Appell an Akademiker, keine politischen Diskussionen

Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan richtete einen Appell an alle Akademiker, sich doch bitte an die Gesetze des noch immer gültigen Kriegsrechts zu halten und zur Zeit keine Diskussionsforen mit politischen Themen zu organisieren, deren Inhalte leicht falsch verstanden werden könnten. Man müsse letztendlich berücksichtigen, dass die thailändische Gesellschaft noch immer gespalten sei und die bereits angelaufenen Maßnahmen zur Versöhnung noch lange nicht abgeschlossen seien.

General Prawits Aussage erfolgte als Antwort auf eine von 60 Akademikern eingereichte Petition, mit der gegen dieEntscheidung des Nationalen Rats für Frieden und Ordnung (NCPO) protestiert werden sollte, ein Diskussionsforum mit dem Titel „Der Niedergang der Diktaturen im Ausland“ sofort zu beenden. Das Forum war am 18. September auf dem Campus der Thammasat Universität in Rangsit eröffnet und kurz danach von Sicherheitskräften gestoppt worden.

General Prawit fügte hinzu, der NCPO habe kein Problem mit Diskussionsforen, sofern diese nicht durch komplizierte politische bzw. leicht missverständliche Themen den angelaufenen Prozess der Befriedung und derVersöhnung gefährden würden, denn dies habe oberste Priorität.

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18 Kommentare zu Appell an Akademiker, keine politischen Diskussionen

  1. ben sagt:

    Rolf46:

    .. Man sagt nämlich nicht umsonst dem Abhisit nach, dass ermit seinen Demokraten “aus eigener Kraft” noch nie eine Wahl gewonnen hat…

    LIEBSTER PR ,
    auch in Mathematik scheinst Du nicht gerade ein Leuchte zu sein!?
    Du meinst, wenn Thaksin mit seinem aufgekauften Stimmvolk – bezahlt von den Leuten die Steuern zahlen, die Wahlen gewinnt – ist das aus eigener Kraft..?
    Du machst Dich einfach nur lächerlich mit Deinen ewigen Pirouetten! – vielleicht bist Du langsam zu alt dazu??..

      (Zitat)  (Antwort)

    • STIN STIN sagt:

      wie soll jemand aus eigener Kraft eine Wahl gewinnen, wenn die PT Wahlversprechen macht, die zwar nicht finanzierbar sind, aber den Thai das weniger interessiert.Abhisit hätte diese Wahlversprechen also überbieten müssen, jeder Thai ein Gratis Motorrad oder so ähnlich. Das macht Abhisit nicht, also kann er gegen solche populistischen Wahlversprechen nie gewinnen, da er das Land nicht finanziell ruinieren möchte.

        (Zitat)  (Antwort)

  2. berndgrimm sagt:

    Rolf46: Die ist vielleicht noch erheblich stärker, doch kann der Phuea Thai die ganze Stärke auch nicht weiterhelfen, wenn sie die mit absoluter Propaganda- und Zensurhoheit ausgestatteten Kriegsrecht-Militärs weiterhin im Nacken hat, welche ihre Politiker mundtot macht, ihre Wähler “umerzieht” und ihre Führungskräfte zur Flucht ins Ausland “animiert” ;-) bzw. treibt.

    Zunächst mal hat die hochgepokerte Pheua Thai eine zusammengekaufte
    Zweidrittelmehrheit selbst verdattelt.
    Noch nie hat eine Regierungspartei im vorletzten Regierungsjahr
    so viele eigene Fehler gemacht dass sie eine haushohe Mehrheit
    so total verdattelt und innen zusammengebrochen ist.
    Deshalb auch das ständige Gebettele nach einem Militärputsch.
    Man hatte gehofft dadurch von der eigenen Unfähigkeit und Kriminalität
    abzulenken und hinterher wieder in der “Opferrolle” abzusahnen.
    Da sei Prayuth vor.

      (Zitat)  (Antwort)

  3. Rolf46 sagt:

    berndgrimm: Dummes Zeug die Pheua Thai gibts und sie ist mindestens so stark wie
    die Demokraten.

