Thailand gilt als Sehnsuchtsort vieler Deutscher – Sonne, niedrige Lebenshaltungskosten, lockerer Lifestyle. Doch hinter Palmen und Pad Thai offenbart sich für manche Auswanderer ein ganz anderes Bild: ein Leben im Dauergrant, zwischen Unzufriedenheit und Unbeweglichkeit.
Besonders auffällig ist eine bestimmte Gruppe Langzeitdeutscher – meist männlich, meist älter, oft unverkennbar am ausgewaschenen Fußballtrikot und rauem Tonfall. Ihre Lieblingsphrase? „Früher war alles besser – selbst Thailand.“ Und doch bleiben sie. Jahr für Jahr. Obwohl sie kaum eine Gelegenheit auslassen, über das Land zu schimpfen, das sie selbst zur Wahlheimat gemacht haben.
Zwischen Tropenhitze und Dauerfrust
Korruption, chaotischer Verkehr, unverständliche Behörden, schlechte Luft, schwierige Visa-Regelungen – die Liste der Beschwerden ist lang. Auffällig dabei: Viele dieser Kritiker haben Deutschland seit Jahren nicht mehr betreten. Zurückzukehren? Für viele keine Option – zu teuer, zu kalt, zu kompliziert. Sie stecken fest zwischen Traum und Tristesse. Und spülen ihre Wut mit Chang-Bier herunter.
Kein Rückflug – kein Rückweg
Ein häufiger Grund für das Bleiben: leere Konten. Manche rechneten sich ihre Auswanderung schön, kamen mit dem Erlös aus dem Hausverkauf oder einer kleinen Rente. Was einst für ein sorgloses Leben reichen sollte, ist inzwischen kaum genug für Zahnarzt oder Heimflug. Zurück nach Deutschland? Für viele schlicht unbezahlbar. Die Enttäuschung über das geplatzte Paradies schlägt um in ständiges Lamentieren – das neue Lebensmodell.
Der deutsche Stammtisch lebt – nur mit Meerblick
Während andere Auswanderer das Leben genießen, versammeln sich manche der Frustrierten regelmäßig am Stammtisch – in Pattaya, Hua Hin oder Chiang Mai. Themen wie Visaverlängerung, Rauchverbote oder der „unverschämte Stromzähler“ sorgen für anhaltenden Diskussionsstoff. Der „Wutbürger in den Tropen“ pflegt seine Rolle mit Inbrunst – Schuld sind immer die anderen. Thailand? Ein einziges Ärgernis.
Zwischen Freiheit und innerer Leere
Und doch gibt es Gründe, zu bleiben. In Thailand interessiert sich niemand für den Lebenslauf, niemand fragt nach Versicherungen oder Terminen. Man darf einfach sein. Für viele ist das befreiend – auch wenn sie es selten zugeben. Der Widerspruch ist offensichtlich: Man schimpft über das System, genießt aber gleichzeitig seine Freiheiten.
YouTube statt Freundeskreis
Besonders bitter wird es, wenn sich das soziale Leben auf Facebook-Gruppen und YouTube-Kanäle beschränkt. Dort herrscht oft ein rauer Ton, gegenseitige Herabsetzung inklusive. Der Bildschirm wird zur Brücke in ein Deutschland, das man zugleich vermisst und ablehnt. Während draußen das Leben vorbeizieht, läuft drinnen deutsches Fernsehen – wie ein Echo aus einer alten Welt.
Ein Leben im Dazwischen
Warum sie bleiben? Viele sagen schlicht: „Weil ich kann.“ Es ist eine Mischung aus Pragmatismus, Stillstand und der Sehnsucht nach Einfachheit. In Thailand braucht man keinen Smoking, keine Bürokratie und keine Rechtfertigung für einen faulen Tag. Für manche wiegt das mehr als stabile Rentensysteme oder deutsche Ordnung.
Der Spiegel im Süden
Vielleicht ist Thailand gar nicht die Ursache des Unmuts – sondern der Spiegel. Für Frustration, Entfremdung, eine tiefe innere Unruhe. Das Land wird zur Projektionsfläche, zur Bühne für ein deutsches Drama unter Palmen. Ohne Applaus, aber mit kaltem Bier. Meistens jedenfalls.
berndgrimm? 🙂
Aber der hätte wohl eine Weinflasche in der Hand.
Aber sonst passt der Artikel zu ihm, wie die Faust aufs Auge.
STIN/KI ist wirklich keine Propagandalüge zu niwolos um sie in seinem Haßblögchen zu verarbeiten.
Der Opa auf dem Foto könnte höchstens STIN sein und ohne Sonne und Sand auch in Aachen,Stolberg oder Kärnten.
Diese Typen trinken nicht Chang sondern meist LEO genau wie STIN.
Sie machen auch nicht ein so griesgrämiges Gesicht sondern fallen durch unbegründete Überheblichkeit auf.
