Bangkok, ohnehin berüchtigt für Dauerstaus und regelmäßige Überschwemmungen, steht vor einer noch größeren Bedrohung: Wenn der Klimawandel und das rasante Stadtwachstum weiter ungebremst voranschreiten, könnte Thailands Hauptstadt innerhalb weniger Jahre im Meer versinken.

Wie aktuelle Studien zeigen, zählt Bangkok inzwischen zu den am schnellsten absinkenden Städten Südostasiens – gemeinsam mit Jakarta. Dem Guardian zufolge sackt Bangkok jedes Jahr um mehr als einen Zentimeter ab. Bereits im Jahr 2030 könnte die Stadt unter dem Meeresspiegel liegen – mit weitreichenden Folgen für die Millionenmetropole: Wohnviertel, Infrastruktur und die Rolle Bangkoks als wirtschaftliches und touristisches Zentrum wären massiv bedroht.

In Jakarta ist die Lage sogar noch dramatischer. Dort sinkt der Boden mancherorts um bis zu 17 Zentimeter pro Jahr – eine Folge des übermäßigen Abpumpens von Grundwasser. Indonesien reagiert mit drastischen Maßnahmen: Die Regierung plant den Bau einer neuen Hauptstadt rund 160 Kilometer entfernt auf Borneo. Das Megaprojekt soll rund ein Jahrzehnt dauern und etwa 33 Milliarden US-Dollar kosten.

Auch Bangkok steht unter Handlungsdruck. Erste Gegenmaßnahmen gibt es bereits: Mit dem Chulalongkorn University Centenary Park wurde ein innovatives städtisches Regenwasserspeicher-System geschaffen – eine grüne Fläche von 4,5 Hektar, die bis zu 3,6 Millionen Liter Regenwasser auffangen kann. Doch Experten sehen darin bestenfalls kurzfristige Lösungen. Angesichts des globalen Meeresspiegelanstiegs sei weitaus mehr notwendig.

Eine viel beachtete Studie der Nanyang Technological University (NTU) in Singapur warnt davor, dass der Meeresspiegel bei ungebremsten CO₂-Emissionen bis 2100 um bis zu 1,9 Meter steigen könnte. Studienautor Dr. Benjamin Grandey mahnt, dass politische Entscheidungsträger jetzt handeln müssen, um kritische Infrastruktur zukunftssicher zu machen.

Auch der Weltklimarat (IPCC) warnt in seinen Szenarien vor einem Meeresspiegelanstieg zwischen 0,6 und 1,0 Metern – mit dramatischen Folgen für küstennahe Megastädte. Professor Benjamin Horton vom Earth Observatory of Singapore spricht gar von einem „Durchbruch“ in der Forschung und betont den akuten Handlungsbedarf.

Für Bangkok bedeutet das: Ohne tiefgreifende Investitionen in den Hochwasserschutz, nachhaltige Stadtplanung und eine konsequente Klimapolitik droht nicht nur regelmäßiges Hochwasser, sondern auf lange Sicht ein Leben unter Wasser.

Fazit:
Die Uhr tickt. Bangkok muss jetzt handeln – oder riskieren, in den kommenden Jahrzehnten eine der ersten Großstädte zu sein, die dem Klimawandel buchstäblich zum Opfer fällt.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

11 Comments
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berndgrimm
berndgrimm
11 Monate vor

STIN/KI ist kein abgelutschtes Thema alt genug um es nicht nochmal aus dem Abfall zu holen und uns als was eigentlich(?) nochmals vorzusetzen.
Da ich über 25 Jahre in BKK gelebt habe möchte ich auch dazu meine Meinung schreiben.
-Es ist keine Naturkatastrophe sondern eine menschengemachte Katastrophe wenn BKK öfter als notwendig „Land Unter“ melden muß.
Wenn man die natürlichen Gegebenheiten ignoriert , keine brauchbaren Abflußmöglichkeiten schafft und baut als wollte man seine Dummheit und Selbstüberheblichkeit manifestieren dann muß man sich nicht wundern wenn man bis zur Hüfte im Wasser oder Gülle steht.
Der große Staatenlenker Prayuth ließ sich in seiner Herrscherzeit mit dem Schlauchboot durch die überfluteten Straßen schieben.
Schließlich war er auch ein großer Wassersportler.
Ich wurde einmal überrascht als ich vom damaligen Ende der BTS On Nut nach Udom Suk lief.
Ich konnte auf der Sukhumvit gefahrlos durchs Wasser waten weil der Wasserstand so hoch war daß selbst Busse und LKW nicht fahren konnten.
Die einzige Gefahr waren eventuelle Krokodile die im Hochwasser aus ihren Krokodilfarmen flüchten konnten.
Da die Edelthai die Alles besser wissen und Alles können ja nicht auf wirkliche Fachleute hören wird dies weiterhin eine menschengemachte Katastrophe bleiben.
Und leiden müssen leider nicht die Edelthai die sie verursacht haben sondern arme Thai die am Straßenrand leben.

berndgrimm
berndgrimm
11 Monate vor
Antwort auf  berndgrimm

Das passende Foto fehlte noch:

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berndgrimm
berndgrimm
11 Monate vor
Antwort auf  stin

Na ja , das Gute am Klimawandel ist ja das man ihn auf Andere schieben kann. Außerdem kann man ihn ja leugnen wie die Ultrarechten oder ignorieren wie die meisten Politiker.
Die selbsttgemachten Naturkatastrophen in TH werden durch thailändische Funktionsträger ,thailändische Politiker und die ungewählten thailändischen Machthaber verursacht und verschlimmert. Unter solchen Umständen ist es verständlich daß die Mehrheit des Volkes mitmacht.Niemand hindert sie daran.
Geseetze gelten hier nur für Ausländer und persönliche oder politische Feinde.

Siamfan
Siamfan
10 Monate vor
Antwort auf  stin

Absoluter Dummquatsch hoch 300!!!!
Auch die Aloe Vera wird wie seit Hunderten von Jahren nur innen hinterm Blumenfenster überwintern können!!

Siamfan
Siamfan
10 Monate vor
Antwort auf  stin

Warum geben Sie meine Kommentare vom PC nicht frei!?

Das Internet muss demokratisch bleiben.

Deswegen muss Zersetzung, Nuttennickbenutzung, … als Straftat von amtswegen verfolgt werden!

Siamfan
Siamfan
10 Monate vor
Antwort auf  stin

bangkok in gefahr sinkende megacity droht im meer zu verschwinden 240725 9527/
(SF)Das Internet muss demokratisch bleiben.

(STIN)Schwierig

😋
Abwarten und Tee trinken!
Die MODs kommen ins Loch und wer die 20 mio Strafe zahlen kann, kommt raus und hat lebenslange Internetsperre (Augenscan)
+
Sie (STIN17) kommen natürlich nur raus, wenn sie beweisen können, alle meine >58.000 Kommentare sind „wirr“.
Sonst kommen pro Verleumdung 16.000€ dazu!
+
(STIN) Nein, wäre technisch gar nicht möglich.

Natürlich, über Augenscan
und das werden weltweit alle mittragen! 😎

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