BANGKOK: Die Schließungen werden vor allem einer Kombination aus Konjunkturabschwung, intensiver Konkurrenz, steigenden Kosten und geringerer Konsumneigung zugeschrieben.

In einem kürzlichen Interview mit Thansettakit betonte Thaniwan Kulmongkol, Präsident der Thai Restaurant Association , dass Gastronomen ihre Geschäftsmodelle dringend umstellen müssten, um in diesem schwierigen Umfeld bestehen zu können.

„Viele Restaurants waren nicht in der Lage, sich an die veränderte Marktdynamik anzupassen. Diejenigen, die an traditionellen Geschäftsmodellen festhalten, finden es zunehmend schwieriger, mit moderneren Konkurrenten zu konkurrieren und die Kosten effektiv zu verwalten, was zu Verlusten und schließlich zur Schließung führt. Diese Unfähigkeit, ihr Angebot weiterzuentwickeln, um die Nachfrage der Verbraucher zu erfüllen, hat sich als erhebliches Hindernis erwiesen“, sagte sie.

Ein Paradebeispiel hierfür ist eine einst sehr erfolgreiche Shabu-Suki-Restaurantkette, die heute mit starker Konkurrenz durch neuere, preisgünstigere Betriebe zu kämpfen hat, die den Wünschen der Verbraucher besser gerecht werden.

Besonders besorgniserregend ist die Situation für größere Restaurants und solche, die auf gesellschaftliche Veranstaltungen wie Ruhestandsfeiern angewiesen sind. Die Buchungen für solche Veranstaltungen sind deutlich zurückgegangen, was zu erheblichen Umsatzeinbußen führt.

Thaniwan Kulmongkol
Thaniwan Kulmongkol

Selbst Spitzenrestaurants und preisgekrönte Restaurants, darunter solche mit Michelin-Sternen, mussten einen Umsatzrückgang von 40 % hinnehmen. Viele waren deshalb gezwungen, auf Privatkapital zurückzugreifen, um ihr Geschäft über Wasser zu halten.

Trotz dieser Herausforderungen prognostiziert TTB Analytics, dass der gesamte Restaurantmarkt in Thailand im Jahr 2024 einen Wert von 669 Milliarden Baht haben wird, was auf Potenzial trotz der intensiven Konkurrenz schließen lässt.

Daten des Handelsministeriums zeigen, dass es in den ersten sieben Monaten des Jahres 2023 im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg der Gründungen und Schließungen von Gastronomiebetrieben um 11,27 % kam.

Lineman Wongnai berichtete, dass im vergangenen Jahr über 100.000 neue Restaurants eröffnet wurden, ein Anstieg von 13,6 %, wodurch die Gesamtzahl der Restaurants in Thailand auf 680.190 anstieg. Etwa 50 % der Restaurants schlossen jedoch innerhalb der ersten sechs Monate.

Obwohl die Kaufkraft insgesamt gesunken ist, gehen die Thailänder immer noch gern auswärts essen. Dies gilt insbesondere für die Arbeiterklasse, die Wert auf ein gemütliches Essen legen. Der wirtschaftliche Druck hat die Verbraucher jedoch dazu veranlasst, sich für günstigere Alternativen zu entscheiden.

Um die aktuelle Krise zu meistern, drängte Thaniwan Gastronomen, Technologien wie Online-Marketing, Bestandsverwaltung und Online-Bestellungen zu nutzen. Um Kunden anzuziehen, sei es auch wichtig, sich durch einzigartige Speisenangebote oder ein attraktives Ambiente von der Konkurrenz abzuheben.

Für die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, die auf dem Markt Anklang finden, seien eine effektive Kostenkontrolle und ein tiefes Verständnis des Verbraucherverhaltens unabdingbar, sagte sie.

Auch wenn die Zukunft der Restaurantbranche mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist, bleibt Thaniwan hinsichtlich der langfristigen Aussichten optimistisch. Grund dafür sind die Ernährungsgewohnheiten der 60 Millionen Einwohner Thailands und der Zustrom ausländischer Touristen.

