Der Fall des Central World

Prachatai – ……Der Strafgerichtshof hat den 25 März als Termin fuur ein Urteil im Falle der Brandstiftung der Central World Mall, während der politischen Unruhen am 19. Mai 2010, angesetzt. Zwei Jugendliche wurden bereits Ende des letzten Jahres durch das Jugend- und Familiengericht freigesprochen. Die übrigen Angeklagten in diesem Fall sind Saichon Phaebua, 30 und Phinit Channarong, 28.

Phinit wurde von der Polizei am Nachmittag des 19. Mai 2010 zusammen mit vielen anderen Rothemden im Einkaufszentrum festgenommen. Er und sechs andere, darunter zwei Frauen, wurden des Raubs, dem Einsatz von Waffen gegen die Behörden und des verstosses gegen den Ausnahmezustand angeklagt. Im Dezember 2011 wurden sie zu 6 Monaten Gefängnis wegen Verstoßes gegen die Notverordnung verurteilt, wurden aber in den anderen Anklagepunkten freigesprochen, außer einem Mann, der des Raubes für schuldig befunden wurde und drei weitere Jahre Gefängnis erhielt.

Saichon wurde am 7. Juni 2010 am Sanam Luang von etwa 10 Polizisten verhaftet. Er sagte vor Gericht aus, dass er von der Polizei während und nach der Festnahme körperlich misshandelt wurde und gezwungen wurde zu gestehen.

Beide, Phinit und Saichon sind seit ihrer Verhaftung ohne Kaution in Haft.

Während der Verhandlung bestand Saichon darauf, dass er nicht die gleiche Person sei wie auf einem der Beweisfotos, die dem Gericht von der Anklage vorgelegt wurden. Man beachte seine Tätowierung auf dem rechten Arm, welches auf einem Foto zu sehen ist.

In seiner Aussage als Zeuge der Verteidigung, sagte Polizei Major Sa-Ngiam Samranrat, 61, ein lokaler Rothemdenführer aus der Chumphon Provinz und derzeit politischer Mitarbeiter im Sekretariat der Ministerpräsidentin, dass er ein Geschäft mit Lebensmitteln und Red-Shirt Artikeln im Imperial World Einkaufszentrum eröffnete und Saichon als Verkäufer angestellt hatte.

Er bestand darauf, dass der Beklagte während der Tage vom 12. bis 19. Mai 2010 im Laden war.

Er vermutete, dass Saichon wegen seiner Verbindung zu ihm verhaftet wurde. Er selbst wurde vom Department of Special Investigation ( DSI ) nach den Unruhen im Jahr 2010 unter dem Vorwurf des Terrorismus gesucht und musste Thailand verlassen. Das Gericht habe jedoch noch nie einen Haftbefehl gegen ihn ausgestellt, sagte er.

Ein weiterer Zeuge der Verteidigung war Polizei Oberstleutnant Chumphon Bunprayun, Generalsekretär der “Public Disaster Relief Volunteer Association of Thailand” und Berater zur Verhütung von Bränden bei der Central Pattana Plc, der das Central World gehört.

Er sagte, dass während der Zeit der Kundgebung der Rothemden auf der Ratchaprasong Kreuzung, ein Sicherheits-und Brandschutz Plan für das Central World erstellt wurde. Dem Sicherheeitspersonal des Kaufhauses schloss sich ein Team von 25 Feuerwehrleuten an. Sie hatten alle technischen Möglichkeiten, um ewaige Brände kontrollieren zu können, in Übereinstimmung mit den internationalen Standards, sagte er.

Er sagte, dass gegen etwa 14 Uhr eine Gruppe von etwa 14 Personen, durch das einschlagen der Glasfenster in das Einkaufszentrum eingedrungen war und von den 180 Mann der Kaufhaus-Sicherheitskräfte verfolgt wurden. Etwa eine Stunde später betrat eine weitere Gruppe von etwa 7-8 Personen in Militärkleidung und bewaffnet das Gebäude. Das Sicherheitspersonal wurde durch den Einsatz von Waffen daran gehindert die Personen festzusetzen. Die 25 Polizisten, die die Personen festnehmen wollten, zogen sich zurück.

Ein Strafverteidiger zeigte dem Zeugen Fotos von Menschen, die von der Polizei im Kaufhaus verhaftet wurde. Auf einem Fotos soll Phinit zu sehen sein. Der Zeuge bestätigte dem Gericht, dass es sich um die Personen handelte, die sich im Kaufhaus versteckt hatten, sie waren aber unbewaffnet und nicht Teil der bewaffneten Gruppe.

 

Phinit Channarong, der 2. Beklagte.

Das Sicherheitspersonal und die Feuerwehrleute fühlten sich entmutigt, nachdem sich die Polizisten zurückgezogen hatten. Sie versammelten sich auf einem Parkplatz in der Nähe des Centara Grand Hotels um ihre Führungskräfte auf die mangelde Sicherheit bei ihrer Arbei aufmerksam zu machen. Diese beschlossen schließlich gegen etwa 16.40 Uhr, dass die Räumlichkeiten verlassen werden, sagte der Zeuge.

Er sagte, dass um etwa19 Uhr seine Organisation durch das Central World aufgefordert wurde dort hinzugehen um das Feuer zu löschen, aber der Platz war unzugänglich, da es keine Garantie für ihre Sicherheit von Seiten des Militärs gab. Bis 22 Uhr war es der Feuerwehr nicht möglich den Ort zu erreichen.

