Der thailändische Botschafter und Ständige Vertreter bei den Vereinten Nationen, Cherdchai Chaivaivid, hat am Mittwoch in einer UN-Sitzung in New York die internationale Gemeinschaft über Kambodschas wiederholte Verstöße gegen ein Waffenstillstandsabkommen informiert. Diese Klarstellung erfolgte als direkte Reaktion auf kambodschanische Anschuldigungen bezüglich der Grenzsituation zwischen den beiden südostasiatischen Ländern.
Ursprünglich war Thailand bei der Konferenz anwesend, um sein Engagement für dauerhaften Frieden und Stabilität im Nahen Osten zu bekräftigen und eine gerechte, dauerhafte und umfassende Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts durch eine friedliche Zweistaatenlösung zu fördern. Botschafter Chaivaivid bedauerte, dass eine andere Delegation das Forum nutzte, um bilaterale Angelegenheiten anzusprechen, sah sich jedoch gezwungen, die Fakten klarzustellen, um Missverständnisse zu vermeiden.
Er betonte, dass am 28. Juli dank der Vermittlung des malaysischen Premierministers als ASEAN-Vorsitzender ein Waffenstillstand zwischen Thailand und Kambodscha vereinbart wurde. Doch bereits kurz nach Inkrafttreten am 29. Juli habe Kambodscha den grenzüberschreitenden Beschuss und Einfälle in thailändisches Gebiet wieder aufgenommen, was einen schwerwiegenden Verstoß gegen das Abkommen darstelle. Thailand fordert Kambodscha nachdrücklich auf, sich strikt an den Waffenstillstand zu halten, auf die Verbreitung falscher oder irreführender Informationen zu verzichten und in gutem Glauben über bestehende bilaterale Kanäle zu handeln.
Angesichts der prekären Lage im Gazastreifen mit anhaltenden Feindseligkeiten, humanitärem Leid und Vertreibung sowie zunehmenden Spannungen im gesamten Nahen Osten, unterstrich Chaivaivid die dringende Notwendigkeit eines erneuerten Dialogs und verstärkter Anstrengungen zur Wahrung von Frieden und Stabilität. Er hob drei Kernpunkte hervor:
Erstens bekräftigte Thailand seine Unterstützung für die Zweistaatenlösung als einzigen tragfähigen Weg zu dauerhaftem Frieden, im Einklang mit dem Völkerrecht und den relevanten UN-Resolutionen, die ein friedliches Zusammenleben Israels und Palästinas ermöglichen. Ein inklusiver Ansatz sei unerlässlich, und Thailand unterstütze alle Bemühungen der UN, regionaler und internationaler Partner, einschließlich der Arabischen Liga und der OIC, um einen sinnvollen Dialog zu fördern und die Voraussetzungen für Frieden zu schaffen. Vertrauen müsse durch vertrauensbildende Maßnahmen, konstruktives Engagement und integrative Diplomatie wiederhergestellt werden, die die Anliegen aller Parteien berücksichtigt.
Zweitens forderte Thailand einen nachhaltigen Waffenstillstand und die sofortige und bedingungslose Freilassung aller verbliebenen Geiseln. Da auch thailändische Staatsbürger von den Geschehnissen betroffen seien, habe man die weitreichenden Opferzahlen aus erster Hand miterlebt. Der Frieden im Nahen Osten sei daher eine gemeinsame Verantwortung aller Nationen.
Drittens habe der Schutz der Zivilbevölkerung weiterhin höchste Priorität. Thailand unterstützt die sofortige, sichere und ungehinderte Bereitstellung humanitärer Hilfe im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht.
Abschließend appellierte Botschafter Chaivaivid an die internationale Gemeinschaft, die gemeinsame Entschlossenheit zu bekräftigen, diesen Konflikt durch konstruktiven Dialog und handlungsorientierte Lösungen dauerhaft zu beenden. Die Geschichte solle die Nationen nicht für Untätigkeit, sondern für den Mut in Erinnerung behalten, entschlossene Schritte zur Schaffung von Frieden statt Konflikt zu unternehmen.
STIN // AI