    Die ist vielleicht noch erheblich stärker, doch kann der Phuea Thai die ganze Stärke auch nicht weiterhelfen, wenn sie die mit absoluter Propaganda- und Zensurhoheit ausgestatteten Kriegsrecht-Militärs weiterhin im Nacken hat, welche ihre Politiker mundtot macht, ihre Wähler “umerzieht” und ihre Führungskräfte zur Flucht ins Ausland “animiert” ;-) bzw. treibt.

    Das Ziel der Coupbetreiber war und ist es, ..wenn sie schon mit ihren “Ernannten” nicht selbst weiterregieren können.., anschließend wenigstens Abhisit mit seinen Demokraten wieder an die Macht zu bringen;

    ..und das kann ihnen nur gelingen, wenn sie die Phuea Thai und deren Wahlkämpfer entsprechend unterdrücken und dezimieren können . Man sagt nämlich nicht umsonst dem Abhisit nach, dass er mit seinen Demokraten “aus eigener Kraft” noch nie eine Wahl gewonnen hat.

    Die Stimmzettel werden bei der nächsten, gnädigst von Prayuth erlaubten Wahl deshalb wahrscheinlich so aussehen, dass ..aus Sicht der Coup-Betreiber .. nicht mehr “falsch” gewählt werden kann, egal wohin der “freie” Wähler sein Kreuzchen auch setzt.. ;-)

      Rolf46(Quote)  (Reply)

      (Zitat)  (Antwort)

  4. ben sagt:

    Rolf46:

    ….Tatsächlich wurde dafür gesorgt, dass die größte Partei, also Thakkis Regierungspartei mit allen einer Militärjunta zur Verfügung stehenden antidemokrartischen Mitteln zerschlagen werden konnte…

    …Eine wirklich nennenswerte echte Opposition gegen die mit der Militärjunta im gleichen Boot sitzenden Abhisit-Demokraten gibt es also schon nicht mehr .

    …Trotzdem sind die Erfolgschancen dann stark beeinträchtigt, denn der jetzt ohne Beteiligung des Wähler bereits installierte Machtapparat mitsamt seinen “Ernannten” und ihrer zu ihren Gunsten bereits passend zurecht geschusterten Verfassung wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen ihr drohendes “Auswechseln” zur Wehr setzen…

    Super PR,
    jetzt hast Du mal was begriffen! – Jetzt setze überall, statt Militär Junta – Thaksin / Phuea Thai -> dann hast Du Deine so hochgelobte Demokratie, wie sie vor dem Putsch war.. – geht doch so einfach, wenn Du Dein Gehirn einfach mal einschaltest.. 555

      (Zitat)  (Antwort)

  5. berndgrimm sagt:

    Rolf46: Tatsächlich wurde dafür gesorgt, dass die größte Partei, also Thakkis Regierungspartei mit allen einer Militärjunta zur Verfügung stehenden antidemokrartischen Mitteln zerschlagen werden konnte.

    Eine wirklich nennenswerte echte Opposition gegen die mit der Militärjunta im gleichen Boot sitzenden Abhisit-Demokraten gibt es also schon nicht mehr .

    Dummes Zeug die Pheua Thai gibts und sie ist mindestens so stark wie
    die Demokraten. Nur das übliche Opfer getue der Täter.

    Rolf46: Trotzdem sind die Erfolgschancen dann stark beeinträchtigt, denn der jetzt ohne Beteiligung des Wähler bereits installierte Machtapparat mitsamt seinen “Ernannten” und ihrer zu ihren Gunsten bereits passend zurechtgeschusterten Verfassung wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen ihr drohendes “Auswechseln” zur Wehr setzen. Und sollte das trotzdem nicht funktionieren, gibt es eben nach einiger Zeit ..wie üblich ..den nächsten Militärcoup..

