Bangkok: Thai-Baht fällt weiter…

Das KASIKORN Research Center geht davon aus, dass sowohl der thailändische Baht als auch die Aktien in dieser Woche neue Tiefs erreichen werden, nachdem die thailändische Währung in 8 Monaten am stärksten geschwächt ist, während der SET-Index den tiefsten Stand seit 10 Monaten erreichte, berichtete die Thai News Agency.

Die thailändische Währung fiel in bereits in der letzten Woche auf 33,22 Baht zum Dollar, das war das niedrigste Niveau seit acht Monaten, wobei der Rückgang mit chinesischen Yuan und anderen regionalen Währungen einherging.

Ende Juni schloss die thailändische Währung bei 33,12 Baht zum Dollar, verglichen mit 32,92 Baht am vorherigen Freitag. Das Kasikorn Research Center prognostiziert, dass sich der thailändische Baht von heute dem 2. Juli bis zum 6. Juli 2018 in einer Bandbreite von 32,80 bis 33,40 Baht zum Dollar bewegen wird.

Dazu kommt, dass die Anleger zudem ihr Engagement in riskanten Anlagen reduzieren, da sie sich Sorgen über langwierige Streitigkeiten zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern machen.

Der thailändische Baht wurde auch während der letzten Woche von Ausländern weiter unter Druck gesetzt, die thailändische Aktien und Anleihen verkauften.

Am Freitag, dem 29. Juni 2018, fiel der SET Index auf 1.595,58 Punkte, ein Rückgang von 2,41 % gegenüber der Vorwoche und damit der niedrigste Punkt seit 10 Monaten. Das tägliche Handelsvolumen sank gegenüber der Vorwoche um 13,55 % auf 53.313,34 Millionen Baht.

Der Markt für alternative Anlagen (MAI) schloss ebenfalls bei 416,57 Punkten, ein Rückgang von 5,28 % gegenüber der Vorwoche.

Der SET-Index fiel ebenfalls fast die ganze letzte Woche weiter ab, obwohl es durch den Anstieg des Ölpreises für den Energiesektor unterstützende Faktoren gab. Das reichte jedoch nicht aus, um den Verkaufsdruck aus dem Ausland Anfang und Mitte der Woche auszugleichen, da die Besorgnis über den Welthandel, insbesondere die Handelsvergeltung zwischen den USA und China, sehr groß war.

Obwohl die ausländischen Anleger am Ende der letzten Woche wieder thailändische Aktien kauften, reichte dies nicht aus, um den SET-Index aus dem negativen Bereich zu ziehen.

Kasikorn Research Center sieht den SET Index Widerstand bei 1.575 und 1.550 Punkten in dieser Woche

 

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6 Kommentare zu Bangkok: Thai-Baht fällt weiter…

  1. Raoul Duarte sagt:

    Übrigens wurde hier niemand – geschweige denn “alles” – entfernt.

    Die Ewiggestrigen, Tiefbraunen und selbsternannten “Experten” mit ihren kruden Obsessionen und fiesen Zwangvorstellungen zogen sich von alleine zurück, weil sie keine Kritik vertragen.

    Manche tauchen aber ab und an mit überaus merkwürdigen “Geschichten” aus längst vergangenen Zeiten aus der Versenkung auf und suhlen sich in ihrer Gossensprache, als wären sie gerade wieder unter irgendeinem Stein hervorgekrochen.

  2. berndgrimm sagt:

    ben sagt:

    13. Juli 2018 um 11:30 pm

    …würde ich es natürlich sehr begrüssen wenn die BoT wie im von Warren Buffett und Konsorten verursachten Absturz der ASEAN Währungen 1997 ihre gesamten Devisenreserven zur Stützung des THB Kurses verdatteln würde..

    War zwar George Soros… aber macht nichts und das war ja eh nur eine Behauptung der Thais, weil sie meinten sie könnten gegen die ganze Welt ankommen..

    Muss wieder mal was schreiben, da wurde ja alles entfernt ausser STIN / RD / Siamfan…

     

    Du hast Recht es war Soros und Konsorten.

    Die Ausgangslage war eine Spekulation gegen den Yen.

    Natürlich war es schuld der BoT dass alle Währungsreserven verdattelt wurden

    Daraufhin purzelte der THB Kurs erst richtig.

    Schön fand ich damals dass ausschliesslich reiche Thai direkt unter dem

    Währungscrash litten. Natürlich wurde hinterher Alles auf die Armen abgewälzt.

