Wallstreet-Journal über die Lage in Thailand

In Thailand wurde am 20. Mai das Kriegsrecht verhängt – nach monatelangen Protesten und Gewaltandrohungen der beiden widerstreitenden Lager, des regierungsfeindlichen demokratischen Reformkomitees des Volkes (People’s Democratic Reform Committee, PDRC), der sogenannten „Gelbhemden“, und der regierungsfreundlichen „Rothemden“, der Vereinigten Front für Demokratie und gegen Diktatur (United Front for Democracy against Dictation, UDD). Das PDRC forderte den Rücktritt des Kabinetts, um den Weg für eine eingesetzte Regierung frei zu machen.

Bis diese Forderung erfüllt war, sollten die Protestaktionen verschärft werden. Die UDD und die Regierung verurteilten das PDRC-Ultimatum und bestanden auf Neuwahlen. Die Gefahr von – scheinbar unausweichlichen – Auseinandersetzungen und Gewalt nahm zu.

Uns hat die Verhängung des Kriegsrechts nicht überrascht. Schließlich sind Interventionen der Armee in Thailand nichts Neues. Das Kriegsrecht könnte unseres Erachtens eine befristete Lösung darstellen, denn es verleiht dem Militär die Befugnis, im Land für Sicherheit und Ruhe zu sorgen und Gewalttaten und Zusammenstöße der gegnerischen Lager proaktiv zu verhindern. Unserer Ansicht nach muss sich das thailändische Volk gemeinsam für eine tragfähige Kompromisslösung entscheiden. Angesichts der Widerstandsfähigkeit des Landes gehen wir davon aus, dass am Ende eine Lösung stehen wird.

Der Militärputsch in Thailand sollte das Land offenbar aus einer Situation führen, die politisch einen toten Punkt erreicht hatte. Die thailändische Armee kann jetzt eine Regierung berufen, die ähnlich wie 2006 zu Reformen im Land beitragen dürfte. Natürlich müssen wir die Lage im Auge behalten, vor allem bezüglich der „Rothemden“, deren Anführer inzwischen abgesetzt wurde.

Thailand erlebt drastische Veränderungen, für die die jüngste Meldung eines Militärputsch nur ein weiteres Indiz darstellt. Die positive Nachricht ist in unseren Augen, dass das zivile Umfeld durch die Einführung der Militärherrschaft stabilisiert werden sollte, ohne dass der normale Geschäftsgang stärker beeinträchtigt wird. Abgesehen davon wird es einige Zeit dauern, wieder zu einer zivilen Regierung zurückzukehren. Dafür muss vermutlich erst die Verfassung des Landes für alle Beteiligten annehmbar geändert werden und ein neuer Wahlzyklus beginnen.

Wie alle unsere Anlagen sind auch unsere Positionen in Thailand langfristig orientiert. Wir gehen davon aus, dass die positiven langfristigen Wachstumstreiber für Thailand intakt sind. Dazu gehören ein ausgesprochen wettbewerbsfähiger Unternehmenssektor und japanische Investitionen, aber auch Wachstumspotenzial durch die zunehmende Integration der Regionen Thailands und der benachbarten Märkte Myanmars, Kambodschas und Laos’ in das Weltwirtschaftssystem.

Unsere Prognose für Thailand fällt positiv aus, denn ausländische Direktinvestoren wollen Stabilität im Land. Eine gewählte Regierung ist nach unserer Einschätzung der Sachlage derzeit schwierig herbeizuführen. Wir müssen also weiter abwarten, was für eine Regierung als Nächstes eingesetzt wird. Für diesen Zeitraum rechnen wir mit fortgesetzter kurzfristiger Marktvolatilität, aber nicht mit größeren Betriebsstörungen in bestehenden Unternehmen.

Auf lange Sicht dürften unseres Erachtens viele Unternehmen in Thailand fortbestehen und florieren. Längerfristig sollten sich nach unserem Dafürhalten gemäßigtere Kräfte durchsetzen. Die positiveren Wirtschaftstrends, die Thailand vor dem Putsch verzeichnete, wie steigende Pro-Kopf-Einkommen, könnten sich wieder einstellen. Thailand hat eine umfangreiche Mittelschicht und eine wachsende Konsumentenzahl. Das spricht für positive Konjunkturaussichten. Als Anleger konzentrieren wir uns auf Konsumgüter und Dienstleister wie Banken und Immobilienunternehmen, da Menschen in die Städte ziehen und Wohnraum brauchen.

Unserer Ansicht nach wird die Lage in Thailand unsicher bleiben, was viele Investoren abschrecken könnte, bis sich das politische Umfeld geklärt und stabilisiert hat. Eskalieren die Spannungen weiter, könnte auch der Tourismus darunter leiden. Der laufende Unternehmensbetrieb sollte nach unserer Überzeugung aber kaum nennenswert unterbrochen werden. Kursverluste bestimmter thailändischer Aktien erachten wir als Gelegenheit zu gezielten Schnäppchen. Viele thailändische Unternehmen konnten politische Unruhen in der Vergangenheit wiederholt bewältigen und haben sich trotzdem gut entwickelt, was von der Stärke und Widerstandskraft der thailändischen Bevölkerung zeugt.

Von Dr. Mark Mobius, Executive Chairman Templeton Emerging Markets Group: Kaum ein Name wird öfter mit Investments in den Schwellenländern assoziiert. Der 77-Jährige wurde 1987 von Sir John Templeton persönlich eingestellt, um den Fondsanlegern von Franklin Templeton neue aufstrebende Aktienmärkte zugänglich zu machen. Er verwaltet eine Reihe von Portfolios und ist Chef von 52 Portfoliomanagern und Analysten in 18 Büros von Franklin Templeton in Schwellenländern.

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41 Kommentare zu Wallstreet-Journal über die Lage in Thailand

  1. Rolf46 sagt:

    hanseat: Also relativierst du deine Aussage, dass der Monarch alleinig über alle Vermögenswerten im CPB tun und lassen kann, was er will?

    Mit allen Vermögenswerten kann er auch als allein Verfügungsberechtigter nicht mehr machen was er will (..betrifft aber nur die Vermögenswerte, nicht die ihm allein zufliessenden Erträge daraus !) , seitdem die absolute Monarchie abgeschafft wurde. Das bestreite ich vorsichtshalber nicht mehr , ..sonst haust du mir gleich wieder “deine” Thronhalle inklusive Königspalast um die antimonarchistischen Ohren.. 😉

    Diese speziellen Liegenschaften hätte er aber auch nicht verhökert, wenn es die absolute Monarchie noch gäbe.

    Worauf es mir hauptsächlich ankommt, ist die Feststellung, dass Forbes einen ganz triftigen Grund hat, auch die von dem CPB gemanagte Vermögensteile als Bestandteil des Gesamtvermögens des Königs zu bewerten.

    Es kommt dabei auf die Definition des Begriffes “Eigentum” an, unter dem man sich fälschlicherweise vielleicht etwas vorstellt, worüber man wie einst ein absoluter Monarch als Eigentümer auch einschränkungslos verfügen kann.

    Das ist aber heute nirgendwo mehr der Fall und es gibt auch bei unserem privaten Eigentum in vielen Fällen Einschränkungen bei der Nutzung und Verwendung.

    Dabei brauche ich nur mal an mein Haus und Land zu denken , welches also mein Privateigentum ist. Obwohl ich Eigentümer und allein Verfügungsberechtigter bin, darf ich am Haus nicht einmal ein Zimmerfenster vergrößern oder z.B. das Dach farblich anders als im Gebiet vorgeschrieben, eindecken lassen. Ich habe auch einen Brunnen mit bestem Wasser auf dem mir als Alleineigentümer gehörenden Grundstück, doch es gibt einen “Anschluß- und Benutzungszwang” für städtisches Wasser..

    Bei allen diesen als Beispiel genannten Dingen handelt es sich um Einschränkungen des Rechtes, mit meinem Eigentum das machen zu können, was ich als “Alleinverfügungsberechtigter” gerne möchte.

    Aber trotz gewisser Einschränkungen des Eigentumsrechtes käme doch niemand auf die Idee, mich deshalb nicht mehr als allein verfügungsberechtigten Eigentümer anzusehen.

    Warum sollte das nicht auch bei einem König so sein, der nicht mehr absolutistisch über sein Volk und Land herrschen darf ?

    Für den König als auch für mich besteht nämlich gleichrmaßen das wesentlichste Merkmal , welches zur Identifizierung von persönlichem Eigentum dient (egal ob privat ,oder geschäftlich oder sonstwie ( “Kronvermögen etc. ) : Der allein verfügungsberechtigte Eigentümer kassiert die Erträge seiner Vermögenswerte.

