Bangkok – In einer neuen Wendung der Affäre um den früheren Premierminister Thaksin Shinawatra hat die Strafkammer des Obersten Gerichtshofs für Inhaber politischer Ämter am heutigen Tag neun Beamte der thailändischen Strafvollzugsbehörde vernommen. Im Fokus steht Thaksins sechsmonatiger Aufenthalt im Police General Hospital (PGH), den er anstelle einer regulären Haftstrafe im Gefängnis verbrachte.

Die Befragungen fanden im Rahmen der dritten Anhörung einer gerichtlichen Untersuchung statt, die klären soll, ob der Gesundheitszustand Thaksins tatsächlich so schwerwiegend war, dass ein Krankenhausaufenthalt gerechtfertigt war. Das Gericht stellte detaillierte Fragen zum körperlichen Zustand Thaksins während seiner Unterbringung im 14. Stock des PGH, zur Ausstattung seines Zimmers, zu Bildaufnahmen aus dem Krankenhaus sowie zu Besuchern, die ihn dort empfingen.

Besondere Aufmerksamkeit galt der Aussage von Jarawat Muangthai, einem Spezialisten für Personalangelegenheiten. Er wurde rund eine Stunde lang vernommen und vom Gericht wiederholt ermahnt, auf die Fragen klar und ohne Ausflüchte zu antworten.

Hintergrund der Ermittlungen ist der Verdacht, Thaksin könne seine Krankheit vorgetäuscht haben, um die Haftbedingungen zu umgehen. Die nächste Anhörung ist für den 15. Juli angesetzt.

 

STIN // AI

Von stin

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