Plandetails zu Infrastrukturprojekten enthüllt

Thailand: Plandetails zu den massiven Verkehrs Ausgaben enthüllt

Es war einer jener Momente auf die Investoren und Analysten in Thailand gewartet haben :
Ein Einblick in die Ausgaben welche die Regierung für die Infrastruktur plant, über gewaltige 2 Billionen Baht ( 68 Mrd. Dollar ).

Aber anstatt einer großen Pressekonferenz, kam es in einem wenig beachteten Mittagessen am vergangenen Freitag, zu einem Vortrag von Chadchart Sittipunt, Thailands Verkehrsminister, an die Mitglieder des Verbandes Japan-Thailand.

In einer detaillierten Auflistung gab Chadchart eine aufwendige Präsentation über den Sieben-Jahres-Plan zum bau der Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnen und Autobahnen, über einen Ausbau bestehender Bahnstrecken und Autobahnen des Bangkok Mass Transit Systems und zur Verbesserung der Häfen und Flughäfen.
Nahezu das gesamte Budget ist für den Transport oder für die mit dem Transport zusammenhängenden Einrichtungen, wie LKW-Terminals, vorgesehen, etwa eine Prozent davon für mit dem Zoll und Handel im Zusammenhang stehende Einrichtungen.

Der Löwenanteil, oder etwa 64 Prozent des gesamten Budgets sind für Bahnprojekte eingeplant die Thailand mit den Nachbarländern verbinden werden, darunter vier High-Speed-Bahn-Linien.

Der Verkehrsminister gab auch einen ersten klaren Hinweis auf die Prioritäten der Regierung was diese Ausgaben in die Infrastruktur betrifft. Er sagte, der Fokus der Regierung liege im ersten und zweiten Jahr auf dem Ausbau der Autobahnen und Strassen, dann der Verlängerung des Bangkok Mass Transit Systems und der weitreichenden Pläne zum zweigleisigen Ausbau des bestehenden Provinz Schienennetzes und der neuen Doppel-Spur-Bahn-Linien.

Die vier High-Speed-Bahn-Projekte – die fast 40 Prozent des gesamten Infrastruktur Budgets ausmachen – und der Ausbau der Wasser-Transport und Flughafeneinrichtungen, würde erst später im Sieben-Jahres-Plan kommen, obwohl die Unternehmen eingeladen werden, bersits ab dem nächsten Jahr an den Ausschreibungen für diese Projekte teilzunehmen, fügte er hinzu.

Zunächst aber kommt, was ein Analyst als den “wirklich schwierigen Teil“ beschrieben hat, nämlich die “Finanzierung”. Chadchart geklärte, das die Regierung plant, die 2 Billionen Baht durch eine Kreditaufnahme im Inland zu finanzieren, vor allem durch Anleiheemissionen. Ein Gesetzentwurf, um die Kreditaufnahme zu genehmigen wird seinen Weg durch das Parlament nehmen, wird aber diese Jahr die wahrscheinlich intensivste Debatte in der Regierung über die Staatsschulden auslösen – die im Jahre 2012 gerade 44 % des BIP erreichten.

Doch eine kleine Zahl vorrangiger Projekte könnte möglicherweise bereits in diesem Jahr vorankommen, mit Projekt-Darlehen, die, wenn die Gesamtfinanzierung einmal genehmigt wurde, zurückgezahlt werden könnten, sagte Chadchart.

Ökonomen haben darauf hingewiesen, dass sich Thailand in einer starken Position befindet, mit überschaubarer Verschuldung, einer Volkswirtschaft die sich wieder von den verheerenden Überschwemmungen Jahre 2011 erholt hat, die im vergangenen Jahr ein jährliches Wachstum von 6,4 Prozent erzielte, und für die für 2013 ein Wachstum von 5,3 % prognostiziert wurde. Der Baht hat in diesem Jahr um etwa geschätzte 6 Prozent auf 28.90 Baht zum Dollar zugelegt.

Die Finanzierung wird jedoch fast vollständig im Inland erfolgen um die Risiken gegenüber externen Währungsschwankungen zu minimieren, und wird in Phasen, möglicherweise Projekt um Projekt vorgehen, so der Verkehrsminister.
“Wir sprechen hier nicht von einem Pauschalbetrag”, Chadchart sagte, “Die Leute sagen, …..oh, wenn die Weltwirtschaft stagniert, werden Sie grosse Probleme haben …” – auch in diesem Fall kann Regierung den Zeitrahmen verschieben oder auch einige Projekte sistieren.
“Wir brauchen nicht alles sofort zu tun. Der Gesetzentwurf gibt nur die Autorität zum aufnehmen der Kredite”, sagte er der FT. “Hoffentlich wird es bis zum Ende des Jahres abgesegnet sein”.

 

Eine zentrale Frage ist jedoch nach Ansicht der Kritiker …die der Erschwinglichkeit. “Wir diskutieren nicht über die Notwendigkeit der Gebäude-Infrastruktur, wir debattieren über die Höhe und Methode der Kreditaufnahme ….. dieses Gesetz soll kein Blankoscheck sein”, sagte Korn Chatikavanij, stellvertretender Vorsitzender der Oppositionellen Demokraten und ehemaliger Finanzminister der letzten Regierung.