    Warum sollte das nicht auch bei einem König so sein, der nicht mehr absolutistisch über sein Volk und Land herrschen darf ?

    Für den darf es nun natürlich auch gewisse Einschränkungen seines Eigentumsrechtes geben, wobei sich am Wesentlichen aber überhaupt nichts ändert: Er ist und bleibt Alleinverfügungsberechtigter über die mit seinen Vermögenswerten erwirtschafteten Erträge.

    Und genau deshalb wertet Forbes auch das “ausgelagerte” Kronvermögen als einen Teil des Gesamteigentums des Königs .

    Stin sieht den König zwar nur noch als eine Art Oberbuchhalter des CPB und hat das irgendwo an ungenannter Stelle 😉 wie folgt gecheckt :

    Zitat Stin : Fakt ist – offiziell ist die Rolle des Königs beim CPB limitiert: er darf das Board ernennen und die Jahresberichte kontrollieren – das ist alles.

    ..aber das widerspricht schon mal den Angaben in Wikipedia und vor allem denen von Forbes, welche sich ganz detailliert damit befassen und schon deshalb als eher neutrale Beobachter zu betrachten sind, weil es denen beim Erstellen ihrer Reichenlisten doch völlig wurscht sein kann, wer dort von den reichen “Kandidaten” jeweils auf welchen Plätzen landet.

    Oder hältst du Forbes etwa für ähnlich parteiisch wie “unsere” königsliebenden Royalisten im Forum ? 😉

  2. ben sagt:

    Rolf46:

    …..Was spielt es für eine Rolle, wenn Thaksin 10 Billionen eignes Vermögen hätte, die Redshirts lieben ihn und somit hat sich schon alles erledigt…

    LIEBSTER PR,
    bist Du so doof oder spielst Du nur ??? – Hast Du wirklich nichts zu tun???
    Der Unterschied ist, dass Dich das Vermögen Thaksins oder Yinglucks überhaupt nicht interessiert – obwohl er es von Thailand geklaut hat…

  3. Rolf46 sagt:

    ben: Was spielt es für eine Rolle, wenn der König 10 Billionen eignes Vermögen hätte, die Thais lieben ihn und somit hat sich schon alles erledigt…

    Kontrastprogramm : Liebe, wohin man nur blickt ..

    Was spielt es für eine Rolle, wenn Thaksin 10 Billionen eignes Vermögen hätte, die Redshirts lieben ihn und somit hat sich schon alles erledigt… 😉

    Hat sich alles erledigt .. oder muss noch etwas erledigt werden ? :mrgreen:

  4. ben sagt:

    STIN:

    …Fakt ist auch, das Thaksin alle Jahresberichte des CPB in Dubai vorliegen hat….
    …Sollten also ev. Unregelmässigkeiten bei den Ausgaben vorhanden sein, wären diese Jahresberichte schon irgendwo aufgetaucht und kritsiert worden.

    ich finde Diskutieren ja ein schönes Hobby…. aber was da unsere Pirouetten Dreher veranstalten, geht ja nicht um diskutieren, sondern um das Rumstänkern gegen Thailand…
    Ich bewundere einerseits die Energie und Geduld, die ein STIN/Hanseat oder Bernd aufwendet, um so bornierten Kerle eine andere Sicht der Dinge zu vermitteln, die diese sowieso nie annehmen wollen! – aber mit einer Diskussion hat das wenig gemeinsam!
    Was spielt es für eine Rolle, wenn der König 10 Billionen eignes Vermögen hätte, die Thais lieben ihn und somit hat sich schon alles erledigt…

    • STIN STIN sagt:

      Was spielt es für eine Rolle, wenn der König 10 Billionen eignes Vermögen hätte

      wenn er sie hätte, kein Problem – ehrlich nicht. Ich mag halt keine von Robert Amsterdam verdrehten Dinge, die nicht stimmen.
      Ich mag solche Marathon-Diskussionen, man lernt sehr viel daraus. Hab mal mit einem aus nittaya.at über das Fracking diskutiert – habe endlos gegoogelt. Heute kann ich mich als Fracking-Experten bezeichnen. 🙂

      Ansonsten dürftest du auch keine Passau-Links hier einstellen. Der Akademiker – der das auf die Beine gestellt hat, ist ein Nitirat-Fan oder sogar Mitglied. Voll in D demokratisiert, ist seine Kritik eigentlich für Thailand wertlos, weil keine Mehrheit dahinter steht.

    • STIN STIN sagt:

      ja, komischerweise hat die YL-Regierung die Transparenz beim CPB abgeschalten – wusste ich vorher auch nicht. So lernt man dazu 🙂
      Ab 2011 gibt es keine Jahresberichte mehr.

  5. hanseat sagt:

    Rolf46 sagte am 19. Oktober 2014 um 1:31 pm u. a.:
    „..Hanseat, nun komm doch mal von deiner Thronhalle runter, die der Monarch als Staatsrepräsentant bestimmt nicht verscherbeln wird, kann oder darf..“

    Moin Rolf,

    vorweg, es ist nicht meine Thronhalle, sie sollte lediglich als ein Beispiel zum Bohren dicker Bretter mit dir dienen.

    Also relativierst du deine Aussage, dass der Monarch alleinig über alle Vermögenswerten im CPB tun und lassen kann, was er will?

    Wir, sowohl auch du und ich sollten nicht vergessen, dass nicht nur der Monarch sondern auch die Königin, der Kronprinz sowohl die Prinzessinnen ein Eigentum haben. Ich gehe davon aus, dass diese Vermögenswerten im CPB ebenfalls verwaltet werden und in der von Forbes und dir veröffentlichten 35 Milliarden US $ enthalten sind.

    STIN schreibt weiter unten, dass der Monarch privat für ca. 3 Milliarden EUR Vermögenswerte besitzen soll. Ob diese Zahl stimmt, kann und will ich nicht nachprüfen. Sie könnte aber durchaus hinkommen.

    Als der Kritiker „par excellence“ in Opposition zum König und der Monarchie hast du dich hier sehr hervorgetan.
    Jeden verfügbaren Strohhalm (LINK), der sich eben mit dieser Kritik befasste, hast du gierig verschlungen und uns nicht so hassenden Farangs um die Ohren gehauen, bzw. versucht um die Ohren zu hauen.

    Wenn du so gut im Auffinden von kritischen Berichten gegen die hiesige Monarchie bist, könntest du doch auch einmal, nur spaßhalber, dem Internet versuchen zu entlocken, was dein „verhasster Monarch“ seit seinem Amtsantritt vor über 60 Jahren so alles an Projekten angestoßen und auch zur „nachhaltigen“ Fertigstellung zum Wohle eben seines Volkes geleistet hat.

    Gerne bringe ich ein kleines Beispiel mit auf diesen Weg.

    Vor vielen Jahren, vielleicht ist es dir ja unbekannt, bauten die Bergbewohner im Norden Mohn an, um daraus Opium herzustellen und zu verkaufen.

    Das Projekt des von dir so verhassten Monarchen war, den Bergbauern vom Anbau anderer Früchte zu überzeugen.

    Somit wurde Arabic-Hochlandkaffee angebaut.

    Damit diese ganze Sache auch Hand und Fuß hatte, was man unter Fachleuten „Nachhaltigkeit“ nennt, wurde auch als royales Projekt die Vermarktung gesichert.

    Du solltest nicht über dieses, wenn auch kleines Projekt, deine antiroyale Nase rümpfen. „Nachhaltigkeit“ ist beim Erfolg aller Projekte das „A und O“, auf das der Monarch sehr achtete.

    Als Großprojekte könnten wir uns die Stauseen mit den Dämmen und den Generatoren zur Stromgewinnung anschauen.

    Auch hier herrscht die „Nachhaltigkeit“, sogar auf mehreren Ebenen.

    Einmal die Regulierung der Wassermassen und zum Zweiten zur Erzeugung umweltverträglichem elektrischen Stromes.

    Bei den Stauseen kommen noch die touristischen Highlights hinzu.

    Schwimmende Resorts mit Bewirtschaftung sowie Motorboote für Fahrten auf den Seen; das Personal wir von den Familien gestellt, die vor der Flutung der Seen dort wohnten.

    Das, lieber Freund, das hat etwas mit „Nachhaltigkeit“ zutun.

    Nebenbei, der Monarch hat sich sehr für den biologischen Anbau von Feldfrüchten eingesetzt.

    Sein Palast in Bangkok ist kein Palast der Repräsentation, er ist eine bäuerliche Versuchsanstalt.

    Alles könntest du mit deinem sonst so einmaligen antiroyalistischen Hass wissen.

    Die Liste der Lebensleistungen diese Königs ist damit noch keineswegs ausgeschöpft.