     

    "Mit Asienkrise wird die Finanz-, Währungs- und Wirtschaftskrise Ostasiens der Jahre 1997 und 1998 bezeichnet. Sie begann im März 1997 in Thailand und griff auf mehrere asiatische Staaten über, insbesondere auf viele der so genannten Tiger- und Pantherstaaten.

    Die am stärksten betroffenen Länder waren Indonesien, Südkorea und Thailand. Auch in Malaysia, den Philippinen und Singapur machte sich die Krise bemerkbar, während die Volksrepublik China und Taiwan größtenteils unberührt blieben. Die gleichzeitige Wirtschaftskrise in Japan hatte ihre eigenen Ursachen, wurde aber durch die Asienkrise noch verstärkt.

    Entstehung und Ursachen der Krise

    Für die Krise 1997/98 im asiatischen Raum wurden nachträglich von Experten mehrere Erklärungen gegeben. Wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen wie maßlose Investitionen und Handelsbilanzdefizite sowie finanzpolitische Fehlentwicklungen wie exzessive Kreditaufnahme – auch in Fremdwährung – und institutionelle Defizite in den regionalen Finanzmärkten.[1][2][3][4] Während diese Erklärungsansätze eine selbstverschuldete Krise im Zusammenspiel mit einem Versagen der internationalen Finanzmärkte diagnostizieren, wurde von anderen Ökonomen der Internationale Währungsfonds ins Zentrum der Kritik gerückt.

    Kreditblase

    In Folge der Liberalisierung der Finanzsektoren asiatischer Staaten entstand in den neunziger Jahren ein Kreditboom in Asien. Das Wachstum des Kreditvolumens lag in dieser Zeit im Durchschnitt bei 8 bis 10 Prozent über den Wachstumsraten des BIP. Es entstanden nicht nur industrielle Überkapazitäten wie in Südkorea, sondern ein immer größerer Teil der Kredite wurde zum Kauf von Aktien und Immobilien eingesetzt. Die Folge war ein Anstieg der Aktienmärkte und ein starkes Ansteigen der Immobilienpreise um das bis zu Vierfache. Mit den steigenden Immobilien- und Aktienpreisen glaubten die asiatischen Banken gute Sicherheiten zu haben, was zu weiteren Kreditvergaben führte. Dieses Kapital floss wiederum in Aktien und Immobilien. Durch die daraus resultierenden Preissteigerungen entstand in einigen Bereichen eine spekulative Blase. Dieser „Teufelskreis“ aus Kreditvergabe und gestiegenem Wert der Sicherheiten hatte eine stark einseitige Ausrichtung der Kreditvergabe zur Folge. Ende 1997 lag der Anteil der durch Immobilien besicherten Kredite in Thailand, Indonesien und Malaysia zwischen 25 und 40 Prozent.[5] Dies machte die Banken gegenüber Preisrückgängen am Aktien- und Immobilienmarkt verwundbar.

    Fehlende Fremdwährungsabsicherung

    Abb.: Wechselkurse zur Deutschen Mark ausgewählter asiatischer Währungen in den Jahren 1995 bis 1999
    [Bildquelle: Stephkoch / Wikipedia. — GNU FDLicense]

    Weitere Probleme resultierten aus unterschiedlichen Laufzeiten und Währungen der aufgenommenen und vergebenen Kredite. Da die Banken von der günstigen Zinssituation auf den internationalen Finanzmärkten profitieren wollten, erfolgte die Verschuldung vielfach in US-Dollar oder Yen mit kurzen Laufzeiten. Die Kreditvergabe an inländische Kreditnehmer erfolgte meistens langfristig und in inländischer Währung. Kreditinstitute finanzierten langfristige Kredite mit Hilfe von kurzfristig aufgenommenem Geld. Aufgrund dieser Vorgehensweise kam es zu gravierenden Unterschieden bei Laufzeit und Währung zwischen den aufgenommenen und vergebenen Krediten.

