Bangkok: Politische Online-Kampagnen weiterhin verboten

Der stellvertretende Ministerpräsident Wissanu Krea-ngam hat am Donnerstag darauf bestanden, dass der Nationale Rat für Frieden und Ordnung ( NCPO ) das Online Verbot der Wahlkampagnen der Parteien in den sozialen Netzwerken aufrechterhalten muss, damit sich die Parteien nicht gegenseitig verklagen und unnötige Schlammschlachten verhindert werden.

Während eines Interviews beantwortete er gegenüber den Reportern die Frage, ob die Regierung darüber besorgt sei, dass eine wachsende Tendenz der politischen Parteien zu sehen ist, die verbale Angriffe gegeneinander führen.

“Einer der Hauptgründe, warum der Wahlkampf in den sozialen Medien noch immer verboten ist, ist der, dass je schneller die Wahl beginnt, desto schneller eskaliert auch die Zahl der Schlammschlacht Fälle in den sozialen Netzwerken”, sagte der stellvertretende Ministerpräsident Wissanu auf die Frage der Reporter.

Seit die Lockerung der politischen Restriktionen in der letzten Woche begann, haben mehrere große Parteien, einschließlich der Pheu Thai Partei und der Demokratischen Partei, ihre Frustration über das Verbot des Nationalen Rates für Frieden und Ordnung ( NCPO ) von Wahlkampagnen in sozialen Medien öffentlich bestätigt.

Auf die Frage nach wachsender Verwirrung unter den Parteien hinsichtlich des genauen Ausmaßes des Verbots von Kampagnen in den sozialen Netzwerken bestätigte Herr Wissanu, das Online Verbot des NCPO verbiete alle Wahlkampagnen in sozialen Medien.

Aber das Verbot wird nur während des 90-tägigen Wartens auf die letzten beiden Bio-Gesetze über die Wahl der Abgeordneten und des Senats aufrechterhalten, sagte Herr Wissanu weiter.

Es ist jedoch nicht richtig zu sagen, dass Wahlkampagnen nur dann verboten sind, wenn sie in den sozialen Medien durchgeführt werden. Er betonte dabei, dass die Kampagnen tatsächlich auf jeder Medienplattform ( also auch im TV, im Radio, auf den Straßen und in Zeitungen ) verboten sind.

Gleichzeitig warnte er aber auch bestimmte politische Parteien, sich wegen des Verbots des Wahlkampfverbots gegenseitig anzuklagen. Herr Wissanu zitierte dazu die jüngsten Aktivitäten der Pracha Phiwat-Gruppe, in der eine Fahrzeugprozession eingesetzt wurde, um für die Menschen in Phitsanulok zu einer Brainstorming Sitzung der Aktionskoalition für Thailand zu werben.

Fotos der Aktivität wurden in den sozialen Medien verbreitet und lösten eine breite Kritik darüber aus, ob der Schritt eine Form der Kampagne war, die verboten ist.

Herr Wissanu sagte, obwohl er nicht genau in der Lage sei zu interpretieren, ob eine solche Aktivität der Definition des Wahlkampfverbots entspreche, möchte er trotzdem davor warnen, dass diese Art von Unklarheiten nach Bekanntwerden der Wahlergebnisse auf die Gruppe zurückfallen können.

In den vergangenen Wahlen, so sagte er weiter, haben einige weitere Parteien die Warnung abgeschwächt oder ignoriert, und dabei das Wahlgesetz auf sehr ähnliche Weise verletzt. Allerdings sahen sie sich nach dem Gewinn des Rennens einer Disqualifikation gegenüber, nachdem eine Beschwerde gegen sie wegen angeblicher Verstöße gegen das Wahlgesetz eingereicht worden war.

“So wie sie es bereits wissen sollten, wird immer irgendjemand jeden ihrer Schritte im Auge behalten und dabei ständig versuchen, Beweise gegen sie zu sammeln, um ihnen ein mögliches Fehlverhalten nachzuweisen. Sie sollten dieses hohe Risiko also besser nicht eingehen“, betonte er weiter.

Diejenigen, die tatsächlich versuchen sollten, die Regierung mit Kritik zu diskreditieren, dass sie die Medien für die Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit benutzt, sollten ebenfalls wissen, dass die Regierung nur ihre Arbeit wie bisher gewohnt weiter macht.

Diese Art von Bemerkungen gegen die Rolle der Regierung kommt normalerweise immer nur dann, wenn eine Wahl näher rückt. Also lassen Sie die Kritiker ruhig weitermachen, deswegen wird sich die Arbeit der Regierung nicht ändern, fügte er weiter hinzu.

In der Zwischenzeit sagte Varawut Silpa-archa, ein Kernmitglied der Charthaipattana Partei, dass die Partei bei den kommenden Wahlen etwa 30 Parlamentssitze gewinnen werde. Er sagte weiter, die Partei werde dabei ihren Führer als Kandidat nominieren und ins Rennen schicken, um als Premierminister nominiert zu werden.

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Ein Kommentar zu Bangkok: Politische Online-Kampagnen weiterhin verboten

  1. berndgrimm sagt:

    Ich kann wohl mit Fug und Recht sagen dass die freie Meinungsäusserung

    in Thailand in den letzten 32 Jahren noch nie so eingeschränkt war

    wie unter dieser Militärdiktatur.

