Seoul/Bangkok – Das Vertrauen der thailändischen Bevölkerung in ihre Regierung hat laut der Politikwissenschaftlerin Dr. Thawilwadee Bureekul einen historischen Tiefpunkt erreicht. Beim Weltkongress der International Political Science Association (IPSA), der vom 12. bis 16. Juli 2025 in Seoul stattfand, schilderte sie Thailand als Demokratie in Schieflage – geprägt von wachsender Ungleichheit, politischer Frustration und einer zunehmend desillusionierten Öffentlichkeit.

Dr. Bureekul, langjährige Direktorin am King Prajadhipok’s Institute, präsentierte aktuelle Umfrageergebnisse aus regionalen Studien. Demnach sehen mehr thailändische Bürger als in jedem anderen untersuchten asiatischen Land die Einkommensverteilung im eigenen Land als zutiefst ungerecht an – mit weitreichenden Folgen: „Diese Wahrnehmung untergräbt das Vertrauen in die Regierung erheblich“, sagte sie. Besonders alarmierend sei, dass das Vertrauen in zentrale Institutionen wie das Amt des Premierministers und den Senat seit zwei Jahrzehnten stetig sinke.

Gleichzeitig nehme zwar das politische Bewusstsein der Bevölkerung zu, doch der Glaube an politische Wirksamkeit – also daran, durch eigenes Engagement Veränderungen herbeiführen zu können – sei stark zurückgegangen.

Der IPSA-Kongress 2025 stand unter dem Motto „Widerstand gegen Autokratisierung in polarisierten Gesellschaften“ und versammelte Forschende aus über 100 Ländern. Im Zentrum der Diskussionen stand die weltweite Erosion demokratischer Normen – verursacht sowohl durch autoritäre Staatsführungen als auch durch eine zunehmend frustrierte und gespaltene Gesellschaft.

„In vielen Ländern betrachten sich politische Lager nicht mehr als Mitbürger, sondern als existentielle Bedrohung“, warnte Bureekul. Diese Polarisierung ziehe sich durch alle Gesellschaftsschichten und Regionen – vom globalen Norden bis zum globalen Süden.

Zahlreiche Demokratien kämpfen heute mit einer doppelten Herausforderung: Einerseits untergraben gewählte Regierungen etablierte demokratische Prinzipien und Freiheiten, andererseits verlieren Bürger zunehmend den Glauben daran, dass demokratische Systeme Lösungen für soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Sicherheit oder Teilhabe bieten können. Dieser Vertrauensverlust habe in vielen Ländern autoritären Führern den Weg bereitet – begleitet von Wahlmanipulation, Desinformation und der politischen Ausbeutung globaler Krisen wie Klimawandel, Kriege und Migration.

Dr. Bureekul verwies jedoch auch auf Gegenbeispiele: Staaten mit starker Zivilgesellschaft, unabhängiger Justiz und handlungsfähiger Opposition seien besser gegen autoritäre Tendenzen gewappnet. Ihrer Ansicht nach sollten solche Demokratien aktiv andere Länder in der Region unterstützen – durch internationale Zusammenarbeit und den Austausch bewährter demokratischer Praktiken.

„Der IPSA-Kongress 2025 ruft die weltweite wissenschaftliche Gemeinschaft auf, neue Strategien gegen den globalen Autoritarismus zu entwickeln“, sagte sie. Dazu gehöre auch die Auseinandersetzung mit zentralen Themen wie Menschenrechten, politischer Ungleichheit, Migration, internationalem Recht und Klimapolitik.

Ein positives Signal setzte der Kongress in eigener Sache: Nahezu die Hälfte der präsentierten wissenschaftlichen Beiträge stammte von Frauen – ein Zeichen wachsender Geschlechtergerechtigkeit in der politikwissenschaftlichen Forschung.

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

STIN war selber seit mindestens 2019 nicht mehr in TH weil er schon vor seinem großen Demokratisten Prayuth geflüchtet war.
Die Wahl 2019 war die höchstmanipulierte seitdem ich TH kenne und trotzdem hat Prayuth verloren.Nur durch nachträgliche Fälschung und Betrug kam die knappe Mehrheit für diese „Koalition“ zustande.
Ja, das steht so nicht in Bloomberg und wenn ich Journalist wäre und den Standpunkt meines Arbeitgebers vertreten müßte würde ich sowas wohl auch nicht schreiben.
Aber ich bin kein Journalist und nehme mir die Freiheit meine eigene Meinung zu schreiben.Ich habe auch keine Vermögenswerte in TH , eigentlich nirgendwo mehr wil ich mein Erbe schon verteilt habe.
Ich bin deshalb auch nicht mehr erpreßbar. Höchstens meine Thai Familie.
Und die weiß sich zu helfen…..
STIN hat mir ja immer den Rausschmiß angedroht. Nein, wenn etwas wäre ginge ich von selber.
Aber es ist ja nix außer viel heißer Luft die STIN und seine Vorschreiber
verbreiten.Seit der Wahl 2023 ist keine seiner Prophezeiungen zugetroffen.
Srettha ist von selber gegangen als das Spesenkonto leer war.
Paetongtarn ist von einem unrechtmäßigen parteiischen „Gericht“ aus nichtigen Gründen abgesetzt worden weil sie besser war als ihr Vorgänger.
Wohlgemerkt , diese „Regierung“ ist keine Thaksin Regierung weil Thaksins Möchtegernbeseitiger niemand haben den sie in die Öffentlichkeit stellen können.Anutin die kleine Grassmücke hat eine große Abfuhr erhalten und diese Nichtregierung wird bis zum Ende der Legislatur kopflos dahintaumeln oder aber von selber stürzen.Da die Machthaber in TH aber eh nicht gewählt werden sondern sich selber bestimmen macht es keinen Unterschied.Etwas ändern würde sich nur wenn die Wahlsieger (ex Future Forward und jetzt Volkspartei) eine Regierung bilden dürfte und vielleicht sogar Unterstützung von Teilen der ungewählten Machthaber erhält.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.

berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

STIN hätte 2023/24 auch am Ballermann Urlaub machen können und dort seine Propaganda verkünden können.
Da seine Propaganda nur etwas ist für jemanden der zu tief in den Eimer geschaut hat , hätte er dort wohl mehr Zustimmung bekommen als hier.
STIN macht mich immer an ich würde keine Links zu meinen Quellen geben. Dabei tue ich dies immer wenn ich mich auf andere Medien beziehe.Sogar mit dem Originaltext.
STIN bezieht seine Schwurbeleien immer auf Quellen die seine Propaganda oft garnicht bestätigen. So tun als ob. Das kann er.
Seine Propaganda verkauft er uns als Fakten während er meine Meinung und Erfahrung als Lügen abtut.
Trotzdem bleibe ich natürlich bei meiner Meinung.
Ich habe es nicht nötig wie STIN sich wichtig zu tun indem er uns von angeblichen „Videokonferenzen“ mit „seinem“ Kamnan und anderen obrigkeitsgläubigen Lakaien erzählt.
Mir reicht es wenn ich zufällig Ohrenzeuge von Unterhaltungen oder gar Streitgesprächen unter Thai werde.
Wenn ich einen Thai nach seiner politischen Meinung frage dann bekomme ich etwas vorgelogen was auf Farang zugeschnitten ist.
Das wird bei STIN nicht anders sein. Ja , früher waren die Amtsträger noch offener , aber dies ist lange her.
Ich trinke seit fast 40 Jahren keinen Kaffee mehr sondern nur Tee.Zum Frühstück Earl Gray und ansonsten Cha Takkai.
STIN gefällt sich darin seine Propagandabehauptungen wieder und wieder zu Wiederholen, in der Hoffnung daß er mal jemanden findet der ihm glaubt.
Ich habe dies nicht nötig und setze da auf die Erfahrung anderer Expats in TH.
Na klar haben STIN und seine Vorschreiber kein Verständnis für eine konstitutionelle Monarchie weil sie sich hinter dem Tutzinger verstecken wollen.Na ja der ist in Oberbayern ja STIN viel näher als TH.
Ja , natürlich weiß ich daß es fast unmöglich ist die ewiggestrigen feudalen Strukturen Thailands aufzulösen.Schließlich lebt es sich ja bequem in ihrem Schatten.
Aber ich bin Westeuropäer und deshalb für Demokratie , konstitutionelle Monarchien und Gewaltenteilung.
Im Gegensatz zu STIN habe ich während der der gesamten Covid Zeit und während des ganzen Prayuth Regimes in TH gelebt und miterlebt was hier wirklich geschah.
Ich möchte hier auch noch bis zu meinem Tode bleiben wenn es möglich ist.Bisher hat man mich in Ruhe gelassen und nix von dem mit dem STIN mir und anderen Expats in TH Angst einjagen wollte ist geschehen. Im Gegenteil , die Behandlung durch die Immi ist sogar deutlich besser geworden.
Wenn sich dies ändern sollte muß ich die Situation neu bewerten und würde natürlich TH sofort verlassen wenn man mich hier erpressen wollte.
Ich hoffe natürlich daß es nicht so kommen wird.