    Zu diesem Zeitpunkt wurde ein schwerwiegender Fehler begangen, weil die Finanzinstitute auf die enge Koppelung der heimischen Währung an eine Ankerwährung, zumeist den US-Dollar, und deren Stabilität vertrauten. Sie sahen keine Notwendigkeit, die Verbindlichkeiten in Yen oder Dollar gegen Wechselkursänderungen abzusichern. Durch die staatlich abgesicherten Wechselkurse schien das Wechselkursrisiko für die Aufnahme ausländischer Gelder vernachlässigbar und Devisenkredite waren aufgrund geringer Risikoprämien vergleichsmäßig günstig[6]. Sie verzichteten zu Gunsten höherer Gewinne auf die in derartigen Situationen notwendige Risikoabsicherung über die Terminmärkte. Durch dieses Vorgehen profitierten sie von der Schwäche des US-Dollars gegenüber dem japanischen Yen zwischen 1985 und 1995. Bis 1995 war diese Strategie sehr erfolgreich. Die südostasiatischen Staaten waren konkurrenzfähig und konnten ein stark exportgetriebenes Wachstum verbuchen. Als der Dollar gegenüber dem Yen, den europäischen Währungen und dem chinesischen Renminbi an Wert gewann, stiegen plötzlich die lokalen Währungen in realer Rechnung, was zu einer ernsthaften Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, verlangsamtem Export und somit zu einem gravierenden Leistungsbilanzdefizit führte.

    Auslandsschulden überschritten Währungsreserven

    Das Hauptproblem dieser Finanzpolitik waren die kurzfristigen in Fremdwährung laufenden Kredite der asiatischen Banken, denen nur ein verhältnismäßig geringer Währungsreservenbestand gegenüberstand.[7] Die Krisenländer waren bei Eintreten der Krise und Fälligkeit der zuvor aufgenommenen Kredite nicht in der Lage, diese kurzfristig mit ausländischen Devisen zurückzuzahlen. Offizielle Angaben über die Währungsreserven zeigten ein verfälschtes Bild der wahren Situation. Die Währungsreserven waren viel zu hoch bewertet, weil Transaktionen an den Terminmärkten nicht berücksichtigt worden waren. Eine Reihe von Zentralbanken (bspw. die thailändische Zentralbank) versuchte, bei Auftreten der Finanzkrise über Transaktionen an den Terminmärkten die Kurse ihrer Währungen zu stützen, um eine Währungskrise abzuwenden.

    Schwache regionale Finanzmarktstrukturen

    Zusätzlich zu den bereits skizzierten Missständen gab es in den meisten Ländern keine oder eine nur unzureichend funktionierende Aufsichtsbehörde. Zudem verzichteten die Banken auf eine gründliche Risikobeurteilung bei der Kreditvergabe, und die Bonitätsprüfung der Kreditnehmer wurde stark vernachlässigt. Die Folge dieser Kreditvergabepraktiken war, dass viele der Banken eine viel zu geringe Eigenkapitalquote aufwiesen. Das Management der Finanzinstitute vertraute darauf, dass die Regierung sie unterstützen würde, sollte es tatsächlich zu Schwierigkeiten kommen. Die Fehler sind jedoch nicht nur beim Management der asiatischen Banken zu suchen, sondern die Krise wurden besonders verstärkt oder erst herbeigeführt durch ausländische Spekulanten, die angesichts der Warnsignale der Finanzmärkte auf ein Fallen der Währungskurse dieser Länder setzten und sie auf Termin verkauften.

    Fehlverhalten der internationalen Finanzmärkte

    Als weiterer Grund für die Überschuldung der Institute und somit der einzelnen Staaten wurde das niedrige Zinsniveau in Japan und die damit verbundenen Anreizstrukturen zur Kreditaufnahme im asiatischen Raum angeführt. Viele Investoren wollten in dem Zukunftsmarkt Südostasien dabei sein und finanzierten ihre Engagements mit geringen Eigenmitteln und billigen Yen-Krediten. Auch im Westen herrschte die Meinung, dass die Regierungen in Asien, sollte es zu Problemen kommen, über die Ressourcen verfügen würden, um eventuelle Solvenzprobleme abzufangen. Als die Gläubigerbanken aber nicht mehr „stillhielten“, als die asiatischen Währungen und Vermögenswerte zunehmend verfielen, sondern ihre Forderungen fällig stellten, kam es zu einem massiven Abzug von Kapital aus diesen Ländern. Der führte wiederum zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit dieser asiatischen Länder, was den weiteren Verkauf dort gehaltener Anlagen durch sicherheitsorientierte institutionelle Investoren zur Folge hatte. Zwangsläufig führten diese Verkäufe zu einem weiteren Verfall von Aktienmärkten und Währungen. Diese sich selbst verstärkende Kapitalflucht aus den Krisenländern war ein klassisches Koordinationsversagen. Für einen einzelnen Gläubiger war es rational, Forderungen möglichst schnell einzutreiben und so Verluste zu begrenzen. Weil aber alle gleichzeitig so handelten, standen sich die Gläubiger durch den rasant beschleunigten Werteverfall ihrer Anlagen schlechter."Mit Asienkrise wird die Finanz-, Währungs- und Wirtschaftskrise Ostasiens der Jahre 1997 und 1998 bezeichnet. Sie begann im März 1997 in Thailand und griff auf mehrere asiatische Staaten über, insbesondere auf viele der so genannten Tiger- und Pantherstaaten.