    Das übliche Opfer geseiere der Täter.
    Tatsache ist:
    Thaksin wird sich nach den nächsten Wahlen wohl nicht so einfach eine
    Zweidrittelmehrheit zu Verfassungsänderung in seinem persönlichen Sinne
    wie seit 2011 zusammenkaufen können.
    Es wird also keine Democrazy Diktatur geben sondern er wird mit
    der Opposition (falls er gewinnt) echt verhandeln müssen.
    So sieht aber seine Lebensplanung wohl nicht aus.
    Und die Tatsache dass er in wirklich freien Wahlen auch einmal
    verlieren könnte negiert er.Denn Opposition kann er nicht! Siehe 2008-11!
    Deshalb lässt er seine Jubellakaien auch solche blödsinnigen
    Opferarien singen.
    Und Schinkenstrassen Rolfi singt mit.

      (Zitat)  (Antwort)

  6. Rolf46 sagt:

    berndgrimm: Es geht ausschliesslich darum in Thakkiland den Oppositionsparteien
    einen fairen Wahlkampf zu ermöglichen..

    Wer das glaubt wird selig und wer´s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.. ;-)

    Tatsächlich wurde dafür gesorgt, dass die größte Partei, also Thakkis Regierungspartei mit allen einer Militärjunta zur Verfügung stehenden antidemokrartischen Mitteln zerschlagen werden konnte.

    Eine wirklich nennenswerte echte Opposition gegen die mit der Militärjunta im gleichen Boot sitzenden Abhisit-Demokraten gibt es also schon nicht mehr .

    Es sei denn, die noch nicht beseitigten Restbestände der Puea Thai würde sich nach Ende des aktuellen Dauerkriegsrechtes unter einem neuen thaksinnahen Führer neu formieren können und einen von der Militärjunta unzensierten Wahlkampf betreiben dürfen.
    Trotzdem sind die Erfolgschancen dann stark beeinträchtigt, denn der jetzt ohne Beteiligung des Wähler bereits installierte Machtapparat mitsamt seinen “Ernannten” und ihrer zu ihren Gunsten bereits passend zurechtgeschusterten Verfassung wird sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen ihr drohendes “Auswechseln” zur Wehr setzen. Und sollte das trotzdem nicht funktionieren, gibt es eben nach einiger Zeit ..wie üblich ..den nächsten Militärcoup..

      Rolf46(Quote)  (Reply)

      Rolf46(Quote)  (Reply)

      (Zitat)  (Antwort)

  7. berndgrimm sagt:

    Rolf46: Wenn thailändische Akademiker dann über den “Niedergang der Diktaturen im Ausland“ öffentlich diskutieren wollen, wird das “leichtsinnige” Vorhaben unverzüglich unterbunden . Den ungebildeten Thais , also der absoluten Mehrheit, die immer falsch wählt, könnte sonst versehentlich auffallen, dass auch sie unter einer Militär-Diktatur zwangsweise glücklich sind.

    Auch totaler Quatsch!
    Die ungebildete absolute Mehrheit in Thakkiland hat von Demokratie keine
    Ahnung und will sie auch nicht.
    Sie wählt den Diktator der verspricht sie an seinen Betrugsprofit ein wenig
    zu beteiligen.Und der ihnen das blaue vom Himmel verspricht
    und ihnen vorgaukelt sie würde mit ihm immer zu den “Gewinnern” gehören.
    Es geht ausschliesslich darum in Thakkiland den Oppositionsparteien
    einen fairen Wahlkampf zu ermöglichen und dafür zu sorgen dass
    Thaksin Gegner ohne Repressalien und Drohungen wählen dürfen.
    Natürlich hofft Prayuth auch dass Thaksins Wahlvieh vielleicht
    auch einmal darüber nachdenken wen sie wählen und anfangen
    eigene Fragen zu stellen!

      (Zitat)  (Antwort)

  8. berndgrimm sagt:

    Rolf46: So würden das auch die Akademiker in Thailand bezeichnen, ..wenn sie sich frei äußern könnten.., ohne um ihre Existenzen bangen zu müssen

