PM Prayuth betritt internationale Bühne

Vier Monate nach dem Militärputsch drängt Thailands Diktator Prayuth Chan-ocha auf die internationale Bühne. In Mailand hofft er nicht zuletzt auf eine diplomatische Aufwertung und Investitionen der Europäer.

Thailands neuer Machthaber hat sich zum Asem-Treffen – einem Dialogforum zwischen asiatischen und europäischen Staaten – in der italienischen Metropole Mailand angesagt. “Prayuth macht dies mit Blick auf Thailands Innenpolitik”, sagt in Bangkok Sanit Nakajitti, Inhaber der Sicherheitsberatungsfirma PSA-Asia. Aber die Junta, die um internationale Anerkennung ringt, setzt auch auf die Uneinigkeit der EU.

“Wir haben beschlossen, keine bilateralen Treffen mit Prayuth abzuhalten”, beschreibt eine Diplomatin den EU-Plan vor dem “komplizierten Besuch”. Es gebe freilich Länder, die dennoch mit ihm reden wollten. Erfreuliches wird der General, der Ende September von seinem Posten als Armeechef in den Ruhestand versetzt wurde, dennoch kaum erfahren. “Die EU erwartet erhebliche Veränderung im Bereich der Menschenrechte und des Rechtsstaats, bevor sie ihre Distanz zu Bangkoks Generälen ändert”, heißt es bei Diplomaten in Bangkok.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemeines veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

11 Kommentare zu PM Prayuth betritt internationale Bühne

  1. berndgrimm sagt:

    STIN:

    Es gab wohl Demonstrationen gegen ihn und auch für ihn. Beide etwa um die 60-100 Personen.

    Die Anti Prayuth Demos sind besonders mickrig ausgefallen!
    Dabei hätte man mit den Koh Tao Morden und die darauffolgenden
    mutmasslichen Folterungen doch jeden Grund dazu gehabt!
    Aber erstens ist Thaksin offensichtlich sehr geizig mit dem uns
    geklauten Geld geworden solange nicht feststeht dass er nach der
    nächsten Wahl wieder an die Tröge kommt,
    und zweitens wurden die vermutlichen Folterungen
    von seinen braunen Ganoven verübt
    die er noch braucht wenn er wieder an die Macht
    kommen sollte!

      berndgrimm(Quote)  (Reply)

    • egon weiss sagt:
      • STIN STIN sagt:

        lustige Thai, die da im gebrochenen Englisch brüllt. Sie tut aber so, als ob sie für 60 Millionen Thais spricht. Keine Erwähnung, das 20 Millionen für Prayuth stehen, momentan wohl eher 30 Millionen. Die ganze Gruppe besteht aus 20 Thais, 20 Männer, vermutlich Ehegatten und der Rest Kameraleute.

        Gleich viel liefen rum und hiessen Prayuth willkommen. Eher erheiternde Gruppe, die schon zu lange in Italien leben, als das sie noch richtig Ahnung von den Problemen hier haben.

        Im März 2014 liefen etwa gleich viel für Suthep in Mailand rum. Keine für die Rothemden, wo kommen die also her 🙂

        http://www.youtube.com/watch?v=YDBXqu2Lr4g

  2. STIN STIN sagt:

    Polenghis Schwester Arianna beschrieb General Prayuth als „einen Attentäter, der zusammen mit anderen die Exekution meines geliebten Bruders Fabio befohlen hatte. Jetzt wird er in Italien als legitimer Staatschef begrüßt… unglaublich“, sagte Arianna Polenghi in einem Statement.

    wenn man so etwas liest, versteht man gehirngewaschene Thais etwas besse – wenn schon Italiener so einen Blödsinn von sich geben.
    Wie kommt die Frau darauf, das Prayuth – der nicht mal Armeechef war – einen Befehl für die Tötung ihres Bruders gegeben haben soll? Kriegsreporter leben immer gefährlich und die Gefahr ist sehr gross – das sie in eine Kugel, die für einen anderen gedacht war – reinlaufen. Ich gehe ja nicht mal davon aus, das der von den Rothemden angeschossene Reporter absichtlich anvisiert worden ist – sondern, er lief auch mit den Soldaten mit und wurde dann von einer M79 der Rothemden getroffen. Das ist zwar traurig – aber Soldaten, Kriegsreporter und Helfer in Krisengebieten leben halt nun mal gefährlich.