    Ein Thai Mörder oder Vergewaltiger oder Räuber oder Dieb oder Betrüger

    wird derzeit weniger verfolgt als ein Thai Kritiker dieser Mlitärdiktatur!

    Man muss nur die richtigen Prioritäten setzen!

    aus khaosod:

     

    Opinion: Named and Shamed, Thailand Locked in Deep Denial

    By

    Pravit Rojanaphruk, Senior Staff Writer

    September 22

    untaland earned another ignoble distinction last week when the United Nations named Thailand among 38 “shameful” nations that carry out reprisals or intimidate human rights defenders.

    The government’s flat denial was not only unconvincing but came just before it banned a panel discussing justice for the Rohingya and just after it forced a television channel to punish its staff for displeasing the regime.

    The listing came in an annual report released Sept. 13 by UN Secretary General Antonio Guterres. It included allegations of ill treatment, surveillance, criminalization and public campaigns targeting victims and human rights defenders.

    The regime’s denial was met with disbelief and an insistence by a noted human rights activist that the current situation has hit a decade low.

    “Human Rights Watch has been working in Thailand for a decade but it has been threatened most severely during the era of NCPO dictatorship,” wrote Sunai Phasuk, senior researcher for Thailand at Human Rights Watch on Facebook, Sept. 16, making a reference to the junta, formally known as the National Council for Peace and Order.

    Over the years since the coup, Sunai, himself a human rights defender, has been lamenting to this writer that the military regime keeps a close eye on him, asking him what he is up to every now and then.

    Thailand joins China, Russia, Japan, Rwanda, Saudi Arabia, South Sudan and in Southeast Asian, Myanmar and the Philippines in being named and shamed.

    The UN report stated that there exists a “disturbing trend in the use of national security arguments and counter-terrorism strategies by states as justification for blocking access by communities and civil society organizations to the United Nations.”

    In Bangkok, national security has been cited to infringe on free expression repeatedly. Three days before the report was published, police showed up at the Foreign Correspondents’ Club of Thailand to demand it cancel a panel on what to do with the Burmese Generals who orchestrated the alleged genocide of the Rohingya. The words national security was conveniently cited to prevent people from publicly discuss a critical issue relating to neighboring Myanmar.

    The club later put out a statement:

    “In a letter ordering the FCCT to cancel the event, the Thai police stated that the discussion might be used by ‘third parties’ to cause unrest and endanger national security. There are no grounds whatever for such suspicions,” it read. “The club has regularly held orderly and informative panel discussions on current affairs over 62 years, and these have never led to any unrest or subversion.”

    The statement said it was the sixth program they’ve been forced to cancel since the 2014 coup, adding that what happened “caused unnecessary further harm to the country’s already dented reputation for media freedom – Thailand was once one of the freest countries in Southeast Asia with a vibrant press.”

    This is just the tip of the iceberg. Top universities such as Chulalongkorn and Thammasat have also been under similar surveillance and pressure. Some of their panels have been canceled over the past four years since under pressure from the regime. You have to imagine how many other universities may simply dare not host controversial discussions of critical issues relating Thailand or its troubled neighbors in order to be spared possible friction with the junta. This is how a self-censorship culture blossoms.

    Back at the FCCT, the cancellations of the panel affected not just foreign and Thai journalists who wish to report about the issue but also FCCT members and the general public who planned to attend the event.

    Barely a week had passed since the UN published its list of shame when Voice TV announced the suspension of two leading political news hosts and commentators. Virote Ali and Sirote Klampaiboon were removed for a month from a morning news program in order to appease the state TV regulator, the National Broadcasting and Telecommunication Commission, which acts as a censorship proxy by couching its actions as “regulation.”

    It accused them of violating anti-bias regulations, the station said.

    Biased or not, the media should have the right to choose whether they want to be partial or impartial. The irony is that while critical media such as Voice TV are punished, the pro-junta media never get accused of bias despite their incessant praise for the regime. Apparently, the only bad bias is being critical of the junta.

    The list goes on.

    Just last night “national security” was the absurd pretext to shut down a concert at a private venue because the punk musicians were likely to say things that weren’t nice about the junta and its leaders.

    Apparently, the junta’s security has become national security.

     

    Ich habe früher schon geschrieben dass jede Diktatur und jeder Diktator

    an Verfolgungswahn leidet.

    Und je erfolgloser sie sind umso stärker ist der Verfolgungswahn.

    Und die Thainess welche sich selbst immer nur als Opfer und

    nur die Anderen (meist Ausländer) als Täter sehen lässt

    trägt natürlich zum Verfolgungswahn bei.

    Dass Thailand bei gewissen negativen Errungenschaften

    (Verkehrstote,Menschenrechte,Umweltzerstörung,Meinungsfreihet etc)

    durchaus zu den Schurkenstaaten gehört wird hier zwar immer bestritten

    aber davon wird es nicht unrichtig.

    Und ein Lernprozess zur Besserung wird auch mit Gewalt verhindert.

    Das walte Prayuth!

     

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