Wobei ich sagen muß daß die deutschsprechenden Irrläufer in Pattaya z.B.nicht ganz so daneben sind wie die englischsprechenden.
Aber das soll keine Entschuldigung für deren Benehmen sein.
Ja , es gibt viele ausländische Irrläufer in TH (die aber selber nicht laufen).
Sie sind wohl mal zum Bumsen und Kiffen hierhin gekommen und jetzt fehlt ihnen die Lebensgrundlage. Zurück können sie nicht weil sie zu Hause noch Verhaltensauffälliger wären als in TH und dort schon lange keine Heimat mehr haben.
Außerdem sind viele Zwangsauswanderer auf der Flucht vor dem Gesetz und der Verantwortung.
Ja , und dann gibt es noch die Zwangsrückwanderer wie STIN.Auch die sind auf der Flucht. Besonders auf der Flucht vor der Realität.
🙂 you made my day….
Nein, wohl nicht…… – ich bin ja zufrieden, war es in TH, bin es in AT – naja, DE weniger.
Habe ich andere Erfahrung, die trinken wohl eher das billige Chang – mag ich nicht, zuviel Chemie, daher Kopfschmerzen.
Leo oder Singha
Da würde ich aber nicht TH auswählen. Die arbeiten zu gut mit westlichen Staatsanwaltschaften zusammen.
Dann eher Kambodscha oder Laos. Da tun sich auch die Zielfahnder aus EU schwerer.
Ja, war schon etwas mit Zwang – auf der Fucht vor dem Sensenmann bei meiner Frau würde ich sagen.
Dann passt deine Erklärung dazu.
Die Realität sieht halt jeder anders. Aber auch hier stimt deine Aussage einigermassen.
Ich bin schon vor der Realität geflüchtet, als ich mal auf Koh Samui eine Unterkunft gebucht hatte und dann
den Strand begutachtete – im Schlepptau 3 Kinder, Frau und Schwiegersohn.
Da bin ich auch geflüchtet, etwas weiter runter den Strand – dann haben wir was tolles gefunden – sind dann jahrelang dort
abgestiegen.
Ich denke, der macht so ein brummiges Gesicht, weil er sich ein E-AUTO gekauft hat!
Sieht aus wie ein Trinker und Kleinrentner.
Der kann sich vermutlich nicht mal ein E-Fahrrad leisten.
Aber wie schon erwähnt, es kommt immer darauf an, für was man sein
Auto benötigt.
Wer immer lange Strecken fährt, für den wäre ein Hybrid super – hat mein Cousin.
Doppelte Reichweite über 1000km
Wer täglich nur zur Arbeit fährt, der wird sein E-Auto lieben, wenn er aufs Konto guckt.
https://m.youtube.com/watch?v=dKR5SZJHfOg&pp=0gcJCfwAo7VqN5tD
Bei mir am E-Moped, kam ich ins Minus, als ich neue BATTERIEN gebraucht habe.
+
>90% haben keine Möglichkeit für eine LADESTELLE.
+
Schnelllader verbrauchen sehr viel Strom!!!
Du hast ein E-Moped – Wahnsinn 🙂
Normalerweise geben die Hersteller auf Batterien sehr lange Garantie.
Bei uns geben die 8 Jahre oder 160.000 km – bis 70 % Batterieleistung.
Das reicht meist aus, weil man sich nach 8 Jahren meist eh ein neues Auto kauft oder
man wechselt dann halt noch einmal die Batterie mit einer günstigen refurbished Batterie.
Bis zu 70 % billiger.
Bis 2030 soll sich da einiges ändern, die Batterien werden jetzt schon jährlich wesentlich billiger.
Für einen Mittelklassewagen dürften dann die Batterien nicht mehr kosten als 3000+ EUR.
Die haben dann nochmals 8 Jahre Garantie – das reicht dann bis zum Lebensende des Autos.
Hier mal der Kostenvergleich Benziner und E-Auto:
1. Energiekosten
E-Auto:
15.000 km × 18 kWh/100 km = 2.700 kWh
2.700 kWh × 0,30 € = 810 € (bei Heimladung)
Oder: 2.700 kWh × 0,35 € = 945 € (bei mehr öffentlichem Laden)
Benziner:
15.000 km × 7 l / 100 km = 1.050 Liter
1.050 l × 1,80 € = 1.890 €
→ Ersparnis bei Energie: ca. 945–1.080 €
Das ist pro Jahr – also nach 8 Jahren, wenn die Batterie kaputt ist,
habe ich mir um die 8.000 EUR gespart. Kein Problem, sich dann eine neue Batterie um
3000/4000 EUR zu kaufen.
Dann kommt noch dazu:
2. Kfz-Steuer
E-Auto: 0 €
Benziner: 150 €
→ Ersparnis: 150 €
3. Wartungskosten
E-Auto: 400 €
Benziner: 800 €
→ Ersparnis: 400 €
——
Alles natürlich pro Jahr.