Untersuchung der 6 Toten von Wat Pathum hat begonnen

Untersuchungen wegen der 6 getöteten innerhalb des Tempelgeländes
von Wat-Pathumwan haben begonnen.
Am 12. Mai 2013 fand eine Anhörung am Bangkoker Strafgerichtshof statt, dabei ging es um die Untersuchungen und Obduktions Berichte an den 6 Leichen die innerhalb des Pathumwan Tempel Geländes gefunden wurden.  Diese Opfer wurden während der von der Regierung angeordneten Niederschlagung der UDD Proteste am 19. Mai 2010 erschossen. Während der mündlichen Verhandlung hat die Staatsanwaltschaft Zeugen aus der Abteilung Forensik, die den Tatort untersuchten, als fachkundige Beratung vor Gericht befragt.
Die Verhandlung begann mit einer Zusammenfassung der Untersuchungen des Tatorts durch Kriminalinspektor Poizei-Leutnant Colonel Suranat Wongphromchai. Er erzählte dem Gericht, dass es zwei Tage nach dem 19. Mai Vorfall war, als seine Abteilung von der Pathumwan Polizeiwache aufgefordert wurde, die Untersuchungen des Tatorts im Pathum-Wanararam Tempel-Komplex zu unterstützen. Die Forscher sagen, dass die Leichen nicht mehr da waren als die Offiziere zum Tatort kamen. Stattdessen fanden sie eine Blutlache am Ausgang des Tempels. Blutproben wurden für spätere DNA-Tests gesammelt, um die Opfer zu identifizieren. Die Ermittler fanden auch 10 Einschusslöcher im Boden am hinteren Ausgang des Tempels und 2 weitere am Haupteingang.
Pol. Oberst-Leutnant Suranat berichtete ebenfalls , dass viele weitere Einschusslöcher in der ganzen Tempelanlage gefunden werden konnten. Einschusslöcher wurden ebenfalls  auf einem Metall-Schild vor dem Tempel gefunden,  ….an der Wand des Tempels, auf dem Werbe-Schild unterhalb der BTS Skytrain,  ….am Fussweg des Skkytrains zur Verbindung der Skytrain-Stationen,  …..auf der Überführung und viele mehr auf den Beton Plattformen des Sky Train. Die Soldaten patrouillierten am 20. Mai noch auf dem Gelände und lehnten eine Zusammenarbeit mit den Ermittlern ab. Der Zugang zu den Bahngeleisen und auf den Skywalk wurde den Ermitlern verweigert. Der Eingang wurde entweder versperrt oder abgesperrt. PLC Suranat sagte, obwohl die Ermittler an den Tatorten   ( der Schussabgabe = ST )   keine Patronenhülsen fanden, waren mit ihren Erfahrungen aus der Vergangenheit in der Lage die entsprechenden Einschusslöcher zu identifizieren.

Zu den Ballistischen Analysen der 23 Einschusslöcher auf der Tempelanlage und der Rama 1 Road die von der Polizei gefunden wurden, erklärte. Maj. Teeranun Nakintarapong von der Ballistik Abteilung, dass diese aus einem höheren Winkel abgefeuert worden waren und sicher nicht von Schüssen aus einer horizontalen Lage entstanden sein konnten. Die Einschusslöcher an den Wänden der Tempel wiesen ebenfalls darauf hin, dass die Schüsse von außerhalb des Tempels und nicht von innenhalb der Anlage  abgefeuert worden waren. Zehn Einschusslöcher auf dem Boden an der Ausfahrt des Tempels zeigten das sie in einem 50-65 Grad Winkel abgefeuert wurden. Die Mündung der Waffe musste beim Abfeuern des Schusses von einer Anhöhe, die im Einklang mit der unteren Ebene der BTS Gleise liegt, erfolgt sein. Mit anderen Worten, wenn jemand auf dieser erhöhten Position steht und einen Schuss auf den Boden abfeuert, würde es ballistisch die gleichen Spuren hinterlassen wie die, die im Boden an der Ausfahrt des Tempels gefunden wurden. Die Ermittler konnten nicht feststellen, dass die Einschusslöcher etwas mit dem Tod der Opfer zu tun haten, da sie nicht wissen, wo sich die Opfer waren als die Schüsse fielen.

Die letzte Person, die durch das Gericht befragt wurde war, Pol.Oberst Phipob Graiwattanapong, der berichtete, dass Schrapnelle  ( hier sind wohl Geschoss-Slitter gemeint = ST )  in den Körpern der Opfer gefunden wuden und man festgestellt hat, dass diese von einem Kaliber 223 herrühren. Allerdings  können dieses Schrapnelle offenbar keiner der Waffen, die vermutlich ibei der Niderschlagung am 19. Mai 2010 verwendet wurden., zugeordnet werden.
Am Ende der mündlichen Verhandlung wurde der Termin für die weitere Gerichtsverhandlung auf den 16. Mai 2013 gelegt. An diesem Tag wird der Staatsanwalt 3 weitere Zeugen in den Zeugenstand rufen.

http://thairedshirts.org/2013/05/16/investigation-begin-on-the-6-corpses-found-inside-pathumwan-temple-grounds/

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2 Kommentare zu Untersuchung der 6 Toten von Wat Pathum hat begonnen

  1. berndgrimm sagt:

    Mit anderen Worten, wenn jemand auf dieser erhöhten Position steht und einen Schuss auf den Boden abfeuert, würde es ballistisch die gleichen Spuren hinterlassen wie die, die im Boden an der Ausfahrt des Tempels gefunden wurden. Die Ermittler konnten nicht feststellen, dass die Einschusslöcher etwas mit dem Tod der Opfer zu tun haten, da sie nicht wissen, wo sich die Opfer waren als die Schüsse fielen.

    Eine Menge heisse Luft von Thaksins braunen Ganoven die
    hier die Bullen spielen.

    Ich moechte nochmal daran erinnern dass die Schuesse
    die angeblich von der BTS Trasse kamen genausogut
    aus dem Polizei HQ gekommen sein koennen.
    Es ist der gleiche Winkel.
    Da ich die ganze Veranstaltung fuer eine Inszenierung
    Thaksins und seiner Hassprediger halte
    und die “Polizei” eine grosse Rolle in dieser
    Inszenierung spielte, wuerde dies genauso
    realistisch sein.

  2. bukeo sagt:

    Allerdings können dieses Schrapnelle offenbar keiner der Waffen, die vermutlich ibei der Niderschlagung am 19. Mai 2010 verwendet wurden., zugeordnet werden.

    wenn man nun zusammenfasst:

    1. am 10.4. wurden Gasgranaten den Soldaten entgegengeschleudert, die nicht von der thail. Armee verwendet werden.

    2. Ein Journalist steht als Zeuge zur Verfügung, der bezeugen kann – das die Einheit, die angeblich für das Massaker im Tempel verantwortlich gemacht wird – es nicht gewesen sein kann, da er die ganze Zeit über, als Journalist mit dieser Einheit unterwegs war.

    3. nun sind auch die Schrapnellen scheinbar nicht von der thail Armee.

    Waren es dann Helfer aus Kambodscha – die Seh Daeng geholt hat?
    Dies bestätigen ebenfalls mehrere Zeugen – u.a. ein Hotel, die danach erklärten – mehrere Kambodschaner hätten nach der Auflösung der illegalen Demo – das Hotel fluchtartig verlassen. Zeugen erklärten auch, das die schwarzen Männer, die Seh Daeng tagsüber als Guards einsetzte, nachts dann als bewaffnete Gruppe – kein Thai verstanden, als sie von Ehefrauen einiger Forenmembers angesprochen wurden.

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