    • STIN STIN sagt:

      Fakt ist auch, das Thaksin alle Jahresberichte des CPB in Dubai vorliegen hat, da auch seine Finanzminister für die Erstellung dieser Berichte und Vorlage beim König veantwortlich waren. Bis zum Putsch war es Kittiratt Na-Ranong, ein Freund Yinglucks und Thaksins. Sollten also ev. Unregelmässigkeiten bei den Ausgaben vorhanden sein, wären diese Jahresberichte schon irgendwo aufgetaucht und kritsiert worden.

      Ich gehe davon aus, dass diese Vermögenswerten im CPB ebenfalls verwaltet werden und in der von Forbes und dir veröffentlichten 35 Milliarden US $ enthalten sind.

      nein, die Privatvermögen werden vom CPB-Vermögen strikt getrennt. Für das Privatvermögen ist das Privy Purse Bureau zuständig. Ob die auch die Vermögen der Königskinder – oder nur das Vermögen des Königs, weiss ich nicht.
      Teile des CPB werden von einem Amerikaner verwaltet – Mr. Michael David Selby, ein bekannter US-Witschaftsberater (CPB Property Co., Ltd. and CPB Equity Co., Ltd)

      Hier noch gan klar aus dem engl. Wiki:

      The CPB does not belong to the King in his private capacity, but to the Monarchy as an institution

      also hat der König genausoviel oder eben genausowenig Macht über dieses Vermögen, wie ein thail. PM über das Staatsvermögen. Eher weniger – weil bis heute ist noch nicht geklärt, wo die 500 Milliarden Reisgeld, das bereits budgetiert war, hin verschwunden ist.

      Was mich wundert, warum wurde ab 2011 keine Jahresberichte mehr veröffentlicht? Im Wiki ist noch ein toter Link zum Jahresbericht aus 2010.

      http://www.crownproperty.or.th/home/file/annual_report_2553.zip

      Hoffentlich hatte YL dort nicht schon ihre Finger drin. 🙂

    • Rolf46 sagt:

      hanseat: Also relativierst du deine Aussage, dass der Monarch alleinig über alle Vermögenswerten im CPB tun und lassen kann, was er will?

      Mit allen Vermögenswerten kann er auch als allein Verfügungsberechtigter nicht mehr machen was er will (..betrifft aber nur die Vermögenswerte, nicht die ihm allein zufliessenden Erträge daraus !) , seitdem die absolute Monarchie abgeschafft wurde. Das bestreite ich vorsichtshalber nicht mehr , ..sonst haust du mir gleich wieder “deine” Thronhalle inklusive Königspalast um die antimonarchistischen Ohren.. 😉

      Diese speziellen Liegenschaften hätte er aber auch nicht verhökert, wenn es die absolute Monarchie noch gäbe.

      Worauf es mir hauptsächlich ankommt, ist die Feststellung, dass Forbes einen ganz triftigen Grund hat, auch die von dem CPB gemanagte Vermögensteile als Bestandteil des Gesamtvermögens des Königs zu bewerten.

      Es kommt dabei auf die Definition des Begriffes “Eigentum” an, unter dem man sich fälschlicherweise vielleicht etwas vorstellt, worüber man wie einst ein absoluter Monarch als Eigentümer auch einschränkungslos verfügen kann.

      Das ist aber heute nirgendwo mehr der Fall und es gibt auch bei unserem privaten Eigentum in vielen Fällen Einschränkungen bei der Nutzung und Verwendung.

      Dabei brauche ich nur mal an mein Haus und Land zu denken , welches also mein Privateigentum ist. Obwohl ich Eigentümer und allein Verfügungsberechtigter bin, darf ich am Haus nicht einmal ein Zimmerfenster vergrößern oder z.B. das Dach farblich anders als im Gebiet vorgeschrieben, eindecken lassen. Ich habe auch einen Brunnen mit bestem Wasser auf dem mir als Alleineigentümer gehörenden Grundstück, doch es gibt einen “Anschluß- und Benutzungszwang” für städtisches Wasser..

      Bei allen diesen als Beispiel genannten Dingen handelt es sich um Einschränkungen des Rechtes, mit meinem Eigentum das machen zu können, was ich als “Alleinverfügungsberechtigter” gerne möchte.

      Aber trotz gewisser Einschränkungen des Eigentumsrechtes käme doch niemand auf die Idee, mich deshalb nicht mehr als allein verfügungsberechtigten Eigentümer anzusehen.

      Warum sollte das nicht auch bei einem König so sein, der nicht mehr absolutistisch über sein Volk und Land herrschen darf ?

      Für den König als auch für mich besteht nämlich gleichrmaßen das wesentlichste Merkmal , welches zur Identifizierung von persönlichem Eigentum dient (egal ob privat ,oder geschäftlich oder sonstwie ( “Kronvermögen etc. ) : Der allein verfügungsberechtigte Eigentümer kassiert die Erträge seiner Vermögenswerte.

      Warum sollte das nicht auch bei einem König so sein, der nicht mehr absolutistisch über sein Volk und Land herrschen darf ?

      Für den darf es nun natürlich auch gewisse Einschränkungen seines Eigentumsrechtes geben, wobei sich am Wesentlichen aber überhaupt nichts ändert: Er ist und bleibt Alleinverfügungsberechtigter über die mit seinen Vermögenswerten erwirtschafteten Erträge.

      Und genau deshalb wertet Forbes auch das “ausgelagerte” Kronvermögen als einen Teil des Gesamteigentums des Königs .

      Stin sieht den König zwar nur noch als eine Art Oberbuchhalter des CPB und hat das irgendwo an ungenannter Stelle 😉 wie folgt gecheckt :

      Zitat Stin : Fakt ist – offiziell ist die Rolle des Königs beim CPB limitiert: er darf das Board ernennen und die Jahresberichte kontrollieren – das ist alles.

      ..aber das widerspricht schon mal den Angaben in Wikipedia und vor allem denen von Forbes, welche sich ganz detailliert damit befassen und schon deshalb als eher neutrale Beobachter zu betrachten sind, weil es denen beim Erstellen ihrer Reichenlisten doch völlig wurscht sein kann, wer dort von den reichen “Kandidaten” jeweils auf welchen Plätzen landet.

      Oder hältst du Forbes etwa für ähnlich parteiisch wie “unsere” königsliebenden Royalisten im Forum ? 😉

      • STIN STIN sagt:

        Worauf es mir hauptsächlich ankommt, ist die Feststellung, dass Forbes einen ganz triftigen Grund hat, auch die von dem CPB gemanagte Vermögensteile als Bestandteil des Gesamtvermögens des Königs zu bewerten.

        sagen wir halt so, das Vermögen des CPB ist genausoviel Eigentum des Königs, wie das Blaudachhaus des Farangs im Isaan, wo der ja auch immer von: meinem Haus – spricht. 🙂

        Das ist aber heute nirgendwo mehr der Fall und es gibt auch bei unserem privaten Eigentum in vielen Fällen Einschränkungen bei der Nutzung und Verwendung.

        nein, man spricht nicht mehr von Privatvermögen, wenn man keinen direkten Zugriff hat. Lt. den meisten Medien darf der König beim CPB lediglich den Jahresbericht kontrollieren und den Chef des Verwaltungsrats bestimmen. Er hat keinen direkten Zugriff zum Vermögen, muss also das Finanzamt bemühen, wenn er was benötigt. Da überschätzt du leider die Macht des Königs in dieser Sache.

        Auch liegst du falsch, das es keine öffentlichen Jahresberichte gab – doch, wusste ich auch nicht. Gab es, wurde von YL gestoppt, da diese nur bis Bericht 2010 veröffentlicht wurden. Also leicht möglich, das ihr Finanzminister doch einen Weg gefunden hat, Geld rauszuholen.
        Ein Finanzminister sollte in der Lage sein, einen Jahresbericht zu manipulieren, oder?

        Die Veröffentlichung wurde also 2011 gestoppt – da hatte Thaksin ein Vermögen von 400 Millionen US$. 2013 hatte er schon wieder 1,7 Milliarden.
        Man sollte Forbes mal fragen, wie sie das berechnet haben. 🙂 Ein Schelm der Böses denkt.

        Aber trotz gewisser Einschränkungen des Eigentumsrechtes käme doch niemand auf die Idee, mich deshalb nicht mehr als allein verfügungsberechtigten Eigentümer anzusehen.

        wenn der König nicht selbst Zugang zum Vermögen hat, also nur über Antrag beim Finanzamt – so kannst du nicht behaupten (du bist übrigens der einzige, der das behauptet) du wärst alleine verfügungsberechtigt. Auch ist der König nicht Eigentümer, nicht mal Verwalter – sondern momentan ist das die Krone, mit Kontrollrecht des jeweiligen Kronträgers.

