Jetset-Mönch zu 114 Jahren Haft verurteilt

Ein für seinen aufwendigen Lebensstil bekannter ehemaliger buddhistischer Mönch ist in Thailand zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden. Ein Gericht befand den 39-Jährigen am Donnerstag unter anderem der Geldwäsche und des Betrugs für schuldig. In Summe wurde er nach Angaben eines Gerichtsmitarbeiters zu 114 Jahren Haft verurteilt. STIN berichtete hier.

Absitzen wird er weit weniger. Die thailändische Rechtssprechung sieht Haftstrafen von maximal 20 Jahren vor. Sein – mittlerweile beschlagnahmtes – Millionenvermögen hatte sich der Mönch mit falschen Spendenaufrufen ergaunert.

[caption id="attachment_26890" align="alignnone" width="600"] Fugitive ex-monk Wirapol Sukphol is escorted by the Department of Special Investigation officials to the prosecutor’s office in Bangkok, Thailand, Thursday, July 20, 2017. Wirapol, wanted on charges including child molestation and fraud, is back in Thailand after being extradited from the United States, where he fled in 2013. (AP Photo/Sakchai Lalit)[/caption]

2013 hatte er sich unter anderem wegen Vorwürfen von Sex mit einer Minderjährigen in die USA abgesetzt, war aber 2017 wieder an sein Heimatland ausgeliefert worden. Vor seiner Flucht hatte ein Video in Thailand für Empörung gesorgt, das ihn mit teurer Sonnenbrille, Designertasche auf dem Weg zu einem Privatjet zeigte. (dpa)

 

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8 Kommentare zu Jetset-Mönch zu 114 Jahren Haft verurteilt

  1. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Das Foto von Reuters zeigt den Ex-Mönch nicht sehr glücklich.

    Er wird wissen, was ihm wegen der 14-jährigen noch blühen könnte. Ist wohl eher heftig …

  2. Siamfan sagt:

    Schon wieder ein Beleg,  Sammlungen nur unter staatlicher Hoheit durchführen zu lassen. 

    • STIN STIN sagt:

      Schon wieder ein Beleg, Sammlungen nur unter staatlicher Hoheit durchführen zu lassen.

      machen sie doch. Das weisst du auch nicht?

      Spenden an Tempel sind im Sangha-Rat geregelt. Dieser ist staatlich.
      Das ist halt wie bei den Beamten – viele Mönche scheren sich nicht um Regeln.

      • Siamfan sagt:

        Die Sammlungen vom Farang Auch?! 

        • STIN STIN sagt:

          Als Antwort auf STIN.
          Die Sammlungen vom Farang Auch?!

          ja, auch. Alle Spenden müssen genau aufgeschrieben werden, von wem und wofür dann auch Geld ausgegeben wird.
          Wie Accounting….

          • siamfan sagt:

            Und der Sammler darf seine "Un"Kosten einbehalten!?

          • STIN STIN sagt:

            Als Antwort auf STIN.
            Und der Sammler darf seine “Un”Kosten einbehalten!?

            ne, ist alles beschlagnahmt.

  3. Raoul Duarte sagt:

    Anhang

    Richtig. Im alten Thread (http://www.schoenes-thailand.at/Archive/17343#comment-79489) hatte ich geschrieben:

    die hier am häufigsten per Copy & Paste gebrauchten Versatzstücke:

    Man hat den Jet Set Mönch nur deshalb aus den USA zurückgeholt um ihn einer rechtsstaatlichen Justiz zu entziehen.

    Das war schon damals falsch – und es zeigt sich jetzt, daß die Justiz zwar recht langsam arbeitet; aber es geht langsam voran:

    ThaiVisa:    Der "Jet Set Mönch" Wirapol Sukphol aka Luang Puu Nen Kham wurde zu zunächst 114 Jahren Gefängnis verurteilt … Betrug, Geldwäsche und Computerverbrechen in 42 Fällen.

    Daß dies wahrscheinlich bedeutet, daß eine Gesamt-Höchst-Strafe von (zunächst) 20 Jahren gebildet werden könnte, mag manchen immer noch als "Grund" herhalten, das Justizsystem des Landes zu “schmähen" – aber es stehen ja noch weitere Anklagen aus.

    ThaiVisa:    Er wird dafür verantwortlich gemacht, mehr als 28 Millionen THB von mindestens 29 Menschen gestohlen zu haben.

    Das ergaunerte Geld soll an die jeweiligen “Opfer” zurückgegeben werden – man wird sehen.

    Und man wird sich mit Sicherheit auch noch um die sexuellen Eskapaden kümmern.

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