Japan und die Philippinen haben am Montag angesichts des wachsenden Einflusses Chinas in regionalen Gewässern ein bilaterales Verteidigungsabkommen unterzeichnet, um gemeinsame Übungen für eine engere Sicherheitszusammenarbeit zu erleichtern.

Die japanische Außenministerin Yoko Kamikawa und der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro unterzeichneten in Manila das Abkommen über gegenseitigen Zugang. Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. war nach seinem Treffen mit Kamikawa und dem japanischen Verteidigungsminister Minoru Kihara Zeuge der Unterzeichnung.

Später am selben Tag äußerten die beiden Länder in einer gemeinsamen Pressemitteilung im Anschluss an ihre „Zwei-plus-Zwei“-Sicherheitsgespräche mit ihren Außen- und Verteidigungsministern ihre „ernste Besorgnis über die gefährlichen und eskalierenden Aktionen Chinas“ im Südchinesischen Meer.

Bei dem Treffen sagten die philippinischen Außenminister Enrique Manalo, Teodoro, Kamikawa und Kihara auch, dass ihre enge Vierer-Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten und Australien der Schlüssel zur „Förderung der gemeinsamen Vision eines freien und offenen Indo-Pazifiks“ sei.

Japans erstes RAA mit einem Mitglied des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASO) wird Beschränkungen für Personaltransfers zwischen den japanischen Selbstverteidigungsstreitkräften und dem philippinischen Militär für gemeinsame Übungen und Katastrophenhilfseinsätze im jeweils anderen Land lockern.

Zu Beginn der Morgensitzung sagte Marcos, der neue Verteidigungsdeal sei „sehr wichtig“, während Kamikawa ihn als „großen Erfolg“ bezeichnete.

Sobald das RAA in Kraft tritt, kann Japan als vollwertiges Mitglied an der groß angelegten Militärübung Balikatan teilnehmen, die die Philippinen und die USA jährlich in der Nähe des südostasiatischen Landes durchführen. Die SDF haben sich zuvor bereits als Beobachter beteiligt.

China reagierte scharf auf die Unterzeichnung des japanisch-philippinischen Abkommens über regionale Zusammenarbeit. Außenministeriumssprecher Lin Jian erklärte auf einer Pressekonferenz in Peking, das Abkommen dürfe „weder den Frieden und die Stabilität in der Region untergraben“ noch „auf Drittparteien abzielen“.

„Die Region Asien-Pazifik braucht keine Militärgruppen und schon gar keine kleinen Zirkel, die Blockkonfrontationen provozieren und einen neuen Kalten Krieg anzetteln“, sagte Lin und fügte hinzu, dass jegliche Aktionen, die der regionalen Einheit und Zusammenarbeit schaden, „die Wachsamkeit und den gemeinsamen Widerstand“ der Menschen in der Region wecken würden.

Tokio und Manila, beides Verbündete der USA, haben in den letzten Jahren als Reaktion auf die wachsenden Aktivitäten und Gebietsansprüche Pekings im Ost- und Südchinesischen Meer ihre Verteidigungsbeziehungen intensiviert.

Chinesische Küstenwachschiffe haben in den letzten Monaten in der Nähe umstrittener Untiefen im rohstoffreichen Südchinesischen Meer wiederholt aggressive Aktionen gegen philippinische Schiffe durchgeführt, unter anderem mit Wasserwerfern. China beansprucht die Souveränität über fast das gesamte Meer.

Chinesische Schiffe sind zudem wiederholt in japanische Hoheitsgewässer rund um die Senkaku-Inseln eingedrungen, eine Gruppe unbewohnter, von Tokio kontrollierter Inseln im Ostchinesischen Meer, auf die Peking Anspruch erhebt und die es Diaoyu nennt.

Die Unterzeichnung des RAA zwischen Japan und den Philippinen erfolgte, nachdem Premierminister Fumio Kishida und Marcos im vergangenen November vereinbart hatten, Verhandlungen über das Abkommen aufzunehmen.

Japan hat bereits RAAs mit Australien und Großbritannien unterzeichnet, die beide im vergangenen Jahr in Kraft getreten sind, und verfügt über einen ähnlichen Pakt mit den USA, das sogenannte „Status of Forces Agreement“.

  • Quelle: Bangkok Post (dir)

Japans Außenministerin Yoko Kamikawa und der philippinische Verteidigungsminister Gilberto Teodoro geben sich am Montag im Malacanang-Palast in Manila auf den Philippinen die Hand, nachdem sie das gegenseitige Zugangsabkommen unterzeichnet haben. (Foto: Reuters)

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Von stin

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Siamfan
Siamfan
10 Tage zuvor

japan und philippinen unterzeichnen verteidigungspakt angesichts wachsender bedenken gegenueber china 090724/
JAPAN, ‘D’, UND VIELE ANDERE, SOLLTEN MIT ATOMBOMBEN AUFRUESTEN. VOM SPERRVERTRAG KOSTET ES 5.000€[/DM] EINE ATOMBOMBE ZU ZUENDEN.
AUSSERDEM GEHEN WASSERSTOFFBOMBEN AUCH!!!

Siamfan
Siamfan
9 Tage zuvor
Reply to  stin

japan und philippinen unterzeichnen verteidigungspakt angesichts wachsender bedenken gegenueber china 090724 709/
WENN JEDER, DER ATOM-BOMBEN HAT, DIE AUF CHINA SCHMEISSEN WUERDE, GIBT ES KEIN CHINA MEHR!
WENN ALLE, DIE “AUSLANDSCHINESEN” INTERNIEREN UND DANN AUSWEISEN WUERDE, GAEBE ES HUNGERSNOETE IN CHINA!
MUESSTEN DIE FAST ALLE DURCH RUSSLAND ZURUECKLAUFEN, DORT AUCH!!!

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