Bangkok – Der frühere Anführer der „Rothemden“, Nattawut Saikua, warnt davor, dass die Auflösung des Parlaments allein den tief verwurzelten politischen Konflikt in Thailand nicht lösen werde. In einem aktuellen Facebook-Beitrag erinnerte er an zwei historische Beispiele, die seiner Einschätzung nach belegen, dass Neuwahlen ohne strukturelle Veränderungen keine dauerhafte Befriedung bringen.

Nattawut verwies auf das Jahr 2006, als der damalige Premierminister Thaksin Shinawatra das Parlament auflöste, um den wachsenden Protesten der People’s Alliance for Democracy (PAD) zu begegnen. Die Demonstrationen eskalierten über Monate hinweg, führten zu massiven Blockaden in Bangkok und endeten schließlich im Militärputsch vom 19. September 2006.

Ein ähnliches Szenario ereignete sich 2013 unter Premierministerin Yingluck Shinawatra. Trotz der Parlamentsauflösung infolge der anhaltenden Proteste des People’s Democratic Reform Committee setzten die Demonstranten ihre Aktionen fort und boykottierten die Neuwahlen. Auch hier griff das Militär ein und stürzte die Regierung.

Nattawut, der heute als Berater von Premierministerin Paetongtarn tätig ist, betonte, dass er das Recht der Demonstranten respektiere, den Rücktritt der Regierung zu fordern. Gleichzeitig unterstrich er, dass die Premierministerin ihrerseits das Recht habe, an ihrem Amt festzuhalten, da sie nach wie vor von einem bedeutenden Teil der Bevölkerung unterstützt werde.

Bezugnehmend auf die jüngste Kundgebung am Samstag am Siegesdenkmal erklärte Nattawut, dass die Teilnehmerzahlen seine Erwartungen nicht übertroffen hätten. Er habe bereits im Vorfeld beobachtet, dass die Mobilisierung eher begrenzt gewesen sei. Auffällig sei zudem, dass viele der Demonstrierenden aus der älteren Generation stammten.

Er geht davon aus, dass die Proteste auch in Zukunft andauern werden – selbst im Falle eines Führungswechsels innerhalb der Pheu-Thai-Partei, etwa durch eine Ablösung Paetongtarns durch Chaikasem Nitisiri.

Abschließend appellierte Nattawut an Regierung und Opposition, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen: Nur durch Zusammenarbeit könne die Demokratie gestärkt und das nationale Interesse gewahrt werden. Eine reine Neuwahl sei dafür nicht ausreichend.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

5 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr vor

Jau, die Ratten kommen aus ihren Löchern!
Nachdem Thaksins oberster Pausenclown von 2010 bei Yingluck Minister spielte und „seine“ Billigfluggesellschaft NewGen auf Kosten der Steuerzahler Pleite gehen ließ dient er sich nunmehr den Ewiggestrigen als Propagandist an.
Und was Paetongtarn angeht: Wenn man die Leute auch nicht mit Rassismus bekommt dann hilft bei Männern der Sexismus.
Jedenfalls bei Kleinpimmeligen und Kleingeistigen.
Nochmals meine Meinung auch wenn sie in STIN/KI’s Propagandablog unerwünscht ist:
Paetongtarn ist keinesfalls schlechter als Prayuth. Aber während Onkel Tu Nix in den gelenkten Medien täglich gebauchpinselt wurde , ist Paetongtarn offiziell zum Abschuß freigegeben worden.
Kein Kind kann für seine Eltern und wenn Prayuth’s Töchter in die Politik gehen würden , so würde ich sie mir auch Vorurteilsfrei ansehen und anhören.

berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr vor
Antwort auf  stin

Will sich STIN plötzlich bei mir einschleimen ?
Er meint jetzt also auch daß sein großer Held Anutin eine Ratte ist !
Aber weg ist der noch lange nicht weil er Rattengift als Gourmetmahl zu sich nimmt.
Da erzählt uns jemand der 2011 mit Yinglucks Aussehen kokettierte Paetongtarn würde wegen ihres Aussehens gewählt.
Es kann nicht jeder so gut aussehen wie Onkel Tu Nix.
Paetongtarn zieht sich sicherlich nicht so häufig um wie Prayuth damals.Sie blockiert auch nicht so oft alle möglichen Fernsehkameras.
Wenn man ihr zuhört klingt Alles durchaus plausibel.
Das war bei Prayuth nie der Fall. Am Anfang hat er uns in seinen Freitagsmonologen Märchen über TH rosige Zukunft erzählt.
Ich bin damals auch darauf hereingefallen.
Er selber hat den Text auf dem Teleprompter aber garnicht verstanden.
Ja , natürlich ist die Koalitionsregierung aus der Pheua Thai und den Parteien der Militärdiktatur zerstritten.
Von wem geht der Streit aus ? Wer hat Thaksin wieder ins Land geholt ?
Das sind die Strohmänner der ungewählten Machthaber deren letzte Marionette Prayuth total versagt hatte.
Warum besteht die angebliche Pressefreiheit in TH daraus gegen Thaksin ,seinen Politladen und seine Minister zu hetzen ?
Ich lese täglich die BP und bewerte auch die einzelnen Artikel.
Seit Jahren stimme ich dabei mit der Mehrzahl der aktiven BP Leser überein.Außer bei der Bewertung der Artikel über Thaksin.
Dort bin ich meist in der Minderheit.
Es wundert mich doch sehr daß (vermutlich) die gleichen Leute die bei der Bewertung Prayuth’s noch alle Tassen im Schrank hatten, plötzlich ausrasten und Gleiches nicht Gleich bewerten.
Es kann natürlich sein daß gerade bei diesen Artikeln die Bewertungszahlen besonders manipuliert sind.
Und nun zu STIN oder seiner neuesten (unverbesserten) Version STIN/KI.
Seit der Wahl 2023 lag STIN mit seinen Vorhersagen daneben.
Nix (in Worten : überhaupt nix) von seinen Vorhersagen ist eingetroffen.So sehr er auch von einem Zug auf den anderen gesprungen ist , er kam nicht voran.
Da hätte er auch mit der DB fahren können.
Natürlich suhlt er sich heute im Schlamm der Thaksin Verdammer.
Dies ist schließlich die Mehrheit der gelenkten Medien in TH.
Ich bin kein Freund Thaksins aber ich habe die Militärdiktatur mit offenen Augen und Ohren und eingeschaltetem Hirn erlebt.
Da ist für mich Thaksin definitiv das kleinere Übel. Insbesondere weil er jederzeit weggeputscht werden kann.
Der ganze Tinneff der uns derzeit vorgespielt ist eh nur Show um uns abzulenken.
Das ungewählte Regime welches uns Prayuth vorsetzte hat sich selber zum Affen gemacht als es Thaksin zurückholte.
Aber man brauchte ihn dringend um irgendwie auch im Parlament an der Macht zu bleiben und natürlich als Watschenmann um für Prayuth’s Hinterlassenschaften den Sündenbock zu spielen.
Aber viel wichtiger war es für die hiesigen Machthaber die Partei
der Reformkräfte dauerhaft von der Regierung fernzuhalten.
Zweimal hat man sie aufgelöst , verboten und ihre Führung mit Politikverbot gelegt.
Aber selbst der dritte Aufguß der Reformer ist besser als die erste Garnitur der ungewählten Machthaber.
Deshalb geht es jetzt ans Eingemachte: Die Reformkräfte sollen ausgemerzt (666) werden.Wie auch immer.
Wir werden sehen was passieren wird.
Man kann Leuten wie Thanathorn und Pita zwar aus der Politik fernhalten , aber kann ihnen das Denken und Reden nicht verbieten.Jedenfalls außerhalb TH.
Zwar dient das thailändische Bildungssystem der Volksverdummung aber nicht jeder läßt sich das Denken verbieten.
Ich bin 68er und nicht nur Party 68er.
Wir haben damals außer Aufmerksamkeit und Beschimpfungen und Prügel nix bekommen.
Von den nachfolgenden Generationen die selber den Arsch nicht hochbekamen und vom Denken Kopfschmerzen bekamen wurden wir verspottet und heute erinnert man sich höchstens an die Uschi Obermeier Parties und die Kommune 1.
Aber Alle Sozialschmarotzer , egal ob die Neo Nazis oder ihre „Linken“ Nachahmer leben heute in und von einem Staat den wir geschaffen haben.
Leider dürfen wir aus diesem Paradies keine Deutschen oder Österreicher vertreiben.
Heute wo jeder Nachmacher sich als Weltverbesserer 4.0 sieht obwohl er selber garnicht bis 4 zählen kann werden echte Leistungen relativiert und mit Hochstaplern und Wichtigtuern gleichgestellt.
Wie soll jemand der nie selber etwas geleistet hat echte Leistung erkennen und bewerten ?
Na ja , hauptsache etwas bewerten und etwas Nachplappern…
Womit ich wieder bei STIN wäre.
Er hätte so hervorragend in die DDR gepaßt !
Irgendwo hat er auch mal ein paar „Seminare“ in Agitation und vielleicht sogar Dialektik bekommen.
So gesehen ist seine Propaganda schon ziemlich professionell.

berndgrimm
berndgrimm
1 Jahr vor
Antwort auf  berndgrimm

berndgrimmblockiert auch nicht so häufig

Dieser Text ist nicht von mir.
Ich kann hier auch garnix blockieren.
Wäre auch nicht mein Stil.
Ich bin für größtmögliche Offenheit.

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