Thailand erlebt neue Infektionswelle – vor allem Kinder betroffen

Thailand steht erneut im Fokus der COVID-19-Pandemie: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat drastisch zugenommen und zwingt Schulen sowie Behörden zum Handeln. Am 26. Mai registrierten die Gesundheitsbehörden 14.156 neue Fälle – ein sprunghafter Anstieg, der die Gesamtzahl der Infektionen im Jahr 2025 auf über 220.000 steigen ließ. Noch zwei Tage zuvor waren es rund 187.000 Fälle. Auch die Zahl der Todesopfer stieg in diesem kurzen Zeitraum von 46 auf 51.

Besonders alarmierend: Viele Neuinfektionen betreffen Kinder. Große Bildungseinrichtungen wie die Ratwinit Bangkaeo Schule in Samut Prakan haben den Präsenzunterricht bereits ausgesetzt und auf Online-Lehre umgestellt.

Rasanter Anstieg seit Schulbeginn

Laut dem Department of Disease Control (DCD) breitet sich das Virus seit Mitte April wieder rasch aus. Täglich werden zwischen 6.000 und 8.000 neue Infektionen gemeldet – mit stark steigender Tendenz seit dem Schulstart Anfang Mai. Fachleute gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch höher liegen, da viele Fälle unentdeckt oder nicht gemeldet bleiben.

Vorsichtsmaßnahmen wieder im Alltag angekommen

Als Reaktion auf die Entwicklung rufen die Behörden die Bevölkerung erneut dazu auf, in öffentlichen Räumen Masken zu tragen und Abstandsregeln einzuhalten. „Behalten Sie in überfüllten Bereichen immer Ihren Mundschutz auf und waschen Sie sich regelmäßig die Hände“, appelliert Dr. Jurai Wongsawat vom DCD. Zudem sollen Kinder mit Erkältungssymptomen vorsorglich zu Hause bleiben.

Medikamentenproduktion erhöht – Impfungen wieder kostenlos

Die staatliche Pharmaceutical Organisation (GPO) hat die Produktion der COVID-19-Medikamente Favipiravir und Molnupiravir hochgefahren, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Obwohl die Sterblichkeitsrate heute bei nur noch 0,02 % liegt – deutlich unter dem Höchststand von 0,14 % während der Pandemie – bleibt das Virus für bestimmte Gruppen weiterhin gefährlich.

Deshalb bieten staatliche Krankenhäuser und ausgewählte private Einrichtungen wieder kostenlose Impfungen an – insbesondere für Risikogruppen wie Senioren, chronisch Kranke, Schwangere und Kleinkinder.

Infektion – was nun?

Die Mehrheit der Infizierten kann sich zu Hause mit Ruhe und einfachen Medikamenten erholen. Doch für Risikopatienten und Kinder, insbesondere Säuglinge, kann COVID-19 gefährlich werden. „Wir sehen bei infizierten Babys häufig hohes Fieber, Durchfall und Atembeschwerden“, warnt Dr. Jiraruj Chomchoey, Spezialist für Kinderlungenheilkunde.

Schwere Fälle werden weiterhin in Krankenhäusern behandelt. Wer milde Symptome hat, kann sich Grundversorgungssets in Apotheken oder Gesundheitszentren abholen. Außerdem stehen drei Telemedizin-Plattformen zur Verfügung – Clicknic, Mordee und Saluber MD –, über die Betroffene ärztliche Hilfe erhalten können. Verschreibungspflichtige Medikamente werden nach der Online-Konsultation direkt nach Hause geliefert.

Die Behörden raten Infizierten zur Selbstisolation für mindestens fünf Tage. Ab dem sechsten Tag sollte weiterhin eine Maske getragen und Abstand gehalten werden. Wer nach sieben Tagen keine Besserung spürt, sollte unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Fazit:
COVID-19 hat Thailand erneut im Griff. Besonders Kinder und Risikogruppen sind betroffen, die Behörden rüsten medizinisch und organisatorisch nach. Vorsicht, Rücksicht und Wachsamkeit bleiben auch 2025 unverzichtbar.

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com