BANGKOK: Die Kreditwürdigkeit Thailands sollte heraufgestuft werden, da die Zinslast der Regierung relativ gering sei, sagt Finanzminister Pichai Chunhavajira.
Laut Herrn Pichai beträgt die Zinslast der Regierung lediglich neun Prozent ihrer Staatseinnahmen und liegt damit unter der vom Amt für öffentliche Schuldenverwaltung festgelegten Grenze von zwölf Prozent.
„Thailands Kreditwürdigkeit liegt immer noch bei BBB+, was meiner Meinung nach niedriger ist, als es sein sollte. Ich denke, das Land sollte eine Kreditwürdigkeit von A- haben“, sagte er.
„Wenn man Thailands wirtschaftliche Situation mit anderen Ländern vergleicht, die ein A-Rating haben, sehe ich keinen großen Unterschied zwischen Thailands wirtschaftlichem Status und dem dieser Länder.“
Bezüglich der Bedenken, dass die politische Stabilität die Kreditwürdigkeit des Landes beeinträchtigen könnte, sagte Herr Pichai, dass es zwischen Thailand und anderen Ländern mit besserer Bonität keinen großen Unterschied gebe, da es überall politische Probleme gebe.
Dem Fiscal Policy Office zufolge wird für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,2 bis 3,2 % prognostiziert, wobei der Durchschnitt bei 2,7 % liegt, was einem Anstieg gegenüber 1,9 % im Jahr 2023 entspricht. Dieses Wachstum dürfte durch die Erholung des Tourismussektors vorangetrieben werden.
Der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung prognostiziert für dieses Jahr ein BIP-Wachstum von 2,3 bis 2,8 Prozent, im Durchschnitt dürfte es bei 2,5 Prozent liegen.
Der private Konsum und die privaten Investitionen werden voraussichtlich um 4,5% bzw. 0,3% wachsen, während die Exporte um 2% steigen sollen. Der Leistungsbilanzüberschuss wird auf 2,3% des BIP geschätzt, während die Inflation zwischen 0,4% und 0,9% liegen dürfte.
Herr Pichai äußerte sich auch zur Reduzierung der Schuldentilgung gemäß Abschnitt 28 des staatlichen Finanz- und Haushaltsdisziplinargesetzes und merkte an, dass dies keinen Einfluss auf die Liquidität der staatlichen Finanzinstitute habe, die derzeit über überschüssige Liquidität verfügten.
Er sagte, die Reduzierung der Schuldentilgung bei staatlichen Finanzinstituten sei für diese von Vorteil, da sie über überschüssige Mittel verfügten und oft nicht wüssten, wie sie diese verwalten sollten.
Indem sie die überschüssigen Mittel bei staatlichen Finanzinstituten belassen, erhalten sie weiterhin Zinsen vom Finanzministerium, sagte Herr Pichai.
Nach Abschnitt 28 des Gesetzes darf das Finanzministerium zur Finanzierung staatlicher Projekte Kredite von staatlichen Finanzinstituten aufnehmen und diese später zurückzahlen. Allerdings ist die Kreditaufnahme auf 32 Prozent des Jahresbudgets begrenzt.
Die aktuelle Kreditaufnahme bleibt innerhalb dieser Grenze. Er sagte jedoch, dass die Belastung nach diesem Abschnitt von mehreren Faktoren abhängt, darunter zusätzliche Kredite für zukünftige Projekte und das Schuldentilgungsbudget nach Abschnitt 28.
- Quelle: Bangkok Post (dir)
STIN // AI
Prayuth hat es ohne Bettelei geschafft, um eine Stufe höher zu klettern. 🙂
Welche Stufe ?
April 2020 um eine Stufe höher – auf BBB+ stable
Ohne Bettelei….
Ist nun mal so, ich kann da auch nix dafür, auch wenn es dir weh tut.
So ist der Ausblick der Rating Agenturen für TH.
Politiker beeinflussen diese Ratings kaum.
Aber eine Diktatur wird immer für stabiler gehalten als eine Demokratie.
Aber die Entscheidungen über Investitionen in TH werden nicht in TH getroffen und schon garnicht vom BoI sondern im Ausland hauptsächlich Japan weil die meiste Industrie in TH japanisch ist.
Leider doch, ich würde sogar behaupten – nur eine Regierung kann das beeinflußen.
Rating-Agenturen gucken sehr streng auf Vrschuldungen.
Das sah man schon bei Srettha und seinem chaotischen 10.000 Baht Projekt.
Er veranschlgte dafür um die 500 Milliarden Baht. Schon kam die Warnung von Moody, TH solle aufpassen, sie
würden erst einmal noch keine Abwertung durchführen, sondern beobachten.
Alles was ein Rating verändern könnte, kommt von der Regierung – sei es die Subventionspolitik bei
Investoren, sei es Sozialprojekte, die 100e Milliarden kosten – also alles von Regierung gesteuert.
Auch hier scheinst du keine Ahnung zu haben – eher von Weinsorten, oder? 🙂
Diese Ansicht ist nicht mal so falsch.
Nehmen wir dazu Libyen mal als Beispiel.
Heute sollte Libyen Demokratie sein, war vom Westen/EU/USA so geplant.
Was ist aber real passiert: Libyen ist heute ein failed state, mehr Tote als
in 30 Jahren unter Gaddhafi.
Bei Gaddhafi konnte man in Libyen sicher Urlaub machen, keine Probleme – wurde auch angeboten.
Wer aber macht heute noch in Libyen Urlaub.
Gleiches beim Irak, sehr stabil unter Hussein – heute kann ein Ausländer nicht mehr so eifach durch den Irak reisen,
wenn er seinen Kopf behalten möchte.
Ja, ich habe nicht gegen eine autoritäre Regierung, wenn es mit Demokratie nicht
funktioniert und dadurch dann ein Land zerbricht.
Falsch…..
Alle Investoren kommen an BOI nicht vorbei, geht einfach nicht.
Nur BOI kann Grundstücke für Industrie bereitstellen,
nur BOI kann ab 40 Millionen Investition dem CEO genehmigen, ein
Grundstück (1 Rai) zu erwerben. Nur BOI kann Subventionen vergeben und
was ganz wichtig ist – nur BOI kann einem Unternehmen 100% Kontrolle
genehmigen, nicht nur 49% – somit benötigt ein großes Unternehmen dann keine
Thai-Mehrheit.
Also wenn China, mit BYD z.B. in TH investiren möchte, wenden die sich an BOI und wickeln
dann darüber alles ab. Auch die Stückzahl pro Jahr wird mit BOI ausgehandelt.
Nenn mir einen Japaner, der nicht über BOI investiert hat, dann gucke ich mal nach.
Hyundai, Toyoata haben übr BOI investiert. BMW und Nissan wohl auch…..
Richtig, mit 28% hat Japan zumindest die relative Mehrheit unter den Investoren, nicht die
absolute.
Danach kommt USA mit 15% usw.
Nur ist es halt trotzdem Thai-Industrie, nicht Japan-Industrie.