    Die am stärksten betroffenen Länder waren Indonesien, Südkorea und Thailand. Auch in Malaysia, den Philippinen und Singapur machte sich die Krise bemerkbar, während die Volksrepublik China und Taiwan größtenteils unberührt blieben. Die gleichzeitige Wirtschaftskrise in Japan hatte ihre eigenen Ursachen, wurde aber durch die Asienkrise noch verstärkt.

    Entstehung und Ursachen der Krise

    Für die Krise 1997/98 im asiatischen Raum wurden nachträglich von Experten mehrere Erklärungen gegeben. Wirtschaftspolitische Fehlentwicklungen wie maßlose Investitionen und Handelsbilanzdefizite sowie finanzpolitische Fehlentwicklungen wie exzessive Kreditaufnahme – auch in Fremdwährung – und institutionelle Defizite in den regionalen Finanzmärkten.[1][2][3][4] Während diese Erklärungsansätze eine selbstverschuldete Krise im Zusammenspiel mit einem Versagen der internationalen Finanzmärkte diagnostizieren, wurde von anderen Ökonomen der Internationale Währungsfonds ins Zentrum der Kritik gerückt.

    Kreditblase

    In Folge der Liberalisierung der Finanzsektoren asiatischer Staaten entstand in den neunziger Jahren ein Kreditboom in Asien. Das Wachstum des Kreditvolumens lag in dieser Zeit im Durchschnitt bei 8 bis 10 Prozent über den Wachstumsraten des BIP. Es entstanden nicht nur industrielle Überkapazitäten wie in Südkorea, sondern ein immer größerer Teil der Kredite wurde zum Kauf von Aktien und Immobilien eingesetzt. Die Folge war ein Anstieg der Aktienmärkte und ein starkes Ansteigen der Immobilienpreise um das bis zu Vierfache. Mit den steigenden Immobilien- und Aktienpreisen glaubten die asiatischen Banken gute Sicherheiten zu haben, was zu weiteren Kreditvergaben führte. Dieses Kapital floss wiederum in Aktien und Immobilien. Durch die daraus resultierenden Preissteigerungen entstand in einigen Bereichen eine spekulative Blase. Dieser „Teufelskreis“ aus Kreditvergabe und gestiegenem Wert der Sicherheiten hatte eine stark einseitige Ausrichtung der Kreditvergabe zur Folge. Ende 1997 lag der Anteil der durch Immobilien besicherten Kredite in Thailand, Indonesien und Malaysia zwischen 25 und 40 Prozent.[5] Dies machte die Banken gegenüber Preisrückgängen am Aktien- und Immobilienmarkt verwundbar.

    Fehlende Fremdwährungsabsicherung

    Abb.: Wechselkurse zur Deutschen Mark ausgewählter asiatischer Währungen in den Jahren 1995 bis 1999
    [Bildquelle: Stephkoch / Wikipedia. — GNU FDLicense]

    Weitere Probleme resultierten aus unterschiedlichen Laufzeiten und Währungen der aufgenommenen und vergebenen Kredite. Da die Banken von der günstigen Zinssituation auf den internationalen Finanzmärkten profitieren wollten, erfolgte die Verschuldung vielfach in US-Dollar oder Yen mit kurzen Laufzeiten. Die Kreditvergabe an inländische Kreditnehmer erfolgte meistens langfristig und in inländischer Währung. Kreditinstitute finanzierten langfristige Kredite mit Hilfe von kurzfristig aufgenommenem Geld. Aufgrund dieser Vorgehensweise kam es zu gravierenden Unterschieden bei Laufzeit und Währung zwischen den aufgenommenen und vergebenen Krediten.