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Siamfan
Siamfan
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Wann kommen Sie endlich wieder nach TH!?? 😂
KI wartet auf Sie!! 😎

Wolfgang Kempf
Wolfgang Kempf
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

In der Hot Saison das wird hart🌞
Würde ich mir nochmal überlegen 😉
Da kann sich noch viel ändern im Land der Freien 😁

berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Na , da kann es auf STIN ja lange warten.
Ich fliege nach dem Lufthansa Reinfall Ende September nach Europa und Anfang November zurück.
Dann kann ich aus der Realität berichten.Ich habe vorsichtshalber ein ausgefülltes TM6 Formular dabei.
STIN hält auch Paßleser für KI. Ja , dann haben wir schon seit über 5 Jahren KI bei der immi.Funktioniert manchmal auch.

berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Jau , STIN läßt sich gerne von „seiner“ KI überrollen…
Dann isser platt…..
Also ich habe seit 2019 achtmal versucht mit Paßleser und Gesichtserkennung automatisch durchzukommen.
Geklappt hat es nur einmal in FRA. In BKK gibt es in der Fast Lane keine Automaten.
Natürlich habe ich von nix ne Ahnung , dafür habe ich doch STIN/KI als Erklärbär.
Unsere Mikrowelle läuft noch im Handbetrieb und unsere Waschmaschine steht in Bang Na. Da dürfen weder die Enkel noch ich ran.
Ich wundere mich ja daß ich ohne GPS herumlaufen darf.

berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Gesichtserkennung gab es im letzten Jahrhundert noch nicht und die Paßleser funktionieren erst seit wenigen Jahren.Es gibt sie nicht nur an den Außengrenzen sondern auch in vielen Immi Büros im Lande.
Ja ,ich würde gern ohne Handy leben aber es geht nicht mehr weil es für jeden Sch…. eine App gibt die meist nicht funktioniert.
Das Internet ist zum Spielplatz für Betrüger,Hochstapler und Wichtigtuer geworden und STIN/KI ist mittendrin.
https://www.zdfheute.de/wissen/kuenstliche-intelligenz-luegen-betruegen-100.html
Ja ,natürlich gibt es Alte Leute die nicht berufsmäßig im Internet waren und deshalb keine Ahnung haben.
Aber es gibt viel mehr Junge Leute die fluent im Internet sind und überhaupt nix wissen oder gebacken kriegen.
Was hilft die KI wenn man noch nicht mal Fragen stellen kann?
Ich habe Ende der 70er Jahre auf dem 2.Bildungsweg meinen Diplomkaufmann Fachrichtung Marketing gemacht.
Da mußten wir uns auch mit Computern beschäftigen.
Ich habe damals die 3 gebräuchlichen Programmiersprachen gelernt (Cobol,RPG und Pascal)
und war deshalb 20 Jahre später in der Y2K Task Force unserer Firma.
Es gab damals schon unbelehrbare Computer Freaks die für Commodore und Apple kämpften.
Das öffentlich zugängliche Internet gab es damals noch nicht, aber es gab schon Computerspiele.
Ich habe in meinem ganzen Leben keine 10 Computerspiele gespielt.Meist im Flugzeug.Außer Flightsimulator hat mich keines interessiert.Aber FS gab es in der ersten Version auf 48 3,5″ Inch Floppy Disks, dauerte lange zu laden und war wegen der schwachen Leistung der PC’s damals eigentlich schon uninteressant.Ich verlor das Interesse und habe nie wieder Computerspiele gespielt.
Als das Internet 1991 auch für uns zugänglich wurde gab es noch keine Suchmaschine und nur Texte,Grafiken und Fotos.Es gab auch noch kein Windows sondern wir mußten mit Lotus 1-2-3/Symphony und Smart Suite ins Internet.
Ich war immer ein Kritiker der „neuen“ Medien und den Nerds ging es weniger um neue Technologien sondern darum den Spieltrieb zu befriedigen und anzugeben.
Ich habe nie etwas benutzt dessen Arbeitsweise ich nicht verstanden habe.Der PC war für mich eine Weiterentwicklung des Calculators und die KI ist für mich eine Weiterentwicklung der Macros.
Für mich ist es wichtig eine Anwendung zu verstehen, denn das hilft auch bei der Fehlersuche.
Für die Technik hatten wir eine eigene IT Abteilung , damals noch mit wirklich ausgebildeten Fachleuten.

berndgrimm
berndgrimm
4 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Was mach STIN zum Humoristen ?
Daß er seinem eigenen Propagandaquatsch nicht glaubt.
Nein , im Gegensatz zu STIN/KI gebe ich zu daß ich keine Ahnung habe wie hoch das BIP in TH ist.
Aber das haben Politiker Beamte und Journalisten auch nicht. Und STIN glaubt fest seine Telefonnnummer wäre das BIP dabei ist es nur das PiiiiP.
Wenn ich Steuerhinterzieher wäre , wäre ich in TH in bester Gesellschaft und STIN wäre mein bestes Vorbild …..
Er ist offensichtlich sein ganzes Leben auf der Flucht vor dem Taxman.Mal sehen wo’s als nächstes hingeht.
Ich kenne Ulli Hoeneß nicht persönlich aber er hatte mal eine Fleischwarenfabrik die für Aldi ganz passable Nürnberger Rostbratwürste gemacht hat.
Steuerflucht ist das Hobby vieler reicher Menschen,
sie wollen ihr Geld lieber selber verbrennen.
Außerdem: Reich sein macht nur dann Spaß wenn Andere Arm sind.Deshalb sind sie gegen Gleichmacherei.

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