Bangkok – Die oppositionelle Volkspartei hat Protestführer scharf kritisiert, die sich offen für einen Putsch zur Absetzung der Regierung von Premierministerin Paetongtarn Shinawatra ausgesprochen haben. In einer heute veröffentlichten Stellungnahme verurteilte die Partei diese Forderungen als verfassungswidrig und forderte die Öffentlichkeit auf, ihre Unterstützung für die Bewegung Ruam Palang Paendin zu beenden. Diese hatte am Vortag eine Demonstration am Siegesdenkmal in Bangkok organisiert.
Die Volkspartei betonte, dass Proteste mit der Forderung nach dem Rücktritt des Premierministers und dem Austritt der Koalitionsparteien aus der Regierung im demokratischen Rahmen legitim seien. Die Aufrufe zum Staatsstreich seien jedoch inakzeptabel. Ein Putsch würde die politischen Probleme Thailands nicht lösen, sondern die Lage weiter destabilisieren, die Rechtsstaatlichkeit gefährden und Eigeninteressen fördern, so die Partei.
Gleichzeitig erneuerte die Volkspartei ihre Forderung an Premierministerin Paetongtarn, das Parlament aufzulösen und Neuwahlen auszurufen, um eine politische Erneuerung zu ermöglichen.
Volkspartei und ihr Vorsitzender in Umfragen vorn
Eine aktuelle Umfrage des National Institute of Development Administration (NIDA) zeigt, dass der Vorsitzende der Volkspartei, Natthaphong Ruengpanyawut, derzeit der populärste Kandidat für das Amt des Premierministers ist. Laut der zwischen dem 19. und 25. Juni durchgeführten Erhebung sprachen sich 31,48 % der Befragten für ihn aus.
Auf dem zweiten Platz folgte mit 19,88 % ein Kandidat, der nicht namentlich genannt wurde. Der ehemalige Premierminister General Prayuth Chan-o-cha lag mit 12,72 % auf Rang drei, gefolgt von Anutin Charnvirakul (Bhumjaithai-Partei) mit 9,64 %. Premierministerin Paetongtarn Shinawatra erreichte mit 9,20 % den fünften Platz.
Auch in der Parteienbewertung führt die Volkspartei das Feld an. Sie kam auf 46,08 % der Stimmen, gefolgt von United Thai Nation (13,24 %), Pheu Thai (11,52 %) und Bhumjaithai (9,76 %).
Die Umfrage basiert auf den Antworten von 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Gruppen im ganzen Land.
Redaktion STIN // CTN-Media