Bangkok – Das thailändische Cybercrime Investigation Bureau (CIB) hat Haftbefehle gegen die drei Kinder des kambodschanischen Senators Kok An beantragt. Ihnen wird die Beteiligung an grenzüberschreitender Kriminalität, insbesondere an Betrugs- und Callcenter-Operationen, vorgeworfen.
Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei den Verdächtigen um Kittisak, Churee und Phu Cher-lin. Die drei besitzen thailändische Personalausweise und halten sich bei ihren Aufenthalten in Bangkok regelmäßig in einem der luxuriösen Anwesen ihrer Familie auf.
Am Dienstag durchsuchten Ermittler erneut ein Haus von Kok An im Bangkoker Bezirk Prawet. Es war bereits in der Vorwoche Ziel einer Razzia. Die Beamten suchen dort nach weiteren Beweismitteln im Zusammenhang mit mutmaßlich aus Poipet operierenden Betrugsnetzwerken. Die kambodschanische Grenzstadt gilt als Zentrum für Callcenter-Betrug und Geldwäsche.
Generalinspekteur Thatchai Pitaneelaboot, Leiter des Cybercrime Suppression Centre, will am Mittwoch auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informieren.
Kok An selbst steht bereits länger im Fokus der Behörden. Der einflussreiche Politiker gilt als Vertrauter des früheren kambodschanischen Premierministers und heutigen Senatspräsidenten Hun Sen. In Poipet besitzt Kok An mehrere Hochhäuser, in denen laut Berichten illegale Aktivitäten vermutet werden.
STIN // AI