Bangkok – Nach dem Großbrand in einer Möbelfabrik im Stadtteil Lat Krabang hat das Rathaus von Bangkok die unmittelbare Umgebung zur Evakuierung aufgerufen. Der Grund: gesundheitsgefĂ€hrdender Rauch, der sich rasch in der Gegend ausbreitet.

Die Bangkok Metropolitan Administration (BMA) warnte Anwohner im Umkreis von 300 Metern rund um das Werk der Firma Siam House and Home Co. an der Chalong Krung 55 Road vor akuter Luftverschmutzung. Dr. Wantanee Wattana, StaatssekretĂ€rin der BMA, sprach vor Ort von einer dringenden GefĂ€hrdung durch Feinstaub und chemische DĂ€mpfe: „Insbesondere Kinder, Senioren und bettlĂ€gerige Personen sollten umgehend Schutz in Evakuierungszentren suchen.“

Gesundheitsbehörden bestĂ€tigten, dass die gemessenen Werte fĂŒr Feinstaub PM2,5, PM10 sowie Schadstoffe aus den Möbelrohstoffen deutlich ĂŒber den zulĂ€ssigen Grenzwerten lagen. Denjenigen, die ihre Wohnungen nicht verlassen können oder wollen, wird das Tragen von N95-Masken empfohlen. Außerdem sollten Fenster und TĂŒren vor Verlassen der HĂ€user geschlossen werden, um den Eintritt giftiger Gase zu verhindern.

Als NotunterkĂŒnfte wurden unter anderem die Tempel Wat Pluk Sattha und Wat Sutthaphot eingerichtet. Das Industrieministerium erklĂ€rte, dass in der Fabrik nicht nur Möbel gelagert wurden, sondern auch rund 300 Tonnen Kunststoffpellets – ein Faktor, der die Rauchentwicklung massiv beeinflusst haben dĂŒrfte.

Der Brand brach am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr aus. FeuerwehrkrĂ€fte aus dem gesamten Stadtgebiet rĂŒckten zur BrandbekĂ€mpfung an. WĂ€hrend auf dem GelĂ€nde der zweistöckigen Fabrik keine Verletzten gemeldet wurden, mussten sieben Anwohner wegen Rauchvergiftungen medizinisch behandelt werden.

Das Unternehmen Siam House and Home Co. veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite „KingKitchen Thailand“ eine öffentliche Entschuldigung und versprach, die Situation so bald wie möglich unter Kontrolle zu bringen.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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