Thailand ratifiziert Abkommen über Zwangs- und Pflichtarbeit

Thailand hat am 4. Juni die Urkunde über die Ratifizierung des Protokolls von 2014 zum Übereinkommen über Zwangs- oder Pflichtarbeit aus dem Jahr 1930 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf beim ILO-Generaldirektor hinterlegt.

Das Königreich hat als 24. Land weltweit das Instrument ratifiziert, und als erstes in Asien. Das von der Internationalen Arbeitskonferenz im Jahr 2014 mit überwältigender Mehrheit angenommene Protokoll stärkt den internationalen Rechtsrahmen für die Bekämpfung aller Formen der Zwangsarbeit, einschließlich des Menschenhandels, und fordert die Staaten auf, Maßnahmen zu ergreifen, um Zwangsarbeit zu verhindern und Opfer zu schützen.

Nach globalen Schätzungen gibt es weltweit 24,9 Millionen Zwangsarbeiter, von denen 4,8 Millionen Opfer sexueller Ausbeutung sind. Im privaten Sektor verursacht Zwangsarbeit jedes Jahr illegale Gewinne in Höhe von 150 Milliarden US-Dollar. Mehrere Wirtschaftsbereiche sind betroffen, darunter Hausarbeit, Bauwesen, verarbeitendes Gewerbe, Landwirtschaft und Fischerei.

Bei der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde sagte der thailändische Arbeitsminister Adul Sangsingkeo: Der Beschluss der Regierung, das Protokoll von 2014 zu ratifizieren, spiegele seinen starken politischen Willen wider, sich global zusammenzuschließen zur Beseitigung der Zwangsarbeit. Die Ratifizierung zeige auch die Zusagen der Regierung, ihren nationalen Rechtsrahmen zu verbessern und an internationale Arbeitsnormen anzupassen.

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Ein Kommentar zu Thailand ratifiziert Abkommen über Zwangs- und Pflichtarbeit

  1. Raoul Duarte sagt:

    Ein richtiger, wichtiger (und auch überfälliger) Schritt.

    Gut so. Es geht voran.

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