    „General Prayuth sollte aus Mailand mit der deutlichen Botschaft abreisen, dass Europas Regierungen keine Militärherrschaft in Thailand akzeptieren“, sagte Brad Adams, Regionaldirektor der HRW in Asien. „Die thailändische Junta sollte begreifen, dass es keine Rückkehr zur Tagesordnung geben wird, solange Thailand nicht von einer in freien und fairen demokratischen Wahlen gewählten Zivilregierung regiert wird.“

    ich hoffe, das haben die HRWs der USA, China, Vietnam, Laos, Burma, Singapur, Malaysia auch so erklärt. Soeben hat die USA versehentlich ein paar Zivilisten in Syrien weggebombt – irrtümlich natürlich. Das passiert halt mal und wird weiter passieren.

    http://www.wochenblitz.com/nachrichten/bangkok/56970-schroffe-worte-in-mailand.html

  3. ben sagt:

    Rolf46:

    Da ist er einer von vielen und wird nicht besonders unangenehm auffallen…

    ….Bestimmt nur ähnlich diktatorisch regierte, wie Stadtstaat Singapur, China oder Nordkorea..

    Hast Du eigentlich Alzheimer, dass Du immer wieder den gleichen Mist postest??
    Falls Du in der Nähe Deiner ROTEN Pflege suchst (wenn Du wieder mal ins böse Thailand kommst):

    http://www.careresortchiangmai.com/de/index.php?viewID=6

    • STIN STIN sagt:

      eine Regierungsform in Thailand wie in Singapur wäre ideal. M.E. das am besten geführte Land der Welt. So gut wie eine Korruption, Drogen sehr minimal und auch sonst funktioniert dort alles perfekt. Ich war lange in Singapur tätig, meine Schwiegertochter arbeitete ein paaar Jahre dort. Auch das Sozialwesen – hervorragend, daher auch keine Aufstände der Singapurianer.

  4. Rolf46 sagt:

    Thailands neuer Machthaber hat sich zum Asem-Treffen – einem Dialogforum zwischen asiatischen und europäischen Staaten – in der italienischen Metropole Mailand angesagt.

    Da ist er einer von vielen und wird nicht besonders unangenehm auffallen. .. “Sich selbst ansagen” hat er natürlich nötig, denn einen Diktator lädt bestimmt kein EU-Land ein.

    “Wir haben beschlossen, keine bilateralen Treffen mit Prayuth abzuhalten”, beschreibt eine Diplomatin den EU-Plan vor dem “komplizierten Besuch”. Es gebe freilich Länder, die dennoch mit ihm reden wollten.

    Welche Länder sind das denn ? Bestimmt nur ähnlich diktatorisch regierte, wie Stadtstaat Singapur, China oder Nordkorea ? :mrgreen:

    • STIN STIN sagt:

      viele Länder reden weiter mit Prayuth – natürlich alle ASEAN-Länder – aber auch Länder wie Japan, Russland usw.
      Man wird sehen, wer nun mit Prayuth redet. Frankreich hatte eigentlich nie Probleme damit, mit solchen PMs zu reden.

      Es gab wohl Demonstrationen gegen ihn und auch für ihn. Beide etwa um die 60-100 Personen.

  5. STIN STIN sagt:

    die Franzosen haben normalerweise keine Berührungsängste mit undemokratisch an die Macht gekommene Regierungschefs. Bei den Engländern wird es draufankommen, welche Signale die von der USA erhalten.
    Der Besuch wird schon deshalb interessant, weil ich Prayuth nicht unbedingt als Diplomaten betrachte. Der sagt was er denkt und das ist zwar lobenswert aber auf der diplomatischen Bühne oft nicht passend.

    • Rolf46 sagt:

      STIN: ..die Franzosen haben normalerweise keine Berührungsängste mit undemokratisch an die Macht gekommene Regierungschefs.

      Kein Wunder, denn sie fördern als “gelernte” Imperialisten, nachdem sie ihre einst eroberten Kolonien im Laufe der Zeit wieder an die sich dort erfolgreich wehrenden Freiheitskämpf.. äh.. “Terroristen” verloren haben, gern selbst die ihnen nützlich erscheinenden Diktatoren. Genau wie die Amis, die das als selbsternannte “Weltführungsmacht” ebenfalls machen, ..nur sind die Franzosen etwas weniger erfolgreich und deshalb schon auf deutsche EU-Bürgschaften angewiesen.. 😉

      http://www.wiwo.de/politik/europa/eurokrise-frankreich-ist-total-bankrott/9992166.html

      Also ebenfalls kein Wunder, wenn die französischen Pleitegeier vor Diktatoren immer noch nicht zurückschrecken, wenn sie sich durch den Kontakt irgendwelche wirtschaftliche Vorteile erhoffen.. 8)

        Rolf46(Quote)  (Reply)

      • STIN STIN sagt:

        ja, da geb ich dir schon recht 🙂
        Aber das betrifft auch Deutschland – wenn es um Geschäfte geht, sei es mit China oder sogar Russland – drückt auch Merkel all ihre Hühneraugen zu.

Schreibe einen Kommentar zu STIN Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Optionally add an image (JPEG only)