Die Vereinigten Staaten haben eine geplante drastische Erhöhung der Importzölle für Waren aus Thailand, Kambodscha und Malaysia abgemildert. Statt der ursprünglich angedrohten 36 Prozent müssen die Länder nun mit einem Zoll von 19 Prozent rechnen. Dies entspricht dem gleichen Satz, der auch für die Nachbarländer Indonesien und die Philippinen gilt.

Die Entscheidung kam, nachdem die Staatschefs Thailands und Kambodschas einen sofortigen Waffenstillstand in einem seit über einem Jahrzehnt andauernden Grenzkonflikt vereinbart hatten, der über 40 Menschenleben gefordert hatte. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, die Handelsbeziehungen zu blockieren, sollten die Kämpfe nicht beigelegt werden.

Allerdings wurde die Feuerpause kurz nach ihrer Ankündigung auf die Probe gestellt, als Thailand Kambodscha vorwarf, grundlos geschossen und damit das Abkommen gebrochen zu haben.


 

Verhandlungen und Abkommen

Um die höheren Strafzölle in letzter Minute zu vermeiden, hatte Thailand weitreichende Zugeständnisse gemacht. Das Land sicherte den USA einen besseren Marktzugang zu, versprach die Abschaffung von Zöllen auf 90 Prozent seiner Waren und verpflichtete sich, seinen Handelsüberschuss von 46 Milliarden Dollar innerhalb von drei Jahren um 70 Prozent zu senken.

US-Handelsminister Howard Lutnick bestätigte in einem Interview den Abschluss von Abkommen mit Thailand und Kambodscha, ohne jedoch Details zu nennen. Die US-Regierung kündigte in den letzten Tagen zahlreiche neue Handelsabkommen und Zollforderungen an, darunter einen 15-prozentigen Zoll auf südkoreanische Exporte und eine 25-prozentige Abgabe auf Waren aus Indien.


 

Erleichterung in Thailand

Für Thailand, dessen Wirtschaft stark vom Handel abhängt und wo die USA der größte Exportmarkt sind, ist die Senkung der Zölle eine wichtige Nachricht. Sie gilt als entscheidend, um die Wirtschaft vor weiteren Rückschlägen zu bewahren. Das Wachstum des Landes ist bereits durch eine hohe Verschuldung der Haushalte und einen schleppenden Binnenkonsum gefährdet.

Der thailändische Finanzminister Pichai Chunhavajira hatte im Vorfeld der Entscheidung die Hoffnung geäußert, dass die USA die Zölle auf ein ähnliches Niveau wie bei den anderen südostasiatischen Nachbarn festsetzen würden. Diese hatten bisher mit Zollsätzen von rund 20 Prozent zu kämpfen.

 

Redaktion STIN // CTN-Media

Von stin

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