        Stin sieht den König zwar nur noch als eine Art Oberbuchhalter des CPB und hat das irgendwo an ungenannter Stelle 😉 wie folgt gecheckt :

        nein, nicht mal als Oberbuchhalter – das ist das Finanzamt. Eher als Revisor – der einmal im Jahr checken darf, ob alles ok ist.

        Worauf es mir hauptsächlich ankommt, ist die Feststellung, dass Forbes einen ganz triftigen Grund hat, auch die von dem CPB gemanagte Vermögensteile als Bestandteil des Gesamtvermögens des Königs zu bewerten.

        nein, es gibt keinen. Eher nur eine Intervention Robert Amsterdams, der ja sehr gute Kontakte zu Reuters u.a. Medien hat. Wikipedia, Bloomberg und alle anderen Medien beschreiben das korrekt, Forbes bis 2010 auch. 2010 gab es aber keine Änderung in den SPB-Statuten.
        Die Einnahmen aus dem CPB gehen wieder zurück ins CPB-Vermögen.

        Oder hältst du Forbes etwa für ähnlich parteiisch wie “unsere” königsliebenden Royalisten im Forum ?

        Forbes als neutral zu bezeichnen, halte ich für sehr gewagt. Hast du sehr gute Kontakte, wie . Amsterdam – schreiben die schon auch, was der möchte.
        Warum kommt Forbes ausgerechnet erst 2010 darauf, das sie sich Jahzehntelang geirrt haben. Nein, ich halte Forbes für nicht neutral.

  6. Rolf46 sagt:

    STIN: Zitat Rolf46: Als allein Verfügungsberechtigter ist er während seiner gesamten Lebenszeit der Kassierer sämtlicher steuerfrei erzielten Erträge.
    Antwort Stin: nein
    1. da er nur alleiniger “Kontrollberechtigter” ist.
    2. die steuerfreien Einnahmen bekommt er nicht, sondern diese werden zur Vermögensvermehrung des CPB verwendet. Sonst hätte der König schon längst 100e Milliarden an Privatvemögen

    Über den Begriff : “das Kronvermögen wieder unter alleiniger Kontrolle haben” gehen die Meinung von Forbes und dir also völlig auseinander.

    Weil du bei Punkt 2 aber falsch liegst und die Einnahmen lt. einem lt. Forbes vorhandenen Gesetz doch dem König zur beliebigen Verwendung zur Verfügung stehen :

    The law specifies that the use of the bureau’s assets and income “depends totally on the royal inclination” ..

    ..and that the government cannot seize or transfer them, or tax them.

    ..erkenne ich den König genau wie Forbes als alleinigen Verfügungsberechtigten über die steuerfrei erzielten Einnahmen.

    STIN: Übrigens, die Jahresberichte über die Projekte findest du auf der Webseite des CPB. Ev. kommen die Abrechnungen nun auch dazu – da einige Seiten neu gemacht werden.

    Das sind nicht die Jahresberichte ( = Bilanzen ) des CPB, aus denen der König die erzielten Jahresgewinne ersehen kann.
    Wenn das PCB nun Jahresberichte über die Projekte veröffentlicht, sagt das überhaupt nichts über den mindestens ebenso wichtigen Unterschied zwischen den Gesamteinnahmen und dem davon für soziale Projekte ausgegebenen Anteil aus.
    Nur wenn darüber etwas bekannt wird, kann man nämlich von Transparenz sprechen, ansonsten bleibt der Verdacht auf bewusst betriebene “Augenwischerei” bestehen.

    Darüber kann auch dein Hinweis auf den Papst in Rom nicht hinwegtäuschen, der im Vatikan eine noch viel schlimmere Nebelkerzenpolitik betreibt.., damit unter dem dort ebenfalls sorgfältig gepflegten Heiligenschein nicht versehentlich ein unerwünschter Schatten durchschimmert.. :mrgreen:

    STIN: Das schlimmste für die Thais wäre – wenn das CPB Vermögen der Staatskasse, bei all den korrupten PMs und Minister zufallen würde.

    Das kann und will ich nicht unbedingt abstreiten.. 😉

    Aber jetzt dürfte das ja dank Putschgeneral Prayuth und seiner durchgreifenden Militärjunta eigentlich nicht mehr passieren; .. und der König müsste dann auch nicht mehr als eine Art ehrenamtlicher Oberbuchhalter (..Fazit aus deiner Darstellung) sein Kronvermögen und die daraus erzielten Erträge “kontrollieren”, sondern diese Arbeit könnten durchaus Prayuths handverlesene Ehrenmänner (..im Parlament zwecks Füllung der Staatskasse..) wieder übernehmen, unter denen das zur Zeit entmündigte Wahlvolk dann auch später einmal Prayuths Premierminister-Nachfolge “frei” wählen darf.. 😉

    • STIN STIN sagt:

      Über den Begriff : “das Kronvermögen wieder unter alleiniger Kontrolle haben” gehen die Meinung von Forbes und dir also völlig auseinander.

      da ist sich scheinbar Forbes auch nicht so sicher, weil bis 2010 Bhumipols Vermögen mit US$ 5 Milliarden angegeben wurde und e auf Platz 5 lag.
      Erst nach ev. Intervention Robert Amsterdams wurde dann nach Jahrzehnten, geändert.
      Hab dir dazu schon im älteren Beitrag geantwortet, das eben die Rolle des Königs beim CPB begrenzt ist. Er hat seine eigene Vermögensvewaltungsges.
      Nennt sich: Privy Purse Bureau

      Alleinige Kontrollberechtigung hat er sicher. Er darf also Kontrollen ansetzen, wieviel er für richtig befindet. Wie auch ein jedes Finanzamt in der Bundesrepublik Deutschland Kontollberechtigung bei Firmen hat. Er darf offiziell aber nichts veräussern, beleihen, also Gelder abziehen usw.
      Ich kann mir aber schon vorstellen, das er vorher, als er noch aktiv seine Projekte besuchte und pflegte, genug moralische Authoität hatte, Gelder für seine Projekte locker zu machen. Ich finde die Einrichtung absolut in Ordnung. Sie erwirtschaft sich ihr Geld alleine und der König passt auf, das nichts wegkommt, wie bei der Staatskasse. Das Geld ist besser angelegt, wenn man solche Projekte, wie z.B. mit der Jimmy Carter Foundation – weiter betreibt und nicht populistische Programme, die lediglich die Mafia reicher macht – verfolgt.

      ..erkenne ich den König genau wie Forbes als alleinigen Verfügungsberechtigten über die steuerfrei erzielten Einnahmen.

      die fliessen ins CPB zurück nicht ins Privy Purse Bureau – sonst wäre das CPB ja schon pleite, wenn man nur Ausgaben hat, aber die Einnahmen abschöpft.

      Ja, er wird wohl die Berechtigung haben, Projekte zu beginnen, ohne vorher fragen zu müssen. Darum geht es aber nicht, weil sobald die Gelder über das CPB laufen, die Verwendung öffentlich wird. Da ist dann schwer, sich schnell einen Ferrari für private Verwendung zu kaufen. Thaksin hatte ja durch seinen Finanzminister Einblick in das Vermögen des CPB und würde dann schnellstens den lieben Robert einschalten.

      Der König kann also soweit schon Rechnungen aus dem CPB begleichen, halt immer so – das es auch bei Veröffentlichung, wie schon geschehen – als korrekt anerkannt wird.

      Nur wenn darüber etwas bekannt wird, kann man nämlich von Transparenz sprechen, ansonsten bleibt der Verdacht auf bewusst betriebene “Augenwischerei” bestehen.

      wie erwähnt, gab es solche Jahresberichte schon, also Kosten der Projekte. Ob die Einnahmen auch aufgeführt waren weiss ich nicht, die sind aber eh ziemlich öffentlich. Bloomberg kennt die recht genau.

      Ich denke, eine Veröffentlichung wird kommen, falls Kronprinzessin Sirindon Nachfolgerin wird. Villeicht dann noch schneller als im Vatikan, wo es noch viel intransparenter abgewickelt wird. Dort geht es aber um andere Beträge, um die Kirchensteuer von Bürgern weltweit.

      Aber jetzt dürfte das ja dank Putschgeneral Prayuth und seiner durchgreifenden Militärjunta eigentlich nicht mehr passieren;

      eine Entzug der königl. Kontrollberechtigung über das Vermögen des CPB halte ich für absolut falsch und gefährlich.

      1. fliesst das Geld in die Staatskasse, könnte Prayuth auf die Idee kommen, sich noch ein paar F18 anzuschaffen. 🙂 – weniger also Gefahr von Korruption, aber halt Waffenkäufe.
      2. man würde, wenn die 27 Milliarden US$ verheizt sind, die 1000e Projekte stoppen, die Staudämme verlottern lassen, wie die Eisenbahn – bis dann ein Unglück passiert. Es wäre eine Katastrophe für die Minderheiten im Norden, die mehrheitlich in königl. Projekten beschäftigt sind.
      3.) käme wieder eine Thaksin-Marionette an die Macht, müsste man das CPB vorher schnell wieder unter Kontrolle des Königs stellen.

