Ubon Ratchathani, Thailand – Inmitten anhaltender Spannungen entlang der thailändisch-kambodschanischen Grenze hat Generalleutnant Boonsin Padklang, Oberbefehlshaber des Zweiten Armeegebiets, die volle Einsatzbereitschaft der thailändischen Streitkräfte bekräftigt. Bei einem Besuch der Truppen im Bezirk Nam Yuen versicherte er am Mittwoch, dass die Soldaten umfassend bewaffnet seien, um potenziellen Grenzverletzungen durch kambodschanische Truppen entschlossen entgegenzutreten.
Trotz dieser klaren militärischen Positionierung äußerte Boonsin die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Territorialstreits. „Ich wünsche mir, dass unsere Regierungen gemeinsam einen Weg finden, den Frieden zu wahren und das Wohl unserer Völker zu sichern“, sagte er gegenüber der Presse.
Klares Signal an Phnom Penh
Mit Blick auf die kambodschanische Führung wandte sich der General direkt an Premierminister Hun Manet und Altpremier Hun Sen: „Ich wünsche ihnen Gesundheit und Erfolg und hoffe, dass wir gemeinsam für Stabilität in der Region arbeiten können.“ Er betonte die Bedeutung bilateraler Gespräche, um Eskalationen entlang der umstrittenen Grenze zu vermeiden.
Keine ausländische Militärhilfe notwendig
Boonsin widersprach zudem Medienberichten, wonach Thailand bei den USA um Munitionsunterstützung gebeten habe. „Unsere Armee verfügt über ausreichende Ressourcen. Die Waffen unserer Soldaten sind einsatzbereit und geladen“, stellte er klar und unterstrich damit die Unabhängigkeit der thailändischen Verteidigung.
Stabil trotz innenpolitischer Turbulenzen
Sorgen, dass die politische Instabilität im Land die militärische Schlagkraft beeinträchtigen könnte, wies der General entschieden zurück. Die Armee sei „jederzeit bereit, der Regierung zu dienen – unabhängig davon, wer sie führt“.
Verstärkte Sicherheitsvorkehrungen nach Zwischenfällen
Nach einem militärischen Zwischenfall am Chong-Bok-Pass Ende Mai wurden die Grenzsicherungen deutlich verstärkt. Zwar habe sich die Lage seitdem beruhigt, doch hänge eine nachhaltige Entspannung laut Boonsin maßgeblich vom Verhalten der kambodschanischen Seite ab.
Kulturelles Erbe als Streitpunkt
Auch der Streit um die archäologischen Stätten Prasat Ta Muen Thom, Prasat Ta Khwai und Prasat Ta Muen Tot sowie das sogenannte Smaragddreieck bleibt ein Konfliktherd. Kambodscha hat den Internationalen Gerichtshof angerufen, um die Zugehörigkeit der Gebiete klären zu lassen. Boonsin machte deutlich: „Unsere Truppen werden diese Orte weiterhin schützen – sofern sich die politische Lage nicht grundlegend ändert.“
Grenzzaun nur im Einvernehmen
Der mögliche Wiederaufbau eines Grenzzauns bei Prasat Ta Muen Thom müsse in beiderseitigem Einverständnis erfolgen, betonte der General. Eine einseitige Maßnahme könne zu unnötigen Spannungen führen.
Zum Abschluss seiner Stellungnahme zeigte sich Boonsin zu einem bilateralen Dialog bereit: „Wenn die kambodschanische Seite morgen zu Gesprächen bereit ist, bin ich es auch.“
STIN // AI
Der USA geht auch schon angeblich die Munition aus.
Derzeit liefern die ja nach Israel und Ukraine – haben wohl kaum noch Patriots zum
abgeben.