    Dummes Zeug!
    Kein Thai Akademiker hat Denk- oder Redeverbot!
    Im Gegenteil.
    Die meisten sind zu dumm und faul um über ihr eigenes Portemonnaie
    hinauszudenken.
    Ich arbeite selbst als Dozent an einer privaten Wirtschafts Uni.
    Und meine Freunde an einer der grössten und reputiertesten
    staatlichen Unis.
    Die akademischen Leistungen der dortigen Thai Professoren
    sind mangelhaft (Forschung wird ausschliesslich von ausländischen
    Professoren geleistet) aber die Nebeneinkünfte laufen alle
    in Thai Taschen.
    Ich kenne die Verhältnisse in der Thammasat ziemlich gut weil
    ich 2010/11 häufig dort war und damals auch das Angebot hatte
    meine Fallstudien welche ich heute für eine private Uni mache
    dort aufzuführen.
    Da dies aber nicht im alten Campus am Fluss sondern im neuen
    in Rangsit stattfinden sollte, musste ich leider absagen weil die
    Fahrt von Prawet zu weit war.
    Die Thammasat lebt weitgehend von ihrer alten Reputation.
    Aber die Zeiten eines Pridi Phanomyong sind leider lange vorbei.
    Man findet auch heute noch wirkliche Querdenker dort, aber
    viele Professoren sind nur bezahlte Thaksin Propagandisten.
    Thailand hat heute viele gesellschaftliche Probleme,
    da könnten wirklich engagierte Akademiker sehr helfen.
    Eine Diskussion über ausländische Militärdiktaturen
    hilft Thailand überhaupt nicht.
    Sondern nur Thaksin und seinen Hasspredigern
    die zu sachlicher Kritik an Prayuths Regime
    werder willens noch fähig sind.

      berndgrimm(Quote)  (Reply)

      (Zitat)  (Antwort)

  9. STIN STIN sagt:

    für einen normal gebildeten westlichen Farang, ist diese Bitte sicher schwer verständlich. Man möge meinen, was denn so ein harmloses Forum schon anrichten könnte. Dem ist aber nicht so. Da die Mehrheit der Thais ja weniger politisch informiert und gebildet ist, könnten hier einige Dinge in der Tat falsch verstanden werden. Demokratie setzt halt mal Informiertheit der Wähler voraus, ohne dies – ist eine Demokratie in Thailand und auch anderswo niemals möglich. Jeder interpretiert Demokratie so wie es ihm in den Kram passt. Auch eine parlamentarische Diktatur sehen viele Rothemden noch als Demokratie.

      (Zitat)  (Antwort)

    • Rolf46 sagt:

      STIN: ..für einen normal gebildeten westlichen Farang, ist diese Bitte sicher schwer verständlich.

      Der normal gebildete westliche Farang nennt das nicht “Bitte”, sondern bezeichnet es als einen diktatorischen “Maulkorberlass” , d.h. Unterdrückung der freien Meinungsäußerung.. gleich “Zensur”. :mrgreen:

      So würden das auch die Akademiker in Thailand bezeichnen, ..wenn sie sich frei äußern könnten.., ohne um ihre Existenzen bangen zu müssen..

        (Zitat)  (Antwort)

      • STIN STIN sagt:

        Freie Meinungsäusserung in TH sollte es nicht geben, obwohl ich als Westler eigentlich dafür stehen sollte. Thailand hatte bis Mai wohl die freieste Meinungsäusserung weltweit. Das wurde nun erstmal gestoppt und das ist gut so. Du könntest in den Medien Merkel niemals als Mörderin oder Schlächterin beschimpfen, nur weil ihr Offizier in Afghanistan 180 Unschuldige wegbomben lies. Versuch auch mal in D über Radio zum Mord an Merkel aufzurufen, wie es hier in TH bei Abhisit, vor einem Besuch in CM der Fall war.
        Auch Fakes über 3000 Radiostationen auf Dauer abzuspielen, würde in D strafrechtlich verfolgt werden, nicht aber in TH. War bisher ohne Probleme möglich. So geht es aber nicht – dann dient freie Meinungsäusserung wohl nur zur Gehirnwäsche. Man spielt in ausreichend vielen Radiostationen Monatelang immer das gleiche – Abhisit ist ein Mörder und Schlächter, Suthep ein Betrüger, korrupt usw. – beides bis heute nicht abgeurteilt und nicht erwiesen.

          (Zitat)  (Antwort)

      • hanseat sagt:

        Moin Rolf,

        mit starkem Interesse kann ich aus deiner Feder lesen, wie engagiert du dich hier im Forum über die momentan abhandengekommene freie Meinungsäußerung während der temporären Kriegsrechtszeit monierst.