    Zu diesem Zeitpunkt wurde ein schwerwiegender Fehler begangen, weil die Finanzinstitute auf die enge Koppelung der heimischen Währung an eine Ankerwährung, zumeist den US-Dollar, und deren Stabilität vertrauten. Sie sahen keine Notwendigkeit, die Verbindlichkeiten in Yen oder Dollar gegen Wechselkursänderungen abzusichern. Durch die staatlich abgesicherten Wechselkurse schien das Wechselkursrisiko für die Aufnahme ausländischer Gelder vernachlässigbar und Devisenkredite waren aufgrund geringer Risikoprämien vergleichsmäßig günstig[6]. Sie verzichteten zu Gunsten höherer Gewinne auf die in derartigen Situationen notwendige Risikoabsicherung über die Terminmärkte. Durch dieses Vorgehen profitierten sie von der Schwäche des US-Dollars gegenüber dem japanischen Yen zwischen 1985 und 1995. Bis 1995 war diese Strategie sehr erfolgreich. Die südostasiatischen Staaten waren konkurrenzfähig und konnten ein stark exportgetriebenes Wachstum verbuchen. Als der Dollar gegenüber dem Yen, den europäischen Währungen und dem chinesischen Renminbi an Wert gewann, stiegen plötzlich die lokalen Währungen in realer Rechnung, was zu einer ernsthaften Verschlechterung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit, verlangsamtem Export und somit zu einem gravierenden Leistungsbilanzdefizit führte.

    Auslandsschulden überschritten Währungsreserven

    Das Hauptproblem dieser Finanzpolitik waren die kurzfristigen in Fremdwährung laufenden Kredite der asiatischen Banken, denen nur ein verhältnismäßig geringer Währungsreservenbestand gegenüberstand.[7] Die Krisenländer waren bei Eintreten der Krise und Fälligkeit der zuvor aufgenommenen Kredite nicht in der Lage, diese kurzfristig mit ausländischen Devisen zurückzuzahlen. Offizielle Angaben über die Währungsreserven zeigten ein verfälschtes Bild der wahren Situation. Die Währungsreserven waren viel zu hoch bewertet, weil Transaktionen an den Terminmärkten nicht berücksichtigt worden waren. Eine Reihe von Zentralbanken (bspw. die thailändische Zentralbank) versuchte, bei Auftreten der Finanzkrise über Transaktionen an den Terminmärkten die Kurse ihrer Währungen zu stützen, um eine Währungskrise abzuwenden.

    Schwache regionale Finanzmarktstrukturen

    Zusätzlich zu den bereits skizzierten Missständen gab es in den meisten Ländern keine oder eine nur unzureichend funktionierende Aufsichtsbehörde. Zudem verzichteten die Banken auf eine gründliche Risikobeurteilung bei der Kreditvergabe, und die Bonitätsprüfung der Kreditnehmer wurde stark vernachlässigt. Die Folge dieser Kreditvergabepraktiken war, dass viele der Banken eine viel zu geringe Eigenkapitalquote aufwiesen. Das Management der Finanzinstitute vertraute darauf, dass die Regierung sie unterstützen würde, sollte es tatsächlich zu Schwierigkeiten kommen. Die Fehler sind jedoch nicht nur beim Management der asiatischen Banken zu suchen, sondern die Krise wurden besonders verstärkt oder erst herbeigeführt durch ausländische Spekulanten, die angesichts der Warnsignale der Finanzmärkte auf ein Fallen der Währungskurse dieser Länder setzten und sie auf Termin verkauften.

    Fehlverhalten der internationalen Finanzmärkte

    Als weiterer Grund für die Überschuldung der Institute und somit der einzelnen Staaten wurde das niedrige Zinsniveau in Japan und die damit verbundenen Anreizstrukturen zur Kreditaufnahme im asiatischen Raum angeführt. Viele Investoren wollten in dem Zukunftsmarkt Südostasien dabei sein und finanzierten ihre Engagements mit geringen Eigenmitteln und billigen Yen-Krediten. Auch im Westen herrschte die Meinung, dass die Regierungen in Asien, sollte es zu Problemen kommen, über die Ressourcen verfügen würden, um eventuelle Solvenzprobleme abzufangen. Als die Gläubigerbanken aber nicht mehr „stillhielten“, als die asiatischen Währungen und Vermögenswerte zunehmend verfielen, sondern ihre Forderungen fällig stellten, kam es zu einem massiven Abzug von Kapital aus diesen Ländern. Der führte wiederum zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit dieser asiatischen Länder, was den weiteren Verkauf dort gehaltener Anlagen durch sicherheitsorientierte institutionelle Investoren zur Folge hatte. Zwangsläufig führten diese Verkäufe zu einem weiteren Verfall von Aktienmärkten und Währungen. Diese sich selbst verstärkende Kapitalflucht aus den Krisenländern war ein klassisches Koordinationsversagen. Für einen einzelnen Gläubiger war es rational, Forderungen möglichst schnell einzutreiben und so Verluste zu begrenzen. Weil aber alle gleichzeitig so handelten, standen sich die Gläubiger durch den rasant beschleunigten Werteverfall ihrer Anlagen schlechter.

