Umfrage: Ist ein Bürgerkrieg in Thailand möglich

Bangkok – Laut Meinungsforschungsinstitut Suan Dusit hält über zwei Drittel der Bevölkerung einen Bürgerkrieg nicht für ausgeschlossen. Nur eine Minderheit hält das für abwegig.

Befragt wurden Anfang April über 1400 Personen im ganzen Land. Auf die Frage, ob der andauernde politische Konflikt zu einem Bürgerkrieg führen könnte, so wie es in anderen Ländern auch passiert ist, wollten über 68 Prozent der Befragten dieses Szenario nicht ausschließen. An vielen Orten seien Waffen im Umlauf und Gewalttaten könnten zunehmen, die die Regierung dann nicht mehr eindämmen kann.

Nur knapp sieben Prozent der Befragten wollten einen Bürgerkrieg so gut wie ausschließen, weil sie der Meinung sind, dass Thais ihrem Land und ihren Landsleuten nicht schaden wollen.

Rund ein Viertel der Befragten war unentschlossen, es sei schwierig vorauszusagen, wie sich die Situation weiter entwickle.

Knapp die Hälfte der Befragten, über 48 Prozent, sagte, dass man einen Bürgerkrieg verhindern könnte, wenn sich die Regierung und die Demonstranten an den Verhandlungstisch setzen. Knapp 23 Prozent sagten, dass keine der beiden Seiten Gewalt anwenden oder Waffen benutzen sollte. Rund 15 Prozent waren der Meinung, dass Militär und Armee das Gesetz mit internationalen Maßstäben durchsetzen und die Situation auf diese Weise unter Kontrolle halten sollten. Knapp 14 Prozent schließlich meinten, dass sich das Volk nicht zum politischen Werkzeug der einen oder anderen Seite machen lassen solle.

Was Premierministerin Yingluck betrifft, so wünschten sich etwa 45 Prozent der Befragten, dass gegen sie in den laufenden Gerichtsverfahren streng aber fair verhandelt wird. Über 34 Prozent wollen mehr über die Verfahren wissen, damit die Leute besser verstehen können, worum es geht, und knapp 21 Prozent wollen mehr über die Ergebnisse der Ermittlungen erfahren, um zu verstehen, ob die Vorwürfe gegen Yingluck berechtigt sind und sie Fehler gemacht hat.

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5 Kommentare zu Umfrage: Ist ein Bürgerkrieg in Thailand möglich

  1. der neutrale emkay sagt:

    friendly fire from peaceful, unarmed demonstrators:
    http://www.bangkokpost.com/news/local/403700/soldiers-shot-wounded-by-nsprt

      (Zitat)  (Antwort)

    • STIN STIN sagt:

      ist noch nicht geklärt. Die NSPRT arbeitet nun wohl tw. mit der Polizei zusammen, um zu klären – wer das war.
      Sollte es doch die NSPRT gewesen sein, der auch ich das zutraue, da hier viele militante Studenten mitwirken – dann ist das zu verurteilen.
      Man sollte der Armee dann aber auch mitteilen, das es nicht besonders klug ist – bei der momentanen, hochexplosiven Situation – Militärs in Zivil
      und in schwarz, wie die MiBs – auf Streife zu schicken. So sehen nämlich auch jene aus, die Granaten auf Kinder, Unbeteiligte, Guards usw. werfen.

      Ich finde es auch unklug, Zivil-Polizisten mit Kameras und bewaffnet unter die Protester zu senden. Warum noch mehr Öl ins Feuer giessen?

      Übrigens, es gibt nicht viele – die meine, das die NSPRT friedlich sei. Das sind jene Studenten, die auch ausserhalb von Protesten das ganze Jahr über Strassenkämpfe liefern, wo es auch schon mehrere Tote gab. Sie sind aber trotzdem nicht so brutal, wie die Gruppe Ko Tee bei den Rothemden.
      Diese hat kein Problem damit, Kinder niederzumetzeln.

        (Zitat)  (Antwort)

  2. der neutrale emkay sagt:

    http://www.forbes.com/sites/dougbandow/2014/02/03/in-thailand-opposition-assaults-democracy-as-voters-reelect-government-yellow-shirt-protestors-act-like-mussolinis-black-shirts/

    wer hat wohl Recht?
    Forbes oder schoenes-thailand.at
    mit lächerlichem 1 Fan – ausser dem Betreiber.
    Und zu Deiner Information, in der int. Presse spricht man auch vor dieser Angst. Sollte es zum Justizputsch kommen wirst Du mehr wie 30.000 Rote auf den Strassen sehen, und das sind dann nicht nur alte Frauen. Das haben sie mehrmals angekündigt.
    http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/Warnung-vor-Buergerkrieg-in-Thailand/story/29542899

      der neutrale emkay(Quote)  (Reply)

      (Zitat)  (Antwort)

    • STIN STIN sagt:

      Ich mag unrecht haben, Forbes mit Sicherheit auch. So wurden bei Queen Elizabeth bei der Vermögensaufstellung das Crown Property Vermögen ausgeklammert, bei
      Bhumipol mit einberechnet. So hat die Queen nur ein paar Hundert Millionen Privatvermögen, mit dem Crown Property Vermögen, aber viele Milliarden.

      Nein, es wird zu keinem Millionenmarsch der Rothemden kommen, ev. zu einzelnen Demos – aber zu keiner Revolution. Es ist auch kein Justizputsch, sondern
      die Gerichte arbeiten einfach mal korrekt, was in Thailand leider sehr selten ist. Bei Yingluck keine Fehler zu finden, halte ich für unmöglich. Die können sich aussuchen, was sie zuerst abhandeln wollen. Da es scheinbar ausreicht, lediglich PM zu sein – um die gesamte Verantwortung zu haben, muss YL abgeurteilt werden, sonst wäre die Mordanklage gegen Abhisit und Suthep eher Siegerjustiz.

      Würde das Gericht nun YL in allen Fällen freisprechen, wäre das für YL ein Persilschein, sie könnten dann eigentlich offen ihre Koffer mit Milliarden vollstopfen und persönlich nach HGK bringen, kein Gericht könnte sie mehr verurteilen, weil sonst die Rothemden rebellieren.

      So geht es halt auch nicht. Die Mehrheit der Thais hat schon in einer Umfrage erklärt, sie werden das Urteil akzeptieren. Da kann Jatuporn dann schreien was er möchte.

        (Zitat)  (Antwort)

  3. STIN STIN sagt:

    ich denke nicht, das ein richtiger Bürgerkrieg ausbricht. Was momentan auf die Strasse geht, das ist so mickrig – das damit kein “big war” zu machen ist.
    500.000 hatte Jatuporn angekündigt, um die 30.000 waren letztendlich da, aber auch nur kurz zum Abendessen. Ein Forenmember ist das ganze abgeradelt – alles leer, nur um die Stage war eine Masse.
    Jatuporn ruderte dann auch fast stündlich zurück.
    Zuerst wurde auf 200.000 mögliche Teilnehmer gehofft, danach nur mehr auf 60.000 – es kamen dann davon die Hälfte.
    Davon die meisten Frauen und Ältere – wenn es wirklich hart auf hart gekommen wäre, wären von den 30.000 mindest 25.000 geflüchtet. Was sollen denn dann die restlichen 5000 machen?

      (Zitat)  (Antwort)

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