Nakhon Si Thammarat: Höhlenretter aus Chiang Rai mussten nun selbst gerettet werden

Ein ausländischer Taucher, der im vergangenen Monat zwölf Fußballer und ihren Trainer aus der überfluteten Tham Luang Höhle in Chiang Rai gerettet hatte, wurden jetzt selber in der südlichen Provinz Nakhon Si Thammarat zusammen mit seinem Freund gerettet, nachdem starke Flutwellen ihren Kleintransporter in einen Kanal gefegt hatte, berichtete Sanook.com.

Die zwei Höhlentaucher, der 50 Jahre alte Herr Klaus aus Dänemark, der zu den Höhlentauchern gehörte, die die gefangene Wild Boars ( Wildschweine ) Fußballmannschaft letzten Monat aus der überfluteten Tham Luang Höhle in Chiang Rai gerettet hatte, und der 35 Jahre alte Herr Kim aus Singapur, wurden von Einheimischen Dorfbewohnern auf dem Dach ihres untergetauchten Pickups in einem überfluteten Kanal gesichtet.

Der Pickup der beiden war auch noch ausgerechnet mit teuren Tauchausrüstungen vollgestopft, die auf der Ladefläche bereits unter Wasser standen. Die Dorfbewohner reagierten sofort und alarmierten eine lokale Rettungsstaffel. Schon kurze Zeit später waren die freiwilligen Helfer bereits vor Ort und konnten den Pickup allerdings nur noch mit zwei Booten erreichen.

Nachdem die freiwilligen Helfer bereits begonnen hatten, den Pickup in der starken Strömung vor dem abtreiben zu sichern, schlossen sich später auch noch Soldaten aus der benachbarten Provinz Krabi der Rettungsaktion an.

Die 2 Höhlentaucher sagten den Rettungskräften, dass sie in den Hong Höhlen im Bezirk Thung Yai getaucht waren und danach wieder zurück nach Phuket fahren wollten. Da sie die Strecke nicht kannten, benutzten sie für die Heimfahrt ihr Navigationssystem GPS ( Global Positioning System ).

Das GPS führte sie dabei zu einer Abkürzung über eine Dorfstraße und als sie am Sing Poon Kanal vorbeikamen, der die Grenze zwischen den Provinzen markiert, gerieten sie mit ihrem Pickup in das Hochwasser. Die beiden entschieden sich dann jedoch dafür, weiter durch das Hochwasser zu fahren. Allerdings stieg das Wasser immer weiter an und nach einer Weile gerieten sie mit ihrem Pickup in eine starke Strömung, die den schweren Pickup einfach von der Straße fegte und in einen Kanal beförderte.

Sie erklärten dabei noch weiter, dass sie Glück im Unglück hatten, da ihr Fahrzeug gegen eine große Palme neben dem Kanal gedrückt wurde und dort stecken blieb. Wenn die Palme nicht da gewesen wäre, wäre unser Pickup vermutlich ein Opfer des Kanals und weg geschwemmt worden.

Viele Dorfbewohner halfen zuerst dabei, die beiden Ausländer aus dem Kanal zu holen und in Sicherheit zu bringen. Anschließend gaben sie aber nicht auf sondern kümmerten sich auch noch um die teure Tauchausrüstung, die sie ebenfalls zum größten Teil wieder sicher an Land bringen konnten.

Nachdem weitere Retter und die Soldaten aus Krabi den Ort erreicht hatten, konnten sie schließlich auch gemeinsam das Fahrzeug aus dem Kanal ziehen.

Die gesamte Rettungsaktion dauerte über eine Stunde und die beiden ausländischen Taucher bedankten sich bei allen Beteiligten Helfern für ihre Freundlichkeit.

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Ein Kommentar zu Nakhon Si Thammarat: Höhlenretter aus Chiang Rai mussten nun selbst gerettet werden

  1. STIN STIN sagt:

    wie konnten die aber auch in so eine heftig überschwemmte Dorfstrasse reinfahren?
    GPS kann da bei Hochwasser nicht helfen – dafür ist es nicht entwickelt worden.
    Da müsste man dann GPS-Navigator mit Sobek kombinieren. Dann könnte ein Navigator vorausschauend
    den Autofahrer vor überfluteten Strassen warnen.

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