BANGKOK / PARIS – Die asiatische Billigfluggesellschaft AirAsia kündigt eine Revolution im globalen Flugverkehr an: Ab 2028 will sie mit neuen, besonders treibstoffeffizienten Flugzeugen Direktverbindungen zwischen Südostasien, Europa und den USA anbieten – und das zu Preisen, die bis zu 50 Prozent unter denen herkömmlicher Airlines liegen könnten.

Der Durchbruch kommt mit der Unterzeichnung eines milliardenschweren Vorvertrags über den Kauf von 70 Airbus A321XLR – dem derzeit weltweit reichweitenstärksten Schmalrumpfflugzeug. Die Absichtserklärung wurde Anfang Juli in Paris unterzeichnet, begleitet von hochrangigen Vertretern beider Seiten, darunter der malaysische Premierminister Anwar Ibrahim.

Für Tony Fernandes, Gründer und Berater von AirAsia, geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung. „Mein Traum war es, Menschen aus aller Welt mit ASEAN zu verbinden“, sagte er im Zoom-Gespräch mit Journalisten. Nun will er mit AirAsia auch Reisenden aus Südostasien günstige Wege in die weite Welt ermöglichen – etwa nach London, New York oder Berlin.

Die Strategie beruht auf der sogenannten Multi-Hub-Logik: Von Drehkreuzen wie Bangkok oder Kuala Lumpur aus fliegt AirAsia zunächst in den Nahen Osten, dann weiter nach Europa oder Nordamerika. Richtung Osten stehen Routen über Japan oder Taiwan in die USA auf dem Plan. Auch Direktverbindungen von Phuket und Chiang Mai nach Indien oder China sind vorgesehen.

„Wir wollen nicht Marktanteile klauen – wir wollen Menschen dorthin bringen, wo sie sich bisher nie hinträumen konnten“, so Fernandes.

Mit dem A321XLR, der bis zu neun Stunden nonstop fliegen kann, setzt AirAsia auf ein effizienteres, nachhaltigeres Modell: Bis zu 20 Prozent weniger Treibstoffverbrauch pro Sitzplatz im Vergleich zu bisherigen Modellen, ein zentraler Faktor angesichts steigender Umweltanforderungen.

Laut AirAsia soll die neue Flotte ein wesentlicher Baustein im Ziel der Airline-Gruppe sein, bis 2030 jährlich 150 Millionen Passagiere zu transportieren. „Wir waren Vorreiter beim Low-Cost-Reisen in Asien. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt – global“, erklärte Fernandes.

Airbus-Manager Christian Scherer lobte die Strategie: „Der A321XLR ermöglicht neue, unterversorgte Langstreckenverbindungen zwischen Groß- und Kleinstädten weltweit – effizient und nachhaltig.“

Fazit:
Was mit günstigen Inlandsflügen begann, könnte bald die Art und Weise verändern, wie wir über Langstreckenreisen denken. AirAsia will nicht weniger, als den Himmel für alle erschwinglich machen – und bringt damit Bewegung in einen Markt, der lange als festgefahren galt.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

{title}
WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com