        Natürlich haben wir im Moment eine beschnittene Meinungsfreiheit, das kann man nicht bestreiten.

        Nur, lieber Freund, wir haben im Moment Kriegsrecht!

        Wenn ich deine Krokodilstränen wirklich ernst nehmen sollte, hätte ich während der YL-Zeit von die gerne gelesen, eingeschränkte Meinungsfreiheit „Made by Chalerm“, kommentiert zu haben.

        Schau doch einmal in deinen Unterlagen nach, ob und wenn was du über die Verbote des „YL-Wadenbeissers“ hier angeprangert hast.

        Ich gehe mal davon aus, dass du nichts finden wirst!

        Schauspieler, Sänger und andere in der Öffentlichkeit bekannte Leutchen, die es wagte beim Suthep auf der Bühne die Politik der YL und ihres Bruders zu kritisieren, wurden gerichtlich mit hohen Millionenforderungen abgestraft und bei den Künstlern ging gleichzeitig ein Berufsverbot in den TV-Stationen voran.

        Und, lieber Freund, da herrschte kein Kriegsrecht, nur ein Ausnahmezustand.

        Wo warst du damals mit deiner so vernichtenden Meinung?

        Nicht überall, wo Demokratie drauf steht ist auch Demokratie drinne!

          (Zitat)  (Antwort)

        • Rolf46 sagt:

          hanseat: Nur, lieber Freund, wir haben im Moment Kriegsrecht!

          ..richtig.. und der Moment dauert schon sehr lange und wird immer länger.. ;-)

          Dass hat natürlich für die aktuellen Meinungsunterdrücker seine einmal mehr Vorteile. Sie müssen nicht mit gerichtlichen Klagen,.. die man ja auch verlieren könnte, gegen ihre unliebsamen Gegner vorgehen, sondern machen diese völlig gefahrlos auf ihre ganz individuelle Art und Weise fertig, ohne dabei “Einsprüche” und Berufungsverfahren befürchten zu müssen.

          Uns sollte sich irgendwann später doch noch herausstellen, dass sie gesetz- und völkerrechtswidrig wie antidemokratische Banditen vorgegangen sind, schützt sie im eigenen Land der von ihnen selbst in der Verfassung eingebaute Persilschein vor den sonst zu befürchtenden Folgen.. 8)

            (Zitat)  (Antwort)

    • Rolf46 sagt:

      STIN: Demokratie setzt halt mal Informiertheit der Wähler voraus, ohne dies – ist eine Demokratie in Thailand und auch anderswo niemals möglich.

      Deshalb wird in Thailand wohl auch die kriegsrechtlich gestützte einseitige Informiertheit der Wähler angestrebt..

      Wenn thailändische Akademiker dann über den “Niedergang der Diktaturen im Ausland“ öffentlich diskutieren wollen, wird das “leichtsinnige” Vorhaben unverzüglich unterbunden . Den ungebildeten Thais , also der absoluten Mehrheit, die immer falsch wählt, könnte sonst versehentlich auffallen, dass auch sie unter einer Militär-Diktatur zwangsweise glücklich sind.

      Und wenn der ungebildete, von Militärdiktatur glücklich gemachte Khon Thai unnötigerweise von den Akademikern erfahren würde , dass im Ausland die Diktaturen im Niedergang begriffen sind, käme bei ihm sofort die Angst auf, dass diese beängstigende Entwicklung vielleicht eines Tages auch auf Thailand übergreifen könnte .. ;-)

        Rolf46(Quote)  (Reply)

        (Zitat)  (Antwort)

      • STIN STIN sagt:

        Deshalb wird in Thailand wohl auch die kriegsrechtlich gestützte einseitige Informiertheit der Wähler angestrebt..