      Nein, passt schon so.

  7. Rolf46 sagt:

    hanseat: Wenn das Crown-Büro keine Vermögensinformationen veröffentlicht, woher hat denn „deine“ Forbes die monetären Informationen her?

    Moin Hanseat,

    .. was nicht veröffentlicht wird und worüber nur dem König als einzigem Verfügungsberechtigtem Bericht erstattet wird, sind die jeweiligen Jahresbilanzen, aus welchen zu ersehen wäre, wieviel genau die vorhandenen Vermögenswerte dem Alleineigentümer steuerfrei gebracht hat, ..und wie die Erträge im einzelnen zwecks “Weitervermehrung” wieder investiert oder in welcher Höhe sie der königlichen Privatkasse zugeführt wurden.

    Davon kriegt auch Forbes nichts mit, was zur Gesamtvermögensschätzung aber nicht ausschlaggebend ist.

    Die wichtigsten Vermögensteile, also die “großen Brocken” , welche das meiste Geld bringen, sind auch ohne regelmäßige Veröffentlichung jedem speziell daran Interessierten bekannt.. nicht nur Forbes.

    Forbes hat sie früher soagar mal ganz genau vom CPB anhand einer veröffentlichten Studie erfahren, aber von weiteren Veröffentlichungen liest man nichts mehr.
    Macht ja auch nichts, denn wie schon erwähnt, sind die wichtigsten Vermögensteile den daran Interessierten längst bekannt, ..

    ( Beispiele dazu : Zum Grundbesitz gehören rund ein Drittel zentraler Bangkoker Geschäftsviertel. Allein dieser Anteil 8732 Rai ( 1 Rai= 1600m²) macht 31 Milliarden Dollar aus. Das königliche Büro zur Vermögensverwaltung hält weiterhin einen Anteil von 30% an der Siam Cement Group und 25% an der Siam Commercial Bank.

    Weiterhin gehören dem König am Fluss gelegene Standorte der 5 Sterne Oriental- und Royal Orchid Hotels, und grosse Ländereien in den Wirtschafts- und Botschaftsbezirken Silom, Sathorn und Wireless Roads.

    Land wurde an die Super Shoppingcenter Siam Paragon und Central World Shopping Plazas vermietet. Weitere Landvermietungen betreffen den Suan Lum Nachtbasar, das Queen Sirikit Convention Center, die Aktienbörse von Thailand sowie die Sermit und Sinthorn Bürogebäude. Eine Bangkoker Consulting Firma hat den Wert dieser Liegenschaften auf einen heutigen Wert von 31 Milliarden Dollar geschätzt.
    )

    …so dass sowohl der aktuelle Vermögenswert und auch die daraus für den darüber allein verfügungsberechtigten König anfallenden Erträge auch ohne Veröffentlichung von Forbes einigermaßen genau geschätzt werden können. Mit ca. 35 Milliarden geschätztem Gesamtvermögen liegen die also bestimmt nicht falsch.

    Aber das ist doch überhaupt nicht der Punkt worüber es sich groß zu diskutieren lohnt.
    Konzentrier dich doch endlich mal auf das, was viel wichtiger und ganz bezeichnend für die dabei betriebene Geheimhaltungs- und Verschleierungspolitik ist . Das ist nach meiner Ansicht die Tatsache, dass in Thailand niemand erfahren darf, welcher Anteil der jährlichen Riesengewinne des königlichen Unternehmens vom König “ans Volk verteilt” wird und welcher Anteil der Erträge der ständigen Mehrung des königlichen Vermögens dient..

    Solange es darüber keine Transparenz gibt, hat die vornehme Zurückhaltung und Verschwiegenheit über diese Daten mit Sicherheit auch einen ganz triftigen Grund.. 😉
    Welcher das ist, wirst du dir natürlich nicht denken können..; nicht einmal dann, wenn dir versehentlich auffallen würde, dass die Erträge schon seit 1949 im Staatshaushalt nicht mehr erscheinen.

    Macht ja auch weiter nichts, denn Yingluck hätte sie sonst wohl schon für das Reissubventionsprogramm verbraten oder Prayuth für ein unnützes militärisches Prestigeprojekt. Dann doch lieber ein ordentlicher Staudammbau zum Wohle des Volkes auf Kosten Veranlassung des Königs und neuer Umsatzrekord bei Siam-Cement, wo er längst schon Mehrheitseigner ist und Arbeitsplätze im Lande sichert.. :mrgreen:

    Das liegt schon daran, daß

    • STIN STIN sagt:

      .. was nicht veröffentlicht wird und worüber nur dem König als einzigem Verfügungsberechtigtem Bericht erstattet wird, sind die jeweiligen Jahresbilanzen, aus welchen zu ersehen wäre, wieviel genau die vorhandenen Vermögenswerte dem Alleineigentümer steuerfrei gebracht hat, ..und wie die Erträge im einzelnen zwecks “Weitervermehrung” wieder investiert oder in welcher Höhe sie der königlichen Privatkasse zugeführt wurden.

      das macht scheinbar weltweit niemand. Auch die Queen zahlt erst seit einigen Jahren Steuern – also warte noch ein wenig. Warum sollte man für Farangs die CPB Bilanz veöffentlichen? Thais könnten eine Bilanz nicht mal lesen, wenn sie vo ihre Nase halten würde – ausserdem dürfte das einen Thai genausowenig interessieren – wie die Katholiken weltweit über die Bilanz des vatik. CPB – die auch nicht veröffentlicht wird.

    • hanseat sagt:

      Moin Rolf,

      du gehst tatsächlich nach wie vor davon aus, dass der Monarch die Thronhalle als sein privates Eigentum an, zum Beispiel, dem Milliardär Thaksin veräußern könnte?

      • Rolf46 sagt:

        hanseat: du gehst tatsächlich nach wie vor davon aus, dass der Monarch die Thronhalle als sein privates Eigentum an, zum Beispiel, dem Milliardär Thaksin veräußern könnte?

        Moin Hanseat,

        ..du wiederholst dich wie eine kaputte Schallplatte.. und theoretisierst völlig unsinnig, um vom Wesentlichen, zu dem dir keine überzeugende Widerrede einfällt, abzulenken,..

        .. nämlich davon, dass die Gesamterträge aus den königlichen Vermögenswerten vom CPB nicht in die Staatskasse fließen, sondern der König , welcher ganz allein darüber verfügungsberechtigt ist, diese erhält.

        Trotzdem aber noch ein Wort zur Thronhalle und ,.. um dir vielleicht neue Ablenkungs-“Einwürfe” zu ersparen, auch noch zum Königspalast und den dazu gehörigen Anlagen.

        Auch hier extra für dich meine Wiederholung: Die gehören nicht zu den Ertragsbringern, sondern zu den Kostenverursachern..!

        Und trotzdem würde kein König Thailands auf die verrückte Idee kommen, seinen Königspalst mit Thronhalle zu verkaufen, wenn er nicht zuvor einen neuen und noch prunkvolleren Palast hätte bauen lassen.

        Das hat mit Recht dazu oder nicht überhaupt nichts zu tun, sondern nur mit gesundem Menschen- bzw. Königsverstand.

        Auch dich als hanseatischen Zivilisten würden deine Frau oder Geschäftspartner unverzüglich für “geschäftsunfähig” oder total verrückt erklären lassen, wenn du deine repräsentative Luxusvilla (..falls vorhanden 😉 ) verkaufen wolltest. um anschließend nach dem “Verteilen” deines Geldes in einem Behelfsheim eine Sozialwohnung zu beziehen.. :mrgreen:

        Noch viel weniger würden die Machtgaranten des Königs, also die Militärs ihrem wichtigen Legitimations-Beschaffer ein solches Verhalten durchgehen lassen, sondern dann würde er schnellstens “aus gesundheitlichen Gründen ausgewechselt” .

        Weil du durch solche Zusammenhänge nicht durchblicken willst oder kannst und nicht schnallst, was es in Bezug auf Eigentumsrechte bedeutet, wenn der König dank der royalistischen “Demokraten” wieder die alleinige Kontrolle über das bei ihm zuvor zwangsweise “ausgelagerte” und als Kronvermögen bezeichnete Eigentum und dessen Erträge zurückerhalten hat, hilft dir vielleicht als “Krücke” für dein in diesem Punkt offensichtlich etwas schwächelndes Theoretiker-Gehirn folgendes ebenfalls theoretisches Vergleichs-Szenario:

        Dank des Einsatzes der mit überwältigendem Wahlerfolg an die Macht gelangten thaksinistischen UDD-Volkspartei 😉 konnte der zuvor von der inzwischen gescheiterten und abgesetzten Militärjunta politisch verfolgte Khun Thaksin Shinawatra nun nach Thailand zurückkehren und wieder die alleinige Kontrolle über die ihm zuvor “abgezweigten” , ausgelagerten bzw. “eingefrorenen” Vermögenswerte übernehmen.

