Thailand hat einen Plan entworfen

Asiasentinel, 20. Februar 2013  – von John Berthelsen. ……Thaksins Masterplan zur Infrastruktur Regelung ist zurück – und er könnte das Land zum Hub von Südostasien machen. Seit der Nachricht, dass Thailand im vierten Quartal 2012 das schnellste Wachstum  seit 1993 erfuhr, als das Land erstmalig anfing wirtschaftliche Daten zu erheben, konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf dieses Land das plötzlich nach mehr als einem halben Jahrzehnt der politischen und wirtschaftlichen Krise wieder im Aufbruch ist.
Der Rekord von 18,9 Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im vierten Quartal des Jahres 2012, stammt zwar aus einer niedrigen Ausgangsbasis der von katastrophalen Überschwemmungen gezeichneten Mitte des Jahres 2011,  die die umfangreiche ausländische Montage Industrie nördlich von Bangkok überschwemmte und weitgehend lähmte. Dennoch gibt es ein wachsendes Gefühl, dass zumindest im Augenblick Thailand den mörderischen Nahkampf hinter sich gebracht hat, der das Land seit mehr als sechs Jahren gelähmt hat.
Es scheint auch, das die umfangreichen Entwicklungspläne des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra, die er vor seinem Sturz 2006 durch einen royalistischen Putsch,  geplant hatte, in den Händen des Premierministers Yingluck Shinawatra, seiner Schwester, die das Land als seine Stellvertreterin führt, wieder aufgenommen wurden., und das während er aufgrund von Korruptionsvorwürfen weiterhin ein internationaler Flüchtling bleibt.

Unter Thaksin beispielsweise, verhandelte die thailändische Regierung mit Laos und China über Bahnverbindungen die den Containerhafen Laem Chabang bei Bangkok mit der südlichen Provinz Yunnan verbinden sollten. Der Putsch führte zu einer langen Reihe von Interims-Regierungen, die diese Pläne weitgehend zu gunsten letztlich sinnloser politischer Kämpfe zurückstellten, und die alleine dazu konzipiert waren, dass sie Thaksin in Schach halten sollten.

Aber mit Yingluck konnte die Pheu-Thai Party einen genügend bedeutenden Sieg in den nationalen Wahlen von 2011 erringen, um eine Regierung zu bilden die Thaksins Masterplan wieder aufnnehmen konnte. Dann kamen die Überschwemmungen. Es ist Vernünftig, das die ersten grossen öffentlichen Arbeiten zu Beginn dieses Jahres, sich auf ein ein 350 Milliarden Baht  Projekt ( US$ 11,7 Milliarden )  für ein Wasser Ressourcen Management System konzentrieren, um die massiven Überschwemmungen zu mildern.

Davon sollen 99 Mrd. Baht in diesem Jahr ausgegeben werden.
Darüber hinaus legt die Asian Development Bank jedoch ihre Unterstützung auf eine Reihe von Projekten, die entworfen wurden um Thailand zu einem Hub der südostasiatischen Region zu machen, und die Industrie-Komplexe Myanmars, nun da das Land aus der wirtschaftlichen Isolierung findet,  mit denen von Laos, Kambodscha, Vietnam und anderen Ländern in der Region zu verbinden.
Es ist alles Teil des Laufwerks für eine Aseatische   “Konnektivität”   der Region zu einer Wirtschaftsgemeinschaft nach 2015.
Mit Hilfe der ADB wird ein Grosses    “Mekong Subregion Highway Expansion Projekt”,    Hunderte von Kilometern an zweispurigen Nationalstrassen auf vierspurige geteilte Strassen ausbauen. Das Projekt unterstützt auch Thailands Highway-Department bei der Umsetzung eines strategischen Intercity Autobahnnetzes entlang der drei Achsen, die von Bangkok strahlenförmig ausgehen bis in eine Entfernung von 200-250 km.
Diese Interkonnektivität, der Schienen und Straßen-Linien in der Subregion würde Thailand zur Drehscheibe für die Lieferung von Obst, Gemüse und einer Vielzahl anderer natürlicher Ressourcen aus Südostasien machen, Bangkoks Bedeutung als regionale Drehscheibe erheblich steigern und seine Rolle als Zentrum der Auto und Elektronik-Fertigung  ergänzen.