        ich weiss nicht, wie das in BKK und ihm Isaan abläuft. Hier interessiert die Rothemden weniger, was Prayuth spricht, sondern was er tut.
        Es kommt z.B. hier sehr gut an, das er für Sicherheit sorgt, das er die Mafia zerschlägt, das er auch vor der Elite hier und im Süden nicht halt macht und denen die Ressorts in den Nationalparks plattmacht – egal ob es einem gelben oder roten Politiker gehört. Ich gehe davon aus, das nach Aufhebung des Kriegsrechts hier wieder normal Paraden abgehalten werden dürfen, das Leute auch aus dem gelben Lager z.B. eine Demo veranstalten dürfen, ohne dabei weggebombt zu werden usw.
        Die Diktatur der Rothemden soll gebrochen werden, du hast keine Ahnung – wieviele gemässigte Rothemden Angst vor der CMR51 haben, den militärischen Arm der Reds. Rothemden die 2010 nicht parierten, wurden von diesen Reds zuhause besucht und tw. auch bedroht, ebenso sogar Kinder und Angestellte von Krankenhäusern, nachdem die Ärzte dort Mitleid mit den verletzten Gelbhemden 2008 zeigten. Das ist wohl nun hoffentlich endgültig vorbei.

          (Zitat)  (Antwort)

        • Rolf46 sagt:

          STIN: ich weiss nicht, wie das in BKK und ihm Isaan abläuft. Hier interessiert die Rothemden weniger, was Prayuth spricht, sondern was er tut.

          Das siehst du wohl ganz richtig. Von meiner Verwandtschaft in Thailand, die auch anfangs sehr begeistert von Prayuth war, höre ich nämlich inzwischen, dass man schon nicht mehr so begeistert ist, was die Taten der Junta angeht.

          Es wird berichtet, die Kriminalität hätte sich inzwischen im Isan vor allem wegen der Rückkehr der Beschaffungskriminalität von Drogensüchtigen sehr stark entwickelt. Man könnte sich vor allem nachts nicht mehr auf die Straße trauen wegen der Überfälle. Viel Militär liefe zwar immer noch im Isan herum, machte aber leider nichts dagegen.

          Das wäre bei Thaksin besser gewesen, denn nach dessen Aufräumungsaktionen hätte wirklich Ruhe geherrscht. Dealer und Süchtige wären plötzlich wie vom Erdboden verschwunden gewesen, so dass man sich sicher fühlen konnte.

          Wenn ich bald wieder in Thailand bin, soll ich nicht mehr so “leichtsinnig” nachts draußen herumlaufen, sondern besser im Hause bleiben, wurde gesagt.
          Der zuletzt im Dorf überfallene und beraubte Farang , von dem sie berichtet hatten, lebt zum Glück noch.

          Das staatliche Krankenhaus konnte oder wollte ihn nicht behandeln und seine Thaifrau hatte ihn dann in ein Privatkrankenhaus fahren lassen, wo man ihn nach im voraus mit der Frau vereinbarter Zahlung 500.000 Baht am Leben gehalten hat. Trotzdem war das kein voller Erfolg, weil er jetzt behindert ist wg. Querschnittslähmung.

          Ich nehme an, dass die von Prayuths “Erfolgen” im Kampf gegen die Drogenkriminalität enttäuschten Thais in der dortigen Isangegend sofort wieder zum Thaksin-Lager überlaufen würden, wenn sich dazu eine Möglichkeit bieten würde.

            (Zitat)  (Antwort)

          • STIN STIN sagt:

            Es wird berichtet, die Kriminalität hätte sich inzwischen im Isan vor allem wegen der Rückkehr der Beschaffungskriminalität von Drogensüchtigen sehr stark entwickelt. Man könnte sich vor allem nachts nicht mehr auf die Straße trauen wegen der Überfälle. Viel Militär liefe zwar immer noch im Isan herum, machte aber leider nichts dagegen.

            keine Ahnung wo das im Isaan sein soll. Ich weiss nur, das man in Chiang Mai nun seit dem 22.5. keinen einzigen Bombenanschlag mehr durchgeführt hat.
            Vor dem 22.5. gab es in einer Nacht gleich 4 Granatenanschläge – jetzt absolut keine mehr. Überall sind hier nachts Checkpoints aufgestellt, von Überfällen höre ich nichts mehr und auch nicht ein Meter Internet- oder Stromkabel wurde seit dem 22.5. von den Burmesen geklaut. Vorher fast wöchentlich irgendwo.