Er sagte, dass alle Bereiche rund um das Kaufhaus bereits unter militärischer Kontrolle waren, als das Sicherheitspersonal am späten Nachmittag die Mall verliess.

“Wenn unser Team nicht gezwungen worden wäre zu gehen, wäre ein Feuer in einem solchen Umfang wohl kaum wahrscheinlich gewesen. Die Gebäude waren komplett ausgestattet. Die Wasserversorgung war reichlich. Alle drei Gebäude waren miteinander verbunden. Das interne Wasserleitings-Druck-System war funktionstüchtig. Wären wir nicht gezwungen gewesen, zu gehen, wäre die Mall nicht völlig abgebrannt. Diejenigen, die uns zum verlassen gezwungen hatten, waren diese bewaffneten Leute . Sogar die Polizei musste fliehen”, sagte er.

“Nirgendwo in der Welt würden Behörden den Weg für die Feuerwehr versperren. Auch am späten Nachmittag, machte niemand den Weg frei, es musste verlassen werden, damit es niederbrennen konnte “, sagte er.

Als ein Verteidiger ihm Fotos von einem Mann mit einem grünen Behälter zeigte, welche von der Staatsanwaltschaft als Beweis gegen Saichon vorgelegt wurden, sagte er, dass dieser grüne Behälter ein Feuerlöscher war, kein Gasbehälter.

Seiner Meinung nach waren die in der Mall festgenommenen nicht dazu in der Lage, dieses Feuer zu legen.

http://www.prachatai.com/english/node/3520

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2 Responses to Der Fall des Central World

  1. berndgrimm says:

    Ich habe mir gestern gerade noch mal den ganzen Salm dazu durchgelesen
    der unmittelbar nach dem Brand in ST.de veröffentlicht wurde.
    Es war von Anfang an eine Propaganda der Thaksin Leute.
    Die haben in ST.de schon über angebliche Fakten geschrieben
    die nie in irgendeiner Weise belegt wurden.
    Ausserdem ist es mir komplett unverständlich dass eine Polizei
    die 13 Wochen ausschliesslich auf Seiten Thaksins und seiner
    Roten Volksverarscher stand plötzlich für die Abhisit Regierung
    gearbeitet haben soll.
    Bernd Mechsner hat übrigens in seinen Posts in ST.de seiner
    eigenen Aussage im DRS am Tage nach dem Brand
    komplett widersprochen und nur Propaganda für diesen
    kleinen dicken Roten der plötzlich sein Freund war gemacht.
    Der Name fällt mir grad nicht ein.
    Es ist derselbe der das Video zu BMs 50.Geburtstag gemacht hat.

      (Zitat)  (Antwort)

  2. bukeo says:

    Tja, der Artikel ist wirklich eine Fundgrube…….
    geschrieben von Walter Roth , Februar 19, 2013

    Und die sollen es nicht geschafft haben ein paar Brandstifter in Schach zu halten….????

    das waren keine normalen Brandstifter, das waren von Seh Daeng ausgebildete
    Profis, Ex-Rangers usw.
    Wenn man mal die 8 Panzerfahrzeuge betrachtet, die in kürzester Zeit abgefackelt werden konnten, so hat Seh Daeng seine Leute schon recht gut auf Brandstiftung, Brandsätze usw. trainiert. Hat er ja auch in einem Interview mal erklärt – es oll ruhig einen Putsch geben, seine Leute könnten die Panzer in kürzester Zeit aus Gefecht setzen, was sie dann auch taten.
    Solche Brandleger-Spezialisten konnten natürlich das CW recht leicht abfackeln, nachdem Nattawut ja gossspurig seinen Leuten befohlen hat – alles abzufackeln.
    Warum sollte die reguläre Armee dieser Aufforderung nachkommen.

    Also nochmals – es können durchaus militante Ronin Warriors Seh Dengs in Armeeuniformen gewesen sein. Einen Befehl von der CRES, das CW abzufackeln, schliess ich komplett aus – wer soll das den angeordnet haben?

    Nun ja, schon damals sagten Brandexperten aus, das so ein Gebäude nur mit sehr fundierten Kenntnissen überhaupt derart in Brand gesteckt werden kann. Das heisst, es braucht Brandbeschleuniger mit Sprengsätzen kombiniert an ganz bestimmten neuralgischen Punkten damit der Brand überhaupt auf so weite Teile des Gebäudes übergreift.

    richtig, Seh Dengs Männer waren darin ausgebildet.

    Ich denke, mit 180 Mann konnte man ein Interventionsteam zusammenstellen welches an laufend neu erkennbaren Stellen die Eindringlinge abfangen konnte.

    nicht, schwer bewaffnete, militante Rothemden. Was die können, hat man ja bei
    der Ermorderung von Oberst Romklao durch die Ronin Warriors von Seh Deng gesehen.

    Also das ganze ist und bleibt was wir schon lange wissen, eine Brandstiftung durch politisch motivierte Kreise aus der Ecke der Royalisten und Democ-Ratten mit Hilfe der Armee.

    andersum. Rothemden-Führer haben zum Abfackeln aufgerufen. Dabei haben sie sich dann auch noch vertan und den CH3 angezündet, dessen Owner ein guter Freund Thaksin ist.

    Eine Propagandaaktion gegen die Demokratiebewegung.

    es gibt keine Demokratiebewegung in Thailand, nicht in gelb und nicht in rot.

      (Zitat)  (Antwort)

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