzten Grenzen überschreiten… – aber genau um das geht's ja diesen Demokraten, die Junta provozieren und dann ein Riesengeschrei von Menschenrechten etc. immer das gleiche Rotkäppchen Getue seit 22.05.2014…

      Antworten

    2. Raoul Duarte sagt:

      23. Mai 2018 um 7:52 pm

      Die gestern (nach Ansage und den geltenden Gesetzen und Verordnungen entsprechend vorübergehend festgenommenen) “Aktivisten” sind ebensowenig “pro-demokratisch” wie die sog. “red-shirts” der PT-“Partei” als “rot” zu bezeichnen sind.

    Genauso isses! 

    Aus den jungen Menschen hätte echt was werden können,  sogar fürs Volk gute Politiker! 

    Nein,  sie lassen sich vor Na Dubais Geldtransporter spannen. 

    • STIN STIN sagt:

      Die Behörden sollten sofort alle Anklagen fallen lassen und 14 pro-demokratische Aktivisten, die am Dienstag friedlich gegen die Militärherrschaft demonstriert hatten, bedingungslos freilassen, hat Human Rights Watch am Mittwoch gefordert.

      Link oder

      ich bin eigentlich nicht dein Quellen-Sucher.
      Wo denkst du, findet man HRW-Forderungen an Staaten?
      Richtig – bei HRW.
      Bist du nicht in der Lage, in Google HRW einzugeben, vielleicht noch THailand dazu und Activist und schon hast du alles.

      Das würde hier wieder viel Müll ersparen. Dieses eine Mal hab ich es dir noch rausgesucht. Nächstes Mal verweise ich nur mehr
      darauf.

      https://www.hrw.org/news/2018/05/23/thailand-free-14-pro-democracy-activists

    • STIN STIN sagt:

      Aus den jungen Menschen hätte echt was werden können, sogar fürs Volk gute Politiker!

      Nein, sie lassen sich vor Na Dubais Geldtransporter spannen.

      das ist alleine deren Problem. Wenn sie gerne Stress haben, dann machen sie weiter.
      Vll ist auch die Bezahlung und die Aussicht auf einen guten Job in einer der Firmen des Dubaianer sehr gut.
      Wer weiss…….

  10. ben sagt:

    Zu dem wurden sie informiert, was geschieht, wenn sie die vom 'bösen Diktator' gesetzten Grenzen überschreiten… – aber genau um das geht's ja diesen Demokraten, die Junta provozieren und dann ein Riesengeschrei von Menschenrechten etc. immer das gleiche Rotkäppchen Getue seit 22.05.2014…

  11. Raoul Duarte sagt:

    Die gestern (nach Ansage und den geltenden Gesetzen und Verordnungen entsprechend vorübergehend festgenommenen) “Aktivisten” sind ebensowenig “pro-demokratisch” wie die sog. “red-shirts” der PT-“Partei” als “rot” zu bezeichnen sind.

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