Die Spurweite wird voraussichtlich mit Chinas Hochgeschwindigkeitsbahnsystem kompatibel sein, es werden aber nur schnellere Züge werden, keine High-Speed Strecken.
Wie es jetzt aussieht, gemäss einer Untersuchung durch die Firma Asianomics Finanzanalysen mit Sitz in Hongkong, steht die Regierung kurz davor, 55 Projekte mit Kosten von 2,27 Milliarden Baht  ( rund 20 Prozent des BIP 2012 )  freizugeben, die aber für die Fertigstellung bis 2020  zu rund 70 Prozent über Schulden finanziert werden sollen.
Dass, so wird geschätzt, dürfte die Staatsschulden im Verhältniss zum BIP bis 2020 auf rund 60 Prozent erhöhen.
Die gegenwärtige Regierung drängt im Parlament auf ein Gesetz, das künftige Regierungen verpflichten würde, diese Pläne weiterzuführen.
Das versucht sie, um etwaige Blockaden zu verhindern, die Thaksins Plan nach einem Regierungswechsel ins Stocken geraten lassen könnten.
Die Pheu-Thai mit ihren 265 Sitzen genießt eine Mehrheit im 500-Mitglieder zählenden Repräsentantenhaus, vor den oppositionellen Demokraten mit 159 Sitzen und den anderen nachfolgenden Parteien.
Entscheidend ist, ob die Pheu-Thai genug Kraft hat die Pläne durchzusetzen.  Angesichts der aktuellen parlamentarischen Mehrheit, sollte sie es tun können.
Aber es gibt unberechenbare Spieler dabei,  vor allem Thaksins Plan zur Rückkehr ins Land das darob wie erstarrt zu sein scheint, weil es wahrscheinlich die virulenten Proteste der Opposition zurück auf die Straße bringen würde.
Er  “berät”  Yingluck über sein  iPhone  ( sie hat einen eigenen Klingelton auf dem Handy )  und ist aus seinem Schlupfloch in Dubai in ständigem Kontakt zu politischen Persönlichkeiten Thailands.  Er hat gesagt, er versteht das er möglicherweise nicht so bald zurückkehren kann ( es sei denn, er wäre bereit ist, ins Gefängnis zu gehen )  und das er bereit ist für das wohl des Landes im Ausland zu bleiben.

Bisher hat Yingluck ohne ernsthafte Schwierigkeiten gearbeitet. Die meisten politischen Beobachter geben ihr Kredit für ihren scharfsinnigen Umgang mit den Belastungen des Regierens. Auf den Straßen haben die royalistischen Gelb-Hemden der Volksallianz für Demokratie und andere Gruppen gelegentlich Demonstrationen gestartet, aber sie stellen keine große Bedrohung mehr dar.

“Unter den politischen, wirtschaftlichen und medialen Klassen, ist das Bewusstsein für den kommenden Asean Binnenmarkt stark”,  …..nach dem Asianomics Bericht.

“Viele von ihnen betrachten die Angelegenheit selbst aber als überbewertet; …. Preise wurden bereits über eine breite Palette von Produkten gesenkt und der freie Handel zwischen den Nationen ist eher die Regel als die Ausnahme. Jedoch ist die Parole der AEC  [ Asean Economic Community ] … in Thailand jedenfalls –  um nicht nur die Öffnung von Myanmar zu nennen – eine Möglichkeit die Aufmerksamkeit darauf zu fokussieren und Ansporn für die staatlichen Planer um für eine verbesserte Infrastruktur zu sorgen. “

Offensichtliche  Entwicklungen dieser Größenordnung werfen in Thailand aber auch Fragen auf wie es anderswo in Südostasien ablaufen würde. Nicht umsonst beschrieben frühere Regierungen des Landes das System als  “Selbsbedienungs oder ….Buffet-Demokratie” , in dem Generationen von Politikern jede Entwicklung als Chance betrachteten, Gelder aus den Budgets abzuzweigen. Mit den Ausgaben in Höhe von  2,3 Billionen  Baht für diese Projekte, sind die Verlockungen sich zu  Bereichern für die  Verantwortlichen  enorm.

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2 Kommentare zu Thailand hat einen Plan entworfen

  1. emi_rambus sagt:

    Die gegenwärtige Regierung drängt im Parlament auf ein Gesetz, das künftige Regierungen verpflichten würde, diese Pläne weiterzuführen.
    Das versucht sie, um etwaige Blockaden zu verhindern, die Thaksins Plan nach einem Regierungswechsel ins Stocken geraten lassen könnten.

    Wenn alles im Sinne des Landes ist, wieso dann solche Vorkehrungen?

      (Zitat)  (Antwort)

  2. berndgrimm sagt:

    Nicht umsonst beschrieben frühere Regierungen des Landes das System als ”Selbsbedienungs oder ….Buffet-Demokratie” , in dem Generationen von Politikern jede Entwicklung als Chance betrachteten, Gelder aus den Budgets abzuzweigen.

    Genauso ist es.
    Thaksins Marionetten und Mitkassierer regieren jetzt 18 Monate.
    Herausgekommen für Land und Leute ist garnix, aber die eigenen
    Taschen sind gefüllt.
    Das ist Thaksins Masterplan und deshalb laufen ihm hier so viele
    nach, weil sie hoffen auch etwas abzubekommen.

      (Zitat)  (Antwort)

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