            Wenn ich bald wieder in Thailand bin, soll ich nicht mehr so “leichtsinnig” nachts draußen herumlaufen, sondern besser im Hause bleiben, wurde gesagt.

            dann lebst du aber wirklich in einer gefährlichen Gegend. In einigen Teilen BKKs würde ich auch nicht nachts rumlaufen, Klong Thoey usw.
            Aber die Gegenden kennt man ja und meidet die dann auch.

            Der zuletzt im Dorf überfallene und beraubte Farang , von dem sie berichtet hatten, lebt zum Glück noch.

            hier im Dorf gab es vorher kein Problem und jetzt auch nicht. Im Isaan würde ich als Fremder wohl auch nicht nachts in einem Dorf rumlaufen, wo mich ev. gar keiner kennt. Das hat aber dann weniger mit der jeweiligen politischen Situation zu tun – Dafür gibt es ja die tamruat bans – meine Frau hat 30 Gehilfen, die täglich abwechselnd bis ca 3 Uhr früh Streife gehen. Dann hat euer Dorf keinen guten Kamnan/Puh Yai Ban. Der sollte dann mal eine Truppe aufstellen, wie hier auch. Hat hier fast jedes Dorf, alleine schon wegen der vielen Burmesen, die klauen wie die Raben – aber üben keine Gewalt aus.

            Das staatliche Krankenhaus konnte oder wollte ihn nicht behandeln und seine Thaifrau hatte ihn dann in ein Privatkrankenhaus fahren lassen, wo man ihn nach im voraus mit der Frau vereinbarter Zahlung 500.000 Baht am Leben gehalten hat. Trotzdem war das kein voller Erfolg, weil er jetzt behindert ist wg. Querschnittslähmung.

            also in so einer Gegend möchte ich sicher nicht wohnen. Hier behandelt das staatliche Krankenhaus solange, bis sich das Opfer stabilisiert hat, dann wird mit der Familie verhandelt, was zu tun ist. Entweder muss dann eine Vorabzahlung geleistet werden oder man transportiert den Kranken in ein anderes staatliches oder privates Krankenhaus. Sehr gut sind die Militär- oder Polizeikrankenhäuser. Gibt es auch im Isaan und wird von vielen Farangs benutzt. Günstig, neues Geräte und recht billig.

            Ich nehme an, dass die von Prayuths “Erfolgen” im Kampf gegen die Drogenkriminalität enttäuschten Thais in der dortigen Isangegend sofort wieder zum Thaksin-Lager überlaufen würden, wenn sich dazu eine Möglichkeit bieten würde.

            ja, das ist auch der Grund – warum ich den Thais im Isaan ein Demokratieverständnis abspreche. Wegen 3 Monate weniger Drogen – 3-4000 Morde (meist Unschuldige) zu begehen, nur damit es für kurze Zeit weniger Drogen gibt. Hier gab es immer Drogen, auch während des Drogenkrieges, nur 3-4x teurer als normal. Ich gehe eher davon aus, das die Beschaffungskriminalität dann bei Drogensüchtigen zunimmt – die den Stoff dringend benötigen, aber dann das Geld auf normalen Wege nicht mehr beschaffen können.

            Chalerm hat mal gesagt, er würde wieder einen Drogenkrieg beginnen – egal ob wieder 3-4000 Tote dabei zu beklagen sind. Wenn sie wenigstens die Richtigen erwischen würden, wäre es noch hinnehmbar. Nur wurde die Polizei derart unter Druck gesetzt, das die einfach alles über den Haufen geschossen haben, egal ob es nur die Ehefrau eines Ex-Süchtigen war – wie eine Bekannte meiner Frau.

            Soeben hat man wieder einen Riesenfang gemacht

            http://der-farang.com/de/pages/riesen-drogen-fund-auch-fuer-koh-samui

            Vor 2 Wochen auch – 1,6 Millionen Pillen. Weisst du eigentlich, wieviel Pillen Thaksin mit seinem Massaker-Drogenkrieg aus dem Verkehr gezogen hat? Nicht mal 10%. Dafür tausende Tote – dann kann man die Drogen gleich freigeben.

              (Zitat)  (Antwort)

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