        Siehste.. jetzt müsste dir anhand dieses Beispiels endlich auch so langsam klar werden, warum damals die royalistische DP dafür gesorgt hatte, dass der König wieder seine ihm zuvor ebenfalls nach einem Putsch “abgezweigten” Vermögenswerte wieder ganz allein “unter seine Kontrolle” bringen konnte und die Erträge seitdem nicht mehr dem Staatshaushalt zugeführt werden. Dazu passt dann auch , dass der König natürlich keine Rechenschaft darüber ablegt, wo genau die steuerfrei erzielten Erträge bleiben. Ist ja auch nicht nötig, denn er verteilt sie ans Volk .., wie Stin mal geschrieben hat. Ich neugieriger Typ dagegen hätte zusätzlich noch gern gewusst, in welcher Dosis.. 😉

          Rolf46(Quote)  (Reply)

        • STIN STIN sagt:

          .. nämlich davon, dass die Gesamterträge aus den königlichen Vermögenswerten vom CPB nicht in die Staatskasse fließen, sondern der König , welcher ganz allein darüber verfügungsberechtigt ist, diese erhält.

          damit wir uns nicht wiederholen, erklär halt einfach – wo du diese Info her hast – Wiki schreibt was anderes. Verfügungsberechtigt und Kontrollberechtigt ist nicht das gleiche. Wenn dann aber der König also die Bezahlungen der Projekt-Rechnungen selbst macht, dann frage ich mich, warum er dann noch einen Jahresbericht benötigt.

          Aber warten wir zuerst auf deine Link zu deiner Quelle.

          Also stell mal einen Link hier ein, wo steht – das der König als einziger verfügungsberechtigt ist und ansonsten keiner – nicht der Vewaltungs-CEO und auch nicht der Aufsichtsrat.

          • Rolf46 sagt:

            STIN: damit wir uns nicht wiederholen, erklär halt einfach – wo du diese Info her hast – Wiki schreibt was anderes. Verfügungsberechtigt und Kontrollberechtigt ist nicht das gleiche. Wenn dann aber der König also die Bezahlungen der Projekt-Rechnungen selbst macht, dann frage ich mich, warum er dann noch einen Jahresbericht benötigt.

            Aber warten wir zuerst auf deine Link zu deiner Quelle.

            Also stell mal einen Link hier ein, wo steht – das der König als einziger verfügungsberechtigt ist und ansonsten keiner – nicht der Vewaltungs-CEO und auch nicht der Aufsichtsrat.

            Da braucht man nicht lange zu suchen. Damit.. und mit den ganzen Vorgängen und geschichtlichen Entwicklungen kennt sich Spezialist Forbes bestimmt besser aus als du bzw. Hanseat und schreibt dazu wie folgt:

            Link: http://www.forbes.com/global/2008/0901/032.html

            The government kept control of the bureau while the royal family was in exile, but after several coups in the 1940s, royalist supporters were able to strengthen the monarchy and a 1948 law handed control of the bureau back to the crown. The law specifies that the use of the bureau’s assets and income “depends totally on the royal inclination” and that

            . The bureau doesn’t issue an annual report, except to the king.

            “use of the income depends totally on the royal inclination” heisst auf gut deutsch : Er kann über das Vermögen und Einkommen nach “königlicher Neigung verfügen” , mit anderen Worten : Er hat die alleinige Verfügungsgewalt und die Regierung hat keinen Zugriff mehr ; ..auch nicht durchs Finanzamt:

            ..and that the government cannot seize or transfer them, or tax them.

            Wikepedia schreibt auch nichts anderes, denn der Begriff “unter alleiniger Kontrolle” bedeutet allgemeinverständlich auch “alleinige Verfügungsgewalt” , und du wirst dir hoffentlich unter Einsatz des gesunden Menschenverstandes auch vorstellen können , dass die an die Regierung gelangten Royalisten damals nicht so blöd waren, für ihren geliebten Monarchen nur eine Kontrollfunktion als quasi ernannter “Ober-Buchhalter” zu erkämpfen..

            Lies mal dazu auch meine ausführliche Antwort an Hanseat, der sich auch immer noch nicht mit dem Erkennen bestehenden Realitäten anfreunden kann.

            Zu deiner Frage, “wo geschrieben steht” , dass der CO oder Aufsichtsrat des CPB nicht verfügungsberechtigt ist, kann ich dir sagen, dass ein Aufsichtsrat generell nur eine Kontrollfunktion der Tätigkeiten der Geschäftsführung wahrnimmt, während die Geschäftsführung mit dem CEO für die operativen Geschäftstätigkeiten zuständig ist, aber über die erzielten Erträge natürlich auch nicht verfügen kann.
            Das ist allein Recht des Eigentümers, also des oder der Verfügungsberechtigten.

        • STIN STIN sagt:

          Siehste.. jetzt müsste dir anhand dieses Beispiels endlich auch so langsam klar werden, warum damals die royalistische DP dafür gesorgt hatte, dass der König wieder seine ihm zuvor ebenfalls nach einem Putsch “abgezweigten” Vermögenswerte wieder ganz allein “unter seine Kontrolle” bringen konnte

          vor diesem Putsch war das heute vom CPB verwaltete Vermögen Privatbesitz des Königs. Das hat man ihm 1932 weggenommen. Danach wurden die Vermögen in Pivatvermögen des Königs (ca 3 Miiliarden EU), dem Kronvermögen (ca 27 Milliarden EU) und dem Staatsvermögen aufgeteilt. Über das Privatvermögen kann der König frei vefügen – ins Ausland transferieren, an irgenjemanden vererben, verschenken usw.
          Beim Kronvermögen hat er diese Verfügungsberechtigung nicht. Er kann dieses Vermögen weder seiner Tochter Chulabhorn vererben, noch kann er es ins Ausland transferieren. Dieses Vermögen bleibt bei der Krone – sei es später der Sohn oder eben die Tochter. Somit ist das was du oben schreibst total falsch, weil wenn ich alleiniger Verfügungsberechtigter bin, kann ich die 27 Milliarden auch an seine Kinder aufteilen – kann er aber nicht.

          Gottseidank ist das Geld nicht in der Staatskasse, dann wäre es wohl schon in HGK 🙂

          • Rolf46 sagt:

            12510″>STIN: weil wenn ich
            ><a href="#comment-alleiniger Verfügungsberechtigter bin, kann ich die 27 Milliarden auch an seine Kinder aufteilen – kann er aber nicht.

            Als allein Verfügungsberechtigter ist er während seiner gesamten Lebenszeit der Kassierer sämtlicher steuerfrei erzielten Erträge.

            Sollte noch eine Einschränkung bezüglich der Übertragungsmöglichkeiten an mehrere vorhandene Kinder bestehen (..würde Thaksin aus Steuerspargründen machen) , ist sie ohnehin für den jeweils herrschenden König nicht von großer Bedeutung, denn dann wird eben der Thronfolger der zukünftige Allein-Verfügungsberechtigte dieses von dem CPB verwalteten Erbteils und seiner Erträge.

            Auf alle Fälle bleibt alles dem Königsclan ungeschmälert erhalten.. Nur wenn der mal keinen Nachfolger vorweisen kann oder evtl. durch republikanische Monarchiegegner gestürzt wird, bekommt die bisher leer augehende Staatskasse wieder die aktuell nicht vorhandene Verfügungsgewalt zurück.

              Rolf46(Quote)  (Reply)

          • STIN STIN sagt:

            Als allein Verfügungsberechtigter ist er während seiner gesamten Lebenszeit der Kassierer sämtlicher steuerfrei erzielten Erträge.

            nein

            1. da er nur alleiniger “Kontrollberechtigter” ist.
            2. die steuerfreien Einnahmen bekommt er nicht, sondern diese werden zur Vermögensvermehrung des CPB verwendet. Sonst hätte der König schon längst 100e Milliarden an Privatvemögen – er hat aber nur 3 Milliarden EUR – und das schon Jahrzehnte (lt. Forbes bis 2010)

            Das schlimmste für die Thais wäre – wenn das CPB Vermögen der Staatskasse, bei all den korrupten PMs und Minister zufallen würde. Man kann davon ausgehen, dass das CPB nicht von korrupten PMs geplündert werden kann, da hier auch tw. Gegner der Monarchie aufpassen. Wie z.B. der vorige FM.

