Bangkok, Thailand – Inmitten wachsender Spannungen an der Grenze zu Kambodscha haben thailändische Sicherheitskräfte einen kambodschanischen Staatsbürger wegen Spionage verhaftet. Dem Mann wird vorgeworfen, sensible militärische Informationen gegen Bezahlung nach Kambodscha übermittelt zu haben.

Der Verdächtige wurde am 1. August im Bezirk Ta Phraya in der Provinz Sa Kaeo festgenommen. Berichten zufolge erhielt er für seine Informationen eine tägliche Zahlung von umgerechnet etwa 162 Baht. Die Festnahme war das Ergebnis einer koordinierten Überwachungsaktion, an der lokale Sicherheitskräfte und die Ta Phraya Task Force beteiligt waren. Ein lokales Dorf-Sicherheitsteam (Chor Ror Bor) spielte dabei eine entscheidende Rolle, indem es verdächtige Aktivitäten in der Nähe der Grenze meldete.

Nach seiner Verhaftung gestand der Mann seine Beteiligung an der Spionage. Er gab zu, im Rahmen einer laufenden Operation Informationen weitergegeben zu haben. Die Behörden haben den Fall zur weiteren rechtlichen Verfolgung an die übergeordneten Stellen übergeben. Für ihren Einsatz und ihre effektive Zusammenarbeit wurden die Mitglieder des Dorf-Sicherheitsteams von der Ta Phraya Task Force öffentlich geehrt.


 

Weiterer Verdächtiger in Chanthaburi weist Spionagevorwürfe zurück

In einem ähnlichen Fall, der sich nur wenige Tage zuvor ereignete, wurde ein weiterer Kambodschaner in der Provinz Chanthaburi festgenommen. Der 43-jährige Oeun Khoem bestreitet jedoch die Vorwürfe. Er behauptet, er sei lediglich als Arbeiter in einem Obstgarten beschäftigt gewesen. Oeun wurde am 28. Juli von einer Spezialeinheit des Marine Corps festgenommen, nachdem sein Verhalten als verdächtig eingestuft wurde.

Die Beamten vermuteten, dass Oeun vertrauliche Informationen über thailändische Militäroperationen gesammelt und weitergegeben hatte. Auf Facebook soll er mehrere Kommentare zum Konflikt an der Grenze gepostet haben, darunter einen, in dem er schrieb: „Thailand greift zuerst an, Kambodscha verteidigt.“ Er kooperierte mit den Behörden und erklärte sich bereit, befragt zu werden, weist aber weiterhin alle Spionagevorwürfe zurück.

 

 

STIN // AI

Von stin

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