Bangkok: Chuvit muss wieder ins Gefängnis

Chuvit Kamolvisit, Medienberühmtheit, ehemaliger Besitzer mehrerer Massage-Parlours und Politiker, wurde am Donnerstag zu einem Monat Gefängnis verurteilt, weil er sein Miteigentum an einem Restaurant nicht gemeldet hatte.

Der Oberste Gerichtshofs für politische Amtsträger fand Chuvit schuldig, gegen das Antikorruptionsgesetz verstoßen zu haben. Er habe seine Beteiligung an einem Restaurant in seinem Finanzbericht, der der Nationalen Antikorruptionskommission (NACC) vorgelegt wurde, nicht aufgenommen.

Als ehemaliger Abgeordneter war Chuvit per Gesetz verpflichtet, seine Vermögenswerte und Schulden ein Jahr nach dem Ausscheiden als Parlamentsmitglied im Dezember 2013 einzureichen. Der 56-Jährige war Vorsitzender der Partei Rak Prathet Thai.

Chuvit wurde am Donnerstag in das Gefängnis gebracht, nachdem das Gericht seinen Antrag auf Kaution abgelehnt hatte. Das Gericht verurteilte Chuvit zunächst zu zwei Monaten Haft, reduzierte jedoch die Haftstrafe um die Hälfte, nachdem er die Unregelmäßigkeit gestanden hatte. Die NACC brachte den Fall vor Gericht, als sie herausfand, dass Chuvit es versäumt hatte, in seinem Finanzbericht seine Investition in Höhe von 150.000 Baht in ein Restaurant zu erwähnen.

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2 Kommentare zu Bangkok: Chuvit muss wieder ins Gefängnis

  1. Raoul Duarte sagt:

    Einen Monat sitzt der doch auf einer Backe ab. 

    Aber das wird nicht wirklich "das Ende der Fahnenstange" sein.

  2. berndgrimm sagt:

    Das Gute an dieser "guten" Militärdiktatur ist dass sie ihre Willkür ganz offen

    durch ihre Subalternen ausüben lassen kann.

    Keine Frage, es wäre besser wenn sich auch Thai an Thai Gesetze und Verordnungen

    halten müssten und es wäre besonders gut wenn auch reiche und einflussreiche Thai

    für ihre Missetaten selber in den Knast müssen.

    Müssen sie aber nicht. Nur "politische" Gegner und natürlich besonders

    solch Störenfriede wie Chuvit der als Whistleblower das ganze  Massagesalonwesen

    sowie deren Verbindungen zur Polizei,Militär und "einflussreichen Personen"

    offenlegen könnte.

    Allerdings wäre er tot bevor er den Mund aufmachen könnte.

    Wenn die Unregelmässigkeit die sich Chuvit zweifellos zuschulde hat kommen lassen

    gegen jeden, auch Regimeunterstützer angewendet würde müssten in BKK

    mindestens Zweidrittel aller Hotels,Restaurants und Geschäfte geschlossen werden

    und die Klientel des Four Sesons,Kempinski,Banyan Tree  und Athenee

    würde sich vereint im Knast wiedertreffen.

    Wenn man wirklich etwas gegen die unfassbare Schlamperei und Bestechlichkeit

    auf dem Sektor unternehmen wollte brauchte man nur die Verantwortlichen

    in den zuständigen Behörden auch zu belangen und vor Allem zu feuern.

    Dies tut man aber nicht weil sich Alle gegenseitig stützen und so präsentiert

    man Ab und An mal einen Systemfeind wie Chuwit oder ein bedeutungsloses

    Bauernopfer.

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