BANGKOK: Leider hat der neugewählte Premierminister Paetongtarn Shinawatra beschlossen, nicht an der 79. UN-Generalversammlung teilzunehmen.

Dieses Jahr ist besonders bedeutsam, da die 193 UN-Mitgliedsstaaten am Pakt für die Zukunft arbeiten, dessen Ziel es ist, eine gesunde und sichere Welt für alle Bürger zu gewährleisten – kurz gesagt, die Nachhaltigkeit unseres Planeten zu sichern.

Außenminister Maris Sagiampongse wird Thailand in New York City vertreten. Ihm obliegt die Herkulesaufgabe, Thailands Botschaften bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen an die Welt zu übermitteln. Während seines Besuchs wird er sich auf die Rolle der thailändischen Diplomatie bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung und der Wahrung von Frieden und Inklusivität konzentrieren.

Der Zukunftsgipfel soll allen Ländern und Akteuren eine Plattform bieten, um die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele bis 2030 zu beschleunigen. Der geplante Pakt umfasst 60 Maßnahmen und stärkt die Zusammenarbeit zur Bewältigung gegenwärtiger und künftiger Herausforderungen.

Der Gipfel hat außerdem fünf Themenbereiche identifiziert: Frieden und Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und nachhaltige Entwicklung, Wissenschaft und Technologie und Innovation, Jugend und zukünftige Generationen sowie globale Governance.

Thailand hat sich in den vergangenen Jahrzehnten im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung aktiv für die Unterstützung und den Aufbau von Partnerschaften mit Entwicklungsländern in den Entwicklungsländern zu diesen verschiedenen Themen eingesetzt.

Darüber hinaus ist eine allgemeine Krankenversicherung ein weiteres zentrales Thema, das die UN-Mitglieder beschäftigt, denn auch nach der Pandemie wird die Welt in vielen Teilen der Erde immer noch von ansteckenden Krankheiten heimgesucht.

Seit seiner Einführung im Jahr 2002 haben alle thailändischen Bürger in allen Lebensphasen Anspruch auf grundlegende präventive und kurative Gesundheitsdienste.

Thailand kann stolz auf seine hervorragenden Leistungen im Bereich der öffentlichen Gesundheitsversorgung sein. Verschiedene internationale Organisationen, darunter auch UN-nahe Organisationen, haben Thailands einzigartiges Gesundheitssystem anerkannt, das als Modell für andere Entwicklungsländer dienen könnte.

Der neue Premierminister Thailands hätte diese Gelegenheit bei der UN-Generalversammlung nutzen können, um das öffentliche Krankenversicherungssystem des Landes weiter voranzubringen und aus den Erfahrungen des Landes zu lernen.

Dies ist eine verpasste Chance, da ihre Regierung gleichzeitig eine aktive Politik verfolgte, Thailand in ein Zentrum der Wellness- und Medizinbranche zu verwandeln.

Eine weitere Herausforderung ist Thailands Kandidatur für den UN-Menschenrechtsrat. Im vergangenen Jahr kündigte der ehemalige Premierminister Srettha Thavisin bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen an, dass Thailand sich um einen Sitz im UNHRC von 2025 bis 2027 bewirbt.

Die thailändische Regierung setzt sich für die Förderung von Demokratie und Menschenrechten ein. Sie verpflichtet sich außerdem, bürgerliche und politische Rechte zu fördern und zu schützen und gleichzeitig die schrittweise Verwirklichung wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte, insbesondere für benachteiligte Menschen, sicherzustellen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Auffassung der thailändischen Regierung zum Schutz der Menschenrechte oft in Frage gestellt.

Als Mitglied des UNHRC könnte Thailand dazu beitragen, den globalen Diskurs und die Normen im Bereich der Menschenrechte zu lenken, Politik zu gestalten und die Wirkung der Arbeit des HRC vor Ort zu maximieren.

Und schließlich ist es für Thailand als Nachbarland mit der längsten Grenze zu Myanmar zwingend erforderlich, den Vorrang diplomatischer Bemühungen gegenüber militärischen Aktionen zu betonen.

Die Konfliktparteien in Myanmar kämpfen weiterhin mit direkter oder indirekter Unterstützung ihrer Verbündeten. Ohne politischen Dialog wird der massive Verlust unschuldiger Zivilisten unvermindert weitergehen. Es ist an der Zeit, dass alle betroffenen Länder eine konstruktive Rolle bei der Befriedung des kriegszerrütteten Myanmar spielen.

Als Gründungsmitglied der ASEAN ergänzen Thailands bilaterale Bemühungen in Bezug auf Myanmar den Fünf-Punkte-Konsens. Im Dezember

Bangkok wird Gastgeber des ASEAN-Troika-Plus-Treffens sein, um weitere Aktionspläne zur Bereitstellung humanitärer Hilfe für betroffene Dorfbewohner durch ASEAN- und UN-geführte Organisationen zu konsolidieren. Man hofft, dass dieser Prozess zu politischen Dialogen mit dem Ziel einer friedlichen und dauerhaften Lösung führen wird.

Neben den aktuellen, früheren und künftigen ASEAN-Vorsitzenden sollen auch andere Dialogpartner einbezogen werden, insbesondere jene mit gemeinsamen Grenzen zu Myanmar.

  • Quelle: Thai PBS World (dir)

 

STIN // AI

Von stin

5 Comments
Älteste
Neueste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr zuvor
Antwort auf  stin

Sie hat ja von Politik keine Ahnung

Ich dachte immer das wäre in TH Voraussetzung um PM werden zu dürfen?
Es können ja nicht Alle solch männliche Naturtalente wie Prayuth sein!

1-24
berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr zuvor
Antwort auf  stin

Ja ,natürlich ist Thaksin auch politisch tot.
Er benutzt nur das Theater welches um ihn gemacht wird um sich selber als Sieger über seine Beseitiger zu feiern.
Und er hat dabei immer noch viel mehr Follower als seine Beseitger. Egal ob Prayuth , Prawit , Anutin etc. Er schlägt sie Alle noch mit ihren eigenen Waffen.
Natürlich sind Alles nur Marionetten. Aber bei Thaksin sieht jeder wer die Fäden führt.
Bei Prayuth,Prawit, Anutin sieht man es nicht.
Nur STIN ist der Meinung daß Prayuth seine Fäden selber in der Hand hat.
Ach so ja , der große Kampf der Untoten Thaksin und Prawit findet mangels Publikumsinteresse nicht statt.
Han Solo hat seine Tage und Darth Vader kriegt man nicht wach.

Zuletzt bearbeitet am 1 Jahr zuvor von berndgrimm
{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com