BANGKOK – Angesichts neuerlicher militärischer Spannungen an der Grenze zu Kambodscha erwägt Thailand den Bau massiver Betonmauern in umstrittenen Grenzregionen. Der Vorsitzende der Palang Pracharath Partei, Prawit Wongsuwan – vormals stellvertretender Premierminister und Verteidigungsminister – stellte den umstrittenen Vorschlag als Teil einer langfristigen Sicherheitsstrategie vor.

Ziel der geplanten Maßnahme ist es, sensible Grenzgebiete in mehreren nordöstlichen und östlichen Provinzen wie Ubon Ratchathani, Sisaket, Surin, Buriram, Sakaeo, Chanthaburi und Trat zu sichern. Gerade in diesen Regionen ist es in den vergangenen Tagen zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen thailändischen und kambodschanischen Streitkräften gekommen.

Insbesondere im Distrikt Kantharalak (Provinz Sisaket) und im Distrikt Panom Dongrak (Provinz Surin), nahe der kambodschanischen Gebiete Preah Vihear und Oddar Meanchey, eskalierten die Spannungen zuletzt dramatisch. Zwölf thailändische Soldaten verloren dabei ihr Leben – teils sogar nach Inkrafttreten eines brüchigen Waffenstillstands, wie die Plattform Thai Newsroom berichtete.

Die humanitären Folgen sind ebenfalls gravierend: Über 138.000 Zivilisten wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert und können vorerst nicht in ihre Heimatorte zurückkehren.

Der Vorschlag einer Grenzmauer stößt in der Bevölkerung auf gemischte Reaktionen. Viele sehen darin eine Möglichkeit, langfristig Frieden und Stabilität zu sichern. Kritiker hingegen warnen vor einer Eskalation und einer Verschärfung der diplomatischen Beziehungen zu Kambodscha.

Die thailändische Regierung kündigte an, den Vorschlag sorgfältig zu prüfen – unter besonderer Berücksichtigung seiner Wirksamkeit, Kosten und möglichen politischen Folgen. Derweil bleibt die Lage entlang der Grenze angespannt.

 

STIN // AI

Von stin

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berndgrimm
berndgrimm
5 Monate zuvor

Na endlich hat jemand vor mal eine Mauer zu bauen!
Ist genauso sinnlos wie die Landbrücke von Ranong nach Chumphon!
Einen Vorteil hätte sie schon: Auf einer Seite gäbe es Schatten für die Händler.
Vielleicht sollte jemand Prawit mal sagen daß Gripen und F-16 durchaus über die Mauer fliegen können, selbst wenn sie von thailändischen Piloten geflogen werden.

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berndgrimm
berndgrimm
5 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Prayuth ist rechtzeitig in den Kronrat geflüchtet und sagt nix.
Nur Hintenrum macht er natürlich weiter.
Thailändische Piloten treffen genauso punktgenau wie thailändische Autofahrer.
Luke AFB ist nicht weit vom Pinal Airpark in Marana , dem größten Flugzeugfriedhof der Welt . Hauptsächlich Militärflugzeuge.Über 10.000 Exemplare.
Die Gripen wurden aber alle in TH verschrottet, punktgenau.

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Zuletzt bearbeitet am 5 Monate zuvor von berndgrimm
berndgrimm
berndgrimm
5 Monate zuvor
Antwort auf  stin

Welches der parteiischen Gerichte in TH sollte einen Haftbefehl gegen den von den ungewählten Machthabern eingesetzten Strohmann Prayuth ausstellen?
Er ist doch nicht Thaksin !
Außerdem findet man ums Verrecken keinen Nachfolger für ihn.
Und dann haut STIN zur Abwechslung mal wieder auf die Nato und lobt das Regime in Serbien welches seinen Helden Putin unterstützt. Wo hat STIN eigentlich gedient und welchen Krieg hat er gewonnen ?
Es fliegen noch alle Gripen die nicht bei Trainingsflügen über TH abgestürzt sind.
Es ist doch komisch wenn die Kriegsflieger nicht im Einsatz im Ausland sondern bei Übungsflügen zu Hause abstürzen.

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