Bangkok – Ein aktueller Bericht der Weltbank offenbart deutliche Defizite bei der Innovationskraft thailändischer Unternehmen. Im Vergleich zu ihren regionalen Mitbewerbern aus den ASEAN-Staaten schneiden thailändische Firmen insbesondere in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Technologieintegration deutlich schlechter ab. Die Folge: Ein zunehmender Wettbewerbsdruck, der vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in ihrer Existenz bedroht.
Der Arbeitsmarkt in Thailand – vor allem im Bereich der KMU, die das Rückgrat der Wirtschaft bilden – steht unter Druck. Neben globalen Handelskonflikten belasten auch strukturelle Schwächen die Produktions- und Absatzsicherheit. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen den Sprung zu innovativeren Geschäftsmodellen bislang nicht geschafft haben.
„Die mangelnde Innovationsfähigkeit ist eine der zentralen Herausforderungen für Thailands Wirtschaft“, betonte Danucha Pichayanan, Generalsekretär des Nationalen Rates für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (NESDC). Der Mangel an technologischer Weiterentwicklung erschwere es Unternehmen, auf neue Marktanforderungen zu reagieren – mit dramatischen Folgen: Sinkende Umsätze, Produktionsrückgänge und ein deutlicher Anstieg von Geschäftsschließungen.
Die Zahlen sind alarmierend: Allein im Jahr 2024 meldeten sich rund 24.000 KMU ab, mehr als 1.200 – meist kleine und mittlere – Fabriken mussten ihre Tore schließen. Über 35.000 Arbeitsplätze gingen verloren, besonders im verarbeitenden Gewerbe.
Wie gravierend die Innovationslücke tatsächlich ist, zeigt der Thailand Economic Monitor der Weltbank vom Februar 2025. Während auf den Philippinen 40,9 % der Unternehmen Innovationsprozesse in der Produktion einsetzen, sind es in Thailand lediglich 11,9 %. Auch bei der Einführung neuer Produkte, der Nutzung ausländischer Technologien und Investitionen in Forschung und Entwicklung hinkt Thailand deutlich hinterher. Lediglich 1,1 % der Unternehmen investieren überhaupt in F&E – ein Wert, der innerhalb der Region den Tiefpunkt markiert.
Zum Vergleich: In Vietnam sind es 15,7 %, in Malaysia 10,5 %, auf den Philippinen sogar 21,9 %. In fast allen Innovationskategorien liegt Thailand auf dem letzten Platz.
Die Folge ist eine wachsende Kluft zu den Innovationsführern der Region. Während Länder wie Vietnam und die Philippinen gezielt auf technologische Modernisierung setzen, bleibt Thailands Wirtschaft vielfach in traditionellen Produktionsmustern verhaftet.
Das NESDC ruft daher zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Regierung und Privatwirtschaft auf. Vorrangiges Ziel müsse es sein, KMU den Zugang zu Finanzierungen zu erleichtern, um technologische Modernisierung zu ermöglichen. „Innovationen sind kein Luxus, sondern eine Überlebensstrategie“, so Pichayanan.
Derzeit beschäftigen thailändische KMU über 12,9 Millionen Menschen. Eine Stärkung ihrer Innovationskraft könnte nicht nur Arbeitsplätze sichern, sondern auch ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ermöglichen – in einem zunehmend unsicheren globalen Marktumfeld.
Redaktion STIN // CTN-Media
thailands kmu in der innovationskrise weltbank warnt vor zunehmender wettbewerbsunfaehigkeit 160625/
DIE AKTUELLEN STOERUNGEN VERHINDERN AUCH HIER DAS SCHREIBEN!!!
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WAS IST DENN DER UNTERSCHIED ZWEISCHEN ‚ABMELDUNG‘ UND ‚TOREN SCHLIESSEN‘?!!
WIEVIELE KMUs GAB ES DENN 2024 UND WIEVIELE WURDEN ANGEMELDET?
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35.000 ARBEITSPLAETZE SIND BEI 24.000 KMUs AUCH NICHT VIEL!!!
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UND WAS IST ‚F&E‘!?????
Abmeldung bedeutet in diesem Fall: Gewerbe ruhend stellen, also Abmeldung beim Gewerbeamt als Unternehmen.
Tore schließen heißt: dass keine Wiederaufnahme geplant ist, zumindest nicht unter den aktuellen Eigentümern.
Es gab 2024 3,16 Millionen KMU´s in Thailand – alle angemeldet.
Weil die nicht angemeldeten sind ja nicht erfassbar – logisch, oder?
13,7 Millionen Beschäftigte gibt es in den 3,16 Millionen KMU´s.
Gut möglich, dass bei den ruhenden Gewerben nicht alle Angestellten entlassen werden.
Bei Ketten-Unternehmen können die durchaus auf andere Filialen aufgeteilt werden.
Forschung und Entwicklung-Investitionen