  3. ben sagt:

    …würde ich es natürlich sehr begrüssen wenn die BoT wie im von Warren Buffett und Konsorten verursachten Absturz der ASEAN Währungen 1997 ihre gesamten Devisenreserven zur Stützung des THB Kurses verdatteln würde..

    War zwar George Soros… aber macht nichts und das war ja eh nur eine Behauptung der Thais, weil sie meinten sie könnten gegen die ganze Welt ankommen..

    Muss wieder mal was schreiben, da wurde ja alles entfernt ausser STIN / RD / Siamfan…

    • Raoul Duarte sagt:

      ben:    War zwar George Soros… aber macht nichts

      Es heißt ja auch nicht “verdatteln”, denn das Verdaddeln (= Verspielen) hat doch nicht das Geringste mit der Frucht einer Wüstenpflanze zu tun.

      Übrigens wurde hier niemand – geschweige denn “alles” – entfernt.

      Die Ewiggestrigen, Tiefbraunen und selbsternannten “Experten” mit ihren kruden Obsessionen und fiesen Zwangvorstellungen zogen sich von alleine zurück, weil sie keine Kritik vertragen.

      Manche tauchen aber ab und an mit überaus merkwürdigen “Geschichten” aus längst vergangenen Zeiten aus der Versenkung auf und suhlen sich in ihrer Gossensprache, als wären sie gerade wieder unter irgendeinem Stein hervorgekrochen.

      Macht aber auch nichts. Wenn sie sich damit wohlfühlen …

  4. berndgrimm sagt:

    Central bank steps in to slow baht slide Normal practice to buffer with reserves

    The Bank of Thailand has moved to curb the baht's rapid retreat against the greenback as the local currency hit a nine-month low. The central bank has sporadically taken action against the currency's…
    The baht, which was the second-best performing currency in Asia last year, depreciated around 2% so far this year to 33.26 to the dollar, compared with an almost 7% decline in India's rupee, a 6.5% weakness…

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    Als jeman der sein Geld nicht hier a la Thai "verdient"

    sondern durch echte Arbeit verdientes und versteuertes Geld zu den THB Wucherkursen

    hierhin bringt würde ich es natürlich sehr begrüssen wenn die BoT wie im

    von Warren Buffett und Konsorten verursachten Absturz der ASEAN Währungen 1997

    ihre gesamten Devisenreserven zur Stützung des THB Kurses verdatteln würde.

    Damals war der THB Kurs zur DM von ca 17 auf fast 30 gefallen!

    Damals war Thailand echt preiswert und nicht nur billig wie es anschliessend wurde.

    Damals verloren wirklich hauptsächlich die reichen Thai.

    Weil die armen Thai sich weder Import Waren noch ein Auto leisten konnten.

    Soweit wird es heutzutage (leider) nicht kommen.

    Der THB ist nach wie vor viel zu stark (38/€) und wird es leider bleiben!

  5. berndgrimm sagt:

    Ich bitte doch dringend deutsch/luxemburgische Kleinrentner die hier am Rande

    der Gesellschaft dahinvegitieren nicht durch solche Falschmeldungen noch

    mehr zu verunsichern!

    Der THB ist leider aufgrund der noch nicht verschleuderten Währungsreserven

    bärenstark und daran wird sich leider auch so schnell nix ändern!

    Nur weil der Kurs kurzfristig seine Höchststände (unter 37/€) unterschreitet

    ist da garnix schwach.

    Es ist nach wie vor billiger für reiche Thai in der EU zu leben

    als es für arme Europäer ist, in Thailand zu leben.

    Jedenfalls mit einem gewissen Lebensstandard und nicht in der Pampa.

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