Die Regierung “hat keine Pläne, die Einnahmen zu erhöhen, nur um Einnahmen zum Beispiel bei den Unternehmen zu verringern, wie die Körperschaftsteuer von 30 Prozent auf 20 Prozent, warnte er”. Jetzt will die Regierung für 2 Billionen Baht an Krediten aufnehmen, aber sie hat keine Pläne wie sie die Mittel in den nächsten 10 Jahren auszahlen will, und wälzt lediglich die Verantwortung dafür auf künftige Regierungen ab.”
Chadchart hat argumentiert, dass die stufenweise Kreditaufnahme es der Regierung ermöglichen wird, die Rückzahlung der Mittel effektiv zu verwalten.
Analysten, darunter diejenigen, die über die zukünftige Schuldenlast Thailands einige Vorbehalte zum Ausdruck bringen, sind sich einig, dass die positiven Aspekte des Programms die Negativen überwiegen werden.
Bereits schrieb Ian Gisbourne, ein Stratege beim Thailändischen Broker Phatra Securities, „der Infrastruktur-Plan ist zu einem wichtigen Teil des Investment Paketes für Thailand geworden”. Er wird auch dazu beitragen, das Ziel, die Region mit den Nachbarländern zu Verbinden, zu fördern, fügte er hinzu und bemerkte, dass die Schätzungen des Finanzministeriums prognostizieren, dass es das BIP in den nächsten 7 Jahren um durchschnittlich 1 Prozentpunkt pro Jahr steigern könnte.

In der Tat, sagte Santitarn Sathirathai, ein Analyst bei der Credit Suisse : “Das Infrastruktur-Programm der Regierung wird wahrscheinlich zu einer höheren Investitions-Quote im Verhältnis zum BIP und einer vermehrten Urbanisierung führen, die wiederum wahrscheinlich zum Trend beiträgt während des Zeitraumes von 2014-18 das reale BIP-Wachstum unserer bisherigen Schätzung von 4,2 Prozent, auf 4,5-5 Prozent zu erhöhen.”

Allerdings, fügte er in einer Note hinzu :

Mittelfristig sind wir mehr besorgt über die negativen Auswirkungen auf die Leistungsbilanz als die wahrscheinliche Verschlechterung der Haushaltslage. Erstere ist bereits auf einem Abwärtstrend aufgrund der starken Binnennachfrage und dank accomodativer Fiskal-und Geldpolitik. Ein zusätzlicher Impuls für Investitionen aus öffentlichen Infrastrukturprojekten könnte zu einer erheblichen negativen Ersparnis und zu Investitions Lücken führen, was Risiken für die Zahlungsbilanz und die gesamtwirtschaftliche Liquidität ergeben könnte.

Aber die Ausführung des Projektes beinhaltet immer noch das grösste Risiko, sagte er und bemerkte: “Die grössten Hindernisse liegen in den technischen Aspekten bei einigen der Projekte, die Unsicherheit in Bezug auf die Finanzierung, sowie mögliche Proteste von Gemeinden und Umweltgruppen”.

Mehr als die Hälfte des Sieben-Jahres-Infrastruktur-Programmes weist ein hohes Risiko der Verzögerung auf, warnte Santitarn. “Wir sind sehr optimistisch, was den Straßenbau und die Doppel-Spur Eisenbahn-Projekte angeht. Die technischen, Management-und Finanzierungsfragen sind “einfacher”, als jene für die Hochgeschwindigkeitszüge sind, denn diese Projekte erfordern dazu nicht viel mehrerwerb von Land.”.

Viele ausländische Unternehmen sehen den Plan der, …. den Abschluss von mehreren hundert Projekten, darunter vier neue High-Speed-Bahn-Linien mit neuer Doppel-Spur bei mehr als 2.000 km an bestehenden Bahnstrecken und die Erweiterung des Bangkok Mass Transit Systems in den nächsten sieben Jahren, vorsieht, als mögliche Goldgrube.

Auf die High-Speed-Bahn-Projekte entfallen allein 39 Mrd. Dollar oder fast 40 Prozent des gesamten Infrastruktur Budgets, während die MRT-Erweiterung für Bangkok weitere 15,7 Milliarden Dollar kostet.

Mindestens fünf Länder haben bereits Interesse an den High-Speed-Bahn-Projekten zum Ausdruck gebracht, sagte Chadchart : China, Japan, Spanien, Frankreich, Südkorea, und es werden wahrscheinlich noch viel mehr werden. Aber, fügte er hinzu, nur solche Projekte, die internationales Know-how erfordern, werden offen sein für internationale Ausschreibungen.
Die genauen Kriterien werden zu einem späteren Zeitpunkt bestimmt werden, sagte er.

“Ich denke, bei dieser Art von Projekten ist es ziemlich offensichtlich, das wir internationale Unternehmen bei Projekten wollen, deren Know-how wir brauchen, zum Beispiel bei High-Speed-Gleisen”.

http://blogs.ft.com/beyond-brics/2013/04/29/tha…ealed/#axzz2RuQbkZIr

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