BANGKOK, Thailand – Angesichts der anhaltenden Spannungen an der Grenze zu Kambodscha warnt die thailändische Regierung die Bevölkerung eindringlich vor der Verbreitung von Falschmeldungen. Regierungssprecher fordern die Bürger auf, sich ausschließlich auf offizielle Informationsquellen zu verlassen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den zehn meistverbreiteten Fake News der letzten Woche, die fast alle den Grenzkonflikt zum Thema haben.
Regierungssprecher Jirayu Huangsap versicherte, dass es in der Nacht zum Sonntag keine gewalttätigen Zwischenfälle in den sieben an Kambodscha grenzenden Provinzen gab. Obwohl die Sicherheitskräfte weiterhin in höchster Alarmbereitschaft sind und Überwachungsmaßnahmen durchführen, betonte er, wie wichtig es ist, Gerüchten keinen Glauben zu schenken. Er forderte die Öffentlichkeit dazu auf, sich über offizielle Regierungskanäle zu informieren, um nicht Opfer von Desinformationskampagnen zu werden.
Die stellvertretende Regierungssprecherin Sasikan Wattanachan dementierte unterdessen Berichte in den sozialen Medien, die thailändische Soldaten fälschlicherweise der Gräueltaten bezichtigten. Sie bezeichnete diese Vorwürfe als Fake News ohne jegliche Grundlage. Solche Falschmeldungen seien eine gezielte Verzerrung, um Hass zu schüren und die Spannungen zwischen den beiden Völkern zu verschärfen. Sasikan betonte, dass die thailändischen Militäroperationen stets nach humanitären Grundsätzen und Völkerrecht abliefen. Sie fügte hinzu, dass verwundete kambodschanische Soldaten, die gefangen genommen wurden, medizinisch versorgt und transparent an Kambodscha übergeben wurden.
Das Ministerium für digitale Wirtschaft und Gesellschaft hat eine Liste der zehn am häufigsten verbreiteten Falschmeldungen der vergangenen Woche veröffentlicht. Darunter waren Behauptungen wie die Enthauptung von kambodschanischen Truppen, die Tötung oder Gefangennahme von thailändischen Soldaten, der Einsatz von biologischen Waffen und die angebliche Spende von F-16-Jets durch Norwegen. Die Behörden weisen darauf hin, dass für diese Falschmeldungen häufig manipulierte Bilder mit falschen Bildunterschriften verwendet werden, um die Öffentlichkeit zu täuschen.
„Wir fordern alle auf, die Verbreitung von Fake News zu stoppen. Geben Sie keine ungeprüften Informationen weiter. Überprüfen Sie Fakten immer anhand offizieller Quellen“, so Sasikan. Verdächtige Inhalte können über die Hotline 1111 oder die Website www.antifakenewscenter.com gemeldet werden.
STIN // AI