Thailand nimmt am automatischen Informationsaustausch (AIA) gemäß dem Common Reporting Standard (CRS) teil.
Thailand hat den Multilateral Competent Authority Agreement (MCAA) im Juli 2022 unterzeichnet und sich damit verpflichtet, Finanzkontoinformationen automatisch mit anderen teilnehmenden Ländern auszutauschen. Die erste Datenübermittlung erfolgte im September 2023.
Zur Umsetzung des CRS wurde am 30. März 2023 ein königliches Dekret erlassen, das am 1. April 2023 in Kraft trat. Dieses verpflichtet thailändische Finanzinstitute – darunter Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften – zur Erhebung und Meldung relevanter Kundendaten an das thailändische Finanzamt (Revenue Department).
Für Kunden bedeutet dies, dass sie bei der Kontoeröffnung oder bei Änderungen ihrer steuerlichen Situation eine Selbstauskunft zu ihrem Steuerwohnsitz abgeben müssen. Diese Informationen werden dann von den Finanzinstituten an die thailändischen Steuerbehörden übermittelt, die sie im Rahmen des CRS mit den Steuerbehörden anderer teilnehmender Länder austauschen.
Durch die Teilnahme am CRS stärkt Thailand seine Bemühungen zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und zur Förderung der internationalen Steuertransparenz.
Der Common Reporting Standard (CRS) ist ein Verfahren zum internationalen Austausch von (Steuer-)Informationen (Automatic Exchange of (Financial Account) Information – AEOI) und soll im Außensteuerrecht die effektive grenzüberschreitende Besteuerung von Zinseinkünften (Quellenbesteuerung) sicherstellen.[1]
In Liechtenstein und der Schweiz ist der Begriff Automatischer Informationsaustausch (AIA) gebräuchlich.
Redaktion STIN // CTN-Media