Am Freitag wurde eine internationale Delegation aus 23 Ländern mit der brutalen Realität eines dreitägigen kambodschanischen Raketenangriffs auf die thailändische Zivilbevölkerung konfrontiert. Diplomaten und Medienvertreter besuchten die Provinz Sisaket und erlebten aus erster Hand, wie gezielte Angriffe auf „grüne Zonen“ Angst und Schrecken verbreiteten. Mit chinesischen Waffen, darunter dem mächtigen Raketenwerfersystem PHL-03, hat Kambodscha laut thailändischen Behörden ein Kriegsverbrechen begangen.

Bei dem dreitägigen Angriff wurden in sechs Provinzen 17 thailändische Zivilisten getötet und eine Spur der Zerstörung hinterlassen. In Sisaket wurden die internationalen Besucher Zeugen von Kratern in Feldern, zerstörten Häusern und ausgebrannten Fahrzeugen. Am eindringlichsten war jedoch der Anblick der Reste einer Tankstelle, die nach dem Einschlag einer BM-21-Grad-Rakete dem Erdboden gleichgemacht wurde. Bei dem Angriff starben acht Menschen, darunter vier Kinder. Die thailändischen Behörden betonen, dass es in der Nähe keine militärischen Ziele gab.
Die Delegation wurde von Gouverneur Anupong Suksomnit empfangen, der Fotos der Opfer zeigte und an die Menschlichkeit der Getöteten erinnerte. Er betonte, dass es sich um ganz normale Familien gehandelt habe, nicht um Kämpfer. Die Trauer wurde greifbar, als Angehörige der Opfer schweigend daneben standen.
Besonders bewegend waren die Aussagen der 13-jährigen Pitchapat Phonsettalert, deren Vater der Besitzer der zerstörten Tankstelle war. Trotz ihrer Trauer sprach sie fließend Englisch und forderte die internationale Gemeinschaft zu Gerechtigkeit auf. „Dies ist eine friedliche Gegend. Wir wurden nicht gewarnt. Kinder starben in den Armen ihrer Mütter. Wir wollen Gerechtigkeit“, sagte sie.
Mutige Dorfbewohnerinnen erzählten dem niederländischen Militärattaché Oberst Johannes in fließendem Niederländisch, wie ihre Häuser zerstört wurden. Der Oberst bezeichnete die Angriffe als inakzeptabel und forderte den ASEAN-Vorsitzenden Malaysia zum Handeln auf. Seine Aussage ging in den sozialen Medien viral, was die Diskussion über die Rolle der internationalen Gemeinschaft befeuerte.
Die Angriffe endeten mit einem von den USA vermittelten Waffenstillstand. Thailand hatte zuvor gewarnt, dass der Einsatz des Langstreckenraketenwerfers PHL-03, der für großflächige Zerstörungen konzipiert ist, die Region an den Rand eines umfassenden Krieges gebracht habe.
Trotz des Waffenstillstands bleibt die Lage angespannt. Thailand hat seine Grenzkontrollen verstärkt und Evakuierungsübungen durchgeführt. Die Regierung kämpft zudem gegen eine Desinformationskampagne in kambodschanischen Medien, die Thailand für die Zerstörung verantwortlich macht. Die Ereignisse haben nicht nur materielle Schäden hinterlassen, sondern auch tiefe seelische Wunden in der thailändischen Zivilbevölkerung. Während die Waffen nun schweigen, fordert Thailand, dass die Welt die Kriegsverbrechen nicht vergisst.
Foto: Der niederländische Militärattaché Oberst Johannes wurde am Freitag von zwei Thailänderinnen – die fließend Niederländisch sprechen – unterrichtet, die einen erschreckenden Bericht aus erster Hand über die kambodschanischen Raketenangriffe auf thailändische Zivilisten letzte Woche lieferten. Das thailändische Außenministerium bezeichnet die Angriffe als Kriegsverbrechen und fordert Rechenschaft.
STIN // AI
Das ist nachvollziehbar, dass die Chinesen sich da sofort einmischen, um ihre
Kolonie Kambodscha zu retten.