Prayuth wirbt bei ASEM um Investoren

Für eine engere Zusammenarbeit der europäischen Staaten mit der ASEAN-Region hat sich Thailands Ministerpräsident General Prayut Chan-ocha auf dem 10. europäisch-asiatischen Gipfeltreffen in Mailand (ASEM) ausgesprochen.

Die EU rief er auf, in die bedeutenden Infrastrukturprojekte Südostasiens zu investieren. Thailand habe Großes vor und werde die Transportwege zu den Nachbarländern ausbauen; auch mit Blick auf den Gemeinsamen Markt ab 31. Dezember 2015 in der ASEAN-Region.

Der General befürchtet langfristig eine Verknappung von Lebensmitteln und Energie als Folge des Klimawandels. Die Staaten müssten bereits heute nach Lösungen suchen, sagte er weiter.

Bei einem Treffen mit Kambodschas Ministerpräsident Hun Sen sprach Prayuth Grenzprobleme an, die Handel und Investment behindern. Der General wünscht sich eine Kooperation bei der Suche nach Energie-Ressourcen vor den Küsten beider Länder. Seit Jahrzehnten streiten Kambodscha und Thailand über die Grenzziehung im Golf von Thailand. Hun Sen schlug vor, das Thema beim Besuch des thailändischen Premiers vom 30 bis 31. Oktober in Phnom Penh zu diskutieren.

Aktivisten hatten in Mailand gegen den Premier demonstriert. Sie appellierten an die EU, auf die Militärregierung Druck auszuüben, damit Thailand wieder zurück zur Demokratie findet. Der General solle Mailand mit der deutlichen Botschaft verlassen, dass Europa die Fortsetzung der Militärregierung nicht hinnehme, sagte Brad Adams von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Eine Rückkehr zum gewohnten Business werde es erst dann geben, wenn im Land wieder Demokratie herrsche und es freie und faire Wahlen gebe.

Das Forum als Plattform für einen Dialog zwischen Europa und Asien wurde 1996 gegründet. Es umfasst 51 Mitglieder und zwei internationale Organisationen. Auf dem ASEM-Gipfel in Mailand suchten Europa und Asien gemeinsame Antworten im Kampf gegen den Klimawandel, den Terror und gegen Ebola.

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5 Kommentare zu Prayuth wirbt bei ASEM um Investoren

  1. emi_rambus sagt:

    Der General befürchtet langfristig eine Verknappung von Lebensmitteln und Energie als Folge des Klimawandels. Die Staaten müssten bereits heute nach Lösungen suchen, sagte er weiter.

    Was sind denn das fuer neue Toene?
    Und was tut er dagegen? Mit unerschoepflichen Krediten aus China werden unnoetige, unwirtschaftliche Projekte finanziert.
    Die Kinder und Enkel von heute muessen das noch abbezahlen, wenn die Zuege schon lange verrottet sind.
    Was kann man sinnvolles mit der Schnellbahn machen, wenn die Verknappung von Lebensmittel befuerchtet wird?
    Vielleicht kann man Schnee aus dem Himalaya importieren und damit die Reisfelder bewaessern und zur Finanzierung nimmt man neue Kredite auf?!

    Was wuerde fuer Thailand herauskommen, wenn man sich mit Kambodscha ueber die Oelfelder einigt? Es wuerde noch mehr exportiert und die Aktionaere koennten dann noch mehr Wasser aus dem Himalaya importieren und ihre Privatarmee erweitern!??
    Was wird denn ernsthaft gegenden Klimawandel getan?
    Hat man die Menschen schon aufgegeben? Steigen die Grundstueckspreise schon , in Alaska, Kanada, Groenland, ….?
    Wer darf denn alles mit auf die “ArcheNoah” oder gibt es statt dessen eine Impfung zB gegen Ebola??
    Nein, ich habe ausser Wasser heute noch nichts getrunken. :Crying:

  2. Rolf46 sagt:

    STIN: Auf die 20 wird die EU sicher hören.

    Damit könntest du eventuell Recht haben, obwohl die EU ja auch nur ein in sich zerstrittener Verein ist, deren Mitglieder auf jeweils eigene wirtschaftliche Vorteile bedacht ist.

    Es hat sich mit Human Rights Watch aber in Mailand
    immerhin die Organisation zu Wort gemeldet, auf deren Meinung ihr doch immer so ganz besonders großen Wert gelegt habt , wenn es ums Leichenzählen und die Hochrechnungen derselben in Thaksins Krieg gegen die Drogen ging .. :mrgreen:

    Die haben mit Diktaturen und Putschgenerälen inklusive Prayuth natürlich auch nichts am Hut und äußern sich deshalb folgerichtig:

    Eine Rückkehr zum gewohnten Business werde es erst dann geben, wenn im Land wieder Demokratie herrsche und es freie und faire Wahlen gebe.

    Mit anderen Worten : Die Militärjunta mitsamt Prayuth muss weg, denn solche nicht vom Volk legitimierten Regierungen tun überall auf der Welt (ausnahmslos.. !) stets alles, um die geforderten freien und fairen Wahlen zu verunmöglichen.. und statt dessen nur ein Scheindemokratie-Theater zu veranstalten.

  3. berndgrimm sagt:

    STIN: Wäre ebenfalls ein grosser Schlag gegen Thaksin, da dieser das eigentlich geplant hat – zumindest für seine eigene Vermögensvemehrung.

    Es ist wohl offensichtlich dass Hun Sen Thaksin abgeschrieben hat.
    Wohl hauptsächlich deshalb weil er selbst Probleme mit seinem
    Wahlvieh bekommen hat!

  4. STIN STIN sagt:

    Aktivisten hatten in Mailand gegen den Premier demonstriert. Sie appellierten an die EU, auf die Militärregierung Druck auszuüben,

    ja, waren ca. 20 Aktivisten da – gebrüllt hat eigentlich nur eine Thai in kaum verständlichen Englisch.
    Auf die 20 wird die EU sicher hören. 🙂

    Interessant, das sich Prayuth nun Hun Sen annähert. Wäre zu begrüssen, wenn die beiden sich einigen könnten und
    beim Tempel und den Ölförderungen im Golf von Thailand zusammen arbeiten würden. Wäre ebenfalls ein grosser Schlag gegen Thaksin, da dieser das eigentlich geplant hat – zumindest für seine eigene Vermögensvemehrung.

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