„Da die Thailänder mindestens drei Mahlzeiten am Tag zu sich nehmen und internationale Besucher authentische thailändische Küche suchen, bleibt die Nachfrage nach Restaurants bestehen. Unternehmer, die sich anpassen und innovativ sein können, werden langfristig gute Chancen haben, erfolgreich zu sein“, sagte sie.

Mit Blick auf die Zukunft werden in der Restaurantbranche erhebliche Veränderungen erwartet, darunter:

  • Alternative Zutaten: Pflanzliche, insektenbasierte und im Labor gezüchtete Lebensmittel
  • Nachhaltige Verpackungen: Reduzierung der Umweltbelastung
  • KI-gestützte Innovation: Personalisierte Menüs und andere Dienste
  • Lieferung und Mitnahme: Auf den veränderten Lebensstil der Verbraucher eingehen.

  • Quelle: The Nation (dir)
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STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr zuvor
Antwort auf  stin

Das hat aber unterschiedliche Gründe:
In TH gab es immer viel zuviele Garküchen und Restaurants.
In D habe die Leute wohl gezwungenermaßen Rechnen gelernt.
Es gibt in D soviele Kochkurse im TV aber niemand will kochen.
In TH lohnt es sich nicht selber zu kochen weil das Essen aus Garküchen billiger ist.
Meine Frau kocht nur für/wegen mich/mir. Es ist deutlich teurer als aus den Garküchen aber besser und billiger als in den Restaurants.
Außerdem esse ich lieber zu Hause wegen des Ambientes welches mir kein Restaurant bieten kann.
Nur Fisch und Seafood kommt bei uns immer aus der Fischbraterei am Markt in Ang Sila.
Bevor ich mir in D eine Pizza oder Fast Food kommen lassen würde koche oder brate ich mir lieber selber was.
Ich esse ja sehr viel Spargel wenn ich in D bin. Mache ich immer selber weil ich im Restaurant nur 250g Spargel bekomme , wenn ich selber koche aber 500g. Dafür weniger Beilagen. Ich brauche auch kein Steak oder Schnitzel zum Spargel sondern nur etwas Schinken oder Graved Lax oder ein scharfes Omelette.
Würde ich in einer späteren Jahreszeit nach D kommen würde ich z.B. Rahmspinat aus der Tiefkühltruhe essen.Mit Salzkartoffeln und Omelette.
Kostet wenig und geht schnell.
Ich esse auch gern Kohlrabi die es in TH so nicht gibt.Auch mit Salzkartoffeln und z.B. Nürnberger Bratwürsten oder Leberkäs.
Ich esse auch gern rohes Sauerkraut oder Grünkohl Eintopf oder Linsensuppe. Geht Alles schnell und manches schmeckt aufgewärmt noch besser.Einiges kann man sogar einfrieren und ein paar Tage später essen.

Siamfan
Siamfan
1 Jahr zuvor

die thailaendische restaurantbranche kaempft mit einer schweren krise mehr als 600 000 betriebe mussten in den letzten drei jahren ihre tueren schliessen 230924/
WENN ICH DEN ARTIKEL LESE, FAELLT MIR EIN, WAS ICH OFT ZU MEINER FRAU BEI „DISKUSSIONEN“ SAGE, DAS IST ALLES NUR „EXCUSE‘!
ES GEHT HIER NICHT DARUM, ETWAS ZU VERBESSERN, ES GEHT NUR DARUM, SEIN GESICHT NICHT ZUVERLIEREN!!!
+
ICH GEHE JETZT IN MEINE STAMMKNEIPE.
WENN DER NICHT ‚LINEMAN‘, ‚SHOPEE‘, … HAETTE, WAERE DER AUCH SCHON ZU.
NUR MAL SO ALS ANREGUNG.
IN DER KNEIPE IST KAUM NOCH EINER!
+
DAS THEMA IST VOLL WICHTIG FUER DIE ZUKUNFT THs, IST ABER NICHT IN 5[0] MINUTEN ZU ERLEDIGEN.
MORGEN MEHR!!!!!

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