BANGKOK: Ehemaliger Chef der Polizeistation Nakhon Sawan verbüßte eine lebenslange Haftstrafe wegen Folter und Tötung eines Drogenverdächtigen.
Thitisan „ Joe Ferrari “ Utthanaphon, ein Polizist, der 2021 wegen der Folterung und Tötung eines Drogenverdächtigen verurteilt wurde, wurde am Freitagabend erhängt in seiner Zelle im Zentralgefängnis Klong Prem in Bangkok aufgefunden.
Die Justizvollzugsbehörde gab am Samstag eine Erklärung heraus, in der sie bestätigte, dass die Gefängnisbeamten am Freitag um 20.50 Uhr über den Tod eines Häftlings informiert worden seien. Der Häftling sei mit „gequetschten Fingern und ohne Puls“ an seiner Zellentür sitzend aufgefunden worden, hieß es. Ein Handtuch um seinen Hals war an die Zellentür gebunden.
Der Verstorbene wurde später als Thitisan identifiziert, der zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden war und drei Jahre und sechs Monate in Zone 5 des Gefängnisses verbüßt hatte.
Auf den Videoaufnahmen war zu sehen, dass niemand die Zelle betreten hatte. Um die Todesursache festzustellen, wird derzeit jedoch eine Autopsie durchgeführt.
Am Freitagmittag, so die Beamten, habe Thitisan Besuch von seiner Frau bekommen, und die Gefängnisbeamten hätten zu diesem Zeitpunkt nichts Ungewöhnliches bemerkt.
In der Erklärung hieß es weiter, Thitisan leide an einer Grunderkrankung, darunter einer Angststörung, für die er kontinuierlich behandelt und medikamentös behandelt werde. Seine letzte Konsultation bei einem Psychiater fand am 18. Februar statt. Er zeige Anzeichen paranoiden Verhaltens und fürchte, andere Insassen könnten ihn angreifen, sagten Beamte.
Außerdem wurde bei Thitisan eine Dyslipidämie, also ein Cholesterinungleichgewicht, sowie ein essentieller Tremor diagnostiziert, eine neurologische Erkrankung, die unwillkürliches Zittern der Hände verursacht.
Der 43-jährige Thitisan und fünf Untergebene wurden angeklagt, den 24-jährigen Drogenverdächtigen Chiraphong Thanapat ermordet zu haben, indem sie ihm am 5. August 2021 auf der Polizeiwache des Bezirks Muang in Nakhon Sawan sieben schwarze Plastiktüten um den Kopf wickelten und ihn erstickten.
Die Staatsanwaltschaft behauptete, die Beamten hätten versucht, von Chiraphong 2 Millionen Baht zu erpressen, um seine Freiheit zu erlangen. Thitisan gab zu, dass er seinen Untergebenen befohlen habe, den Verdächtigen zu foltern, sagte aber, die Absicht sei gewesen, ihn dazu zu bringen, ihnen mehr Informationen über Drogenbanden in der Gegend zu geben.

Das Zentrale Strafgericht für Korruption und Fehlverhalten verurteilte die Angeklagten zunächst zum Tode. Die Strafen wurden später in lebenslänglich umgewandelt, weil sie einige Taten gestanden, versucht hatten, den Verdächtigen wiederzubeleben und der Familie des Opfers finanzielle Unterstützung gewährt hatten.
Der aufsehenerregende Fall löste öffentliche Empörung aus und warf ein seltenes Licht auf Polizeibrutalität und Korruption.
Der Fall erlangte zusätzliche Bekanntheit, nachdem bekannt wurde, dass Thitisan ungewöhnlich reich war. Er erhielt den Spitznamen „Joe Ferrari“ aufgrund seiner großen Sammlung luxuriöser Sportwagen und seines protzigen Lebensstils, zu dem auch eine Villa in Bangkok gehörte.
FOTO: Oberst Thitisan „Joe Ferrari“ Utthanaphon wurde zusammen mit fünf Untergebenen für schuldig befunden, im Jahr 2021 auf der Polizeiwache des Bezirks Muang in Nakhon Sawan einen 24-jährigen Drogenverdächtigen ermordet zu haben, indem sie ihm schwarze Plastiktüten über den Kopf stülpten.
- Quelle: Bangkok Post (dir)
STIN // AI
Es ging inzwischen schon weiter:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2975801/doubts-cloud-jailed-cops-death
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Zunächst mal:
Natürlich bedaure ich nicht den Tod eines typischen Unmenschen der bei mir weit unter einem Tier rangiert dessen Tötung im menschlichen Strafgesetz nur als Sachbeschädigung gilt.
Aber: Aber gerade solche „Menschendarsteller“ sind nicht nur Verantwortungslos sondern auch im höchsten Maße Feige.
Und auch der Selbstmord setzt einen gewissen Mut voraus.
Er hat ja auch am Anfang des Verfahrens jede Schuld auf seine Untergebenen geschoben.
Thitisan war zwar Oberst aber hatte mindestens 3-4 disziplinare Vorgesetzte bis zum HQ in Rama I.
Keiner von denen ist zur Verantwortung gezogen worden.
Solange er lebte war er für diese eine Gefahr und Auftragsmörder bekommt man in TH fast an jeder Ecke und im Knast schon sowieso.
Auf beiden Seiten der Gitter.
Und nochetwas zur Technik:
Es ist physisch praktisch unmöglich sich selber mit einem Handtuch zu erwürgen.
Vielleicht wurde er geselbstmordet 🙂
Offiziell natürlich:
https://www.bangkokpost.com/thailand/general/2976178/suicide-most-likely-cause-of-joe-ferraris-cell-death
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Der Herr Doktor möchte mir doch bitte einmal vormachen wie er sich selber mit Hilfe eines „kleinen Handtuchs“ aufhängen und erwürgen kann.
a hangman’s noose =die Schlinge eines Henkers
Ich möchte nocheinmal darauf hinweisen daß die Vorgesetzten ein Interesse an „Joe Ferraris“ beschleunigten Abgangs haben mußten.