            Auf alle Fälle bleibt alles dem Königsclan ungeschmälert erhalten..

            jein – wenn ein Nachfolger einer Seitenlinie König werden sollte, bekommt dieser die Kontrollberechtigung, dann ist es von dieser Familie weg.
            War schon mal – Bhumipol ist kein direkter Nachfolger von Rama I.

            Ich gehe auch davon aus, das bei einer weiblichen Thonnachfolge – recht schnell auch der Jahresbericht auf der CPB-Webseite aufscheint. Sirindorn
            schlägt da sicher einen modernen Weg ein.

            Zu hoffen bleibt halt, dass das Konvermögen weiterhin vom jeweiligen König mitkontrolliert und für soziale Projekte verwendet wird und nicht in
            der Staatskasse versandet. Dann würden sofort alle Projekte nach und nach eingestellt werden. Die sind dem Thaksin sowieso ein Dorn im Auge, weil er das nie geschafft hat. Sein Dammbau-Versuch mit Geldern aus der Staatskasse wurde zu Fiasko und ging den Bach runter.

            Übrigens, warum sollte der König päpstlicher als der Papst sein – der verwaltet das Vatikan-Vermögen noch viel intransparenter. Auch dort gibt es keine Aufzeichnungen über die 200 Projekte und deren Finanzierung.

            Übrigens, die Jahresberichte über die Projekte findest du auf der Webseite des CPB. Ev. kommen die Abrechnungen nun auch dazu – da einige Seiten neu gemacht werden.

        • hanseat sagt:

          Moin Rolf,
          du kannst oder willst einfach nicht auf eine einfache von mir gestellte Frage antworten.
          Um beim Beispiel zu bleiben. Die Thronhalle ist das Eigentum der Nation. Die Nation wird durch die Monarchie repräsentiert. Die Monarchie wir durch den amtierenden König repräsentiert. Er, der Repräsentant der Nation ist verpflichtet, Bauten wie die Thronhalle an seine Nachfolger weiter zu geben. Ein Verkauf käme gar nicht in Frage, derweil er nicht der Eigentümer des Gebäudes ist.
          Dass eben gerade du nicht seitens des CPB-Büros über Einnahmen und Ausgaben informiert wirst, ist zwar sehr bedauerlich aber momentan wohl nicht zu ändern. Sehe ich mal so.

          • Rolf46 sagt:

            Hanseat, nun komm doch mal von deiner Thronhalle runter, die der Monarch als Staatsrepräsentant bestimmt nicht verscherbeln wird, kann oder darf..

            Das sieht aber bei den nicht repräsentativ genutzen Vermögenswerten im CPB , wie beispielsweise sämtlichen Firmenbeteiligungen und vermieteten Geschäftsgebäuden in bester Lage in BKK aber ganz anders aus. Ob er die Grundstücke auch verkaufen, zukaufen oder tauschen kann, weiss ich zwar nicht, halte es aber durchaus für möglich, auch wenn er es in größerem..auffälligen.. Umfang wohl noch nicht gemacht hat.. ungeschriebenen Gesetzen gehorchend..

            Oder ist dir vielleicht ein Paragraph in den Thai-Gesetzen bekannt, wo das ganz klar und transparent geregelt ist.., so das du es nicht deinen Vorstellungen entsprechend auslegen musst.. ? 😉

          • STIN STIN sagt:

            natürlich kann das CPB Beteiligungen vekaufen. Aber der Aufsichtsrat muss halt abzeichnen, ev. der König auch. Alleine kann er es zu 1000% nicht
            verkaufen, da der König nicht im Aufsichtsrat sitzt.

          • STIN STIN sagt:

            habe nochmals nachgecheckt: Fakt ist – offiziell ist die Rolle des Königs beim CPB limitiert: er darf das Board ernennen und die Jahresberichte kontrollieren – das ist alles. Er darf weder eigenmächtig über das Vermögen Verfügen, abheben oder sonst wie veäussern, ohne Zustimmung des Finansministers.

            Unter Abhisit gab es sogar einen 2-Jahresbericht (2009-2011) im Internet, ist aber momentan nicht mehr vorhanden. Kommt ev. wieder neu.

            Das Privatvermögen des Königs wird vom Privy Purse Bureau verwaltet und beträgt, wie schon erwähnt – um die 3 Milliarden EUR. NUR dort ist der König alleine verfügungsberechtigt und kann schalten und walten wie er möchte.

            Bhumipol (nicht CPB) hält bei mehreren Firmen Anteile, darunter auch bei

            Minor International Pcl (MINT)
            Burger King Worldwide Inc

            insgesamt im Wert von 63 Millionen US$. Er besitzt dazu auch noch Grundstücke, Wert unbekannt, die ihm persönlich gehören.

            Habe gestern noch bei Bloomberg usw. nachgesehen, ob ich was finde – das der König alleine (ohne Finanzministerium über das CPB verfügungsberechtigt ist, fand aber eigentlich genau das Gegenteil.

            Auch wurden Jahresberichte bereits veröffentlicht, kommt ev. wieder. Der letzte war hier und wurde dann von
            YL Finanzminister entfernt – keine Ahnung warum. Hoffentlich waren seine Hände nicht auch schon in dieser Kasse.

            http://www.crownproperty.or.th/home/main2.php?sec=annual_report (momentan leer)

  8. hanseat sagt:

    Rolf46 sagte am 18. Oktober 2014 um 12:23 pm u. a.:
    „..Moin Hanseat,
    ..da gibt es nichts zum Weiterkommen, weil alles x-mal schon gesagt wurde und das Ergebnis feststeht: Forbes liegt goldrichtig mit seiner Vermögenseinschätzung, woran du auch nichts mit deinen fadenscheinigen Royalistenargumenten ändern kannst…“

    Moin Rolf,
    bei dir muss man tatsächlich dicke Bretter bohren, bevor du eine einfache Frage gewillt bist, zu beantworten.
    Meine wirklich „einfache“ Frage war und ist: Wenn das Crown-Büro keine Vermögensinformationen veröffentlicht, woher hat denn „deine“ Forbes die monetären Informationen her?
    Als Eselsbrücke hatte ich ja schon helfend von meiner Seite die Kaffeesatzleserei oder das Orakel der Kristallkugel beigesteuert.
    Vielleicht klappt es ja, wenn ich dir und den anderen Ungläubigen ein Beispiel mit auf den Weg gebe?
    Der spätere Bundeskanzler Schröder war vorher MP vom Bundesland Niedersachsen. Das VW-Werk hat bekanntlich seinen Sitz in Wolfsburg, also in dem Bundesland des damaligen MP Schröder. Am VW-Werk hat das Bundesland (nicht Schröder) ein größeres Aktienpaket. Wenn es über Entscheidungen im Werk ging, an denen die Eigentümer mit zu entscheiden hatten, war unser Beispiel, der MP Schröder, dabei. Er, nicht als persönliche Person, sondern als Amtsperson hatte seine Entscheidung des Eigentümers, dem Land Niedersachsen, zu erklären.
    Schröder hätte, mit Recht, etwas dagegen gehabt, wenn dieses Aktienpaket in seine Steuererklärung mit einfließen sollte!
    So, lieber Freund, sehe ich jedenfalls das Verhältnis des Monarchen zu dem Eigentum der Krone.
    Kannst du 100 prozentig davon ausgehen, dass deine genannten Anteile an Siam-Cement persönliche Anteile oder vielleicht doch Anteile der Krone sind?

    Zu der Einkommenssteuerbefreiung kann ich nicht so viel sagen. Wenn es denn so sein sollte, könnte es, wie in Großbritannien vor geraumer Zeit auch passierte, geändert werden. Nur, das ist nicht unser (Farang) Problem, das sollten die Thais selber regeln. Nebenbei, bei dem steuerfreien Verkauf von Aktien des Bobbeles hattest du nicht solche Bauchschmerzen gehabt.

  9. Rolf46 sagt:

    hanseat: mit des Monarchen Privateigentum kommst du wohl nicht weiter..

    Moin Hanseat,

    ..da gibt es nichts zum Weiterkommen, weil alles x-mal schon gesagt wurde und das Ergebnis feststeht: Forbes liegt goldrichtig mit seiner Vermögenseinschätzung, woran du auch nichts mit deinen fadenscheinigen Royalistenargumenten ändern kannst.

    Von den kreativen Vermögens- und Einkommensverschleierungstechniken, mit denen sich Superreiche arm erscheinen lassen können, wirst du aber vermutlich nicht profitieren können.

    Sonst würdest du wohl auch noch auf die dann naheliegende Idee kommen, einen Teil deines Vermögens möglichst steuerbefreit auszulagern ..z.B in eine von dir als Allein-Verfügungsberechtigten “kontrollierte” Vermögensverwaltungsgesellschaft namens HPH (Hanseaten-Property-Office) .

    Der von dir dort eingesetzte geschäftsführende Direktor sorgt dann dafür, dass der Jahresertrag (Unternehmens-Bilanzen werden ausschließlich dir vorgelegt) ebenso unauffällig auf deine privaten Konten verteilt wird , von denen du dann zur Wahrung deines von PR-Fachleuten stets gut gepflegten Wohltäter-Images gelegentlich publikumswirksame Verteilaktionen ” für gute Zwecke” in Höhe eines von niemandem zu kontrollierenden Prozentsatzes der Gesamteinnahmen startest.

    Wenn du dann noch einen Aufsichtsratsvorsitzenden ernennst, der auf besondere berufliche Erfahrungen im Umgang mit Finanzämtern und Steuern verweisen kann..

    (z.B. so einen wie Finanzminister Schäuble, der bekanntlich auch mal 100.000 Euro Parteispende unbekannter Herkunft in einer Schublade übersehen hatte 😉 )

    .. dann könntest du dich schon fast genau so fühlen wie ein echter König.. , kämst aber bei Forbes trotzdem nicht in die Monarchenreichtum-Vergleichsliste, weil du genau wie Thaksin und andere von weniger Privilegierten beneidete “Steuersparer” nur Privatmann bist. :mrgreen:

      Rolf46(Quote)  (Reply)

      Rolf46(Quote)  (Reply)

  10. hanseat sagt:

    Rolf46 sagte am 18. Oktober 2014 um 11:22 am u. a.:
    „..Ist wahrscheinlich unter den vielen anderen Teilnehmern nicht sonderlich aufgefallen, weil er sein verräterisches Diktatoren-Outfit, also die Generalsuniform vorsichtshalber zu Hause gelassen hat …“

    Moin Rolf,
    mit des Monarchen Privateigentum kommst du wohl nicht weiter, so wird dann von dir eine „neue Sau durchs Dorf gejagt“.
    Sollte dir entgangen sein, kann ja mal vorkommen, dass der jetzige PM Ende September in den Ruhestand sich verabschiedet hat. Somit ist er, dein verhasster PM, Privatier. Als dein Bobbele noch in Amt und Würden und dienstlich im Ausland weilte, hatte er auch nie seine alte Uniform als Polizei-Oberstleutnant getragen. Warum auch, bei beiden ist das politische Amt, welches sie bekleiden bzw. bekleidet haben, höher als ihr aktiver Dienstrang. Wer geht da schon gerne in der Hierarchie rückwärts? Du als dem großen Thailand Kenner solltest etwas vom Gesichtsverlust bei der hiesigen Bevölkerung gehört haben!

  11. berndgrimm sagt:

    egon weiss: das ist das wallstree journal
    nur das geld zaehlt. fuer mich skrupel.

    Da hast du Recht!
    Früher hat das WSJ eigentlich immer pro Thaksin geschrieben.
    Dieser Beitrag ist schon viel realistischer aber keineswegs
    pro Prayuth.
    Für mich ist erstaunlich dass kein Ami die wirklichen Probleme
    in Thailand schnallt (oder schnallen will)!

    • STIN STIN sagt:

      das tut das WSJ i.d.R. sowieso nicht. Aber es bestätigt mit diesem Artikel auf, das Coups in Thailand meist schnell in Vegessenheit geraten und die
      Wirtschaft sich meist sehr schnell wieder erholt.

  12. ben sagt:

    STIN:

    …. Nicht mal AI, HRWs usw. glauben Kritsuda mehr – es gibt keine glaubhaften Nachweise, das jemand gefoltert wurde…

    Ja, unsere LIEBSTEN PE/PR,
    das ist wieder negativ für die 2 Anti-Thailand Stänkerer.. – jetzt müssen sie wieder Links suchen, oder nochmals das Vermögen des Königs durch rechnen.. – und in Italien lief auch alles OK für den General… er kam ohne grosse Anfeindungen über die Runde..

    • STIN STIN sagt:

      ja, aber sei gnädig – es liegt in der Natur des Menschen – das man sich halt nur das raussucht – was man glauben möchte. Man lästert über den angeblichen Reichtum des Königs, über die Intransparenz beim CPB und vegisst dabei – das es im Vatikan, bei dem 3/4-Gott wesentlich intransparenter abläuft, da es dort scheinbar nicht mal über Staatsgelder einen Haushaltsbericht gibt. Dafür trug dann der arme Papst Paulus 1000 EUR Schuhe von Gucci.

      Lt. Medien unterhält der Vatikan nur 200 kleine Projektchen, eines davon für die Indios. Wo fliessen die restlichen Milliarden hin. Der thail. König hat also berechtigt meinen grossen Respekt, nicht dieser 3/4 Gott im Vatikan mit seinen mafiösen Stukturen.

      Gottseidank bin ich schon mit 14 ausgetreten, bevor sie mir einen Cent abziehen konnten. 🙂

    • Rolf46 sagt:

      ben: – und in Italien lief auch alles OK für den General… er kam ohne grosse Anfeindungen über die Runde..

      Ist wahrscheinlich unter den vielen anderen Teilnehmern nicht sonderlich aufgefallen, weil er sein verräterisches Diktatoren-Outfit, also die Generalsuniform vorsichtshalber zu Hause gelassen hat … 😉

  13. egon weiss sagt:

    das ist das wallstree journal
    nur das geld zaehlt. fuer mich skrupel.

    The Wall Street Journal
    The Wall Street Journal
    Schriftzug
    Beschreibung amerikanische Tageszeitung
    Verlag Dow Jones & Company
    Erstausgabe 8. Juli 1889
    Erscheinungsweise tägl. außer Sonntag
    Chefredakteur Gerard Baker
    Herausgeber William Lewis
    Weblink http://www.wsj.com
    The Wall Street Journal (Kurzform: The Journal, auch WSJ) ist eine internationale, englischsprachige Tageszeitung, die in New York City herausgegeben wird. Die als politisch konservativ geltende[1][2][3] Zeitung wird herausgegeben vom Verlag Dow Jones & Company, der seit August 2007 zur News Corporation von Rupert Murdoch gehört. Das Wall Street Journal ist gegenwärtig die auflagenstärkste Zeitung der USA.[4Profil und politische Ausrichtung[Bearbeiten]
    Das Wall Street Journal ist eine konservative, wirtschaftsliberale Zeitung, die zwar nie eine Wahlempfehlung abgibt, aber eher der Republikanischen Partei nahesteht. So unterstützte die Zeitung die Linie der Bush-Regierung im Krieg gegen den Terror und hat unter anderem Kommentare[9][10] veröffentlicht, in denen die Behandlung der Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo gerechtfertigt wurde. In der Kontroverse um die globale Erwärmung steht das Blatt ebenfalls den Republikanern nahe und lässt oft Personen zu Wort kommen, die den menschengemachten Klimawandel abstreiten.[11]

    • STIN STIN sagt:

      gilt aber als neutral. Warum sollten sie lügen? Man sieht ja in der Vergangenheit, wie schnell Thailand sich immer wieder von einem Putsch erholt hat und danach die Vorjahres-Zahlen schnell wieder eingeholt und sogar steigern konnte. Nach einem Putsch kurz runter, danach höher wie vor dem Putsch.
      Thailand ist halt resistent geworden, nach all den vielen Coups. 🙂

    • egon weiss sagt:

      ja und findet folterung angemmessen.

      • STIN STIN sagt:

        welche Folterungen? Nicht mal AI, HRWs usw. glauben Kritsuda mehr – es gibt keine glaubhaften Nachweise, das jemand gefoltert wurde.
        Ich warte dazu lieber erstmal weitere Berichte von Amnesty International ab – dann kann man darüber diskutieren. Also erst wenn AI wie beim Drogenkrieg Thaksins, schreibt: es sind erdrückende Beweise vorhanden – dann glaub ich das.

    • Rolf46 sagt:

      egon weiss: So unterstützte die Zeitung die Linie der Bush-Regierung im Krieg gegen den Terror ..

      Das wäre doch die ideale Zeitung für Prayuth, denn der wird sich früher oder später eventuell auch noch gegen die von ihm zu Terroristen erklärten Redshirt-Freiheitskämpfer (Hinweis @ Ben: ..bezahlt und ferngesteuert aus Dubai und Hongkong 😉 ) wehren müssen, die ihn in einem langanhaltenden Zermürbungskrieg das jetzt schon nicht mehr ganz so fröhliche Diktatorenleben schwermachen könnten.

  14. STIN STIN sagt:

    so sehe ich das auch. Noch kein Putsch hat Thailand langfristig geschadet. Die Wirtschaft hat sich immer recht schnell erholt.

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